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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2026

Erklärt die Grundlagen der Hirnforschung

Ein Date mit deinem Gehirn
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Das Buch ist erst einmal wunderschön gestaltet! Es geht um unser Gehirn und wie wir es besser verstehen können. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und der Schreibstil ist gut lesbar. Es ist kein Fachbuch, ...

Das Buch ist erst einmal wunderschön gestaltet! Es geht um unser Gehirn und wie wir es besser verstehen können. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und der Schreibstil ist gut lesbar. Es ist kein Fachbuch, sondern für interessierte Menschen auch ohne Vorkenntnisse gut geeignet. Leider hat es mich nicht immer mitgerissen, ich hatte es etwas kurzweiliger erwartet. An manchen Stellen durchaus humorvoll und lehrreich, insgesamt macht der Autor aber einen sehr großen Bogen und deckt viele Themen ab.
Dabei nutzt er gern Vergleiche und versucht immer, die Leser_innen abzuholen und nicht zu fachlich zu werden. Man sollte etwas Zeit mitbringen um dieses Buch zu lesen, trotz der bunten Aufmachung und teils lockerer Sprache geht es doch um Wissenschaft und natürlich geht das nicht ohne Fachbegriffe und Erklärungen.
Alles in allem ein gutes Buch, auch wenn ich denke, dass es bessere in diesem Bereich gibt.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Anders als erwartet

Das Signal
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Ursula Poznanski hat es schon so oft geschafft, dass ich ein Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte - und auch hier ist es so gewesen.
Hauptfigur ist die wohlhabende Innenausstatterin Viola Decker, ...

Ursula Poznanski hat es schon so oft geschafft, dass ich ein Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte - und auch hier ist es so gewesen.
Hauptfigur ist die wohlhabende Innenausstatterin Viola Decker, die schon ein wenig ein Glamour-Leben führt. Oder zumindest führte, denn sie wacht im Krankenhaus auf und muss erfahren, dass sie ein Bein verloren hat. Sie ist in den Weinkeller neben ihrem Haus gegangen und die Decke ist eingestürzt. Wie so oft erinnert sie sich zunächst nicht, was sie in dem Weinkeller wollte oder wie der Einsturz passiert ist.
Viola wird zwar relativ schnell aus dem Krankenhaus entlassen, kann sich zu Hause aber kaum frei bewegen. Ihr Mann versucht es ihr so einfach wie möglich zu machen, indem er Termine organisiert und sofort eine Pflegerin einstellt. Aber Viola ist nun behindert, sie kann nicht einmal ohne Hilfe vom Bett in den Rollstuhl gelangen, ganz zu schweigen vom Obergeschoss des Hauses. Die meiste Zeit verbringt sie mit ihrem Smartphone oder Tablet im Bett. Zufällig stößt sie auf eine Werbeanzeige für GPS-Tracker und kauft aus Neugier welche. Sie findet schnell heraus, dass ihr Mann nicht immer ganz ehrlich zu ihr ist.

All das ist wirklich gut geschrieben und sehr spannend. Die Charaktere sind wirklich interessant und man weiß lange nicht wer hier ein falsches Spiel spielt. Worum es allerdings nicht geht ist GPS-Tracking. Natürlich spielt diese Ortungmethode eine zentrale Rolle, aber es geht nicht um die Technik. Worum es - gerade in der ersten Hälfte des Buches - wirklich geht ist das Leben nach einem Schicksalsschlag. Viola kann nicht mehr arbeiten, wartet auf ihre Prothese, lernt mit dem Rollstuhl umzugehen. Außerdem macht sie Spiegeltherapie gegen ihre Phantomschmerzen. Auch diese Themen werden nicht im Detail behandelt, aber das würde vermutlich auch den Rahmen des Buches sprengen.

Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gern Rätsel lösen.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Fesselnd, spannend und sehr düster

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Obwohl dieses Buch Teil einer Serie um den Ermittler Fabian Risk ist, lässt es sich sehr gut einzeln lesen.
Zunächst geht es um einige Straftaten die zum Teil nicht sehr schwer erscheinen. Aber auch ...

Obwohl dieses Buch Teil einer Serie um den Ermittler Fabian Risk ist, lässt es sich sehr gut einzeln lesen.
Zunächst geht es um einige Straftaten die zum Teil nicht sehr schwer erscheinen. Aber auch ein Mord geschieht – und wird zunächst für einen Schlaganfall gehalten. Der Zusammenhang wird nach und nach klar, denn alles führt zu einem viel größeren Verbrechen. Aber auch das ist noch nicht das große Ganze, hier entwickelt sich auf über 600 Seiten eine komplexe Geschichte.
Das Buch ist spannend geschrieben und gut zu lesen obwohl man permanent zwischen den einzelnen Schauplätzen springt. Dabei kommt man immer ein Stück weiter, gerade wenn ich dachte ich habe verstanden, warum die Personen so gehandelt haben, kam ein völlig neuer Aspekt dazu. Das Ende hat mir zwar weniger gefallen, aber die
Es geht u.a. um Gewalt gegen Kinder, wer eher schwache Nerven hat sollte auf dieses Buch verzichten.

Das Cover ist typisch für einen düsteren nordischen Krimi, der Titel ist allerdings völlig wahllos. Vielleicht habe ich etwas verpasst, aber ich konnte keinen Bezug zum Inhalt finden.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Vier Wochen Kurklinik

Narbenmädchen
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„Wir sind schon ganz schön krass eigentlich. Wir haben ja auch eine Menge Shit durchgemacht und da sind wir trotzdem immer irgendwie durchgekommen.“
Diesen Satz sagt Lara zu ihren neuen Freunden Finn ...


„Wir sind schon ganz schön krass eigentlich. Wir haben ja auch eine Menge Shit durchgemacht und da sind wir trotzdem immer irgendwie durchgekommen.“
Diesen Satz sagt Lara zu ihren neuen Freunden Finn und Neo. Lara ist 15, schneidet sich und verbringt deshalb vier Wochen in einer Kurklinik für Kinder und Jugendliche. Viele der Jugendlichen haben einen konkreten Grund für ihr Verhalten, aber nicht immer wird der ernstgenommen. Die Therapeutinnen und anderen Angestellten der Klinik wirken überfordert und wenig hilfreich. Das mag zum einen daran liegen, dass viel zu wenig Zeit für die Patientinnen da ist, zum anderen aber auch am Konzept: Vier Wochen rausgerissen aus dem Alltag, danach wieder entlassen. Wird es alles besser bleiben die Jugendlichen zu Hause, wird es schlimmer kommen sie in die Psychiatrie.
Die Autorin Lilly Bogenberger schreibt schon länger professionell und das merkt man auch diesem Buch an. Sprachlich sehr gut und vor allem bei der Hauptperson Lara sehr authentisch formuliert. Bogenberger hat vieles von dem, was sie im Buch behandelt, selbst erlebt. Das führt einerseits dazu, dass sie die Kurklinik mit all ihren Dynamiken und Unzulänglichkeiten unglaublich plastisch beschreiben kann, andererseits muss man sich klar machen, dass man hier eine ganz eigene Perspektive bekommt. Es gibt keine Erzählungen aus Sicht der Erwachsenen Personen, keine ausgewogene Berichterstattung sondern Laras Geschichte. Und die ist so mitreißend, dass es nichts anderes braucht um das Buch lesenswert und wichtig zu machen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Sie kann niemandem trauen

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
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Schauplatz dieses Thrillers ist eine Schraubenverbrik im Westerwald. Wie spannend kann es also werden? Sehr!
Karolin Bogner arbeitet in einer Firma, die Spezialschrauben herstellt und vertreibt. Sie ist ...

Schauplatz dieses Thrillers ist eine Schraubenverbrik im Westerwald. Wie spannend kann es also werden? Sehr!
Karolin Bogner arbeitet in einer Firma, die Spezialschrauben herstellt und vertreibt. Sie ist schon lange dort und kennt sich mit den internen Machenschaften aus, hat aber auch ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zum Inhaber. Dieser wird sich bald zur Ruhe setzten und sie macht sich berechtigte Hoffnungen auf die Nachfolge.
Außerdem hat sie ein Verhältnis mit dem neuen Kollegen Chris und beide stehen kurz davor ihre Beziehung öffentlich zu machen. Es läuft also gut für Karolin, bis immer mehr Dinge geschehen, die aussehen, als wolle ihr jemand schaden. Ist es jemand aus der Firma oder ihrem privaten Umfeld?

Der Prolog zeigt zwar, wie es enden wird, aber ich habe eine ganze Weile gebraucht um einen Verdacht zu entwickeln, wer hinter all den merkwürdigen Geschehnissen steckt. Mehr als einmal war ich dabei auf der völlig falschen Spur. Dieses Buch ist gut zu lesen und wirklich fesselnd geschrieben. Das Ende war für mich ein wenig zu konstruiert, aber es wird mehr als deutlich, was die Autorin uns hiermit sagen möchte.

Fesselnder Thriller, der ganz ohne Blut eine unglaubliche Spannung erzeugt.

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