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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2021

Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf

Kaputte Herzen kann man kleben
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Louisa fährt mit ihrer Tochter Amelie zu ihrer Tante nach St. Peter-Ording, da sie unter starken Rückenschmerzen leidet und ihren Beruf als Hebamme nicht mehr ausüben kann. Dort versucht sie sich zu erholen ...

Louisa fährt mit ihrer Tochter Amelie zu ihrer Tante nach St. Peter-Ording, da sie unter starken Rückenschmerzen leidet und ihren Beruf als Hebamme nicht mehr ausüben kann. Dort versucht sie sich zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen. Hierbei lernt sie Tom, einen Osteopathen, der sich um ihren Rücken kümmert und eine Gruppe von Frauen kennen, die sich regelmäßig am Strand treffen. Durch diese lernt sie, das Leben zu akzeptieren und auch einmal Hilfe anzunehmen und Verantwortung abzugeben. Hierbei Louisa zu begleiten hat sehr viel Spaß gemacht. Auch die anderen Charaktere wie ihre Tochter Amelie, die auf dem Bauernhof aufblüht, Fiete der auf dem Hof arbeitet, Tom der Physiotherapeut und die Gruppe der Freundinnen sind alle sehr gut gezeichnet und ich mochte sie auf Anhieb.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da es ein humorvoller Roman mit Tiefgang ist. Kristina Günak versteht es wieder einmal sehr unterhaltsam zu erzählen, wobei ernste Themen, wie die Situation Alleinerziehender und die der Hebammen in Deutschland wichtige Themen sind.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.06.2021

Ein witziger Roman voller Meerjungfrauen

Still into you (Moonflower Bay 1)
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Der Roman "Still into you" handelt in Moonflower Bay, einer kanadischen Kleinstadt, in die Eve nach zehn Jahren zurückkehrt, da ihr ihre Großtante deren Hotel das "Mermaid Inn" vererbt hat. Was ...

Der Roman "Still into you" handelt in Moonflower Bay, einer kanadischen Kleinstadt, in die Eve nach zehn Jahren zurückkehrt, da ihr ihre Großtante deren Hotel das "Mermaid Inn" vererbt hat. Was sie hier in der nächsten Zeit erlebt, während sie sich einerseits um die Renovierung des Hotels kümmert und andererseits damit beschäftigt ist Sawyer, ihrer ersten großen Liebe, der noch immer in Moonflower Bay lebt, aus dem Weg zu gehen, erzählt Jenny Holiday in einem leichten Roman mit viel Witz.

Besonders gut hat mir hierbei gefallen, dass sich zwar Eve um die Renovierung des Hotels kümmert, letztendlich jedoch die ganze Kleinstadt, allen voran eine Gruppe von Rentnern, im Hintergrund mitmischt. Dies hat der Geschichte einen besonderen Charme gegeben. Denn diese Rentner kümmern sich quasi um alles in Moonflower Bay, wissen über jeden Bescheid, ziehen die Stricke im Hintergrund und fühlen sich dazu berufen sich auch um das Liebesleben ihrer Mitbürger zu kümmern.

Schön war auch das Meerjungfrauenthema, über dass immer wieder Bezug auf klassische und moderne Meerjungfrauenmärchen- und geschichten Bezug genommen wurde.

Und natürlich war es interessant die Geschichte zwischen Eve und Sawyer zu beobachten. Die beiden werden durch ihre Freunde unterstützt, die ihnen oft auf die Sprünge helfen, den richtigen Weg zu gehen.

Die Geschichte hat mir insgesamt sehr gut gefallen, wobei die Protagonisten teilweise zu perfekt waren.

Ein schöner Feel-Good-Roman, den ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 20.06.2021

"Jeder Tag kann der Anfang einer neuen Geschichte deines Lebens sein"

Die Bucht der Lupinen
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Der Roman hat mich sehr beeindruckt und von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte beginnt mit der Mitteilung, dass die Großmutter von Anna, Judith und Greta, die in Neufundland lebte, gestorben ...

Der Roman hat mich sehr beeindruckt und von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte beginnt mit der Mitteilung, dass die Großmutter von Anna, Judith und Greta, die in Neufundland lebte, gestorben sei und die Schwestern daher nach Seaborough in das Haus ihrer Großmutter reisen, um es auszuräumen und für einen Verkauf vorzubereiten. Hierbei entdecken sie Bilder und Hinweise auf einen Mann an der Seite ihrer Großmutter und beginnen zu recherchieren.

Im Wechsel hierzu wird die Geschichte der Jüdin Louise in Hamburg in der Zeit ab 1935 in erzählt. Beginnend von einer unbeschwerten Kindheit bis zu ihrer Jugend, in der sich die Lage der Juden in Deutschland immer weiter zuspitzt. Hierbei wird in atmosphärisch oft bedrückenden Bildern das Leben der jüdischen Familie in Hamburg erzählt. Unterstützt wird Louise oft von Carl, ihrem Freund aus Kindertagen, der zu ihrer großen Liebe wird.

Das Buch ist sowohl ein Roman als auch Stück Zeitgeschichte, das von der Kraft und dem Überlebenswillen einer Familie erzählt und das Bild vieler Schicksale zu dieser Zeit wiederspiegelt. Im Gegensatz dazu wird die Geschichte der Schwestern im Neufundland der Gegenwart in bunten Farben und der beeindruckenden Schönheit der Landschaft Neufundlands erzählt.

Eine klare Lessempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.06.2021

Der Tote am Wasserfall

Tod auf Madeira (Ein Madeira-Krimi 1)
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Krimi-Autorin Laura Flemming hat zu Hause einige Probleme im Job und mit ihrem Ehemann und fliegt daher mit ihrer Freundin Britta und weiteren befreundeten Ehepaaren zu einem Wanderurlaub auf ...

Krimi-Autorin Laura Flemming hat zu Hause einige Probleme im Job und mit ihrem Ehemann und fliegt daher mit ihrer Freundin Britta und weiteren befreundeten Ehepaaren zu einem Wanderurlaub auf die Blumeninsel Madeira. Sie hofft hier ein wenig abzuschalten und zu ihrer Kreativität zurückzufinden. Dann ereignet sich ein Mord an einem der Mitreisenden und Laura stürzt sich in die Ermittlungen. Sehr zum Leidwesen des ermittelndem Comissário Torres.

Durch das Cover mit dem Hafen und den dahinterliegenden Bergen erkennt man bereits, dass es sich um einen Urlaubskrimi handelt. Dieser wurde auch sehr gut umgesetzt, da man sowohl in die Krimihandlung eintaucht, als auch viele sehr gute Beschreibungen der Insel, der Landschaft und der Menschen erhält. Insbesondere die Beschreibung der Wanderungen und der Landschaft haben mir hierbei sehr gut gefallen. Ich konnte mir die Wanderwege entlang der alten Wasserläufe und den Blick über die Berge auf das Meer sehr gut vorstellen. Der Schreibstil war flüssig und sehr bildhaft. Die Geschichte wurde nie langweilig, da immer etwas passierte, neue Aspekte auftraten und daher immer wieder neue Personen in Verdacht gerieten. Die Personen waren sehr gut dargestellt. Insbesondere die mitreisenden Ehepaare wurden sehr gut beschrieben und der bereits sehr früh erkennbare, unter der Oberfläche schwelende Konflikt steigerte sich merklich. Laura Flemming fand ich zuweilen etwas zu forsch, da sie sich zu sehr in die Ermittlungen, bzw. Verhöre einmischte und sich nicht immer an Vereinbarungen hielt. Daher mochte ich sie nicht immer, während mir Comissário Torres während der Ermittlungen immer symphatischer wurde.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, da es immer wieder überraschende Wendungen und neue Verdächtige gab. Auch konnte ich mir die Insel sehr gut vorstellen.

Fazit: Ein spannender Urlaubskrimi

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Veröffentlicht am 05.06.2021

Eine spannende Reise ins alte Rom

Die Töchter Roms: Flammentempel
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Debra MacLeod nimmt uns mit dem Hörbuch "Die Töchter Roms - Flammentempel -" mit auf eine spannende Zeitreise ins alte Rom zur Zeit Julius Cäsar und Cleopatras und die darauf folgenden Jahre. Das Hörbuch ...

Debra MacLeod nimmt uns mit dem Hörbuch "Die Töchter Roms - Flammentempel -" mit auf eine spannende Zeitreise ins alte Rom zur Zeit Julius Cäsar und Cleopatras und die darauf folgenden Jahre. Das Hörbuch war durch die angenehme Stimme der Sprecherin Brigitte Carlsen sehr angenehm anzuhören. Die Sprecherin hat sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzt, so dass diese sehr lebendig wirkten. Besonders gut an dem Hörbuch hat mir, neben den historischen Fakten und Personen die detaillierte Beschreibung der Riten und Zeremonien gefallen. Diese wurden sowohl in Rom als auch in Ägypten bei Cleopatra anschaulich beschrieben. Auch die Rolle der Frauen zu dieser Zeit, zum Teil waren sie sehr selbstbewusst und willensstark, jedoch mussten sie oftmals auch sehr unter ihren Männern und der Politik leiden, wurde sehr gut dargestellt. Ein großer Schwerpunkt der Geschichte lag zudem auf der Rolle der Vestalinnen, die der Göttin Vesta dienten und sich um das ewige Feuer kümmerten, deren Aufgaben und das Leben im Tempel. Das Hörbuch war durchaus gelungen, jedoch musste ich sehr gut zuhören, da einige Zeitsprünge und sehr viele Personen involviert waren. Ich glaube, ich hätte mich auf ein Buch besser einlassen können. Dennoch ist eine gute Geschichte mit vielen historischen Fakten.

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