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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2024

Einfache und schnelle Gerichte aus Österreich

Österreich express
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Die österreichische Autorin Katharina Seiser kenne ich schon durch ihr drittes Kochbuch mit dem Thema „Schnell mal vegan“, das mir sehr gut gefallen hat. Dieses Mal widmet sie sich aber in allen Belangen ...

Die österreichische Autorin Katharina Seiser kenne ich schon durch ihr drittes Kochbuch mit dem Thema „Schnell mal vegan“, das mir sehr gut gefallen hat. Dieses Mal widmet sie sich aber in allen Belangen ihrer Heimat Österreich und präsentiert mit ihrem neuen Kochbuch „Österreich Express“, schnell gemachte Rezepte quer durch die Alpenrepublik. Focus liegt wohl auf der Region Wien, denn ein paar Rezepte, die ich eigentlich immer mit Österreich verbinde, habe ich leider nicht gefunden. Vermisst habe ich speziell Germknödeln, Kaspressknödel oder auch Kartoffelblattln, davon hätte ich gerne mal ein richtig gutes Rezept gehabt.

Nach kurzen Worten zu ihrer Buch-Motivation, folgen etwas Warenkunde zu den Zutaten und Lebensmitteln, des Weiteren Erklärungen zu den benötigten Werkzeugen.
Dann geht es auch schon los, mit einer Übersicht über alle Rubriken und Rezepte, gerade beim E-Book sehr praktisch mit Link versehen, klasse Idee!
Die Küche reicht von deftig bis süß, mit Klassikern wie Wiener Schnitzel, Hendl, allerlei Knödel oder Kaiserschmarren. Auffällig viele ganz einfache Gerichte sind vertreten, die wirklich simpel und sehr gut klingen, darunter viele Aufstriche und Salate, Imbisse, Gemüse, Teigwaren und Mehlspeisen, Fisch, Fleisch, sowie natürlich Süßes. Die Rubrik Imbiss ist meiner Meinung nach allerdings überflüssig, für Würstel mit Senf und Kren, Bauernomelett oder Hawaii-Toast braucht man eigentlich kein Kochbuch.
Viele Fotos ergänzen die Rezepte und sind auch ansprechend anzusehen.
Die Rezepte selbst sind ausführlich und gut beschrieben, lustig dabei fand ich die speziellen österreichischen Begrifflichkeiten, die zum Glück am Ende erklärt werden;). Das Paradeiser Tomaten sind, war mir klar, aber unter Zeller konnte ich mir erst gar nichts vorstellen! Gut fand ich die vielen Tipps und Informationen zu den einzelnen Gerichten.

Mein Fazit:
Ein Kochbuch, das ich mir gut für Kochanfänger vorstellen kann, es ist schon inspirierend gerade für einfache Gerichte.
Für mich als fortgeschrittene Köchin waren leider viele der Gerichte nichts Neues und mir fehlten darin einige Gerichte, die ich mit Österreich verbinde, aber das ist wahrscheinlich ein regionales Ding. Allerdings spricht der Titel eben von Österreich, was für mich auch Tirol einschließt.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Unterhaltsame Geschichte aus Hollywoods Glanzzeit

Eve
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Die junge geheimnisvolle Evelyn „Eve“ Ross verschlägt es ganz spontan nach Hollywood. Doch sie will dort keine Schauspielkarriere starten, sondern ist nur neugierig auf die Stadt LA. Schon im Zug dorthin, ...

Die junge geheimnisvolle Evelyn „Eve“ Ross verschlägt es ganz spontan nach Hollywood. Doch sie will dort keine Schauspielkarriere starten, sondern ist nur neugierig auf die Stadt LA. Schon im Zug dorthin, lernt sie den Ex-Polizisten Charlie kennen und im Hotel den netten alternden Schauspieler Prentice Simmons. Mit jeder Menge Charme, Gerissenheit und Cleverness erforscht Eve Los Angeles. Sie lernt dabei die bekannte Schauspielerin Olivia de Havilland kennen, die beiden Frauen verstehen sich blendend, dabei bekommt Eve’s Zukunft eine neue Bestimmung!

In seinem Roman „Eve“, entführt der amerikanische Autor Amor Towles seine Leserschaft nach Hollywood zum Ende der 30er Jahre. Hauptprotagonistin Eve lernt dort die Schauspielerin Olivia de Havilland kennen, die mit dem Film „Vom Winde verweht“ einen großen Bekanntheitsgrad erreicht und ständig um ihren guten Ruf bangen muss. Fotografen sind schon immer auf der Jagd nach Prominenz. Mit reichlich Cleverness ausgestattet zieht Eve alle Register, um all den Gaunern und Glücksrittern auf die Schliche zu kommen. Der schöne Schein steht in Konkurrenz zur bösen Wirklichkeit. An jeder Ecke kann das Verhängnis lauern.
Der Autor hat wirklich ein Händchen für starke Charaktere und deren Beschreibung. Die rätselhafte mit einer Narbe auf der Wange gekennzeichnete Eve, bleibt bis zum Ende eine geheimnisvolle Figur mit recht eigenwilligen und einnehmenden Charakter. Die Handlung ist dabei interessant und spannend gestaltet, sie wirkt auf mich ein wenig wie ein Theaterstück. Könnte man glatt am Broadway als Stück inszenieren.
Das Cover ist großartig gewählt und ein besonderes Highlight, es passt hervorragend zum Buch. Eine wunderschöne Blondine, aber nur eine Hälfte des Gesichtes, ihre Narbe bleibt der Fantasie überlassen. Gefällt mir sehr!

Mein Fazit:
Unterhaltsame und abwechslungsreiche Story, die mir recht gut gefallen hat. Man bekommt eine gute Vorstellung der damaligen Zeit und begleitet Eve gerne bei all ihren Aktivitäten.

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Veröffentlicht am 10.07.2024

Ein spannender und ungewöhnlicher neunter Fall aus der Südtiroler Ecke

Das Flüstern im Eis
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Commissario Grauner denkt schon über seinen Ruhestand nach, als ihm ein spektakulärer Mord gemeldet wird. In Sulden wurde ein Bergführer mit einer Heugabel in der Brust tot aufgefunden. Inspettore Saltapepe ...

Commissario Grauner denkt schon über seinen Ruhestand nach, als ihm ein spektakulärer Mord gemeldet wird. In Sulden wurde ein Bergführer mit einer Heugabel in der Brust tot aufgefunden. Inspettore Saltapepe ist zufällig auch schon vor Ort, zusammen mit Kollegin Tappeiner. Die Beiden waren bei einem Riesenevent am Ortner, der Ortler North Face Challenge, ein spannender Wettbewerb von zwei Weltklasse-Kletterinnen ausgetragen Caterina Bianchi vs. Zahra Jafari. Die Iranerin hat den Wettbewerb zwar gewonnen, ist jedoch nicht mehr vom Berg zurückgekommen und wird vermisst. Fast schon zu viel Zufall?

“Der Berg ist nicht gut, der Berg ist nicht böse. Er ist einfach da.” mit diesen Worten beginnt der 9. Fall “Das Flüstern im Eis”, für den Südtiroler Commissario Grauner und sein Team. Lenz Koppelstätter ist wieder ein äußerst interessanter und außergewöhnlicher Kriminalfall gelungen, der den Leser auf den höchsten Berg Südtirols führt, den Ortler. Besonders hart, wird diesmal Inspettore Saltapepe gefordert, der Süditaliener mutiert wider Willen zum Gipfelstürmer und stellt dabei fest, dass er sich mittlerweile in den Bergen heimisch fühlen könnte.
Die spannende Mischung aus einem aufregenden Kriminalfall und den eigenwilligen Protagonisten gefällt mir diesmal besonders gut. Das wichtige Thema Freiheit, Menschlichkeit und Menschenrechte spielt auch diesmal eine bedeutende Rolle in der Handlung. Zudem ist bei dieser Reich immer genau das richtige Verhältnis an privaten Belängen, welche die Ermittler umtreibt und der berufliche Einsatz am Fall gegeben. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und trifft bei mir den Nerv, habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt.

Mein Fazit:
Ein ganz großartiger Krimi, mit Spannung und Unterhaltung der Extraklasse! Diese Serie gehört zu meinen absoluten Favoriten:).

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Römische Kochkunst, zum Dahinschmelzen

La Cucina Romana - Die Trattoria-Küche der Signora Lella
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Im Kochbuch von Renato Trabalza mit dem Titel “La Cucina Romana” bringt der Autor die Liebe zu seiner Familie und zu der römischen traditionellen Kochkunst aufs Papier. Besonders gewürdigt wird im Kochbuch ...

Im Kochbuch von Renato Trabalza mit dem Titel “La Cucina Romana” bringt der Autor die Liebe zu seiner Familie und zu der römischen traditionellen Kochkunst aufs Papier. Besonders gewürdigt wird im Kochbuch seine Nonna, die Schauspielerin Elena Fabrizi, auch genannt Signora Lella, Begründerin und Namensgeberin der Trattoria „Sora Lella“. Ihr und ihrer Kochkunst wird mit dem Buch und seinen Geschichten ein Denkmal gesetzt. Nicht nur ihre Gerichte begeistern, sondern auch die Geschichten aus der Familie mit all ihren Traditionen und Talenten. Die Entwicklung des Lokals bleibt bis heute in Familienhand, gestützt durch die nachfolgenden Generationen, die ebenfalls mit ihrer Liebe zur traditionellen römischen Küche dem Buch einen speziellen Rahmen verleihen und vielen der Gerichte ihren Stempel aufdrücken.
Geboten wird dabei ganz traditionelle römische Küche mit Raffinesse zubereitet, Fleisch, Fisch, Gemüse, natürlich auch Pasta und Süßspeisen.
Die Gerichte sind vielleicht ein klein wenig Fleischlastig, es gibt sehr schöne Gerichte mit Innereien, tolle Artischockengerichte oder eben Klassiker wie Auberginen-Parmigana ein wenig neu interpretiert, eigentlich ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Wer die italienische Küche mag, wird sein Lieblingsgericht hier finden, vielleicht etwas anders interpretiert. Die Rezepte sind sehr ausführlich und gut erklärt, oft ergänzt mit netten Anekdoten oder Hinweisen. Ergänzend gibt es dazu auch sehr schöne und ansprechende Fotos, sehr lecker!
Das Schlichte, hübsche Cover wird ergänzt durch die liebevolle Aufmachung mit handgeschriebenen Anmerkungen, Fotos und Geschichten. Dazu kommen ganz wunderbare Rezepte, all das bietet eine inspirierende Gesamtkomposition.

Mein Fazit:
Für Liebhaber von interessanten Kochbüchern und italienischem Essen ist das Buch ein absolutes Muss! Es macht Lust darauf, nach Rom zu reisen und einen Stopp bei „Sora Lella“ einzulegen um sich dort nach Art der Nonna verwöhnen zu lassen.

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Veröffentlicht am 04.07.2024

Ein verzwickter 4. Fall- Reichhaltig in allen Details

Toskanisches Verhängnis
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Der Amerikaner Nico Doyle fühlt sich im toskanischen Grevigna mittlerweile heimisch. Als Hilfskoch in der Trattoria „Sotto Il Fico“ lässt er seiner Kreativität, was gutes Essen betrifft, freien Lauf und ...

Der Amerikaner Nico Doyle fühlt sich im toskanischen Grevigna mittlerweile heimisch. Als Hilfskoch in der Trattoria „Sotto Il Fico“ lässt er seiner Kreativität, was gutes Essen betrifft, freien Lauf und begeistert selbst seine mürrische alte Chefin Elvira Morelli. Doch eines Nachts braucht ihn sein Freund, der Maresciallo dei Carabinieri Salvatore Perillo dringend als Übersetzer.
Die reiche Witwe Signora Nora Salvati wurde in ihrer Villa, von ihrer englischen Freundin Miss Laetitia Barron aufgefunden wird. Die verdächtige Zeugin spricht zum Missfallen Perillos nur Englisch. Schon wird Nico in einen neuen Mordfall verstrickt und der ganze Ort rätselt mit.

Der neue Toscana-Krimi „Toskanisches Verhängnis“ von Autorin Camilla Trinchieri sorgt bei mir, für eine weitere Begegnung mit dem ehemaligen NYPD-Cop. Ruheständler Nico, der sich mittlerweile als Koch im Lokal „Sotto Il Rico“ etabliert hat und mit seinen Gerichten dem Leser den Mund wässrig macht, ist mit seinem Spürsinn und seinen Englisch-Kenntnissen ein gefragter Mann bei der Polizei vor Ort.
Der Kriminalroman bietet wieder viele italienische Delikatessen, zahlreiche detailverliebte Beschreibungen und Nebensächlichkeiten, daher ist es wirklich gar nicht so einfach sich auf die Aufklärung des Kriminalfalls zu konzentrieren. Auch all die vielen verschiedenen Charaktere mit ihren Beziehungsgeflechten und Empfindlichkeiten waren eine echte Herausforderung. Es war gar nicht so leicht, die ganzen Personen zu verifizieren, trotz Vorkenntnisse eines Vorgängerbandes, was mich erstaunt hat. Passiert mir wirklich selten und hat mich in diesem Fall leider immer wieder aus meiner Konzentration gerissen. Die schöne italienische Stimmung, besonders, was die kulinarische Seite angeht, war natürlich wieder vorhanden, allerdings kommen dazu reichlich komplexe Erzählsprünge und sehr viele Verdächtigungen, man muss schon konzentriert bleiben, um alles mitzubekommen. Dabei bleibt manchmal die Spannung auf der Stecke, leider im Belanglosen verpufft. Die Autorin beherrscht die Kunst der Beschreibung fast schon zu gut, die Szenen sind absolut detailreich dargestellt, einerseits interessant, andererseits vielleicht manchmal des Guten zu viel. Die Auflösung ist gelungen und bietet der Geschichte eine überraschende Wendung.
Das bezaubernde Cover passt perfekt in die Serie. Der Kriminalroman schließt mit einem Personenregister und einem leckeren italienischen Pastarezept a la Nico.


Mein Fazit:
Insgesamt ein gelungener, detailverliebter Kriminalroman mit einem verzwickten Fall, dessen Lektüre nicht ganz einfach war. Perfekt für Leser mit Freude an komplexen Sachverhalten und einer Liebe zur italienischen Lebensart.

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