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Veröffentlicht am 12.08.2025

Einschlafbuch für kleine Kinder

Der kleine Bubu. Mittagsschlaf ganz schnell und fix? Der Bubu, der kennt alle Tricks!
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Gestaltung:
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Die Illustrationen der Bubus sind sehr liebevoll. Diese Figuren laden beim Betrachten zum Kuscheln ein. Optisch ist das Buch sehr ansprechend und es macht Spaß, es durchzublättern.

Mein ...

Gestaltung:
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Die Illustrationen der Bubus sind sehr liebevoll. Diese Figuren laden beim Betrachten zum Kuscheln ein. Optisch ist das Buch sehr ansprechend und es macht Spaß, es durchzublättern.

Mein Eindruck:
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Die Bubus sind zwei kuschelige Wesen, die den Menschen den Schlaf bringen. Wobei sich dieser nicht nur wie in der Beschreibung auf den Mittagsschlaf beschränkt, sondern auch den Abendschlaf beinhaltet.
Beide sind geschlechtsneutral und haben keine Namen, sie sind "das große Bubu" und "das kleine Bubu".
Die Geschichte ist in Reimen verfasst, die gut zu lesen sind und für Kinder einprägsamer als reiner Fließtext. Allerdings wirken einige Reime etwas zu konstruiert und holprig. Für Erwachsene nicht immer gut vorzulesen.

Die Situationen sind vielen Eltern sehr bekannt: Das Kind, das partout nicht Mittagsschlaf machen will, dann aber plötzlich doch in Schlaf versinkt oder das Kind, dem abends tausend unerledigte Sachen einfallen, bevor es zur Ruhe kommt. Diese Momente bringen besonders die Erwachsenen beim Vorlesen zum Schmunzeln.
Allerdings werden auch ein paar Erwachsene beschrieben, die vom Schlaf übermannt werden, wie eine ältere Dame, die sich mittags zur Ruhe legt. Ein Zeichen für Kinder, dass sie nicht die Einzigen sind, die Schlaf benötigen.

Die Idee mit den Bubus finde ich niedlich, aber die Handlung wirkt etwas willkürlich, hat keinen roten Faden und auch das Konzept mit den Bubus, wie sie leben und auf welche Weise sie den Schlaf bringen, ist wenig durchdacht. Natürlich ist das Buch für kleine Kinder ab 3 Jahren gedacht, die weniger hinterfragen. Dennoch konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen.

Fazit:
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Das Thema Schlaf mit niedlichen Illustrationen, aber etwas holprigen Reimen für kleine Kinder zum Vorlesen umgesetzt.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Wunderschönes Andachtsbuch!

Andachten für die ganze Familie
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Gestaltung:
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Optisch ist das Buch TOP! Es ist mit braunem Kunstleder eingebunden, die Seiten haben eine robuste Stärke, ein farbig passendes Lesebändchen ist vorhanden und die Illustrationen ...

Gestaltung:
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Optisch ist das Buch TOP! Es ist mit braunem Kunstleder eingebunden, die Seiten haben eine robuste Stärke, ein farbig passendes Lesebändchen ist vorhanden und die Illustrationen zu den Geschichten sind wunderschön! Die Texte sind ebenfalls mit braunen, fast goldfarben scheinenden Überschriften versehen. Das Buch wirkt wirklich sehr edel und ist seinen Preis definitiv wert. Das einzige, was ich etwas schade finde, ist, dass der Klappentext nur als Papierbanderole hinten befestigt ist, weil es sich anders wohl nicht in das Kunstleder integrieren lässt. Insgesamt gefällt es mir sehr gut und ist durch seine robuste Gestaltung auch für eine lange Nutzungsdauer geeignet.

Mein Eindruck:
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Ganz zu Beginn gibt es ein Inhaltsverzeichnis, in dem alle biblischen Geschichten strukturiert in 10 Oberthemen aufgelistet sind. So kann man sich gut orientieren und gezielt Themen wählen, die einen ansprechen.
Jede der Geschichten ist etwas 2 Seiten lang, sodass sie alle auch mit Kindern gut lesbar sind. Am Ende jeder Geschichte gibt es eine passende Bibelstelle zum Nachlesen, gefolgt von 2-3 Fragen, um das Gelesene zu rekapitulieren. Die entsprechenden kurzen Antwortvorschläge hierzu befinden sich gleich darunter. So kann man die Fragen nutzen, um sie mit Kindern in der Familie zu besprechen oder auch für religiöse Kindergruppen.
Zum Schluss jedes Kapitels gibt es einen passenden Liedvorschlag zum Lob Gottes.
Mir gefielen die kleinen Geschichten ganz gut. Sie stellen die Bibeltexte komprimiert dar bzw. sind etwas leichter verständlich formuliert, sodass sie mit Kindern besser gelesen werden können. Mit den Fragen habe ich mich stellenweise etwas schwergetan. Ich fand zum einen die Antwortvorschläge oft etwas kurz und konnte selber damit nicht immer etwas anfangen. Auch gefiel mir der subtil erhobene Zeigefinger nicht immer. Den "warmherzigen und seelsorgerischen Ton", der in der Beschreibung des Buches erwähnt wird, konnte ich leider nicht unbedingt ausmachen. Die Antworten sind m. E. ohne Erläuterung eines Erwachsenen für Kinder allein nicht verständlich. Aber deswegen ist es ja auch ein Familienandachtsbuch, die Bibel soll gemeinsam gelesen und besprochen werden. Einige der Fragen trugen aber auch Wissenserkenntnisse zum besseren Verständnis bei. Da habe auch ich etwas dazugelernt.
Von den Liedern kannte ich fast keines. Dafür ist es eine große Hilfe, dass am Ende ein Verweis auf das passende Liederbuch eingefügt ist und man die Lieder sogar kostenlos downloaden kann auf diversen Kanälen wie YouTube, Spotify etc. Der entsprechende QR-Code ist im Buch vorhanden. Dieser Aspekt hat mir gut gefallen.
Die Illustrationen zu jedem Kapitel sind mein persönliches Highlight.

Das Buch eignet sich sehr gut, um Kinderbibelkreise oder Familiengottesdienste vorzubereiten oder eben, wie der Name sagt, die Bibel in der eigenen Familie zu thematisieren und ins Gespräch zu kommen.

Fazit:
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Bibelgeschichten für jeden Tag mit Unterstützung von Frageimpulsen, Liedempfehlungen und wunderschönen Illustrationen

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Motivierende Botschaften für den Alltag

Lebe, lache, liebe
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Cover:
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Das Titelbild mit der Aufforderung "Lebe, lache, liebe..." springt sofort ins Auge. Durch die Gestaltung in den Farben Himmelblau und Sonnengelb bekommt man schon beim Betrachten gute ...

Cover:
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Das Titelbild mit der Aufforderung "Lebe, lache, liebe..." springt sofort ins Auge. Durch die Gestaltung in den Farben Himmelblau und Sonnengelb bekommt man schon beim Betrachten gute Laune. Außerdem gefällt mir der sonnengelbe Leineneinband sehr. Wunderschön und als dünnes, kleines Hardcover optimal zum Verschenken oder für die Handtasche zum Mitnehmen.

Mein Eindruck:
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Ordensschwester Teresa Zukic ist Influencerin und hat bereits einige Bücher zum Thema christlicher Glaube geschrieben. Bisher kannte ich die Autorin und ihre Bücher nicht, aber das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen.
Pro Doppelseite ist ein Spruch, ein Gedicht oder vereinzelt auch ein Psalm abgedruckt gemeinsam mit einer schönen Landschaftsaufnahme oder einem lustigen Foto, um das Geschriebene zu unterstreichen. Die Anordnung ist genau richtig, nicht zu überladen, sondern so, dass jedes Werk für sich wirken kann.
Es geht dabei um Glaube, Liebe, Hoffnung und Mutmachen allgemein, wobei die Zielgruppe zwar in erster Linie christlich gläubige Menschen sind, da Gott häufig erwähnt wird, denn die Autorin ist entsprechend geprägt. Aber manche Sprüche sind auch unabhängig davon zu lesen und können generell als Aufmunterung verstanden werden.
Mir persönlich hat vor allem "Lach dich gesund" sehr angesprochen, ich glaube, lachen sollten wir alle viel mehr. Und mein zweiter Favorit ist "Gut für Dich sorgen", was auch auf dem Klappentext erwähnt wird.
Ich bin begeistert von diesem kleinen Büchlein und werde es wohl immer mal wieder durchblättern, da je nach Lebenssituation immer ein anderer Gedankenimpuls relevant sein kann.
Laut Beschreibung enthält dieses Buch kurze Gedankenimpulse und Gebete aus ihren beiden Büchern "Lebe, lache, liebe" und "Jetzt erst recht", die neu zusammengestellt worden sind.
Da ich beide Werke noch nicht kenne, bin ich nun definitiv neugierig auf Schwester Zukic und ihre Bücher geworden und werde sie mir wohl im Nachgang besorgen.

Fazit:
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Tolles Geschenkbüchlein mit mutmachenden Sprüchen, untermalt von wunderschönen, inspirierenden Fotomotiven

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Liebe und Geld

Wut und Liebe
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Inhalt:
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"Camilla schloss die Augen und schüttelte sachte den Kopf. »Vielleicht habe ich diesen Job zu lange gemacht. Ich sehe inzwischen das Leben mit den Augen einer Buchhalterin. ...

Inhalt:
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"Camilla schloss die Augen und schüttelte sachte den Kopf. »Vielleicht habe ich diesen Job zu lange gemacht. Ich sehe inzwischen das Leben mit den Augen einer Buchhalterin. Und aus dieser Sicht geht es für mich nicht auf. Wie eine Buchhaltung. Da kann man auch nicht warten, bis sie stimmt. Man muss etwas tun. Auch wenn es weh tut. Sonst tut es am Ende allen noch viel mehr weh. Verstehst du?«" (S. 20)

Camilla liebt ihren Lebensgefährten Noah, aber nicht das Leben mit ihm. Er ist ein wenig erfolgreicher Künstler, sie ist Buchhalterin und das Gehalt muss für beide reichen. Camilla erhofft sich mehr vom Leben und verlässt Noah. Dieser kann sich schwer damit abfinden. Da begegnet er zufällig der Rentnerin Betty, die ihm ein unmoralisches, aber lukratives Angebot unterbreitet. Wird Noah es annehmen und wird er dadurch Camilla zurückerobern können?

Mein Eindruck:
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Der Autor Martin Suter war mir vom Namen her ein Begriff, tatsächlich ist dies jedoch mein erster Roman von ihm. Ich bin bei der Bewertung hin und her gerissen. Auf der einen Seite fiel es mir schwer, einen Zugang zu den Figuren zu finden. Noah ist teils sehr naiv und vertrauensselig, gleichzeitig auch besessen von Camilla und stalkt sie. Camillas Aussage, dass sie ihren Partner liebt, aber nicht mit ihm zusammenleben will, weil das Geld nicht reicht, konnte ich ebenfalls schwer nachvollziehen. Außerdem setzt sie ihr Vorhaben nicht konsequent um bzw. ihre Handlungen passen nicht immer zu ihren ursprünglichen Planungen. Auch sie ist sehr vertrauensselig und agiert in einigen Dingen wie beim Geschäftseinstieg bei ihrer besten Freundin, extrem blauäugig. Gestört hat mich außerdem der übermäßige Alkoholkonsum aller handelnden Personen und die vielen detailreichen Essensbeschreibungen hätten für mich nicht sein müssen.
Auf der anderen Seite gefiel mir die Geschichte vom Handlungsverlauf her. Es gab viele überraschende Wendungen und erst am Ende wurde ersichtlich, wer welche Rolle spielt. Hier manipuliert fast jeder jeden und der Schluss war schon recht raffiniert, wenngleich die vielen Zufälle unrealistisch waren.
Ich gebe diesem Roman daher immerhin zwei Sterne. Ob ich noch mal etwas von diesem Autor lesen werde, weiß ich allerdings nicht.

Fazit:
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Raffiniert konstruiert, aber mit schwachen Charakteren

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Veröffentlicht am 09.07.2025

Ein Mädchen verschwindet

Beeren pflücken
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Inhalt:
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"»Ich würd dich nie verraten, Joe.« Ihre Stimme war leise, und sie hatte diesen gewissen Ausdruck im Gesicht. Still und nachdenklich. Schon komisch, an was man sich erinnert, ...

Inhalt:
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"»Ich würd dich nie verraten, Joe.« Ihre Stimme war leise, und sie hatte diesen gewissen Ausdruck im Gesicht. Still und nachdenklich. Schon komisch, an was man sich erinnert, wenn irgendwas schiefgeht. Etwas, das man unter normalen Umständen sofort vergessen würde, bleibt einem dann für immer in Erinnerung." (S. 16)

Im Juli 1962 kommt eine 7-köpfige Mi'kmaq-Familie aus Nova Scotia nach Maine, um den Sommer über Blaubeeren zu pflücken und so Geld zu verdienen. Nach ein paar Wochen verschwindet plötzlich Ruthie, die jüngste Tochter der Familie, spurlos. Alle Suchaktionen bleiben erfolglos.
Seitdem wandelt die Familie zwischen Trauer, Hoffnung und Schuldgefühlen. Besonders Joe, der jüngste Bruder, der Ruthie kurz vor ihrem Verschwinden als letzter sah, plagen Schuldgefühle, die sein weiteres Leben prägen werden.
In Maine wächst währenddessen das Mädchen Norma als Einzelkind eines wohlhabenden Ehepaars auf. Doch obwohl ihre Mutter überfürsorglich ist, plagen sie Träume mit unbekannten Personen und das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
Erst gute 50 Jahre später wird sich das Geheimnis aufklären.

Mein Eindruck:
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Die Atmosphäre dieses ruhigen, aber intensiven Romans hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Joe und von Norma erzählt. Man begleitet mit Joe die Familie von Ruthies Verschwinden bis zur Auflösung des Geheimnisses. Es wird deutlich, wie ein derart einschneidendes Ereignis sich auf eine Familie auswirken kann. Und dennoch empfand ich auch tiefe Bewunderung, vor allem vor Joes Mutter, die bis zum Schluss die Hoffnung nicht aufgibt und sich trotz vieler weiterer Schicksalsschläge ihre Lebensfreude nicht nehmen lässt. Und trotz aller Tragik wird in der Familie immer noch ein gewisser Humor gelebt.
Norma mochte ich ebenfalls sehr. Die Beklemmung, die sie angesichts ihrer Träume und der erdrückenden Fürsorge ihrer Mutter fühlte, konnte ich gut nachvollziehen. Dennoch schafft sie es, sich ihre Freiheiten zu erarbeiten und letztendlich ihren unterschwelligen Gefühlen zu folgen, um ihr Herkunftsgeheimnis zu lösen.

Ich hatte beim Lesen früh eine Ahnung, was eventuell passiert sein könnte. Dennoch fieberte ich bei der Suche mit und hoffte auf eine Aufklärung. Das Ende war für mich ein gutes, gerade weil es kein kitschiges Happy End ist, sondern eines, wie es im wahren Leben stattfinden könnte. Und es hatte trotz aller Tragik etwas Versöhnliches und Hoffnungsvolles.
Nebenbei erfährt man durch diese Geschichte ein wenig über das Leben der Mi'kmaqs und ihre Behandlung durch "die Weißen".

Fazit:
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Tiefgründige Familiengeschichte um Verlust, Schuld, Liebe, Hoffnung, die Suche nach den eigenen Wurzeln und das Leben der Mi'maqs in Kanada

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