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Veröffentlicht am 21.08.2025

Wenn Humor auf verletzende Wahrheiten trifft

Alles, was du von mir weißt (Alles-Trilogie, Band 2)
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In Alles, was du von mir weißt steht Polly im Mittelpunkt – eine junge Frau, die ihr Jurastudium beginnt, nach Köln zieht und voller Hoffnung auf ein neues Kapitel ins Leben startet. Doch statt unbeschwerter ...

In Alles, was du von mir weißt steht Polly im Mittelpunkt – eine junge Frau, die ihr Jurastudium beginnt, nach Köln zieht und voller Hoffnung auf ein neues Kapitel ins Leben startet. Doch statt unbeschwerter Neuanfang begleiten sie die ständigen Kommentare über ihr Gewicht, die selbst in der eigenen Familie nicht haltmachen. Zwischen WG-Leben, Studium und Praktikum in einer Kanzlei versucht Polly, sich mit Humor zu wappnen, doch die abwertenden Blicke und Bemerkungen lassen Spuren zurück. Nach außen wirkt sie stark, schlagfertig und souverän, doch innerlich wächst der Zweifel. Als dann auch noch Jonas, der große Bruder ihrer besten Freundin, in ihr Leben tritt, muss Polly lernen, sich nicht nur gegen Vorurteile zu behaupten, sondern auch sich selbst mit all ihren Unsicherheiten zu akzeptieren.

Kyra Groh schafft es, Pollys Geschichte mit viel Gefühl und einem feinen Humor zu erzählen, ohne die Schwere der Themen zu verlieren. Besonders eindrücklich zeigt der Roman, wie verletzend Bodyshaming im Alltag ist – subtil, beiläufig und doch tief einschneidend. Gleichzeitig verleiht Groh der Geschichte eine Leichtigkeit, die in Pollys witzigen Gedanken und Dialogen aufblitzt, und eine zarte Liebesgeschichte, die sich realistisch und unaufgeregt entwickelt. So entsteht ein Roman, der gleichermaßen berührt, bestärkt und nachdenklich macht.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Alles, was ich in dir sehe – eine Reise zu Freiheit, Freundschaft und Liebe

Alles, was ich in dir sehe (Alles-Trilogie, Band 1)
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Mit Alles, was ich in dir sehe startet Kyra Groh ihre „Alles“-Trilogie – und ich war sofort mitten in Annas Welt. Anna steht am Anfang ihres Lebens, frisch nach dem Abi, und fühlt sich gleichzeitig verloren ...

Mit Alles, was ich in dir sehe startet Kyra Groh ihre „Alles“-Trilogie – und ich war sofort mitten in Annas Welt. Anna steht am Anfang ihres Lebens, frisch nach dem Abi, und fühlt sich gleichzeitig verloren und eingeengt. Die Erwartungen ihrer Familie lasten schwer auf ihr: Sie soll in das Fitnessimperium der Eltern einsteigen, Leistung bringen, perfekt sein. Doch Anna will mehr. Ihr spontaner Entschluss, nach Portugal zu fliegen, wirkt wie ein Befreiungsschlag – und genau das habe ich beim Lesen gespürt: dieses Gefühl, aus dem Alltag auszubrechen und plötzlich in ein Abenteuer zu stolpern.

Auf der Hundefarm von Helena erlebt Anna etwas, das so ganz anders ist als ihr bisheriges Leben: echtes Anpacken, lautes Lachen, Zusammenhalt und Freundschaft. Dort trifft sie auch auf Fynn, der zunächst alles andere als begeistert von ihr ist. Was mich an ihrer Geschichte so berührt hat, ist, wie echt sich ihre Entwicklung anfühlt – wie sie langsam begreift, dass Glück nicht in Statussymbolen steckt, sondern in den Menschen und Momenten, die uns wirklich etwas bedeuten. Zwischen sommerlicher Leichtigkeit, Hunden, Sonne und ersten Gefühlen entfaltet sich eine Geschichte, die voller Wärme und Hoffnung steckt.

Kyra Groh schafft es, Annas Zweifel, ihr Ringen mit Erwartungen und ihren Mut zum Neuanfang so greifbar zu machen, dass ich beim Lesen abwechselnd gelächelt, mitgefiebert und nachgedacht habe. Alles, was ich in dir sehe ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern vor allem eine Reise zu sich selbst – ehrlich, humorvoll und tiefgründig.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Sommer, Liebe & Lavendel

Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst
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Schon das Cover von Fleur de Lavande – Wie du liebst hat mich sofort begeistert: die zarten Farben, die Lavendelfelder und das sommerliche Flair machen sofort Lust auf eine romantische Geschichte in Südfrankreich.

Viola, ...

Schon das Cover von Fleur de Lavande – Wie du liebst hat mich sofort begeistert: die zarten Farben, die Lavendelfelder und das sommerliche Flair machen sofort Lust auf eine romantische Geschichte in Südfrankreich.

Viola, eine erfolgreiche Autorin, zieht sich nach einer schmerzhaften Trennung in die Sommerresidenz ihrer besten Freundin zurück. Dort trifft sie auf Lucas, Jules’ Bruder – und plötzlich steht sie vor einer verbotenen Anziehung, die sie eigentlich nicht zulassen will.

Gabriella Santos de Lima hat einen wunderbar atmosphärischen Schreibstil. Man spürt förmlich die warme Luft, riecht den Lavendel und versinkt in dem französischen Setting. Besonders gut gefallen hat mir, dass neben Romantik auch Themen wie Selbstfindung, Erwartungen und der Druck von außen behandelt werden. Viola ist eine sympathische Protagonistin, die zwischen Verletzlichkeit und Stärke sehr authentisch wirkt. Lucas bringt genau das richtige Maß an Tiefe und Herzklopfen mit.

Für mich ist dieses Buch die perfekte Sommerlektüre: romantisch, gefühlvoll und gleichzeitig mit einer gewissen Leichtigkeit, die einfach mitreißt.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Verloren im Schatten der Erinnerung – eine Liebe, die mehr will als Nähe

My Haunted Heart – Ich sehe dich
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„My Haunted Heart – Ich sehe dich“ von Mimi Kylling ist eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat – dunkel, intensiv und voller leiser, fast unheimlicher Spannung. Flora, ...

„My Haunted Heart – Ich sehe dich“ von Mimi Kylling ist eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat – dunkel, intensiv und voller leiser, fast unheimlicher Spannung. Flora, die nach dem Tod ihrer geliebten Granny allein in ihrem Blumenladen steht, ist verletzlich, aber stark. Sie wirkt wie jemand, der gelernt hat, mit Schmerz zu leben, ohne ihn je ganz loslassen zu können. Dann taucht Sawyer auf – ein Mann, der sie beobachtet, dessen Blick sie nicht loslässt und dessen Nähe gleichzeitig Angst und ein kaum erklärbares Verlangen in ihr auslöst.

Von Anfang an spürt man, dass zwischen den beiden etwas Unerklärliches liegt, etwas, das tiefer geht als bloße Anziehung. Sawyer wirkt wie ein Schatten, der gekommen ist, um etwas zu beenden – und doch bringt er etwas in Flora zum Leben, das sie längst verloren geglaubt hat. Mimi Kylling schafft es, diese ambivalente Mischung aus Gefahr und Zärtlichkeit so zu schreiben, dass man als Leserin ständig zwischen Gänsehaut und Herzklopfen schwankt.

Die Atmosphäre ist dicht, fast greifbar – wie ein warmes Sommerlicht, das langsam von einem heraufziehenden Gewitter verschluckt wird. Floras Verletzlichkeit und ihre stille Stärke machen sie zu einer Figur, mit der man fühlen kann, während Sawyer wie ein Sturm wirkt, der gleichzeitig zerstört und befreit. Ihre Verbindung ist kein sanftes, stilles Verlieben, sondern ein Fallen – tief, unaufhaltsam und manchmal schmerzhaft.

Natürlich gibt es Momente, in denen ich mir noch mehr unvorhersehbare Wendungen gewünscht hätte, aber vielleicht ist es genau dieser Fokus auf die rohen Gefühle, der das Buch so besonders macht. Die Mischung aus romantischem Knistern, leiser Bedrohung und einer fast schon poetischen Intensität macht „My Haunted Heart – Ich sehe dich“ zu einem Leseerlebnis, das lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Zwischen Ballett und Herzklopfen – eine zweite Chance, die unter die Haut geht

Variation
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„Variation – Für immer oder nie“ von Rebecca Yarros ist für mich eine dieser Geschichten, die man nicht einfach liest, sondern fühlt. Allie, eine begabte Ballerina, steht nach einem Rückschlag an einem ...

„Variation – Für immer oder nie“ von Rebecca Yarros ist für mich eine dieser Geschichten, die man nicht einfach liest, sondern fühlt. Allie, eine begabte Ballerina, steht nach einem Rückschlag an einem Wendepunkt ihres Lebens. Sie ist verletzlich, unsicher und gefangen zwischen den Erwartungen ihrer Mutter und ihren eigenen Träumen. Als ihr Jugendfreund Hudson wieder in ihr Leben tritt, scheint es, als würde jemand die verschlossene Tür zu ihrem Herzen leise aufstoßen.

Hudson ist nicht der typische, laute Buchheld. Er ist ruhig, verlässlich, voller Wärme – einer, der zuhört, der beschützt und der genau weiß, wann er loslassen muss. Ihre Verbindung ist sofort spürbar, aber Yarros nimmt sich Zeit, um sie Schicht für Schicht neu entstehen zu lassen. Dieser „Slow Burn“ hat mich anfangs ungeduldig gemacht, doch am Ende war es genau diese behutsame Erzählweise, die die Geschichte so intensiv wirken ließ.

Besonders schön fand ich die Atmosphäre: Cape Cod im Sommer, die salzige Meeresluft, die Kontraste zwischen der strengen, fast starren Welt des Balletts und der lebendigen, offenen Natur des Küstenlebens. Die Familiendynamiken sind ein weiterer Kernpunkt – Allies schwierige Beziehung zu ihrer Mutter hat mich oft frustriert, während Hudsons Familie, allen voran seine Nichte Juniper, so viel Herzenswärme und Leichtigkeit in die Geschichte bringt.

Ja, manche Szenen sind ruhig, fast still, und nicht jeder Nebencharakter erhält die Tiefe, die er verdient hätte. Aber die emotionale Ehrlichkeit, mit der Yarros schreibt, und die leisen, bedeutungsvollen Momente zwischen Allie und Hudson machen das mehr als wett. Dieses Buch fühlt sich an wie ein langsamer Sonnenaufgang – erst sanft, dann immer heller, bis man merkt, wie sehr es einen berührt hat.

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