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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2026

Sommer, Sonne, Mordfall, und ein bisschen zu viel Leerlauf

39 Grad Mord
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Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist ...

Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist es das auch. Aber eben nicht durchgehend.
Die Geschichte startet super atmosphärisch: sengende Hitze, eine luxuriöse Villa, viel Wein, und plötzlich eine Leiche mitten in der Küche. Hauptfigur Hannah stolpert eher unfreiwillig in den Fall hinein und wird direkt selbst zur Verdächtigen. Das sorgt erstmal für Spannung und macht neugierig.
Was mir wirklich gefallen hat: der Humor. Hannah ist keine typische Hochglanz, Ermittlerin, sondern eher chaotisch, leicht verkatert und ziemlich selbstironisch. Das bringt frischen Wind in den Krimi und sorgt immer wieder für kleine Schmunzler. Auch das Setting auf Sizilien ist richtig schön eingefangen, man spürt die Hitze, das Essen, dieses leicht träge Urlaubsgefühl.
Aber genau da liegt auch ein Problem: Es ist teilweise zu träge. Gerade in der Mitte zieht sich die Handlung ziemlich, weil viel Atmosphäre aufgebaut wird, aber die eigentliche Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Ich hatte öfter das Gefühl, dass der Fall nebenbei läuft, während Hannah eher mit sich selbst beschäftigt ist.
Die Auflösung? Solide, aber nicht komplett überraschend. Es passt alles zusammen, aber der große „Wow“, Moment bleibt ein bisschen aus. Dafür punktet das Buch eher mit Stimmung als mit Nervenkitzel.
Unterm Strich ist das ein unterhaltsamer Sommerkrimi mit Witz und einer sympathisch unperfekten Hauptfigur, aber eben auch mit Längen, die den Lesefluss etwas bremsen.
⭐⭐⭐☆☆ (3/5 Sterne)
Gut für zwischendurch, aber kein absoluter Pageturner.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Fake Dating, große Gefühle, aber mit Luft nach oben

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
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Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer ist genau das, was man von einer modernen New-Adult-Romance erwartet: Fake Dating, Bad Boy, College-Vibes, und natürlich jede Menge knisternde ...

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer ist genau das, was man von einer modernen New-Adult-Romance erwartet: Fake Dating, Bad Boy, College-Vibes, und natürlich jede Menge knisternde Momente. Und ja, ich hatte definitiv Spaß beim Lesen… aber ganz überzeugt hat es mich nicht.
Die Story rund um Lainey und Parker ist super schnell erzählt: Sie braucht ein Fake-Date für eine Hochzeit, er ist der berüchtigte Boxer, und zack, haben wir den klassischen Deal, bei dem Gefühle natürlich „nicht erlaubt“ sind. Was mir direkt gefallen hat, war der lockere, leicht humorvolle Schreibstil. Das Buch liest sich wirklich weg wie nichts, die Dialoge sind oft witzig und die Dynamik zwischen den beiden funktioniert einfach. Gerade Parker bringt diesen typischen Charme mit, der einen schon ein bisschen schwach werden lässt.
Allerdings… und das ist mein größter Kritikpunkt: Es bleibt alles ein bisschen zu oberflächlich. Viele Themen werden angerissen, aber nicht wirklich vertieft, und die emotionale Entwicklung geht mir teilweise zu schnell. Die Handlung selbst ist ziemlich vorhersehbar, man weiß eigentlich von Anfang an, wohin die Reise geht. Das kann cozy sein, aber hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr Tiefe oder Überraschung gewünscht.
Auch das große Drama bleibt eher auf Sparflamme, was einerseits angenehm ist (kein unnötiges Chaos), andererseits aber auch dazu führt, dass mir manchmal die Intensität gefehlt hat. Es ist mehr ein „Wohlfühlbuch“ als eine Geschichte, die einen emotional komplett mitreißt.
Unterm Strich ist es eine süße, unterhaltsame Sports Romance mit bekannten Tropes und viel Charme, perfekt für zwischendurch, aber nichts, was lange nachhallt.
⭐️⭐️⭐️ (3/5 Sterne)
Locker, unterhaltsam und genau richtig für einen entspannten Leseabend, aber mit etwas zu wenig Tiefe, um wirklich zu begeistern.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.

REM
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Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s ...

Ich muss sagen: Optisch macht das Buch echt was her. Das Cover ist richtig cool gestaltet und passt perfekt zu dieser düsteren, leicht verstörenden Story, hat mich direkt angesprochen.
Inhaltlich geht’s um Alysee, die als Kind den brutalen Tod ihres Vaters miterlebt hat und seitdem panische Angst vorm Einschlafen hat. Jahre später kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das mit Träumen, Erinnerungen und ziemlich heftigen Ereignissen zusammenhängt. Die Grundidee, dass Träume quasi „real“ werden bzw. gefährlich sind, fand ich mega spannend und auch irgendwie originell.
Was mir gut gefallen hat:
Der Einstieg ist richtig stark. Man ist sofort drin und denkt sich nur: okay, das wird düster. Die Atmosphäre ist definitiv eines der Highlights, stellenweise echt creepy und unangenehm (im positiven Sinne). Gerade diese Mischung aus Psychothriller und Horror funktioniert oft ziemlich gut.
Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten, es gibt viele Szenen, die fast schon filmisch wirken. Teilweise hatte ich wirklich Bilder im Kopf wie bei einem Horrorfilm, das kann die Autorin auf jeden Fall.
Und: Die Grundidee mit Schlaf, Träumen und Erinnerungen hat echt Potenzial und sorgt für ein paar spannende Momente.
Aber… (und das ist leider der Knackpunkt):
So richtig gepackt hat es mich auf Dauer nicht. Gerade im Mittelteil zieht sich die Story teilweise und verliert etwas an Spannung. Manche Wendungen waren für mich vorhersehbar, wodurch der „Wow-Effekt“ ein bisschen ausgeblieben ist.
Auch bei den Figuren hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Alysee ist zwar interessant angelegt, aber emotional hat mich das Ganze nicht immer erreicht. Einige Nebencharaktere bleiben eher blass.
Und stellenweise war es mir fast ein bisschen „zu viel gewollt“, viel Horror, viel Drama, viel krasse Ideen, aber nicht alles wirkt komplett rund oder sauber ausgearbeitet.
Fazit:
„REM“ ist ein solider Thriller mit cooler Idee und richtig starker Atmosphäre, der vor allem Horror-Fans gefallen dürfte. Aber er hat auch seine Schwächen, vor allem bei Spannungskurve und Charaktertiefe.
Für mich insgesamt: 3 von 5 Sternen ⭐⭐⭐
Unterhaltsam, teilweise richtig gut, aber eben auch mit Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Salz, Sturm und verlorenes Potenzial

Born of Salt and Storm
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Ich hatte wirklich große Erwartungen an dieses Buch, vor allem wegen der Kombination aus Meer, Magie und düsterer Romantasy, das klang einfach nach einer richtig guten Mischung. Und ganz ehrlich: In einigen ...

Ich hatte wirklich große Erwartungen an dieses Buch, vor allem wegen der Kombination aus Meer, Magie und düsterer Romantasy, das klang einfach nach einer richtig guten Mischung. Und ganz ehrlich: In einigen Punkten hat mich die Geschichte auch definitiv abgeholt. Besonders positiv ist mir sofort die Optik aufgefallen. Das Buch ist einfach wunderschön gestaltet, Cover und Farbschnitt machen richtig was her und sorgen dafür, dass man es super gern in die Hand nimmt oder im Regal anschaut.
Auch das Setting hat mir richtig gut gefallen. Diese raue, vom Meer geprägte Welt mit Stürmen, Legenden und einer ganz eigenen Magie hat eine besondere Atmosphäre geschaffen. Die Idee rund um das Seeglas und die damit verbundene Magie fand ich spannend und mal etwas anderes. Der Schreibstil von Sophia Reynard ist dabei sehr bildhaft und teilweise fast poetisch, man merkt, wie viel Wert auf Stimmung gelegt wurde, und oft hatte ich wirklich das Gefühl, mitten in dieser salzigen, windigen Welt zu sein.
Allerdings ist genau das auch einer der Punkte, der es mir manchmal etwas schwer gemacht hat. Die vielen Beschreibungen sind zwar schön, haben für mich aber stellenweise den Lesefluss gebremst. Gerade in der Mitte des Buches hat sich die Handlung für mein Empfinden etwas gezogen, und ich hätte mir gewünscht, dass es etwas schneller vorangeht.
Mit den Charakteren bin ich leider auch nicht ganz warm geworden. Tavi mochte ich grundsätzlich, aber ich konnte nicht immer komplett mit ihr mitfühlen. Auch Eero als Love Interest bleibt eher im bekannten Muster des geheimnisvollen, verschlossenen Charakters. Die Dynamik zwischen den beiden hat zwar ihre Momente, besonders dieses unterschwellige Knistern, aber emotional hat es mich nicht ganz erreicht. Da hätte ich mir mehr Tiefe und Intensität gewünscht.
Insgesamt bietet die Handlung einige interessante Ansätze mit Magie, Konflikten und Legenden, wirkt aber nicht immer ganz rund und verliert zwischendurch etwas an Spannung. Trotzdem steckt viel Potenzial in der Geschichte, und die Atmosphäre ist definitiv eine ihrer größten Stärken.
Am Ende bleibt für mich ein solides Romantasy-Buch mit einem richtig starken Setting und einer tollen Optik, das mich aber emotional nicht komplett überzeugen konnte. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen, gut, aber mit Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Düstere Elite, knisternde Spannung

Evil Elite – Der Kodex der Ehre
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Ich hab das Buch ehrlich gesagt angefangen, weil mich dieses Dark-Academia-Mafia-Setting total gecatcht hat, und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Story rund um Frankie hat mich direkt reingezogen. ...

Ich hab das Buch ehrlich gesagt angefangen, weil mich dieses Dark-Academia-Mafia-Setting total gecatcht hat, und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Story rund um Frankie hat mich direkt reingezogen. Sie ist keine typische Protagonistin, sondern jemand, der ständig zwischen Loyalität, Moral und eigenen Gefühlen hin- und hergerissen ist. Genau das macht sie so spannend: Man merkt richtig, wie sie sich entwickelt, wie sie anfängt, Dinge zu hinterfragen und sich nicht mehr blind dem System unterordnet. Diese innere Zerrissenheit zieht sich durch das ganze Buch und gibt der Geschichte richtig Tiefe.
Und dann Hector… diese ganze Enemies-to-Lovers-Dynamik funktioniert einfach. Zwischen den beiden ist so viel Spannung, Misstrauen und gleichzeitig unterschwellige Anziehung, das knistert die ganze Zeit. Gerade weil ihre Vergangenheit so eng miteinander verknüpft ist, fühlt sich jede Szene zwischen ihnen intensiv und irgendwie auch gefährlich an.
Was ich auch richtig gefeiert habe, ist die Atmosphäre: dieses Eliteinternat Fort Rock ist kein normaler Schulort, sondern komplett düster, geheimnisvoll und irgendwie immer leicht bedrohlich. Man merkt ständig, dass hier Machtspiele, Intrigen und Geheimnisse den Ton angeben, Vertrauen ist quasi ein Luxus.
Das gibt dem Ganzen so einen richtig starken Dark-Academia-Vibe, der sich durch jede Seite zieht.
Die Handlung selbst ist spannend aufgebaut, mit vielen Twists und Entscheidungen, bei denen man als Leser selbst kurz innehält und denkt: „Was würde ich tun?“ Gerade dieses Thema Loyalität vs. Liebe wird richtig gut ausgearbeitet und bleibt im Kopf hängen.
Und ganz ehrlich: Das Cover? Ein absoluter Hingucker. Dieses dunkle, edle Design mit Farbschnitt passt perfekt zur Story und macht das Buch schon optisch zu etwas Besonderem, genau so ein Buch, das man auch einfach gerne im Regal stehen hat.
Für mich eine richtig starke Mischung aus Spannung, Emotionen und düsterer Atmosphäre mit Charakteren, die sich echt entwickeln. Wenn man auf Mafia-Vibes, Intrigen und verbotene Liebe steht, ist das hier einfach ein Volltreffer.

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