Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.
REMIch muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s ...
Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s um Alysee, die als Kind den brutalen Tod ihres Vaters miterlebt hat und seitdem panische Angst vorm Einschlafen hat. Jahre später kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das mit Träumen, Erinnerungen und ziemlich heftigen Ereignissen zusammenhängt. Die Grundidee, dass Träume quasi „real“ werden bzw. gefährlich sind, fand ich mega spannend und auch irgendwie originell.
Was mir gut gefallen hat:
Der Einstieg ist richtig stark. Man ist sofort drin und denkt sich nur: okay, das wird düster. Die Atmosphäre ist definitiv eines der Highlights, stellenweise echt creepy und unangenehm (im positiven Sinne). Gerade diese Mischung aus Psychothriller und Horror funktioniert oft ziemlich gut.
Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten, es gibt viele Szenen, die fast schon filmisch wirken. Teilweise hatte ich wirklich Bilder im Kopf wie bei einem Horrorfilm, das kann die Autorin auf jeden Fall.
Und: Die Grundidee mit Schlaf, Träumen und Erinnerungen hat echt Potenzial und sorgt für ein paar spannende Momente.
Aber… (und das ist leider der Knackpunkt):
So richtig gepackt hat es mich auf Dauer nicht. Gerade im Mittelteil zieht sich die Story teilweise und verliert etwas an Spannung. Manche Wendungen waren für mich vorhersehbar, wodurch der „Wow-Effekt“ ein bisschen ausgeblieben ist.
Auch bei den Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Alysee ist zwar interessant angelegt, aber emotional hat mich das Ganze nicht immer erreicht. Einige Nebencharaktere bleiben eher blass.
Und stellenweise war es mir fast ein bisschen „zu viel gewollt“, viel Horror, viel Drama, viel krasse Ideen, aber nicht alles wirkt komplett rund oder sauber ausgearbeitet.
Fazit:
„REM“ ist ein solider Thriller mit cooler Idee und richtig starker Atmosphäre, der vor allem Horror-Fans gefallen dürfte. Aber er hat auch seine Schwächen, vor allem bei Spannungskurve und Charaktertiefe.
Für mich insgesamt: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐
Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.