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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2017

Großartiges Spielbuch - unabhängig vom ersten Band!

Destiny Quest 2: Im Feuer der Dämonen
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Dies ist das zweite Buch der Fantasy-Spielbuch-Reihe. Es lässt sich aber ohne jegliche Vorkenntnisse spielen und ist auch für Einsteiger bestens geeignet.

Ein Spielbuch ist ein Buch, bei dem der Leser ...

Dies ist das zweite Buch der Fantasy-Spielbuch-Reihe. Es lässt sich aber ohne jegliche Vorkenntnisse spielen und ist auch für Einsteiger bestens geeignet.

Ein Spielbuch ist ein Buch, bei dem der Leser an verschiedenen Stellen den weiteren Verlauf bestimmen kann. An diesen Stellen kann man zwischen mehreren Möglichkeiten wählen und liest dann im entsprechenden Kapitel weiter. Dabei muss zwar viel geblättert werden, aber der Handlungsverlauf ist flüssig und in sich geschlossen.

Die Abenteuer sind dabei in eine Geschichte eingebettet, die damit beginnt, dass man aus den Fängen der Inquisition fliehen kann und ein neues Leben beginnt. Natürlich ohne jegliche Ausrüstung oder besondere Fähigkeiten. Nach und nach kann man sich als Leser mit dem Regelsystem vertraut machen und muss auch einige Kämpfe bestehen. Dabei findet man dabei Gegenstände, Ausrüstung und begegnet hilfsbereiten NSCs (Nicht-Spieler-Charakteren), die einem zur Seite stehen können. Es macht Spaß seine Funde und später seine Fähigkeiten auf dem Charakterbogen einzutragen. Ich lade ihn mir auf der Internetseite herunter, da ich nicht gern ins Buch schreiben möchte. Es muss nämlich auch viel radiert werden.
Das Regelsystem ist dabei gut durchdacht und hat einen guten Schwierigkeitsgrad. Für Anfänger durchaus verständlich, für Profis aber immer noch interessant genug.
Die Schwierigkeit kann man durch die gewählten Quests variieren. Im Buch gibt es eine Karte mit verschiedenen Orten, an denen Abenteuer warten. Auch die Heimat der Endgegener ist dort verzeichnet.

Im Gegensatz zu anderen Spielbüchern bietet Destiny Quest eher viele kleine Abenteuer als eine lange Geschichte. Diese Gestaltung ist Geschmackssache, ich finde beides gut. Die Rätsel sind sehr abwechslungsreich und durchaus knifflig - aber lösbar.

Bei den Spielbüchern, insbesondere aus dem Mantikore Verlag, muss ich immer wieder sagen, dass sich die Anschaffung der Bücher mehr als lohnt. Destiny Quest 2 ist ca. 740 Seiten dick und man kann auch mehrfach durchspielen. Damit bekommt man viele Stunden Unterhaltung für einen Preis von ca. 20 Euro geboten. Alle Rollenspiel- und Fantasyfans sollten unbedingt einen Blick riskieren. Absolute Spiel- und Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 24.05.2017

Sondermüll-Krimi im Weltraum

FX-97
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Die Autorin Carla Fischer hat ein ambitioniertes Ziel: Sie will realistische Science Fiction mit einer spannenden Geschichte verbinden. Meiner Meinung nach ist ihr das leider nur teilweise gelungen. Die ...

Die Autorin Carla Fischer hat ein ambitioniertes Ziel: Sie will realistische Science Fiction mit einer spannenden Geschichte verbinden. Meiner Meinung nach ist ihr das leider nur teilweise gelungen. Die Darstellungen der Raumfahrt sind gut und lesenswert für Fans des Genres. Das Buch ist mit 68 Seiten allerdings doch sehr kurz und für meinen Geschmack wirkt sich das negativ auf die Handlung aus.

Der Roman handelt von Michelle, die auf einem Raumfrachter als Navigatorin arbeitet. Gegen die Einsamkeit helfen Gespräche mit dem intelligenten Bordcomputer, der fast wie eine Freundin wirkt. Eine Störung, eigentlich unbedeutend, sorgt dafür, dass Michelle sich die Container, die sie transportiert genauer ansieht. Deklariert sind sie als Sondermüll, der in der Venusatmosphäre entsorgt werden soll. Aber was Michelle findet, bereitet ihr einen Gewissenskonflikt.

Für mich war der Aufbau des Spannungsbogens durchaus gelungen und ich war auf die Auflösung gespannte. Die gab es dann eher nicht, was natürlich Absicht war, mich aber vollkommen ratlos zurück gelassen hat.

Veröffentlicht am 06.05.2017

Das Zwillingsproblem

Der Näher
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Als ich das Buch gelesen habe, war mir zunächst nicht klar, dass Rainer Löffler schon zwei andere Martin-Abel-Krimis geschrieben hat. Trotzdem kann man dieses Buch gut ohne Vorkenntnisse lesen!

Der Fallanalytiker ...

Als ich das Buch gelesen habe, war mir zunächst nicht klar, dass Rainer Löffler schon zwei andere Martin-Abel-Krimis geschrieben hat. Trotzdem kann man dieses Buch gut ohne Vorkenntnisse lesen!

Der Fallanalytiker Martin Abel lebt und arbeitet in Stuttgart, ist dort allerdings nicht mehr im „Außendienst“ eingesetzt. Weil er wieder aktiv ermitteln möchte, scheint es zu passen, dass die Gummersbacher Polizei im Fall zweier verschwundener Frauen nicht weiterkommt. Abel wird nach Gummersbach geschickt, wo man ihn wenig herzlich empfängt. Der Leiter der Abteilung möchte keine Berater und schikaniert Abel vom ersten Tag an. Für ihn gibt es nicht einmal einen Fall, da bei den Vermissten Abschiedsbriefe gefunden wurden.
Nur Doris Stange, die Abel auf die Finger schauen soll, freundet sich mit ihm an und die beiden werden in kurzer Zeit ein richtig gutes Team.
Abel selbst ist ein sympathischer Typ, der ein paar schräge Methoden hat um an neue Erkenntnisse zu gelangen.

Die Ermittlungen laufen zwar eher langsam an, dafür erfährt man parallel einiges über den Mörder und seine Opfer. Diese Szenen sind nichts für schwache Nerven, Titel und Cover deuten ja schon auf blutige Vorlieben hin. Wem dies nichts ausmacht, der sollte es auf jeden Fall einmal mit den Büchern der Reihe probieren.

Obwohl man Informationen über den Täter, seine Vorgehensweise und seine Motive erfährt, bleibt bis zum Schluss unklar, wer hier foltert und mordet. Die Auflösung und das Ende waren mir dann aber doch zu viel. Man merkt, dass der Autor recherchiert hat und auch viele eigene Ideen beisteuert. Aber meiner Meinung nach, hätte nicht alles in ein Buch gemusst. Es wirkt fast ein wenig zusammengewürfelt. Trotzdem ein spannender Thriller für starke Nerven.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 06.05.2017

Enttäuschend wenig Handlung

For 100 Days - Täuschung
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Dies ist nicht mein erstes Buch von Lara Adrian, ich liebe ihre „Midnight Breed"-Reihe und mag auch die romantischen Szenen dort. Leider hat mich dieses Buch enttäuscht, auch wenn es natürlich ein ganz ...

Dies ist nicht mein erstes Buch von Lara Adrian, ich liebe ihre „Midnight Breed"-Reihe und mag auch die romantischen Szenen dort. Leider hat mich dieses Buch enttäuscht, auch wenn es natürlich ein ganz anderes Genre ist.

Die Handlung beginnt vielversprechend, die junge Avery lebt in New York und versucht dort als Künstlerin Fuß zu fassen. Leider verkaufen sich ihre Bilder nicht und dann wird auch noch ihr Mietvertrag gekündigt. In der Bar, in der sie arbeitet, lernt sie eine reiche Frau kennen, die einen Housesitter für mehrere Monate sucht. So hat Avery auf einmal Geld und darf in dem Luxusappartement der Frau wohnen. Dort lernt sie den reichen Nick kennen, mit dem sie sofort ein Verhältnis anfängt. Nick bietet ihr alles, was sie sich erträumen kann, fordert aber auch viel von ihr.
Im Grunde ist dies die Handlung, aber natürlich hat Avery ein Geheimnis, das sie vor Nick verbirgt. Das hatte am Anfang für Spannung gesorgt, die sich aber nicht halten konnte. Im Grunde ist es einfach normal einem Mann, denn man weniger als 3 Monate lang kennt, nicht seine komplette Lebensgeschichte zu erzählen - zumal Nick selbst auch einige Geheimnisse hat.

Die Erotikszenen sind größtenteils gut geschrieben, einige Beschreibungen fand ich allerdings eher komisch als anregend. Die große Schwachstelle des Buches ist für mich aber die fehlende Handlung. Bei mir hat sich kaum Spannung aufgebaut und die Hauptfiguren haben mich enttäuscht. Avery wird schnell zu Nicks Leibeigener und ich hatte ein wenig das Gefühl, er kauft sie mit seinem Geld.
Obwohl ich die Handlung in diesem Buch schon sehr dünn fand, gibt es noch zwei weitere Teile. Das Buch endet mit einer Art Cliffhanger und gibt einen vagen Ausblick auf das nächste Buch. Die letzten Seiten waren tatsächlich interessant, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass ich mich im Mittelteil einfach nur gelangweilt habe. Schade, das Potential wäre tatsächlich da gewesen.

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Veröffentlicht am 01.05.2017

Sehr unterhaltsamer Hexen-Krimi

Der Teufel in der Küche
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In diesem Band der Highland-Hexen-Krimis geht es um Fionna, eine der Junghexen die auch in den anderen Büchern eine Rolle spielte. Trotzdem lässt sich das Buch auch gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. ...

In diesem Band der Highland-Hexen-Krimis geht es um Fionna, eine der Junghexen die auch in den anderen Büchern eine Rolle spielte. Trotzdem lässt sich das Buch auch gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Als absoluter Fan der Reihe werde ich das aber nicht empfehlen ;)

Fionna war immer eine schüchterne, pummelige Einzelgängerin, aber sie hat an Selbstbewusstsein gewonnen und an Gewicht verloren. Fionna arbeitet in einem kleinen Restaurant und wohnt noch bei ihrer Mutter. Um ihr Gehalt aufzubessern kauft sie über das Internet alte und seltene Bücher, die sie weiterverkauft. Als sie auf ein Kochbuch mit merkwürdigen Rezepten stößt, kocht sie diese nach und stellt fest, dass diese eine magische Wirkung haben.

Gleichzeitig ist die junge Detektivin Abbey auf dem Weg zu ihr, denn das Buch wurde als gestohlen gemeldet. Der mysteriöse Auftraggeber will alles tun, um das Kochbuch wieder zu bekommen.

Nicht nur das Geheimnis des Kochbuches wird im Laufe der Geschichte gelüftet, sondern auch eine andere Frage, die Fionna schon lange mit sich herumträgt: Wer ist ihr Vater? Ihre Mutter möchte sich nicht dazu äußern, Fionnas Oma macht dagegen immer wieder Andeutungen.

Mir hat dieses Buch von Felicity Green sehr gut gefallen, auch wenn es sich nicht gut in ein Genre einordnen lässt. Besonders in der zweiten Hälfte ist es spannend und durchaus ein Krimi. Die Geschichte der Hexen und ihrer Begabungen wird gut dargestellt. Wer Urban-Fantasy mag, sollte allerdings auch einen Blick auf die anderen Bücher der Autorin werfen.


Alles in allem ein tolles Buch, dass mich gut unterhalten hat. Ich möchte unbedingt mehr von den Highland-Hexen lesen!