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Veröffentlicht am 28.06.2022

Wie lange darf man trauern?

Wie lange dauert Traurigsein?
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Cover:
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Das Titelbild passt sehr gut zum Thema. Es zeigt ein Schiff auf dem Meer, umgeben von dunklen Wolken und viel Regen als Zeichen der Trauer. Das meist ist in dunklen Blautönen gemalt, ...

Cover:
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Das Titelbild passt sehr gut zum Thema. Es zeigt ein Schiff auf dem Meer, umgeben von dunklen Wolken und viel Regen als Zeichen der Trauer. Das meist ist in dunklen Blautönen gemalt, der Titel und das Schiff dagegen in leuchtendem Gelb. Ein Zeichen für die Lichtblicke, die Freude und die Hoffnung, die auch in traurigen Zeiten ihren Platz haben dürfen.

Inhalt:
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Das Buch richtet sich vorwiegend an Kinder ab 9 Jahren. Es widmet sich dem Thema Trauern und dem Umgang mit dieser. Dabei ist das Buch in 5 Abschnitte eingeteilt:

1. Wenn jemand stirbt
2. Der Tod
3. Trauer
4. Langsam wieder besser
5. Wenn es nicht besser wird

Mein Eindruck:
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"Es gibt eine Redensart, die heißt "Die Zeit heilt alle Wunden". Da bin ich mir nicht so sicher. Aber ich glaube, die Zeit schenkt uns Hilfsmittel und Kraft, um unsere Wunden so zu ertragen, dass sie uns nicht blockieren oder unnötig leiden lassen." (S. 14)"

Mich konnte der Stil der Autorin von Anfang an mitnehmen. Passend zur Zielgruppe spricht sie den Leser mit "Du" an und geht sehr einfühlsam auf die Gefühle des (trauernden) Kindes ein. Mir gefällt, dass sie immer wieder betont, dass jedes Gefühl wichtig zu nehmen ist und auch wenn das Kind Gefühle hat, die vom Beschriebenen abweichen, dann ist das auch in Ordnung. Sie versucht an jeder Stelle, den Leser zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstwahrnehmung zu ermutigen.
Frau Farm ist Psychologin und so verwendet sie oft bildhaften Vergleiche für Gefühle, wie z. B. gestreifte Trauer, ein Ball auf dem Wasser für unterdrückte Gefühle, die wieder an die Oberfläche kommen uvm. Diese Bilder fand ich auch für mich sehr hilfreich, sie prägen sich ein und man versteht das Erklärte besser. Passende schwarz-weiß Illustrationen veranschaulichen den Inhalt zusätzlich.
Das Buch ist durch die 5 Abschnitte gut strukturiert und führt den Leser durch die wichtigsten Phasen der Trauerverarbeitung. Die Autorin geht dabei auch auf unterschiedliche Todesarten und Beziehungen zu den Verstorbenen ein. So werden Suizid, häusliche Gewalt, Tod durch lange Krankheit oder Unfall genannt. Bei den Beispielen der Verstorbenen greift sie häufig auf bestimmte Beispiele wie Elternteil, Geschwisterteil oder Freunde zurück. Der wahrscheinlichste Fall, der ein Kind treffen kann, wie der Tod der Großeltern, wird interessanterweise nicht genannt. Obwohl mich dies anfangs leicht irritierte, denke ich jedoch, dass man nicht alle möglichen Fälle in so einem Buch schildern kann. Trauerverarbeitung ist auch abhängig von der persönlichen Beziehung zum Verstorbenen und einige Fälle dürften sich im Bezug auf die Trauer auch ähneln. Zudem sollte das Buch für Kinder einen lesbaren Umfang haben. Daher finde ich diese selektiven Beispiele so in Ordnung.
Am Ende werden auch praktische Tipps gegeben, wie das Kind sich Hilfe suchen kann, wenn die Traurigkeit nicht nachlässt. Es findet hier viele Anlaufstellen und Internetquellen. Allerdings habe ich mich gefragt, ob jedes Kind, das Hilfe benötigt, zum einen dieses Buch lesen kann und zum anderen die Möglichkeit hat, sich diese Hilfe selbst zu holen, wenn das Umfeld ggf. dagegen spricht. Von daher ist es wichtig, dass auch Erwachsene dieses Buch lesen und ihre Augen und Ohren offen halten, um Kindern, die in Trauer sind, Unterstützung anbieten zu können.
Ich habe selber vor einiger Zeit einen schweren Verlust durch Tod erlitten und empfand auch als Erwachsener das Buch als sehr hilfreich und ich habe vieles für mich mitnehmen können.

Fazit:
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Ein hilfreicher und einfühlsamer Tröster und Ratgeber zur Trauerverarbeitung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen

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Veröffentlicht am 28.06.2022

Ein Ring sie zu knechten...

Frodo war’s nicht
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Inhalt:
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Zum 130. Geburtstag von Tolkien wird im fiktiven Remslingen im Rems-Murr-Kreis ein Cosplay-Event veranstaltet. Zu Gast natürlich viele Hobbits, Orks, Elfen, Zwerge und ähnliche ...

Inhalt:
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Zum 130. Geburtstag von Tolkien wird im fiktiven Remslingen im Rems-Murr-Kreis ein Cosplay-Event veranstaltet. Zu Gast natürlich viele Hobbits, Orks, Elfen, Zwerge und ähnliche Gestalten des Tolkien-Universums. Ausgerechnet vier davon nutzen den Trubel und überfallen in Gestalt von Gandalf, Frodo und zwei Orks den Juwelierladen von Inhaber Gollmann. Dabei stehlen sie nicht nur seinen wertvollsten "Schatz", einen Ring, sondern töten auch seinen Mitarbeiter. Die Polizei tappt im Dunkeln und Buchhändler Robert Mondrian beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.


Mein Eindruck:
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Dies ist der dritte Fall Mondrians, für mich jedoch der erste von ihm. Es dauerte eine Weile, bis ich alle Personen und ihre Beziehungen zueinander einordnen konnte, aber spätestens nach dem ersten Kapitel war ich angekommen. Die wichtigsten Sachverhalte aus den Vorgängerbänden werden erklärt und man kann diesen Band ohne Vorwissen lesen. Um die Anspielungen auf Mondrians Vergangenheit besser einordnen zu können, empfiehlt es sich jedoch, die ersten Bände zu kennen.

Anspielungen trifft man in diesem Krimi auch sonst jede Menge, u. a. auf den Ort Waiblingen, der Pate für Remslingen stand und in diesem Fall natürlich auch auf das Werk "Herr der Ringe" von Tolkien. Wer aufmerksam liest, entdeckt nicht nur einige humorvolle Andeutungen im Bezug auf die Ring-Geschichte, sondern hin und wieder auch versteckte Hinweise auf real existierende Persönlichkeiten wie Schauspieler oder Kabarettisten. Konzentriertes Lesen ist hier ohnehin empfohlen, da viele kleine Hinweise auf die Täter eingebaut sind, die mal in die richtige Richtung gehen können, aber den Leser auch mal auf die falsche Fährte setzen, sodass bis zum finalen Showdown durchgehend mitgeknobelt werden muss.

Der Sprachstil ist flüssig und immer wieder zauberten amüsante Szenen mit neugierigen Nachbarn oder Beschreibungen der Cosplay-Szene ein Lächeln in mein Gesicht.
Für mich war es ein spannender Cosy-Crime, bei dem ich einiges Neues gelernt habe und bestens unterhalten wurde. Ich freue mich auf weitere Fälle mit dem Buchhändler!

Fazit:
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Spannender Cosy-Crime mit Mittelerde-Flair, Humor und sympathischem Ermittler

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Caro Halbach - Eine Bibliothekarin ermittelt

Bitterwasser
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Cover:
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Ich bin eigentlich kein Fan von Schwarz-Weiß-Fotos, in denen ein buntes Detail hervorgehoben wird. Hier passt es aber gut, den Eisenhut so hervorzuheben. Die Stimmung des Titelbildes ...

Cover:
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Ich bin eigentlich kein Fan von Schwarz-Weiß-Fotos, in denen ein buntes Detail hervorgehoben wird. Hier passt es aber gut, den Eisenhut so hervorzuheben. Die Stimmung des Titelbildes passt gut zum Krimi: Urlaubsatmosphäre mit einem bitteren Beigeschmack.


Inhalt:
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Die Bibliothekarin Carolin (Caro) Halbach kommt aus Düsseldorf in das österreichische Bad Gastein, um dort die neue Bibliothek im Kulturzentrum zu leiten. Als bei der Eröffnungsfeier jemand stirbt, stellt sich die Frage: Mord oder Unfall? Und hatte der Täter es tatsächlich auf das Opfer abgesehen oder auf jemand anderen? Als der Verdacht auf eine ihrer Angestellten fällt und zudem noch merkwürdige Sabotageakte bei der Baustelle im Kulturzentrum geschehen, mischt sich Caro in die Ermittlungen ein.

Mein Eindruck:
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Beginnend mit einem Prolog aus Tätersicht wird Spannung aufgebaut. Dieser Abschnitt kreiste die ganze Zeit in meinem Hinterkopf beim Rätseln um den Täter und dessen Motiv und am Ende war doch alles etwas anders als gedacht. Aber bis dahin gibt es immer wieder neue Aktionen, die mitfiebern lassen und neue Spuren und Wendungen, die einen fesseln. Und der Titel erweist sich dann auch in mehrfacher Weise als sehr passend, aber mehr wird nicht verraten!

Caro ist als Protagonistin sehr sympathisch, ebenso wie ihre Vermieter, die Brunneders und die Bürgermeisterin. Durch die Verwendung eines angemessenen Maßes von österreichischem Dialekt wirkt alles sehr authentisch und ist dennoch auch für Nicht-Österreicher verständlich. Auch Bad Gastein konnte ich mir aufgrund der guten Beschreibung sehr gut vorstellen, ich fühlte mich direkt dorthin versetzt.
Der Humor, vor allem die kleinen Seitenhiebe auf Agatha Christie und das Krimi-Genres machten den Roman für mich zu einem besonderen Lesevergnügen.
Die Beschreibung "Miss Marple" ist aufgrund des jungen Alters für Caro vielleicht nicht ganz so zutreffend, dennoch hat es genauso viel Spaß gemacht, mitzurätseln und ich freue mich auf eine Fortsetzung!

Fazit:
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Clever konstruierter Krimi in österreichischem Ambiente, einer guten Prise Humor sowie einer sympathischen Ermittlerin

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Tod einer Starsopranistin

Todeslied – Kira Lunds zweite Reportage
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Inhalt:
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Die Reporterin Kira Lund ist mit ihrem Freund im Urlaub auf einem Segeltörn in Dänemark, als ein Anruf ihres Chefredakteurs diesen abrupt beendet. Die Leiche der Starsopranistin ...

Inhalt:
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Die Reporterin Kira Lund ist mit ihrem Freund im Urlaub auf einem Segeltörn in Dänemark, als ein Anruf ihres Chefredakteurs diesen abrupt beendet. Die Leiche der Starsopranistin eines bekannten norddeutschen Kammerchors, der gerade in Dänemark auf Tournee ist, wurde in dänischen Gewässern gefunden. 14 Tage zuvor wurde sie als vermisst gemeldet. Wenig später verübt ein Chormitglied Suizid. Zufall? Die Polizei tappt im Dunkeln und Kira Lund ermittelt auf eigene Faust. Dabei stößt sie auf ein langjähriges Familiengeheimnis der toten Sängerin und kommt dabei dem wahren Täter gefährlich nahe.

Mein Eindruck:
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Dies ist der zweite Kira Lund-Fall, für mich war es jedoch der Erste. Die Handlung ist auch ohne Vorkenntnisse gut verständlich, da die wichtigen Sachen aus dem Vorgängerband gut zusammengefasst sind. Die kleinen Rückblicke auf Kiras Vergangenheit machen gleichzeitig neugierig auf den ersten Band. Kira ist mir sehr sympathisch. Sie ist eine seriöse Journalistin und Kooperation mit der Polizei ist ihr wichtig. Mit der deutschen Hauptkommissarin Helene Christ hat sie fast ein freundschaftliches Verhältnis und so sind die beiden eigentlich ein gutes Team. Aber da Kira als freie Journalistin im Vergleich zur Polizei weniger Bürokratie-Hürden zu überwinden hat, ist sie häufig einen Schritt voraus. So bekommt man nebenbei noch Einblicke in die Journallistenarbeit.
Bereits im Prolog wird Spannung aufgebaut, die sich ungebrochen durch den gesamten Roman zieht. Durch unterschiedliche Zeitebenen und dem Wechsel der Handlungsbeschreibungen zwischen verschiedenen Personen bleibt es stets abwechslungsreich. Es gibt immer wieder neue Spuren und Wendungen im Fall und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt. Bis zur schlüssigen Auflösung konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Am Ende wird kurz berichtet, wie es mit den Betroffenen nach dem großen Showdown weitergeht. Das machte für mich die Geschichte so richtig rund.
Gut gefällt mir auch das Einstreuen dänischer Begriffe sowie von Segler-Vokabular, so wirkte alles authentisch und als Leser lernte ich noch einiges dazu.
Durch die schönen Landschaftsbeschreibungen fühlte ich mich fast wie im Dänemark-Urlaub, was für mich für einen guten Regionalkrimi ausmacht. Denn neben der Spannung darf auch der Wohlfühlfaktor des Lesers nicht zu kurz kommen. Ich freue mich auf die geplante Fortsetzung!

Fazit:
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Ein durchweg spannender Fall mit dänischem Urlaubsflair und eine sympathische Ermittlerin

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Was Du heute kannst besorgen...

Warum nicht gleich?!
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Cover:
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Das Cover wirkt motivierend. Die Frau schiebt die große Last weg und es kann ein Haken an die Aufgabe gemacht werden. Das kann bedeuten, dass Frauen eher zum Aufschieben neigen ...

Cover:
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Das Cover wirkt motivierend. Die Frau schiebt die große Last weg und es kann ein Haken an die Aufgabe gemacht werden. Das kann bedeuten, dass Frauen eher zum Aufschieben neigen oder aber, dass sie anderen eher helfen, ihr Aufschiebeverhalten zu ändern. Auf jeden Fall macht es neugierig.

Inhalt:
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Das Buch betrachtet das Thema "Aufschieberitis" (Prokrastination) aus unterschiedlichen Perspektiven: Wie wird mit dem Thema in unserer Gesellschaft umgegangen? Welche Ursachen hat dieses Verhalten? Welche Möglichkeiten gibt es für Außenstehende, diesem Verhalten zu begegnen? Wie kann ich als Prokrastinierender mein Verhalten zum Besseren ändern?


Mein Eindruck:
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Da ich selber partiell vom Thema "Aufschieben" betroffen bin, erwartete ich ein Buch, das sich auch mit den Ursachen befasst, um dann Tipps und Tricks aufzuzeigen, besser damit umzugehen.
Die Ursachen werden hier sehr ausgiebig erläutert. Hierzu macht der Autor zunächst einen weiten Ausflug in die Politik und zeigt viele Beispiele der Prokrastination in diesem Umfeld auf, aber auch im gesellschaftlichen und sogar kirchlichen Bereich. Die Folgen, vor allem die finanziellen, sind hier in der Regel negativ bis verheerend. Die Schilderungen sind recht überspitzt und mit einem Hauch von Sarkasmus, wie ich finde. Doch es war auch erhellend und teils amüsant, einige Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Im weiteren Verlauf geht der Autor dann auf die Ursachen ein, die bereits in der Kindheit verankert sein können. Dieser Teil war zwar sehr umfassend und aufschlussreich, aber von den Formulierungen her manchmal einfach zu stark fachlich. Eine etwas lockerere Sprachweise mit Beispielen oder ggf. einer Grafik z. B. von den Hirnarealen hätte das Ganze aufgelockert und für Laien besser vorstellbar gemacht.
Dann folgt der praxisorientierte Teil mit vielen Fallbeispielen, wobei sich der Autor stark auf das Thema Umgang mit Aufschiebern fokussiert. Dabei gab es einiges zu Schmunzeln und ich hatte auch einige neue Erkenntnisse. Die Fallbeispiele waren mir jedoch etwas zu eindimensional und extrem. Einerseits wurde gesagt, dass man dem Aufschiebenden mit einer positiven und zutrauenden Art begegnen soll und auch, dass Aufschieben auch positive Effekte haben kann, doch andererseits hatte ich meistens das Gefühl, dass das Negative dabei im Vordergrund stand.
Im letzten Teil dann hatte ich mir eigentlich Tipps erhofft, wenn man selber Aufschieber ist. Aber zwischen dem bekannten Werkzeugen zum Thema Aufgaben-, Zeit- und auch Schlafmanagement auf der einen und bei schweren Fällen eine Psychotherapie auf der anderen Seite, gab es fast nichts dazwischen. Und einige Dinge widersprachen sich. So wird einerseits gesagt, dass es unterschiedliche Zeittypen gibt (z. B. Früh- und Spätaufsteher), anderseits betont, man solle auf jeden Fall früh aufstehen, um seine Aufgaben abzuarbeiten. Wie passt das aber zu einem Spätaufsteher, dessen Motivation und Konzentrationsfähigkeit eher später anlaufen? Die Konzepte bezogen sich größtenteils auf den "faulen Single-Studenten", um es mal böse zu formulieren. Wie man z. B. Aufschieben mit Familie in Einklang bringen kann oder wenn man ein anderer Zeittyp ist als die Mehrheit im Umfeld blieb außen vor. Hier hätte ich mir mehr Unterscheidung und Vielfalt bei den unterschiedlichen Aufschiebetypen gewünscht.
Stattdessen driftet das Buch gegen Ende wieder in Satire über aktuelles Politikgeschehen ab, und ich wurde leider zuweilen den Eindruck nicht los, dass der Autor dieses Buch auch genutzt hat, seiner Empörung über die aktuelle Politik zu äußern. Er hat zwar nicht ganz unrecht damit, aber ich finde es wenig hilfreich für Aufschieber und kommt für meinen Geschmack auch zu häufig und zu ausschweifend vor.

Fazit:
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Interessante Einblicke in das Thema Prokrastination - leider stellenweise zu ausschweifend und zu wenig praxisorientiert

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