Eine Geschichte über Zugehörigkeit
Where We Belong„Where We Belong“ von Wiktoria A. Wieczorek hat mich emotional wirklich überrascht. Die Geschichte von Zofia und Nils fühlt sich unglaublich nahbar und echt an, gerade weil Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile ...
„Where We Belong“ von Wiktoria A. Wieczorek hat mich emotional wirklich überrascht. Die Geschichte von Zofia und Nils fühlt sich unglaublich nahbar und echt an, gerade weil Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und das Gefühl, nirgendwo richtig dazuzugehören, so authentisch dargestellt werden. Besonders die Rückblicke in Zofias Schulzeit haben mich oft traurig gemacht, weil man ihre Einsamkeit und Unsicherheit richtig spüren konnte. Gleichzeitig mochte ich, dass das Buch trotz der schweren Themen nie komplett hoffnungslos wirkt.
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, weil er sehr flüssig und emotional ist, ohne dabei kitschig zu werden. Die wechselnden Zeitebenen haben der Geschichte zusätzlich Tiefe gegeben und dafür gesorgt, dass man die Beziehung zwischen Zofia und Nils besser versteht. Vor allem Zofia war für mich eine starke Protagonistin, die viele Verletzungen mit sich trägt und trotzdem ihren Weg geht.
Was mir allerdings ein wenig gefehlt hat, war mehr Tiefe bei Nils. Seine Gedanken und Gefühle hätten für mich teilweise noch ausführlicher sein dürfen, damit manche Entscheidungen nachvollziehbarer wirken. Auch das Ende ging mir persönlich etwas zu schnell. Einige Konflikte wurden relativ plötzlich aufgelöst, obwohl ich mir gerade dort noch mehr emotionale Gespräche und Entwicklung gewünscht hätte.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt sehr berührt. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern behandelt wichtige Themen wie Herkunft, Identität und Vorurteile auf eine sehr gefühlvolle Weise. Für mich definitiv ein starkes Debüt mit viel Herz und Emotion.
4 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐