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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2023

Äußerst unterhaltsam

Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung
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In seinem Restaurant in Villefrance-sur-Mer, lernt Julien durch einen eher unglücklichen Zufall eine unerwartet interessante junge Frau kennen. Doch bevor er ihr näher kommen kann, stört sein ungeliebter ...

In seinem Restaurant in Villefrance-sur-Mer, lernt Julien durch einen eher unglücklichen Zufall eine unerwartet interessante junge Frau kennen. Doch bevor er ihr näher kommen kann, stört sein ungeliebter Onkel mit einem Anruf, der ihn unerwartet zum Appell ruft. Ein dringender Auftrag steht an. Ein Mann in Marseille soll beseitigt werden! Sobald wie möglich, die Zeit eilt und schwups befindet sich Julien mal wieder in der Zwickmühle seine Familienverpflichtung zu erfüllen. Er muss sich etwas einfallen lassen und diesen Auftrag zur Zufriedenheit aller zu erledigen. Zusammen mit Francine, der einfallsreichen ehemaligen Lebensgefährtin seines Vaters, recherchiert er nach Opfer, Motiv und einer endgültigen Lösung des Dilemmas?

„Monsieur le Comte und die Kunst der Täuschung“, der zweite Teil von Pierre Martins Kriminalroman rund um den findigen und smarten Comte de Chacarasse, konnte mich wieder begeistern. Allein schon das raffinierte Doppelleben von Julien, als Restaurantbetreiber und Meuchelmörder hat so seinen Reiz. Sein Ehrgeiz dabei nicht töten zu wollen, macht die Story aber noch reizvoller. Es ist faszinierend Juliens Agieren zu beobachten, geschickt manövriert er sich durch abstruse Situationen, wobei auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. Es fehlt auch nicht an interessanten Charakteren, natürlich nicht zu vergessen die verlockende französische Lebensart und Landschaft der Côte d’Azur. Der Ideenreichtum des Autors ist bewundernswert abwechslungsreich und voller Überraschungen.
Dieses Mal habe ich mir die Geschichte als Hörbuch vortragen lassen, gekonnt gelesen von Wolfram Koch.

Mein Fazit:
Herrliches Cosy-Crime vor großartiger Kulisse, sehr unterhaltsames tolles Hörbuch. Diese Serie ist genau mein Ding, hab mich prächtig amüsiert:).

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Veröffentlicht am 04.12.2023

Erschreckend und verblüffend aktueller Stoff

Alsterschatten
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In Hamburg kommen nacheinander drei ältere Männer zu Tode, grausam zugerichtet, anscheinend das Werk eines Psychopathen. Alle drei Herren standen der rechten Szene nahe. Bei ihren Ermittlungen stößt das ...

In Hamburg kommen nacheinander drei ältere Männer zu Tode, grausam zugerichtet, anscheinend das Werk eines Psychopathen. Alle drei Herren standen der rechten Szene nahe. Bei ihren Ermittlungen stößt das Team um LKA Profiler Zillinski, zudem auf eine dubiose rechte Organisation, die ihren Sitz im “Institut für neues Denken” hat. Diese neuen Rechten scheinen ein paar üble Pläne auszuhecken!

„Alsterschatten” ist der zweite Fall um ein sympathisches und ambitioniertes Ermittlerteam aus Hamburg, geschrieben von Autor Leo Hansen. Auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes ist das Buch gut lesbar, sehr spannend und aktuell. Thema des Krimis ist die rechte Szene mit verschiedenen Gruppierungen der „Neuen Rechten", die gerade in aller Munde ist und über die täglich neue Erkenntnisse und Nachrichten in den Medien publik werden. Daher liest sich die Handlung auch erschreckend authentisch und fühlt sich ziemlich realistisch an. Der Autor spricht davon, geradezu von den Ereignissen der Realität eingeholt worden zu sein. Sein Schreibstil ist dabei äußerst angenehm, konzentriert und anschaulich, die Geschichte spannend und unterhaltsam gestaltet, gefällt mir sehr.
Auch die Figuren sind alle gut gewählt und interessant beschrieben, man hat sofort ein Bild vor Augen.

Mein Fazit:
Großartiger Krimi, den ich sehr gerne gelesen habe, das aktuelle Thema macht dabei natürlich einen großen Reiz aus. Doch auch den ersten Band “Alsternacht”, werde ich mir vormerken, allein schon, weil ich die Stadt Hamburg als Örtlichkeit einfach sehr gerne mag.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Abwechslungsreicher Krimi um einen Berliner Ermittler, den es nach Mainz verschlägt

Ein Mord – drei Tote
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Der Berliner BKA-Fallanalytiker Adam Götzki ist gerade psychisch am Ende, seine Angstzustände werden immer größer, er fühlt sich und seine Familie bedroht. Um ihm du helfen, versetzt sein Chef ihn unerwartet ...

Der Berliner BKA-Fallanalytiker Adam Götzki ist gerade psychisch am Ende, seine Angstzustände werden immer größer, er fühlt sich und seine Familie bedroht. Um ihm du helfen, versetzt sein Chef ihn unerwartet ins LKA Rheinland-Pfalz. Widerwillig begibt sich Götzki nach Mainz und stolpert mitten in den interessanten Fall einer ermordeten Influencerin. Der Mörder steht dort schon nach kurzer Zeit fest, doch Götzkis Zweifel daran sind enorm! Das alles lässt ihm keine Ruhe und er beginnt trotz Verbot seiner Vorgesetzten auf eigene Faust zu ermitteln!

Mein Fazit:
Der Kriminalroman „Ein Mord – drei Tote“ von Autor Ingo Bartsch spielt sich hauptsächlich in Mainz ab. Hauptcharakter Götzki ist ein sympathischer, recht spezieller und spannender Ermittler mit allerlei Eigenheiten. Die Protagonisten sind insgesamt interessant angelegt und ausgewählt. Anfangs wird man gleich mitten in die Handlung geworfen und ich musste mich erst kurz orientieren. An den facettenreichen und ungewöhnlich präzisen Schreibstil des Autors musste ich mich zunächst ebenfalls gewöhnen, aber sobald man dann die Gesamtsituation und die meisten Charaktere auf dem Schirm hat, flutscht es! Auch der Humor hat gepasst, der Blick des Berliners auf die Pfälzer Lebensart war amüsant zu beobachten.
Besonders angesprochen hat mich auf den ersten Blick das Knallorange-Cover mit seinem davonfliegenden Maschendrahtzaun, ungewöhnlich und ein wahrer Hingucker!

Mein Fazit:
Ein wirklich unterhaltsamer Krimi, reich an Wendungen, der mich gut unterhalten hat. Eine unblutige, aber dennoch spannungsreiche Lektüre, empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Ein Buch voller positiver Vibes

F*ck the Universe
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Bei Cover und äußerem Erscheinungsbild des Buches, dachte ich zwar erst mal “Huch” und hatte auf den ersten Blick ein ganz anderes Genre im Kopf. Motiv und Farbwahl assoziierte für mich den Eindruck einer ...

Bei Cover und äußerem Erscheinungsbild des Buches, dachte ich zwar erst mal “Huch” und hatte auf den ersten Blick ein ganz anderes Genre im Kopf. Motiv und Farbwahl assoziierte für mich den Eindruck einer Erotik-Lektüre, doch im Buch mit dem etwas speziellen Aussehen versteckt sich ein Fachbuch für Manifestation und besonders zauberhafte Motivation.
Die Autorin mit dem Künstlernamen “Shisha Rainbow” bezeichnet sich selbst als moderne Hexe, die mit ihren Erfahrungen und Weisheiten den Menschen helfen und sie verzaubern will. Das Buch "F*ck the Universe"ist dabei das zweite Fachbuch aus ihrer Feder.
Die Zutaten, um sich ein selbstbestimmtes und lebenswertes Dasein zu manifestieren, hat sie in dieses kleine Buch verpackt und versteht es diese mit locker-frechem Ton ihrem Publikum zu präsentieren. Ihre besondere Sprachgestaltung fand ich witzig und unverkrampft, das Lesen hat wirklich richtig Spaß gemacht.
Über kurze Anleitungen zu Meditationsmethoden, folgen Erläuterungen zu verschiedenen Arten des Manifestierens als Überleitung für Shishas eigene Methode, die sie “The Rainbow Method” nennt. Ihr insistieren dabei ist es, die eigenen Emotionen intensiv zu nutzen, eine wirklich interessante Facette.
Am Ende folgen noch wundervoll motivierende Worte und Erläuterungen, auch zum Thema psychische Erkrankungen.

Mein Fazit:
Fabelhafte Motivation und Tipps zur Lebensgestaltung und zum Manifestieren seiner Bedürfnisse. Die Autorin findet mit Humor die richtigen Worte, spricht dabei besonders ein junges Publikum an und ihre guten Vibes sind ein prima Hokuspokus.

Ein Zitat aus dem Buch:
“Einer der Gründe warum ich Bücher schreibe. Damit kann ich wortwörtlich eine Menge Menschen verzaubern, ihre beste Version zu entdecken.”

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Veröffentlicht am 10.11.2023

Faszinierende Einblicke in die Zeit um 1500

Um 1500
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Zusammen mit dem weltberühmten Nürnberger Künstler Albrecht Dürer begibt man sich auf eine Zeitreise in seine Welt rund um 1500. Beispielhaft zum Kapitelthema sprechen auch seine Kunstwerke eine deutliche ...

Zusammen mit dem weltberühmten Nürnberger Künstler Albrecht Dürer begibt man sich auf eine Zeitreise in seine Welt rund um 1500. Beispielhaft zum Kapitelthema sprechen auch seine Kunstwerke eine deutliche Sprache, zeigen dem Leser Eindrücke, sowie Innovationen seiner Zeit, oder lassen einen tiefen Blick in seinen Alltag und sein Leben werfen. Möglich macht diese Erfahrung der Autor Romedio Schmitz-Esser, ein Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Heidelberg, mit seinem Fachbuch „Um 1500 - Europa zur Zeit Albrecht Dürers“, das stolze 520 Seiten umfasst.
Im Buch geht es zwar hauptsächlich um Dürer und seine Welt, doch auch der Umbruch und Wandel in Europa und der restlichen Welt, die ja gerade entdeckt und größer wird, spielt eine große Rolle. Innovationen wie Buchdruck und Postverkehr leiten die kommende Globalisierung ein und sind von großer Bedeutung für den Schritt in die Neuzeit.
Geboren am 21. Mai 1471 in Nürnberg, verstorben am 6. April 1528 ebenda, war Dürer Zeitzeuge dieses großen epochalen Wandels. Die Welt veränderte sich rasant und auch die Reichsstadt Nürnberg spielte damals ganz oben mit. 
Schritt für Schritt beginnend mit Geburt, Kindheit, Familie und Ausbildung lernen wir Details, aber auch die Umstände seines Lebens und Umfeldes kennen. So geht es munter weiter, mit Kapiteln zu Sozialem, Religion, Humanismus, Handwerk und Kunst, Geografie usw. bis die Zeit des Sterbens erreicht wird.
Die Vielfalt, die sich hier im Buch verbirgt, ist äußert reichhaltig, ein enormer Fundus an Wissen und Anregungen, die auf den Leser einwirkt. Was oftmals nur kurz angesprochen oder durch Beispiele erwähnt wird, regt immer wieder an, sich weiter in ein Thema zu vertiefen. Trotz Fachbuch-Charakter war mir aber nie langweilig, der Schreibstil ist angenehm, sogar absolut unterhaltsam angelegt. Nur ab und an verstecken sich fachlich unbekannte Begriffe und denglische Gendersprache im Text, was aber die Faszination des Buches nicht mindert. Besonders schön finde ich die Auswahl der abgebildeten Kunst, die grandios die Kapitel unterstreichen und ergänzen.

Mein Fazit:
Ein Fachbuch der Extraklasse, für ein geschichtlich interessiertes Klientel. Keine schnelle Lektüre, sondern etwas zum Genießen und Zelebrieren. Durch all die tollen Bilder und das wunderschöne äußere Erscheinungsbild auch das perfekte Tablebook zum immer mal wieder hineinblättern.

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