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Veröffentlicht am 15.02.2025

Furioses Ende

Deep Fake
2

Seit die ersten Programme mit künstlicher Intelligenz auf den Markt kamen war mir schon klar, dass das irgendwann Fluch und Segen zugleich sein kann.
Für Mira, eine der Hauptfiguren des Buches, ist es ...

Seit die ersten Programme mit künstlicher Intelligenz auf den Markt kamen war mir schon klar, dass das irgendwann Fluch und Segen zugleich sein kann.
Für Mira, eine der Hauptfiguren des Buches, ist es definitiv das erstere. Von ihr macht plötzlich ein DeepFake-Video die Runde, dass sie privat und beruflich alles kosten kann. Wie man später feststellt ist sie auch nicht die einzige Betroffene. Die große Frage ist: wer steckt dahinter und warum tut man ihnen das an?
Schnell wird klar, dass es mit der Vergangenheit zu tun hat....

Der Schreibstil gefiel mir von Anfang an gut. Er ist flüssig zu lesen, die Figuren und Umgebung werden sehr bildhaft beschrieben und auch Emotionen werden gut herausgearbeitet.
Sehr gut hat mir gefallen, dass der Thriller in zwei Zeitebenen erzählt wird. Man erfährt durch zwischengeschaltete Tagebucheinträge viel über die frühere Beziehung der Protas untereinander. Es dauert aber etwas, bis man wirklich eine Beziehung der beiden Erzählungen herstellen kann, was einen Teil der Spannung ausmacht.
Im Mittelteil flachte diese Spannung leider etwas ab. Es war nicht uninteressant und weiterhin gut zu lesen, aber leider nicht mehr so spannend, wie ich es erwartet habe und glich hier eher einem Schicksalsroman.
Dies war aber nur vorübergehend so, denn gegen Ende nahm die Spannung wieder stark zu und es passierte sogar so viel, dass ich mich zwischendurch fast überfahren fühlte. Die ganzen Gefühle und Gedanken, die mir durch den Kopf schossen, musste ich erstmal sortieren. Ich kam gar nicht mehr aus dem Nachdenken heraus, wer mit wem und warum irgendwelche Bande geschmiedet hat, wer gut, wer böse, unschuldig oder sonst was ist. Ständig produzierte mein Kopf neue Thesen, die kurze Zeit später wieder verworfen werden mussten. Dafür konnte ich gar nicht so schnell lesen, wie man Verstand wissen wollte wie es ausgeht.

Fazit: lesenswert, mit kleinen Längen in der Mitte und einem furiosen, (von mir) völlig unerwartetem Ende.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 09.01.2025

Sehr spannend

Minus 22 Grad
0

Dieser Thriller ist ein packender Page Turner, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Die Handlung ist durchgehend spannend und versteht es, viele falsche Fährten zu legen. Bis zum Schluss bleibt ...

Dieser Thriller ist ein packender Page Turner, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Die Handlung ist durchgehend spannend und versteht es, viele falsche Fährten zu legen. Bis zum Schluss bleibt die Geschichte undurchsichtig, was die Neugierde und das Lesevergnügen konstant hochhält.

Das Ende fand ich persönlich unerwartet aber zugleich plausibel und es zeigt, wie geschickt der Autor die Fäden zusammenführt.
Die facettenreichen Figuren verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe. Besonders der sympathische Ermittler, der mit seinen Ecken und Kanten besticht, hat meine Sympathie gewonnen.

Der Stil ist so bildhaft und lebendig, dass man das Geschehen förmlich vor Augen hat. Hinzu kommt, dass es auf vielen Seiten rauscht, raschelt, knistert, tropft etc. Das war hörbar gemachtes Kopfkino in seiner besten Form.
Die Geschichte ist zwar in sich geschlossen, aber ein (ganz) kleiner Cliffhanger am Ende sorgt dafür, dass man den zweiten Teil kaum erwarten kann. Das hat mich wirklich noch mal vom Hocker gehauen.
Insgesamt ein sehr lesenswerter Thriller, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Atmosphärischer Ruhrgebietskrimi

Kohle, Stahl und Mord: Das 13. Opfer
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Dieser Krimi nimmt uns mit ins Herz des Ruhrgebiets und liefert eine spannende Geschichte, die tief in der Welt des Bergbaus verwurzelt ist.
Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt, denn es geht hier um einen ...

Dieser Krimi nimmt uns mit ins Herz des Ruhrgebiets und liefert eine spannende Geschichte, die tief in der Welt des Bergbaus verwurzelt ist.
Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt, denn es geht hier um einen Cold Case, der ca. 34 Jahre zurück liegt und nur durch Zufall ans Tageslicht kommt.

Die Atmosphäre, besonders die in der Vergangenheit, ist authentisch und dicht – man spürt förmlich die raue, doch herzliche Kultur der Region. Das Buch erweckt das Erbe des Bergbaus zum Leben, sei es durch alte Schächte oder die unverwechselbare Mentalität der „Kumpel“, die hier eine zentrale Rolle spielen.

Besonders hervorzuheben ist das tolle Ermittlerduo, das nicht nur mit Intelligenz und Hartnäckigkeit punktet, sondern auch sehr authentisch wirkt. Zwei starke Frauen, die von Männern flankiert und unterstützt werden. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Handlung ist clever konstruiert, mit zahlreichen Ungereimtheiten, die immer wieder zum Miträtseln einladen und einem Ende, das nicht unbedingt vorhersehbar ist.
Wer Krimis mit regionalem Flair liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Eine klare Empfehlung für alle Fans spannender Geschichten und des Ruhrgebiets!

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Drama an der Loreley

Loreley - Die Frau am Fluss
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Ich kam sehr gut in den Roman hinein. Ich fand ihn kurzweilig und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Darstellungen der Personen und auch der Umgebung fand ich toll, da Sie zwar detailreich, ...

Ich kam sehr gut in den Roman hinein. Ich fand ihn kurzweilig und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Darstellungen der Personen und auch der Umgebung fand ich toll, da Sie zwar detailreich, aber nicht zu detailverliebt waren. Man hatte nie das Gefühl, dass man mit (unnützen) Informationen überfrachtet wird.
Die Kurzweiligkeit kam nicht zuletzt daher, dass es verschiedene Handlungsstränge gibt. Man wartet regelrecht darauf, dass sie zusammengeführt werden.
Eine der Handlungsstränge erzählt die Geschichte von Julie, deren Herkunft irgendwie verworren erscheint und auch ihr Werdegang als junges Mädchen/junge Frau ist nicht gerade als einfach zu bezeichnen. Ich empfand Sie als starken Charakter. Daneben erlebte ich die Geschichte von Johann, die ebenso durch Höhen und Tiefen führt, bis er irgendwann auf Julie trifft.
Außerdem gibt es noch kleine Nebenhandlungen, die alle mehr oder weniger Einfluss auf die Geschichte nahmen. Es lohnte sich, bei einigen Nebencharakteren, sie anhaltend im Kopf zu haben, da sie doch hier und da wieder auftauchten.
Das Zusammenspiel der verschiedenen Handlungen führte dazu, dass man immer wieder Spekulationen diverser Art aufstellen konnte.
Der Schluss gestaltete sich recht dramatisch, es wurde auch noch nicht alles aufgeklärt und daher warte ich jetzt sehr gespannt, auf den 2. Teil.
Ein toller Roman für kurzweilige Leserabende.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Pageturner

Die Nacht des Blutadlers
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Dies ist bereits der 3. Fall von Kommissar Andreas Auer, aber er lässt sich ohne weiteres auch solo lesen, wie ich selber feststellen konnte. Es gab zwar einige wenige Rückbezüge zu den vorangegangenen ...

Dies ist bereits der 3. Fall von Kommissar Andreas Auer, aber er lässt sich ohne weiteres auch solo lesen, wie ich selber feststellen konnte. Es gab zwar einige wenige Rückbezüge zu den vorangegangenen Romanen, aber hier werden kurz die Zusammenhänge erklärt. Mir persönlich reichte das.

Der jetzige Roman fußt auf der persönlichen Vergangenheit des Kommissars.... bis in die Kindheit hinein.
Er beginnt eine Spurensuche, die ihn letztlich nach Schweden führt und entdeckt einen mysteriösen Mordfall. Natürlich darf er dort nicht ermitteln, tut es aber trotzdem.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn man sollte diesen Krimi selber gelesen haben.
Er ist sehr spannend geschrieben, spielt auf mehreren Zeitebenen und man kann ihn kaum aus der Hand legen.
Nicht verschweigen möchte ich, dass es um Wikingerrituale geht, wie man dem Titel vielleicht schon entnehmen kann. Wer den Blutadler kennt der ahnt vielleicht auch schon, dass es etwas blutiger wird. Ich persönlich fand es aber durchaus verträglich. Der Fokus liegt mehr auf der Ermittlungsarbeit.
Was mich besonders begeistert hat, waren die Darstellungen der Landschaft und der historischen Stätten, als auch medizinischer und kriminologischer Fakten. Alles sehr gut recherchiert und verständlich dargelegt.
Die verschiedenen Protagonisten fand ich alle sehr authentisch, auch wenn mich ihre Handlungen hier und da manchmal doch schockiert haben.

Auch als das meiste schon aufgeklärt war, konnte man immer noch miträtseln, und es wurde bis zum Schluss nicht langweilig. Auch gegen Ende kam immer noch der eine oder andere Aha-Effekt hinzu.

Ein spannender Pageturner, den ich sehr gerne empfehle.

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