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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2019

Ein absolut gelungener Fantasy Roman

Der letzte Lilienreiter
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Inhalt:
„Padeus ist der letzte Lilienreiter. Nach dem Tod seiner Kameraden kehrt er schwer verletzt an jenen Ort zurück, an dem der Schrecken begann und das Königreich entzweiriss: das Bergmassiv "Olothirs ...

Inhalt:
„Padeus ist der letzte Lilienreiter. Nach dem Tod seiner Kameraden kehrt er schwer verletzt an jenen Ort zurück, an dem der Schrecken begann und das Königreich entzweiriss: das Bergmassiv "Olothirs Hörner", aus dessen dunklen Höhlen einst das Böse ins Land strömte. Dort trifft er auf die geheimnisvolle Alvena, eine junge Frau, in der eine Macht erwacht, die sie selbst ebenso verängstigt wie die Menschen um sie herum. Padeus erkennt bald, dass er mithilfe ihrer Kraft die Essenz des Bösen bannen kann, die auch er in sich trägt. Doch der letzte Lilienreiter ist nicht der Einzige, der Alvenas Macht nutzen will. Jenseits der Weltentore schmiedet bereits ein unbekannter Feind seine teuflischen Pläne …“

Cover:
Die Gestaltung des Covers gefällt mir sehr gut, das Bild des Reiters auf dem Schlachtfeld passt sehr gut und macht neugierig.

Meine Meinung:
Der Schreibstil des Buches hat mich sehr begeistert. Der Autor verwendet hier eine eher gehobene Sprache, die aber trotzdem gut verständlich ist und einen beim Lesen so nicht stocken lässt. Schon durch diesen, meiner Ansicht nach besonderen Schreibstil, wird man in eine andere Welt entführt.
Auch die Figuren gefallen mir sehr, sie leben nicht starr in vorgegebenen Bahnen, entwickeln sich und sind keinesfalls nur „gut oder böse“. Es macht Spaß sie bei ihrer Entwicklung und ihren Abenteuern zu begleiten. Außerdem ist das Buch von Anfang bis Ende spannend und absolut nicht vorhersehbar.
Darüber hinaus finde ich es gut das es sich hier nur um einen Einzelband handelt. Ich selbst habe schon einige angefangene Reihen im Regal stehen, wo ich noch auf Folgebände warte. „Der letzte Lilienreiter“ steht den vielen Fantasyreihen aber in nichts nach. Im Gegenteil: durch diese Form ist die Geschichte hier rasanter und man klebt als Leser umso mehr an den Seiten.

Fazit:
„Der letzte Lilienreiter“ ist ein sehr lesenswertes Buch, welches ich absolut weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Vom Weglaufen zum Ankommen

Laufen
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Inhalt:
„Eine Frau glaubt nach einem erschütternden Verlust, am Ende ihrer Kraft zu sein. Dennoch beginnt sie zu laufen. Ihre Runden werden von Woche zu Woche länger – und was als Davonlaufen beginnt, ...

Inhalt:
„Eine Frau glaubt nach einem erschütternden Verlust, am Ende ihrer Kraft zu sein. Dennoch beginnt sie zu laufen. Ihre Runden werden von Woche zu Woche länger – und was als Davonlaufen beginnt, wird schließlich ein Weg zurück ins Leben. Immer an ihrer Seite: ihre Freunde, ihre Wut, ihre Liebe zur Musik und ein Humor, der es mit ihrer Verzweiflung aufnehmen kann.“

Cover:
Das Cover ist sehr minimalistisch gehalten, aber durch die angenehm geradlinige Gestaltung passt es meiner Ansicht nach perfekt zum Laufen. Die 4 nebeneinanderliegenden Streifen kann man vielleicht auch als Laufbahnen deuten und die Stellen wo sich die einzelnen Laufbahnen überlappen und kreuzen sind die Stellen wo sich unsere Lebenswege überlappen und kreuzen. So würde das Design auch hervorragend zum Inhalt des Buches passen. Insgesamt ist das Buch sehr hochwertig gestaltet und das Design vom Cover findet sich auch bei jedem neuen Kapitelbeginn wieder.

Meine Meinung:
Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um ein sehr besonderes Buch. Die komplette Geschichte wird durchgehend nur durch den inneren Monolog der Protagonistin erzählt. Auch der verwendete Schreibstil passt perfekt zu diesem Monolog. Isabel Bogdan schreibt hier nämlich viel in langen, sogenannten Schachtelsätzen. Obwohl ich diese Bezeichnung hier nicht ganz so sehr mag, weil ihr doch immer etwas Negatives anhaftet. In diesem Buch jedoch haben die besonders langen Sätze den Lesefluss in keinem Fall beeinträchtigt, es ist eher so dass es die ganze Geschichte erst in einen bestimmten Fluss bringt und man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Die Geschichte selbst ist nun nicht wirklich leichte Kost, aber sie regt zum Nachdenken an und bringt dem Leser die Thematik des Verarbeitens von Schicksalsschlägen wirklich nahe.

Fazit:
Insgesamt handelt es sich bei „Laufen“ um eine empfehlenswerte Lektüre, die ich sehr genossen habe.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Eine zauberhaft schöne Geschichte

Die schönste und die traurigste aller Nächte
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Inhalt:
„Für beide war es die erste große Liebe. Doch ein tragischer Schicksalsschlag trennte Victor und Amanda. Seitdem gerät Victors Zeit manchmal durcheinander: Glückliche Momente erlebt er ein zweites ...

Inhalt:
„Für beide war es die erste große Liebe. Doch ein tragischer Schicksalsschlag trennte Victor und Amanda. Seitdem gerät Victors Zeit manchmal durcheinander: Glückliche Momente erlebt er ein zweites Mal, traurige überspringt er. Er kann das nicht steuern, aber es hat ihm schon so viel Ärger eingebracht, dass er sich ans Ende der Welt zurückgezogen hat. Im Süden Brasiliens baut er Wein an und versucht, nie wieder glücklich oder traurig zu sein.
Amanda lebt mittlerweile als Buchhändlerin in Buenos Aires. Auch sie versagt sich jegliches Glück. Doch dann sehen Victor und Amanda sich nach zwanzig Jahren wieder und beschließen, um ihre Liebe zu kämpfen. Mit nicht geahnten Folgen ...“

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Blätter und Blüten an den Seiten und der Hintergrund lassen schon auf die Landschaft schließen in der das Buch spielt. Man fragt sich auch gleich welche Rolle die Frau auf dem Cover spielt.

Meine Meinung:
Dieses Buch konnte mich komplett fesseln. Ich habe die ganze Zeit mit den Charakteren mitgehofft und gebangt, gelacht und geweint. Das lag einmal an dem wunderschönen Schreibstil, der mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat, aber zum anderen auch an den Charakteren. Einmal Victor der Winzer, der ein ganz besonderes Verhältnis zur Zeit hat und auf der anderen Seite Amanda, die Gattin eines Abgeordneten, die in ihrem Leben auch nicht glücklich ist. Dadurch das die Kapitel aus den Perspektiven von sowohl Victor als auch Amanda erzählt werden wird man mit den beiden schnell vertraut und kann richtig mit ihnen mitfühlen. Besonders machen dieses Buch auch die vielen kleinen Sprüche über das Glück die immer mal wieder zwischen den Kapiteln auftauchen. Insgesamt wird im Buch oft mit Zitaten gearbeitet, seien es Amandas literarische Glückskekse oder die Zitate in Victors Haus. Das hat mir sehr gefallen.

Fazit:
„Die schönste und die traurigste aller Nächte“ ist ein Buch was ich wirklich nur empfehlen kann. Es hat mich von der ersten Seite bis zur letzten gefesselt und ich habe wirklich mit den Charakteren mitgefiebert!

Veröffentlicht am 11.09.2019

Ein berührender und sehr besonderer Roman

Vergesst unsere Namen nicht
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„Vergesst unsere Namen nicht“ ist ein sehr wichtiges und vor allem auch sehr berührendes Buch über die Zeit der Naziherrschaft in Norwegen. Im Buch beschreibt der Autor Simon Strange die Familiengeschichte ...

„Vergesst unsere Namen nicht“ ist ein sehr wichtiges und vor allem auch sehr berührendes Buch über die Zeit der Naziherrschaft in Norwegen. Im Buch beschreibt der Autor Simon Strange die Familiengeschichte seiner Frau Rikke, aber auch die Geschichte von Henry Oliver Rinnan, einem berüchtigten norwegischen Nationalsozialisten. Er beginnt dabei bei der Geschichte von Rikkes Urgroßvater Hirsch Komissar, Schreibt von der Geschichte von dessen Kindern und Enkeln. Im Verlauf des Buches wird auch aufgezeigt wie die Geschichte der Familie Komissar und vor allem jene von Hirsch mit Rinnens Geschichte verwoben ist. Rinnans Leben wird dabei schon ab seiner Kindheit beschrieben und ihm wird auch insgesamt im Buch viel Raum gegeben, in dem seine Entwicklung verdeutlicht wird.

Besonders interessant und bewundernswert ist es wie der Autor es immer wieder schafft die fiktionalen Teile mit den realen Ereignissen zu verknüpfen. Dabei gibt er eindrucksvoll, aber nicht übertrieben die Geschehnisse der damaligen Zeit wieder. Er verschweigt auch nicht die brutalen Taten der Zeit und deshalb sind einige Passagen auch nichts für schwache Nerven.
Was am Buch auch besonders auffällt ist die ungewöhnliche Einteilung. So werden statt Kapitelnummern oder -Überschriften die Buchstaben des Alphabets genutzt um das Buch aufzuteilen. Zu dem jeweiligen Buchstaben werden Schlagworte gefunden, welche dann mit der Geschichte verbunden werden. Das führt aber auch dazu, dass die Erzählung häufig zwischen verschiedenen Personen hin und her springt und dass es viele Zeitsprünge gibt. Wenn man sich aber einmal an diese Art des Schreibens gewöhnt hat und sich darauf einlässt will man es gar nicht aus der Hand legen. Insgesamt würde ich sowieso sagen das dieses Buch von einem die volle Aufmerksamkeit verlangt. Es handelt sich hier nicht um ein Buch für zwischendurch, man muss sich wirklich dafür Zeit nehmen und sich darauf konzentrieren.

Alles in allem handelt es sich bei „Vergesst unsere Namen nicht um ein sehr besonderes und vor allem auch sehr emotionales Buch, das man Lesen sollte.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Ein sehr emotionaler Roman

Für immer und ein Vierteljahr
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Inhalt:
Marc Karmann will nur eins: Sein verkorkstes Leben in den Griff kriegen. Dazu gehört auch, endlich einen Schlussstrich unter seine Ehe mit der reichen, schönen, aber unnahbaren Jana zu ziehen. ...

Inhalt:
Marc Karmann will nur eins: Sein verkorkstes Leben in den Griff kriegen. Dazu gehört auch, endlich einen Schlussstrich unter seine Ehe mit der reichen, schönen, aber unnahbaren Jana zu ziehen. Die beiden haben sich nichts mehr zu sagen und auch an Sohn Julius kommt Marc nicht mehr heran. Jana willigt in eine Scheidung ein, jedoch nur unter einer Bedingung: Marc soll für ein Vierteljahr zu ihr zurückkehren, sich um den renitenten Teenager kümmern und – sie auf Händen tragen. Und zwar wörtlich, denn Jana verlangt, dass Marc sie morgens und abends die Treppe herunter- beziehungsweise hochträgt. Bald findet Marc heraus, dass seine Frau gute Gründe für dieses merkwürdige Arrangement hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, den Jana bereits aufgegeben zu haben scheint und bei dem Marc einmal mehr Gefahr läuft, alles zu verlieren, was ihm am Herzen liegt.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Vom Anfang bis zum Ende gab es keine Stelle, an der mir langweilig geworden wäre. Ich habe die ganze Zeit mit den Charakteren mitgefiebert, die mir im Verlauf des Buches sehr ans Herz gewachsen sind. Es war schön sie bei ihren Entwicklungen begleiten zu können und ihnen bei allen Hoch- und Tiefpunkten über die Schulter schauen zu dürfen. Der Schreibstil der Autorin passt perfekt zur Geschichte und lässt sich gut und flüssig lesen. Außerdem werden im Buch auch viele wichtige Themen angesprochen, die den Leser zum Nachdenken bringen und mich auch noch nach der
Lektüre beschäftigt haben.

Fazit:
Insgesamt handelt es sich hierbei um einen wunderbaren Roman, der alles hat was ich mir von einem guten Roman wünschen könnte. Ich kann nur jedem empfehlen ihn zu lesen!