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Veröffentlicht am 12.06.2024

Eine raffiniert angelegte Verschwörung gegen Karl den Großen, spannend und ereignisreich

Die List der Grafentochter
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Fränkisches Reich um 785-
Auch die Thüringer Grafen sind mittlerweile treue Gefolgsleute von König Karl und ihm tributpflichtig. Auch der christliche Glaube hat sich mittlerweile etabliert, auch wenn ab ...

Fränkisches Reich um 785-
Auch die Thüringer Grafen sind mittlerweile treue Gefolgsleute von König Karl und ihm tributpflichtig. Auch der christliche Glaube hat sich mittlerweile etabliert, auch wenn ab und an noch alte Traditionen durchschimmern. Um den Frieden, aber auch etwas Eigenständigkeit bemüht sich Graf Hardrad. Karl ist für ihn aber der Garant für den Frieden unter den Stämmen. Doch als der fränkische Graf Autkar auftauchte um auf Karls Befehl hin, die Hand von seiner Tochter Gunhild zu fordern, kommt Unfrieden auf! Gunhild ist schon seit langem einem anderen Mann versprochen. Diese Einmischung stößt auf Unfrieden unter den Fürsten, doch sie ist nur der Anfang einer groß angelegten Verschwörung um an den Thron des Königs zu gelangen. Radulf der Vater der Königin hat einen perfiden Plan gesponnen.

Der historische Roman “Die List der Grafentochter” von Autorin Isabell Voss spielt zur Zeit des berühmten Kaisers Karls des Großen.
Als Hintergrund der Geschichte dient eine unglaubliche Verschwörung gegen den König, die ein ganzes Adelsgeschlecht unschuldig in den Abgrund zu reißen droht. Mit ihrer Protagonistin Gunhild, schafft die Autorin eine starke Frauenrolle, die sich mit List und einer großen Portion Unerschrockenheit mit dieser aussichtslosen Situation auseinandersetzt. Der Roman wirkt großartig recherchiert und bietet einen guten Eindruck vom damaligen Leben und dem sagenumwobenen Charakter Karls dem Großen. Durch die vielen Charaktere und Perspektiven ist die Handlung anfangs etwas verwirrend, ein Personenverzeichnis zu Beginn wäre bestimmt hilfreich. Am Ende gibt es dann noch ein aufschlussreiches Orts-Verzeichnis für Aha-Erkenntnisse und eine Klärung der Motivation zum Roman und zur Historie.

Mein Fazit:
Eine unterhaltsame und spannende historische Handlung, die das frühe mittelalterliche Treiben im 8. Jahrhundert vortrefflich beschreibt und ein faszinierendes Leseerlebnis bietet.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Ein verführerisches Schwelgen in prächtigen Bildern:)

Küchengeschenk
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Dieses wundervolle Kochbuch „Küchengeschenk – eine Hommage an die Natur in 60 Rezepten“ von der österreichischen Autorin Valerie Hammacher ist wahrlich eine Augenweide! Es besitzt eine ganz und gar prächtige ...

Dieses wundervolle Kochbuch „Küchengeschenk – eine Hommage an die Natur in 60 Rezepten“ von der österreichischen Autorin Valerie Hammacher ist wahrlich eine Augenweide! Es besitzt eine ganz und gar prächtige Flut an grandiosen Bildern, die den Appetit und die Sinne anregen. Allein schon der farbig-intensive Blick auf die unterschiedlichsten Lebensmittel, Pflanzen, Gemüse und Landschaften sorgen für Vorfreude, Inspiration und das Verlangen, die vielen unterschiedlichen Gerichte im Buch auszuprobieren und nachzukochen. Ergänzt werden viele der Fotos mit schönen passenden Zitaten. Die Rezepte dazu sind abwechslungsreich und ergänzen mit ihrem Farbspektrum ebenfalls die Vielfalt der Fotos. Man merkt sofort mit welcher Leidenschaft hier gekocht, gebacken und angerichtet wird.

Das Rezeptangebot ist dabei glücklicherweise nicht alltäglich, sondern äußerst raffiniert gewählt, die Zubereitung dennoch nicht allzu kompliziert und gut auszuführen. Ob Vegetarisch, Fleisch, Fisch oder natürlich etwas Süßes, es werden viele Vorlieben bedient. Ein perfektes Buch für Menschen, die gerne vielfältig und gesund essen möchten.

Mein Fazit:

Ein perfektes Kochbuch für Menschen wie mich, die gerne vielfältig, abwechslungsreich und gesund essen möchten. Also genau mein Geschmack! Die Schönheit der Gestaltung weckt den großen Wunsch, es auch als Hardcover zu besitzen, weil schon das E-Book ein Traum ist. Man möchte die wunderbaren Bilder und Rezepte einfach zu gerne auf Papier gedruckt sehen:). Finde es wirklich großartig, es gibt sicherlich ein prächtiges Table-Book oder Geschenk ab.

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Im zehnten Fall der Krimireihe stehen aufregende Flitterwochen an

Provenzalische Flut
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Das frisch vermählte Paar Pierre und Charlotte Durand wollen ihre Flitterwochen ganz entspannt in einem chicen Hotel an der Côte Varoise verbringen. Doch schon am ersten Urlaubstag wird die Romantik getrübt, ...

Das frisch vermählte Paar Pierre und Charlotte Durand wollen ihre Flitterwochen ganz entspannt in einem chicen Hotel an der Côte Varoise verbringen. Doch schon am ersten Urlaubstag wird die Romantik getrübt, Pierre rettet am Strand einen verunglückten Taucher aus den Fluten, der aber trotz herbeigerufenen Notarzt in seinen Armen verstirbt. In seinen letzten Worten spricht der Taucher von Gift und auch der herbeigeeilte Notarzt Edgar Trébert ist sich beim Beurteilen der Todesursache nicht ganz sicher. Während die Polizei von einem typischen Tauchunglück ausgeht, kommen bei Pierre immer mehr Zweifel auf, besonders als nach einem Telefonat mit Trébert, dieser nicht am Treffpunkt auftaucht. Pierre kann seinem einen Ermittlerinstinkt nicht entkommen!

Im zehnten Band der Krimiserie mit Pierre Durand mit dem Titel „Provenzalische Flut“, geschrieben von Sophie Bonnet, läuten die Hochzeitsglocken für unseren sympathischen Ermittler. Dem frisch gebackenen Paar stehen nach ihrer Trauung ziemlich aufregende Flitterwochen bevor. Die Autorin hat sich einen ziemlich ereignisreichen Ablauf für das Paar einfallen lassen und dafür eine wunderbare Location an der Côte Varoise ausgesucht. Natürlich sorgt die detaillierte und bildhafte Schilderung der Gegend für wundervolle Urlaubsstimmung. Ganz nebenbei wird dem Leser aber auch die Problematik der Zerstörung von Seegraswiesen nahegebracht, eine für mich ganz neue Erkenntnis. Es ist also leider nicht alles im Lot an der Traumküste. Der Fall an sich ist überaus abwechslungsreich, absolut geschickt konstruiert und mit überaus zahlreichen verdächtigen Charakteren verbunden. Bis zuletzt bleibt man im Ungewissen und die Spannung steigt stetig an. Eine gelungene Auflösung sorgt für ein rundes Leseerlebnis.

Mein Fazit:
Auch der zehnte Fall in Folge ist rundum gelungen und ich habe mich wieder sehr gut unterhalten. Ein kleiner Abstecher nach Südfrankreich, wenn auch nur per Buch ist einfach immer schön und hier dazu noch spannend :).

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Veröffentlicht am 20.05.2024

Herrlich skurrile historische Anekdoten

Selfie mit dem Sonnenkönig
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Das Buch "Selfie mit dem Sonnenkönig", geschrieben von der Influencerin Samra Kljajic bietet eine wirklich sehr interessante Berichterstattung über bedeutende historische „Influencer*innen“ der Weltgeschichte. ...

Das Buch "Selfie mit dem Sonnenkönig", geschrieben von der Influencerin Samra Kljajic bietet eine wirklich sehr interessante Berichterstattung über bedeutende historische „Influencer*innen“ der Weltgeschichte. Mir ist Sara schon positiv bei Instagram aufgefallen, mit ihren sehr außergewöhnlichen, aber äußerst unterhaltsamen Beiträgen zum Thema Geschichte.
Der Zusammenhang des Informationsaustausches war damals wie heute ein Mittel, um Einfluss zu nehmen. Gerade bei Phasen von politischen Veränderungen und dem Wandel in der menschlichen Kommunikation und dem Informationsaustausch, hat es bereits clevere Persönlichkeiten gegeben, die sich das zu Nutzen machten.
Schon in früheren Zeiten haben erfolgreiche Herrscher, Geschlechter und Familien es verstanden sich in Szene zu setzen, um Popularität, Macht und Einfluss zu erlangen. Auch die Verbreitung der richtigen Nachrichten oder auch falschen Informationen waren schon immer von existentieller Wichtigkeit. Es gab als nicht nur damals schon Influencer, sondern auch schon immer Fake News!
Diese Entwicklung erzählt die Autorin anhand vieler, informativer, witziger oder auch skurriler Beispiele quer durch die gesamte Weltgeschichte. Die Lektüre macht absolut Spaß, denn der Schreibstil ist mitreißend und lebendig. Die historischen Persönlichkeiten sind großartig porträtiert und charakterisiert, es ist oftmals so, als würde man einen Blick in eine historische Klatschzeitung werfen;), ein sehr unterhaltsamer Geschichtsunterricht. Es gefällt mir auch sehr, dass viele der Beiträge auch gekonnt durch Bilder unterstützt werden.

Mein Fazit:
Eine absolut unterhaltsame und auch amüsante Lektüre, die Geschichte mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Das Lesen hat sich gelohnt, werde zukünftig die Porträts in Museen mit ganz anderen Augen betrachten;).

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Veröffentlicht am 10.05.2024

Unterhaltsame Krimiserie mit Provenzalen Urlaubsflair

Glutroter Luberon
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Im Luberon wird in einem „Borie“, einer traditionellen runden Steinhütte eine junge Frau tot aufgefunden. Der unbekannten Toten wurde ein Rosenkranz auf der Brust drapiert und sie hat vor nicht allzu langer ...

Im Luberon wird in einem „Borie“, einer traditionellen runden Steinhütte eine junge Frau tot aufgefunden. Der unbekannten Toten wurde ein Rosenkranz auf der Brust drapiert und sie hat vor nicht allzu langer Zeit ein Kind entbunden. Die Polizei tappt zunächst völlig im Dunklen, niemand kennt das Tatopfer oder weiß etwas von einem Baby. Aber trotz der unglaublichen Sommerhitze ist Capitaine Malbec unermüdlich unterwegs, um alle Hintergründe aufzuklären. Die am Opfer sichergestellten Farbpigmente, führen ihn schließlich in den bekannten Ort Roussillon, berühmt als einer der schönsten Orte Frankreichs und für seinen Ockersteinbruch.

„Blutroter Louberon“, ist schon der vierte Titel des Regionalkrimis aus der Provence-Krimi-Reihe des Autors Ralf Nestmeyer. Für mich ist es der erste Krimi aus der Feder des Autors, den ich aber schon gut durch seine großartigen Reiseführer kenne.
Auch mit seinem kriminellen Werk konnte mich Nestmeyer begeistern, die Handlung ist äußerst spannend und gut konstruiert. Die Protagonisten sind interessante Charaktere und toll beschrieben. Besonders gerne, mag ich aber die anschaulichen kulinarischen, landschaftlichen und touristischen Details, mit denen die eigentliche Handlung bereichert wird. Diese Beschreibungen ergeben ein verführerisches Bild und machen große Lust, diese Ecke Frankreichs zu erkunden.
Man kann den Krimi sehr gut ohne Vorkenntnis der anderen Bände lesen, das Buch beginnt mit einem komplett neuen Fall, der gänzlich aufgeklärt wird.
Das Cover ist äußerst ansprechend und auffällig, es gibt einen großartigen Vorgeschmack welch ein Farbspiel an ockerroten Fassaden diese Region zu bieten hat.

Mein Fazit:
Kurzweiliger Regionalkrimi, mit einer fesselnden Story, einem guten Einblick in die Region und einer tollen Atmosphäre. Habe mich prima unterhalten gefühlt:). Eine Serie von der ich gerne noch mehr Teile kennenlernen möchte!

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