Profilbild von Talisha

Talisha

Lesejury Star
offline

Talisha ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Talisha über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Kein Schoggijob für Dupin

Bretonische Versuchungen
0

Dass Bretonen Schokolade mögen, ist bekannt. Dass sie darin baden, weniger. Dann soll es noch einige geben, die darin ertrinken, zumindest - und hoffentlich ausschliesslich - in Kommissar Dupins 14. Fall. ...

Dass Bretonen Schokolade mögen, ist bekannt. Dass sie darin baden, weniger. Dann soll es noch einige geben, die darin ertrinken, zumindest - und hoffentlich ausschliesslich - in Kommissar Dupins 14. Fall.

Die in der Schoggi ertrunkene Frau rettet Georges Dupin vor einer Konfrontationstherapie, vor der ihm fürchtete. Dann doch lieber einen Mord aufklären. Naja, wenn es denn bei dem einen bliebe. Auf jeden Fall gibt es reichlich Arbeit für das Team. Ebenso liegen alsbald viele Mutmassungen auf dem Tisch, wieso Adeline sterben musste. Und am Ende ist es eine Frage der Zeit, wieviele Menschen noch sterben müssen, da fiebert man regelrecht mit und stellt Dupin gedanklich einige Tassen Kaffees hin, damit er auf jeden Fall bis zur Ergreifung der Täterschaft durchhält. Nicht gerade ein Schoggijob für Dupin.

Es ist ein wirklich rasanter Fall, auch aufgrund des langen Roadtrip auf den sich Dupin und Nolwenn gemeinsam aufmachen. Und dies ist mal was ganz Neues: Nolwenn ist mittendrin - Georges staunt nicht schlecht, als sie sich zu ihm ins Auto setzt, und man spürt richtig sein Missfallen, doch das hält nur kurz an und er wird noch froh sein, denn die lange Autofahrt der Küste nach runter nach Bayonne ist nicht ohne. Zurück nach Concarneau gehts dann schneller, aber das ist ein anderes Thema. Eins, vor dem nicht nur Nolwenn Dupin immer gewarnt hat.

Nicht nur Nolwenn, sondern wie üblich sind auch Riwal, Kadeg, Le Menn und Nevou im Team dabei, auch wie üblich geizt keiner mit seinen Eigenheiten. Zum Glück aber geht es einmal komplett ohne Präfekt Locmariaquer, der in den "Ferien" weilt. Dafür freut sich Dupin über die tolle Zusammenarbeit - mehr noch über ihre gemeinsamen Vorlieben - mit Amaia Unarte, bekannt aus einem früheren Fall, was hoffentlich Gutes für einen der nächsten Bände verheisst.

Trotz Schoggimord ist "Bretonische Versuchungen" ein Buch nicht nur für Bretagne- und Krimifans, sondern auch eins für alle Schoggi-Passionné(e)s. Ich konnte den Krimi kaum aus der Hand legen und war froh, konnte ich mir Zeit stehlen, denn es gab gerade nicht viel, was unbedingt erledigt werden musste.

Die Informationen über Schokolade sind ausführlich, vieles schon bekannt, doch da ist auch einiges Neues mit dabei, ich fand besonders die möglichen Forschungsfeldern interessant. Über den Schreibstil müssen wir nicht reden, würde ich ihn nicht mögen, hätte ich die Reihe längst schon abgebrochen.

Fazit: Ein fesselnder Fall - das gibt es selten, dass in einer Reihe auch der 14. Fall so spannend ist und heraussticht wie die ersten Fälle, besonders nach dem mir zu mystischen 13. Band. Wirklich toll!
5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2025

Sonnenblumenkerne und ein Frettchen

Das Teufelshorn
0

"Das Teufelshorn" ist der Auftakt zur neuen Krimi-Serie, die auf Mallorca spielt. Isabel Flores Montserrat ist ehemalige Polizistin, die vor kurzem die Ferienhausvermietungsfirma ihrer Mutter übernommen ...

"Das Teufelshorn" ist der Auftakt zur neuen Krimi-Serie, die auf Mallorca spielt. Isabel Flores Montserrat ist ehemalige Polizistin, die vor kurzem die Ferienhausvermietungsfirma ihrer Mutter übernommen hat und damit recht erfolgreich ist. Manchmal wird sie, wie jetzt, wieder für Ermittlungsarbeiten gerufen. Ein Mädchen wurde entführt und Hauptkommissar Tolo Chabot aus Palma ist der Meinung, dass Isabel die einzig richtige Person für diesen Fall ist, da Entführungen ihr Spezialgebiet waren. Der Chef der Guardia Civil, Capitan Alvaro Gomez, ist da anderer Meinung, doch er muss Isabel machen lassen.

Noch bevor Isabel sich in den Fall einweisen lässt, beobachtet sie am Vorabend eine Szene am Hafen, die ihr suspekt vorkommt. Tage später hilft ihr genau diese Beobachtung weiter, in einem anderen Fall. Vielleicht hängen die beiden Fälle, die Entführung und ein Mord, ja zusammen?

Jeder kennt jeden hier. So ist der Angestellte von Isabel, Pep, mit der Tochter des Bürgermeisters Llorenç liiert, den Isabel gut mag. Auch die Personen, die sie beobachtet hat, kennt Isabel, weiss, wo sie zu finden sind. Und jetzt kommen wir zu einem Problem: es waren zu viele Figuren auf einmal - vor allem im Polizei- und Staatswesen, ebenso gab es Szenen mit Gästen und Freunden, die nicht wirklich Mehrwert, sondern eher Verwirrung mit sich brachten.

Isabels Haustier, ein Frettchen namens Furo, hätte es für mich auch nicht gebraucht. Literarische Freiheit ist gut und recht, aber - vielleicht ist das in Spanien anders - bei uns bräuchte man nicht nur eine Haltebewilligung, sondern auch einen Sachkundeausweis und dürfte sie nicht alleine halten. Auch ein Huhn treibt sein Unwesen, in einem Café. Auch das: manchmal witzig, aber nicht nötig. Ein weiterer Spleen von Isabel: das Essen von Sonnenblumenkernen. Es scheint, als ob die Autorin ihre Protagonistin mit genügend Marotten ausstatten wollte, so dass man sie sofort an ihren Angewohnheiten erkennt. Isabel kann auch sonst alles: u.a. spricht sie mehrere Sprachen, ist weltweit vernetzt. Alles in allem zu dick aufgetragen.

Laut Klappentext sollte es ja um die Entführung eines Mädchens gehen, doch dieser Fall rückt schnell in den Hintergrund. Stattdessen geht es hauptsächlich um Dealer, die (kolumbianische) Drogenmafia und damit zusammenhängende Morde. Um Krimis, deren Fälle mit der Drogenmafia zu tun haben, mache ich normalerweise einen grossen Bogen, da sie mich einfach nicht interessieren.

So fand ich diesen ersten Band weder interessant noch spannend, da es einfach zu viele Baustellen gab und mir zu wenig "richtig" ermittelt wurde. Die Leserschaft kann vieles vorahnen und so bleiben allfällige Überraschungen aus.

Einem zweiten Band werde ich eine Chance geben, da mir Mallorca als Schauplatz gefällt.

Fazit: Viel Luft nach oben im Bereich Spannung und Tempo, ansonsten gilt "weniger wäre mehr", aber da es sich um den Auftakt handelt gebe ich gutmütige 3.5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2025

Salute und Cin Cin mit Campari

Bittersüße Träume
0

Obwohl inzwischen hierzulande wohl öfters ein anderes rotes Getränk der Konkurrenz getrunken wird, kommt man um Campari nicht vorbei. Das berühmte Getränk wird auch besungen, 1977 zum ersten Mal. Seither ...

Obwohl inzwischen hierzulande wohl öfters ein anderes rotes Getränk der Konkurrenz getrunken wird, kommt man um Campari nicht vorbei. Das berühmte Getränk wird auch besungen, 1977 zum ersten Mal. Seither wurde "Campari Soda" oft gecovert, zuletzt erreichte der Song 2006 die Schweizer-Single-Hitparade und schaffte es sogar auf Platz 3. Campari Soda oder Campari Orange ist Standardgetränk einer jeder Bar. Und auch ich bestelle in einem meiner Lieblingsrestaurants gerne einen Campari zum Aperitif. Als Erfinder des Aperitifs gilt die Familie Campari, die dieses Ritual in ihrem Café am Ende des 19. Jahrhundert in Mailand einführte.

Als ich sah, dass deren Firmengeschichte in einem Roman behandelt wird, war klar, dass ich diesen Roman lesen muss. Das Cover, das mit Orangenblüten, Orangenscheiben und zwei Gläsern Campari verziert ist, gefällt mir gut. Besser als das Cover des italienischen Originals, das wohl ein Bild aus einer Campari-Reklame zeigt. Davide Caspari, der zweitälteste Sohn des Gründers, hatte sich als einer der ersten in Italien zu Text- und später zu Bildreklame in Zeitungen entschieden. Doch bis dies soweit war, verging einige Zeit.

Der Roman beginnt viele Jahre früher, als Davides Vater Gaspare starb und erzählt zudem in Rückblicken die Gaspares Geschichte bis zu dessen Tod. Gaspare hatte klare Ansichten, und entschied wo der Platz seiner Kinder, vor allem jener der Söhne ist. Egal, ob sie das auch so sahen oder gar den Talenten desjenigen entsprach oder nicht. Die beiden ältesten Söhne fühlten sich nicht wohl an der Stelle, an der ihr Vater sie sah. Ob es ihnen gelang ihre Träume zu verwirklichen oder ob sie für die Familie und die Firma alles aufgaben, erzählt Silvia Cinelli in "Bittersüsse Träume".

Bittersüss kann man das Leben von Davide bezeichnen, zumindest so wie es die Autorin geschildert hat. Sie erzählt, wie Davide das Leben entdeckt, jung wie er ist, manchmal forsch und manchmal zu scheu, sein Frankreichaufenthalt, wie er zurück nach Mailand kommt und die Leitung der Firma übernimmt, manchmal egoistisch - wie sein jüngerer Bruder Guido es wohl empfunden hat - aber immer mit guten und für seine Zeit fortschrittlichen Ideen, wie bei der Werbung, die er schalten liess.

Es war interessant, das Buch aus der Sicht von Davide zu lesen. Männer als Protagonisten kommen gerade bei Firmengeschichten sehr wenig vor, oft sind es die Frauen, damals eher im Hintergrund aktiv, obwohl sie die Fäden in der Hand hatten, die nun in vielen Büchern vorgestellt werden. Dies ist in "Bittersüsse Träume" anders, auch weil Gaspares Frau Letizia zu wenig hergibt und die eine Frau, die Davide seit Kindertagen geliebt hat, für ihn unerreichbar blieb.

Über die tatsächliche Familie Campari selbst ist gar nicht so viel bekannt, weshalb sich die Autorin Freiheiten herausgenommen hat und mit dem, was bekannt ist und ihrer Fantasie einen unterhaltenden und informativen Roman zu schreiben. Im Nachwort schreibt Silvia Cinelli, welche Figuren und Szenen sie dazu erfunden hat.

Neben der Familiengeschichte greift die Autorin auch das Zeitgefühl der 1900er auf. Die Industrialisierung, die italienische Politik und die vielen Demonstrationen, die mit beidem verbunden war. Unterschiedliche Ansichten und Streitereien dazu gab es auch innerhalb der Familie. Erlebnisse der Gäste im Café runden den Roman ab.

Fazit: Ein eher ruhiger und sachlicher Roman über die Familie Campari, dennoch höchst informativ und unterhaltend erzählt. Wie wärs, ihn bei einem oder mehreren Gläsern "Bitter nach holländischer Art", wie man den Campari zuerst nannte, zu lesen?
4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2025

Liebesbriefe zwischen den Kontinenten

Mit dir steht die Welt nicht still
0

In "Mit dir steht die Welt nicht still" erzählt Melissa Müller die reale Lebens- und Liebesgeschichte von Nannette Blitz und John Konig. Die Autorin konnte das Ehepaar persönlich befragen und steht in ...

In "Mit dir steht die Welt nicht still" erzählt Melissa Müller die reale Lebens- und Liebesgeschichte von Nannette Blitz und John Konig. Die Autorin konnte das Ehepaar persönlich befragen und steht in Kontakt mit den Kindern des Paares. Sie hatte Einsicht in die Briefe des Paares, die sie sich zwischen Brasilien und England hin- und hergeschickt haben.

"Slow Burn" würde man diese Liebesgeschichte in neudeutsch heute nennen: John ist kurz davor, nach Brasilien auszuwandern, als er Anfang der 1950er-Jahre in London Nanne begegnet. Diese wenigen Treffen reichten aus, dass er sich verliebte. Bereits auf der Reise nach Brasilien schrieb er ihr die ersten Brief. Und auch Nanne liess sich auf den Briefkontakt ein. Sie wurden zu Vertrauten und so wuchs bald der Plan heran, sich gegenseitig zu besuchen. Dies dauerte aber seine Zeit und bis dahin stand bereits fest, dass sie heiraten wollen - ausser das Wiedersehen verlaufe nicht so gut. Sie hätten keine Angst haben müssen, sie heirateten und bald schon folgte Nanne ihrem John nach Sao Paulo und gründete mit ihm eine Familie.

John wuchs in Ungarn auf und konnte im 2. Weltkrieg nach England fliehen. Er war mir mega sympathisch, mit seiner Lebensfreude und Offenheit, und der Fähigkeit immer das Positive zu sehen. Nanne hingegen war eher nüchtern, eine "practical woman" wie es John nannte. Sie wuchs in Amsterdam auf, und ist eine Überlebende des Konzentrationslager Bergen-Belsen. Die Jahre in Bergen-Belsen konnte Nanne nicht vergessen und da es damals keine Trauma-Therapie gab, holten sie immer wieder dunkle Erinnerungen ein. Und genau deshalb ist diese Geschichte eben nicht nur eine Liebes-, sondern viel mehr eine eindrücklich erzählte Lebensgeschichte.

Eigentlich wäre es ein Buch, das fünf Sterne verdient hätte. Inhaltlich auf jeden Fall. Für meinen Geschmack waren es aber viel zu viele Zeitsprünge: beispielsweise von 1952 zehn Jahre zurück ins Jahr 1942. Das geht ja noch, aber als Nächstes eine Reise vorwärts ins Jahr 1978, von da zurück nach 1943 und gleich hoch ins Jahr 1997, dann fünfzig Jahre runter, und immer wieder: munter rauf und runter. Diese Sprünge machten es sehr schwer konzentriert zu bleiben.

Super spannend hingegen empfand ich, dass wir mit "Mit dir steht die Welt nicht still" nicht nur eine tolle, reale Liebesgeschichte mit Happy End zu lesen bekommen, sondern auch einen Einblick, wie Kinder aus einer Schulklasse ganz andere Schicksale erlebten. Die meisten von uns kennen Anne Franks Geschichte, vielleicht auch noch ein wenig jene von Jaqueline van Maasen. Nun wird hier Nanne Blitz Leben geschildert (und bald möchte ich noch Hanna Goslar-Picks Geschichte lesen, die wiederum ganz anders verlaufen ist). So traurig und dramatisch ihre Lebensgeschichten durch die Shoa verlaufen sind, sind die Bücher über diese Schulfreundinnen dennoch Zeitzeugen dieser schrecklichen Jahre.

In der Printausgabe befindet sich in der Mitte eine grosse Fotostrecke, die den Familien von Nanne und John ein Gesicht geben. Leider fehlt dieser Bildteil im eBook.

Fazit: Ein tolles Buch mit vielen Einblicken in die Geschichte zweier jüdischer Familien und in die Nachkriegszeit.
4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2025

Spionage in Fuseta

Lautlose Feinde
0

Im siebten Band ermittelt das "Lost in Fuseta"-Team den Mord an einem Zollbeamten. André Bento wurde in seinem Haus ermordet, und seine Enkelin entführt. Dem Team wird irgendwann klar, dass der Mord etwas ...

Im siebten Band ermittelt das "Lost in Fuseta"-Team den Mord an einem Zollbeamten. André Bento wurde in seinem Haus ermordet, und seine Enkelin entführt. Dem Team wird irgendwann klar, dass der Mord etwas mit Bentos Arbeit zu tun hat, sie vermuten eine Spionagegeschichte.

Dass diese enorm ausufernd wird, hat keiner im Team gedacht. Aber auch der Leserschaft wird viel zugemutet mit all den Tarnidentitäten sowie den vielen Zeit- und Ortswechseln und dem allgemeinen Hin und Her.

Spionagegeschichten sind gar nicht meins, weshalb ich auch lange überlegt habe, ob ich diesen Band überhaupt lesen soll. Aber zur Reihenvervollständigung hab ich mich trotzdem daran gewagt. Ich hätte die Hochzeit von Leander und Soraya verpasst, wobei diese Szenen sehr kurz gehalten wurden, wohl damit anschliessend mehr Platz für Drama ist.

Nach dem letzten Band war die Hoffnung gross, dass Miguel Duarte nun endlich teamfähiger wird, doch sein Ego ist immer noch unverändert hoch. Dass er zum Interims-Teamchef erwählt wird von einer Sonderermittlerin, macht den Gockel noch stolzer als sonst und er sieht sich in seinen Träumen in Lissabon anstatt in der Provinz. Für mich wäre das kein Verlust, wenn er tatsächlich - wie auch immer - Fuseta endlich verlassen würde. Was am Anfang der Reihe vielleicht noch witzig war, wird immer mehr zum Ärgernis. Diese Krimireihe wäre in meinen Augen besser ohne ihn. Zum Glück gibt es noch Graciana, die hintenrum die Fäden trotz allem in der Hand hält und alles koordiniert.

Diese Reihe lebt (Ausnahme ist wie erwähnt Duarte) von den Ermittlern, Leander Lost und Graciana im Speziellen, aber auch Carlos und die Doutora finde ich klasse. Da bräuchte es gar keine brisante und verwirrende Spionagestory um zu punkten. Die Badewanne-Szenen hätte man auch in einem ganz normalen Kriminalfall unterbringen können. Solche Dinge finde ich interessant, weniger die ein bisschen dick aufgetragenen Verfolgungsjagden, die der Autor genüsslich schildert. Ja, trotz allem macht er das auf eine spannende Art und Weise.

Einiges in diesem Band kam mir Spanisch vor - nicht Duarte, nein, der ist bekanntlich ja Spanier. Am Ende zeigte es sich, dass ich mit meinen Vermutungen richtig lag.

Fazit: Die Spionagegeschichte ist nicht meins, dennoch ein unterhaltender Fall, für meinen Geschmack aber wie Band 5 eher schwach.
3.5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere