Profilbild von Tanja_70

Tanja_70

Lesejury Star
offline

Tanja_70 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tanja_70 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2025

Eine Geschichte über starke Frauen in einer Zeit des Wandels

Im Wind der Freiheit
0

In dem Roman geht es um Susanne, einer Frau aus einfachen Verhältnissen, und um Louise Otto, einer Schriftstellerin, die in privilegierten Verhältnissen aufgewachsen ist. Die Geschichte spielt ...

In dem Roman geht es um Susanne, einer Frau aus einfachen Verhältnissen, und um Louise Otto, einer Schriftstellerin, die in privilegierten Verhältnissen aufgewachsen ist. Die Geschichte spielt in einer Zeit des politischen Umbruchs, zur Zeit der Revolution von 1848. Hier treffen die beiden Frauen aufeinander und kämpfen gemeinsam für die Demokratie und gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland. Es ist aber vor allem eine Geschichte über Frauen, die mit ihrer Stärke und ihrem politischen Willen für mehr Selbstbestimmung der Frauen kämpfen.
In der Geschichte werden abwechselnd Kapitel über das Leben von Louise und Susanne erzählt. Dadurch erhält man einen intensiveren Einblick über das Leben der beiden Frauen, wobei mir Susannes Geschichte besser gefiel, da man durch sie viel über das Leben der „einfachen“ Leute erfahren hat.
Wie in allen Romanen von Tanja Kinkel schafft sie es eine Epoche der Geschichte lebendig werden zu lassen und dies ist ihr auch dieses Mal wieder hervorragend gelungen. Man erkennt die fundierten historischen Kenntnisse und trotzdem kommt die spannende Geschichte nicht zu kurz.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2025

Zwei Journalisten, eine Geschichte

Great Big Beautiful Life
0

Alice Scott und Hayden Anderson, beide Journalisten, reisen zu Margaret Ives nach Little Crescent Island, um ihre Biografie zu schreiben. Doch Margaret möchte sich erst nach einem Monat für einen der beiden ...

Alice Scott und Hayden Anderson, beide Journalisten, reisen zu Margaret Ives nach Little Crescent Island, um ihre Biografie zu schreiben. Doch Margaret möchte sich erst nach einem Monat für einen der beiden entscheiden. Alice und Hayden lassen sich darauf ein und treffen sich abwechselnd mit ihr zu den Interviews. Doch beide müssen eine Verschwiegenheitsklausel unterschreiben und dürfen sich gegenseitig nichts von ihren Recherchen erzählen. Da sie beide auf Little Crescent Island leben, laufen sie sich immer wieder über den Weg und lernen sich dabei auch besser kennen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Alice erzählt. Sie möchte den Job unbedingt, rechnet sich jedoch nicht so viele Chancen aus, da Hayden bereits für das Schreiben einer Biografie einen Pulitzer-Preis erhalten hat. Es gibt allerdings auch eine zweite Zeitebene, in der Margaret aus ihrem bewegten Leben erzählt. Dabei geht es um ihr Leben an der Seite eines berühmten Sängers, ihre Familiengeschichte und die Höhen und Tiefen einer Frau, die stets in der Öffentlichkeit steht und dadurch von den Medien verfolgt wird.
Was mir bei diesem Roman sehr gut gefallen hat, ist, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt und Margarets Geschichte und die ihrer Familie sehr interessant war. Leider erfährt man immer nur, was sie Alice erzählt, und kennt nicht Haydens Seite der Geschichte. Beide vermuten jedoch, dass sie ihnen nicht alles und nicht immer die Wahrheit erzählt.
Die Geschichte ist sehr gut strukturiert und durch die zwei Zeitebenen sehr spannend. Besonders am Ende gibt es noch eine überraschende Wendung in der Geschichte.
Dies ist der beste Roman, den ich von Emily Henry bisher gelesen habe und den ich daher sehr gerne weiterempfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2025

Eine unerwartete Geschichte

Passion Project
0

Bennet ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen. Doch die Stadt hilft ihr nicht dabei, da sie trotzdem einsam und orientierungslos ist. Als sie bei einem verpatzten ...

Bennet ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen. Doch die Stadt hilft ihr nicht dabei, da sie trotzdem einsam und orientierungslos ist. Als sie bei einem verpatzten Date Henry kennenlernt und sie ihm erzählt, dass sie schon seit langem für nichts mehr brennt, beschließen sie gemeinsam das „Passion Projekt“ zu starten.
Die Protagonisten mochte ich beide sehr, wobei es mir Bennett zum Teil etwas schwerer gemacht hat sie zu mögen als Henry. Die verschiedenen Aktivitäten der beiden waren sehr schön beschrieben und die Stadt New York stand dabei auch immer im Mittelpunkt.
Die Geschichte wird aus Bennetts Sicht erzählt, wodurch ihre Gefühle und insbesondere ihre Depression sehr anschaulich beschrieben werden. Doch obwohl hier sehr ernste Themen behandelt wurden, empfand ich die Geschichte als durchweg positiv und optimistisch.
Durch die Inhaltsangabe habe ich zwar eine andere Geschichte erwartet, wurde jedoch positiv überrascht, da sie sowohl romantisch als auch tiefgründig war.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.04.2025

Ungesagte Worte

Die Summe unserer Teile
0

Die Geschichte handelt von Lucy im Berlin des Jahres 2014, einer Informatikstudentin, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat. Als eines Tages ein Flügel in ihre WG geliefert ...

Die Geschichte handelt von Lucy im Berlin des Jahres 2014, einer Informatikstudentin, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat. Als eines Tages ein Flügel in ihre WG geliefert wird, beginnt sie die Geschichte ihrer Familie, insbesondere die ihrer Großmutter Lyudmila, zu untersuchen und reist nach Sopot in Polen.

Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt: Lucys Geschichte im Jahr 2014, die ihrer Mutter Daria in München ab dem Jahr 1976 und die ihrer Großmutter Lyudmila in Beirut des Jahres 1944 und danach. Hierdurch erschließt sich nach und nach die Geschichte der drei Frauen. Es wird von ihrem Studium, ihrem Beruf, ihrer Familie und ihren Kindern berichtet. Alle drei Frauen habe ich als starke Persönlichkeiten empfunden, die sowohl für ihre Arbeit in der Wissenschaft als auch für ihre Familie gelebt haben.

Die Schreibstil ist oftmals sehr bildhaft und poetisch, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist eine Geschichte, die in leisen Tönen erzählt wird und trotzdem das Leiden der Frauen sehr stark ausdrückt. Aber es ist insbesondere eine Geschichte über das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern, die sich lieben, aber es durch ihre Sprachlosigkeit nicht schaffen, diese Liebe zu zeigen. Es sind durchweg schon fast toxische Beziehungen zwischen ihnen. Aber im Laufe der Geschichte erfährt man die Beweggründe des Verhaltens der Frauen. Das Ende fand ich ein wenig abprubt, hier hätte noch ein bisschen mehr erwartet.

Dennoch hat mir Lucys Geschichte und die ihrer Mutter und Großmutter sehr gut gefallen und ich gebe eine Leseempfehlung für einen Roman, der in unterschiedlichen Kulturen handelt und über drei Generationen erzählt wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2025

Spannend wie immer

Ostseedämmerung
0

Kinder finden in einem Dorfteich ein Artefakt aus der Wikingerzeit, das zuvor der Archäologiestudentin Mira Schneider gehört hat, die jedoch verschwunden ist. Dieser Cold Case wird von Pia Korittki und ...

Kinder finden in einem Dorfteich ein Artefakt aus der Wikingerzeit, das zuvor der Archäologiestudentin Mira Schneider gehört hat, die jedoch verschwunden ist. Dieser Cold Case wird von Pia Korittki und ihrem Team des Lübecker K1 wieder aufgenommen. Hierbei sind zunächst die Bewohner des Gutes Hövelau, aber auch die Dorfbewohner und Mias frühere Kollegen verdächtig. Dadurch erschweren sich Pias Ermittlungsarbeiten. Doch auch ihr Privatleben wird durch Hinnerk und seine Frau nicht einfacher. Denn ihr Sohn Felix weiß noch immer nicht wer sein leiblicher Vater ist.

Auch in ihrem 20. Kriminalroman über die Kommissarin Pia Korittki versteht es Eva Almstädt wieder viele falsche Fährten zu legen und den Leser hierdurch immer wieder zu verwirren. Doch wie in den Vorgängerromanen ist auch dieser Krimi wieder sehr spannend und sowohl die Polizeiarbeit als auch Pias Privatleben werden sehr detailiert beschrieben. Hierbei gefallen mir besonders die genauen Beschreibungen der Landschaften, des Dorfes und des Gutshofes, die zur Atmosphäre sehr viel beitragen. Aber auch die Protagonisten und Nebencharaktere werden mit viel Tiefe beschrieben.

Ein gelungener 20. Band der Pia Korittki-Reihe!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung