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Veröffentlicht am 08.08.2025

„Rache, Magie und ein bittersüßer Abschied“

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge
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Ich habe selten ein Buch beendet und dabei so viel gleichzeitig gefühlt – Die Elite von Ashriver – Bittersweet Revenge war für mich ein Abschluss voller Emotionen, Spannung und einem Hauch Magie, der mir ...

Ich habe selten ein Buch beendet und dabei so viel gleichzeitig gefühlt – Die Elite von Ashriver – Bittersweet Revenge war für mich ein Abschluss voller Emotionen, Spannung und einem Hauch Magie, der mir noch lange nach dem Zuklappen im Kopf geblieben ist.

Leahs Reise findet in diesem Band ihren Höhepunkt. Ihr Ziel: Gerechtigkeit für ihre verstorbene Mutter. Dafür riskiert sie alles – sogar sich selbst. Sie kehrt zurück an die Ashriver Academy, entschlossener denn je, als „Leserin“ undercover in die Welt der Elite einzutauchen. Und dann ist da Vincent. Charmant, gefährlich, voller Geheimnisse – und genau der Typ, den Leah eigentlich meiden sollte. Doch wie das bei gutem Dark-Academia eben so ist, sind die Grenzen zwischen Richtig und Falsch, zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Herz und Verstand mehr als nur verschwommen.

Ich mochte besonders, wie Valentina Fast die Geschichte aufbaut. Nichts wirkt gehetzt, und trotzdem ist da diese konstante Spannung – als würde hinter jeder Seite eine neue Wahrheit lauern. Die Dynamik zwischen Leah und Vincent war für mich eines der Highlights. Es knistert, es kracht, und zwischen all dem Schmerz und Misstrauen entwickelt sich etwas Echtes. Etwas Zartes in einer Welt voller Härte.

Auch stilistisch hat mich der Roman überzeugt. Die Autorin schreibt emotional, bildhaft, aber nie überladen. Sie versteht es, ihre Figuren wachsen zu lassen, ihnen Tiefe zu geben und selbst Nebencharaktere mit Bedeutung zu füllen. Vor allem das Finale war ein Feuerwerk: emotional, dramatisch, befreiend – ich hatte Gänsehaut und Tränen gleichzeitig. Und der Epilog? Ein bittersüßes Geschenk für alle, die bis hierhin mit Leah mitgefiebert haben.

Für mich war Bittersweet Revenge ein perfekter Abschluss. Voller Leidenschaft, Geheimnisse, Gerechtigkeit und der Erkenntnis, dass Rache nie ohne Konsequenzen kommt. Es war düster, romantisch, magisch – und genau das, was ich mir von einem letzten Band gewünscht habe.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

„Ein Pakt mit der Dunkelheit – und der Beginn einer überraschend zarten Liebe“

Married into Magic: Deal with the Elf King
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Ich weiß noch genau, wie ich Deal with the Elf King zum ersten Mal zur Hand genommen habe – angelockt von dem wunderschönen Cover, der düsteren Romantasy-Atmosphäre und dem Versprechen eines „forced marriage“-Tropes ...

Ich weiß noch genau, wie ich Deal with the Elf King zum ersten Mal zur Hand genommen habe – angelockt von dem wunderschönen Cover, der düsteren Romantasy-Atmosphäre und dem Versprechen eines „forced marriage“-Tropes mit einem Elfenkönig. Und was soll ich sagen? Ich habe bekommen, was ich erwartet habe – und gleichzeitig so viel mehr.

Die Geschichte beginnt in einer Welt, in der jedes Jahrhundert ein Mensch geopfert wird – eine sogenannte „Human Queen“ –, um mit dem mysteriösen Elfenreich einen uralten Pakt aufrechtzuerhalten. Dieses Mal trifft es Luella – eine junge Heilerin, die nie damit gerechnet hätte, auserwählt zu werden. Doch kaum ist sie in der neuen Welt angekommen, wird sie dem kalten, unnahbaren Elfenkönig Eldas gegenübergestellt – und alles, was sie bisher kannte, gerät ins Wanken.

Was mich sofort gepackt hat, war die Stimmung. Elise Kovas Schreibstil ist flüssig und einnehmend, ohne überladen zu wirken. Ich war sofort in Luellas Haut – voller Angst, Wut, Neugierde und innerer Stärke. Sie ist keine typische Heldin, die sofort alles akzeptiert – sie kämpft, zweifelt, wächst. Ihre Entwicklung ist für mich eines der Highlights des Buches. Besonders mochte ich, dass sie nicht „gerettet“ wird, sondern selbst ihren Platz in dieser fremden, magischen Welt findet.

Und Eldas? Ja, er ist genau dieser grimmige, kontrollierte, eiskalte Herrscher, den man sich bei so einem Titel erhofft – aber mit jeder Seite offenbart er mehr von sich. Seine Traurigkeit, seine Verantwortung, seine Sehnsucht nach Verbindung… Ich habe ihn erst misstrauisch beäugt, dann bewundert – und schließlich geliebt. Die Beziehung zwischen Luella und ihm baut sich langsam auf, mit all den kleinen Momenten, Blicken, Streitgesprächen und zaghaften Annäherungen, die ein gutes Enemies-to-Lovers-Paar ausmachen.

Was ich besonders mochte: Die Liebesgeschichte ist zwar zentral, aber nicht alles. Es geht auch um Verantwortung, um Opfer, um Magie, um Macht und wie man sie richtig einsetzt. Auch die Welt an sich ist faszinierend – mit ihren Jahreszeiten-Göttern, dem Wechsel zwischen Sommer und Winter, und dem Balanceakt zwischen Menschen- und Elfenreich. Ich hätte mir manchmal noch ein bisschen mehr Tiefe oder Hintergrund gewünscht, aber da das Buch ein Einzelband ist, ist das vielleicht Jammern auf hohem Niveau.

Ein kleiner Kritikpunkt von mir: Einige Konflikte lösen sich relativ schnell auf, vor allem gegen Ende, wo ich mir ein paar Seiten mehr Zeit zum Durchatmen gewünscht hätte. Aber trotzdem hat mich das Buch mit einem warmen Gefühl zurückgelassen – und dem Wunsch, sofort mehr aus dieser Welt zu lesen.

Fazit:
Deal with the Elf King ist ein herzerwärmender, romantischer Fantasyroman mit einer starken Heldin, einem geheimnisvollen König und einer magischen Welt, die zum Träumen einlädt. Wenn du „Enemies to Lovers“, Arranged Marriages, düstere Magie und langsame, aber echte Gefühle liebst – dann wird dich dieses Buch genauso verzaubern wie mich.

Ich habe es in wenigen Tagen verschlungen – und werde Luella und Eldas so schnell nicht vergessen.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

„Herz gegen Schicksal – ein bittersüßer Abschluss voller Magie und Emotionen“

Legacy of Stars 2: Gefallene Finsternis
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Wenn ich an „Gefallene Finsternis“ denke, den zweiten Band der Legacy of Stars-Reihe, bleibt mir vor allem eines im Gedächtnis: ein Auf und Ab der Gefühle. Dana Müller-Braun hat es geschafft, mich erneut ...

Wenn ich an „Gefallene Finsternis“ denke, den zweiten Band der Legacy of Stars-Reihe, bleibt mir vor allem eines im Gedächtnis: ein Auf und Ab der Gefühle. Dana Müller-Braun hat es geschafft, mich erneut in eine Welt zu entführen, die von Magie, düsteren Visionen und tiefen Herzensentscheidungen lebt – und mich dabei nicht nur einmal innerlich hin- und hergerissen zurückgelassen.

Die Geschichte beginnt direkt dramatisch: Shedir sieht in einer Vision, wie Lior – der Blutprinz, der ihr gerade seine Liebe gestanden hat – seinen eigenen Bruder töten wird. Um das zu verhindern, trifft sie eine Entscheidung, die alles verändert: Sie lässt ihn gefangen nehmen. Schon an diesem Punkt wusste ich, dass es emotional kein leichter Ritt werden würde. Der Konflikt zwischen Vertrauen und Verrat zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman – und das auf eine Weise, die mir oft das Herz schwer gemacht hat.

Shedir, die Protagonistin, war für mich dieses Mal eine echte Herausforderung. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen und habe mich oft gefragt, ob sie sich selbst eigentlich noch vertraut. Gleichzeitig fand ich es spannend, wie menschlich und verletzlich sie dadurch gewirkt hat – auch wenn ich mir manchmal mehr Klarheit und Entwicklung gewünscht hätte.

Ganz anders ging es mir mit Lior. Ich habe ihn im ersten Band schon interessant gefunden, aber hier hat er sich regelrecht in mein Herz geschlichen. Seine Mischung aus Härte, Loyalität und stiller Verletzlichkeit hat mich tief berührt. Er ist der stille Held der Geschichte – und ich hätte ihm wirklich gewünscht, dass man ihm öfter glaubt und nicht ständig misstraut. Lunas hingegen hat für mich in diesem Band viel von seiner Faszination eingebüßt. Ich mochte ihn zu Beginn der Reihe sehr, doch seine Rolle hier blieb für mich blass und teilweise enttäuschend.

Die Handlung an sich ist rasant und steckt voller überraschender Wendungen – manchmal fast zu viele auf einmal. Ich musste beim Lesen wirklich konzentriert bleiben, um nicht den Überblick zu verlieren. Gerade in der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass sich die Ereignisse überschlagen. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell – ich hätte mir einen ausführlicheren Abschluss oder einen Epilog gewünscht, einfach um emotional richtig loslassen zu können.

Trotzdem: Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mitgehofft. Die Magie, die Mondmächte, das uralte Erbe – all das hat der Geschichte eine ganz eigene, faszinierende Atmosphäre verliehen. Dana Müller-Brauns Schreibstil bleibt packend, bildhaft und voller Gefühl. Wer auf emotionale Romantasy mit royalen Intrigen, bittersüßer Liebe und einem Hauch dunkler Magie steht, wird in diesem Buch definitiv fündig.

Für mich war „Gefallene Finsternis“ kein perfekter, aber ein sehr emotionaler Abschluss dieser Reihe. Es war nicht immer einfach, nicht immer logisch – aber es hat mich berührt. Und am Ende zählt für mich genau das: dass ein Buch mir noch lange nach dem Zuschlagen im Kopf und im Herzen bleibt.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Gefallene Sterne, königliche Macht & ein Herz voller Zwiespalt

Legacy of Stars 1: Gezeichnetes Schicksal
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Schon die Idee mit Sternenmagie hat mich neugierig gemacht – und das Cover mit Krone, glitzerndem Farbschnitt und Karte im Inneren hat mich direkt verzaubert. Doch was mich wirklich gefesselt hat, war ...

Schon die Idee mit Sternenmagie hat mich neugierig gemacht – und das Cover mit Krone, glitzerndem Farbschnitt und Karte im Inneren hat mich direkt verzaubert. Doch was mich wirklich gefesselt hat, war die Geschichte von Shedir – einer jungen Frau, die mehr ist, als sie selbst ahnt.

Shedir besitzt die Gabe, Schicksale zu lesen und zu beeinflussen – und dabei entpuppt sie sich selbst als „gefällter Stern“, Teil einer royalen Magiedynastie, vor der sie sich bisher versteckt hat. Als sie dem Kronprinzen begegnet, dessen Tod unausweichlich scheint, wird ihr klar: Nur sie könnte ihn retten. Doch dafür braucht sie die Hilfe von Lior, dem mysteriösen Blutprinzen – jenem Bruder, der Schatten und Angst über alle Sternenträger gebracht hat.

Ich bin sofort in dieser Welt versunken: Shedirs Alltag in der Schenke, ihre Angst vor Entdeckung, das Netz aus Intrigen, Geheimnissen und politischen Machtspielen. Die Stimmung ist dicht, die Atmosphäre prickelnd – und die Anziehung zwischen Shedir und Lior elektrisierend. Aus Feinden werden widerwillige Verbündete, und bald spürt man, dass mehr zwischen ihnen stehen könnte: Vertrauen, vielleicht mehr, und jedenfalls eine Verheißung von Wandel.

Dana Müller‑Brauns Schreibstil ist leicht, atmosphärisch und emotional direkt. Die Ich-Perspektive mit innerer Stimme und bildhaften Schauplätzen lässt dich Teil dieser Welt werden. Und obwohl die Liebesgeschichte nicht frei von Klischees ist, funktioniert sie – sie brennt, sie reizt und sie trägt. Auch wenn manche Nebencharaktere und die vielen Ortswechsel zum Verwirren beitragen – dafür hat mich das Worldbuilding mit Sternenmagie und Machtspiel begeistern können.

Zu Beginn wirkte die Dreiecksdynamik zwischen Shedir, Lior und dem Kronprinzen noch etwas konfus, und ich musste mich erst an die vielen Perspektiven gewöhnen. Doch ab dem zweiten Drittel nahm die Handlung Fahrt auf: Verrat, brennende Enthüllungen, ein echter Cliffhanger – und das Ende ließ mich atemlos zurück.

Legacy of Stars – Gezeichnetes Schicksal ist ein gelungener Auftakt, der ein interessantes Magiesystem mit emotionaler Spannung und royaler Hochstimmung kombiniert. Fans von Romantasy mit Sternenmagie, verbotener Anziehung und royalem Hintergrund werden hier definitiv ihre Freude haben. Ich bin mehr als gespannt auf Band 2 und hoffe, dass die zweite Hälfte der Dilogie noch tiefer in diese faszinierende Welt eintaucht.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Wenn Liebe zur Falle wird – ein New-Adult-Roman, der lange nachhallt

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, worauf ich mich bei „Loverboy“ einlasse. Der Titel klang zuerst nach typischer Romance – aber schnell wurde klar: Dieses Buch ist anders. Es beginnt leise, fast unscheinbar, ...

Ich wusste ehrlich gesagt nicht genau, worauf ich mich bei „Loverboy“ einlasse. Der Titel klang zuerst nach typischer Romance – aber schnell wurde klar: Dieses Buch ist anders. Es beginnt leise, fast unscheinbar, und genau das hat es mir anfangs schwer gemacht, richtig reinzukommen. Die Erzählweise ist ruhig und sehr atmosphärisch, und ich brauchte einen Moment, um mich darauf einzulassen. Aber dann… hat mich die Geschichte voll erwischt.

Im Zentrum stehen Vivian, Lola und Elias – drei junge Menschen, verbunden durch mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Vivian verliebt sich und beginnt, sich immer mehr von ihrem Umfeld zu lösen. Für ihre Mitbewohnerin Lola beginnt damit eine nervenaufreibende Suche, denn irgendwann ist Vivian einfach verschwunden. Gemeinsam mit Elias, Vivians Halbbruder, macht sich Lola auf die Suche – und stößt dabei nicht nur auf gefährliche Wahrheiten, sondern auch auf ihre eigenen Grenzen.

Was mich tief berührt hat, war die ehrliche Darstellung einer toxischen Beziehung. Die psychologische Gewalt, das langsame Abgleiten in Abhängigkeit, die manipulative Dynamik – all das wird so realistisch beschrieben, dass es mich beim Lesen manchmal erschüttert hat. Gleichzeitig steht „Loverboy“ für Hoffnung, für die Kraft von Freundschaft und dafür, dass man nicht alleine ist, selbst wenn es sich so anfühlt.

Antonia Wesseling schreibt intensiv, emotional und sehr nah an ihren Figuren. Man spürt jede Unsicherheit, jedes Flackern von Hoffnung, jede Angst. Die wechselnden Perspektiven machen das Erleben noch greifbarer – und sorgen für einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.

„Loverboy“ ist ein eindringlicher New-Adult-Roman über Manipulation, toxische Liebe, Selbstwert – und darüber, wie wichtig es ist, die eigene Stimme wiederzufinden. Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, ich habe es gefühlt. Und ich werde es nicht so schnell vergessen.

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