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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Packende dystopische Lovestory 

Ins fahle Herz des Sommers
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Weltweit hat sich das Klima mittlerweile katastrophal verändert, die Sonne brennt unerbittlich herab und tagsüber ist die Hitze schier unerträglich. Eine schreckliche Pandemie hat unzählige Menschen dahingerafft ...

Weltweit hat sich das Klima mittlerweile katastrophal verändert, die Sonne brennt unerbittlich herab und tagsüber ist die Hitze schier unerträglich. Eine schreckliche Pandemie hat unzählige Menschen dahingerafft und die meisten der Überlebenden sind in den Norden abgewandert. Nachdem Fausto auf tragische Weise seinen Bruder verloren hat, strandet er in einem kleinen Dorf im Süden und richtet sich dort häuslich ein. Es gibt nur noch wenige andere Einwohner und keine Hoffnung auf eine Zukunft. Eines Tages stellt Fausto aber erstaunt fest, das ins Nachbarhaus nebenan jemand eingezogen ist!

Mit dem Titel „Ins fahle Herz des Sommers“ führt uns Autor Andreas Eschbach in eine ziemlich düstere Zukunft, in der ein unwirtliches Klima herrscht. Er beschreibt eine zerstörte Welt, in der Menschlichkeit völlig abhanden gekommen ist. Allerdings hat sich sein Hauptcharakter Fausto einen Rest an Mitgefühl bewahrt. Sein Kontakt mit ihm wohlgesonnenen Nachbarn hält sich aber in Grenzen und es gibt auch feindselige Individuen.
Die Handlung ist spannungsreich aufgebaut und die Seiten glitten nur so dahin. Erschreckend wie real sich das Szenario beim Lesen anfühlt. Das Bild und Gefühl eines glutheißen Dorfes wird fühlbar und auch die Hoffnung auf Liebe und Zukunft. Eine Handlung die mich bis zum Ende gefesselt hat. Mögen die Neandertaler ähnlich empfunden haben, deren Schicksal ein wenig vergleichbar, doch sich insgeheim eigentlich menschlicher entwickeln konnte.

Mein Fazit:
Faszinierende und gleichzeitig auch schockierende Lektüre über ein mögliches Endzeit-Szenario. Fesselnd und schnell zu lesen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Unterhaltsam amüsant mit skurrilem Touch

Mirabellentage
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Als der Pfarrer plötzlich verstirbt, steht seine Haushälterin und Jugendfreundin Anna Nass plötzlich alleine da. Zwar bekommt die Gemeinde vom Bischof sehr schnell einen neuen Pfarrer zugeteilt, doch Anna ...

Als der Pfarrer plötzlich verstirbt, steht seine Haushälterin und Jugendfreundin Anna Nass plötzlich alleine da. Zwar bekommt die Gemeinde vom Bischof sehr schnell einen neuen Pfarrer zugeteilt, doch Anna ist sehr unsicher, ob sie überhaupt noch gebraucht wird! Auch hat sie mit dem Josef eine geheime Absprache und muss ihm diesen letzten Wunsch erfüllen! Das stellt sie vor ganz besondere Herausforderungen.



Der Roman „Mirabellentage“ von Autorin Martina Bogdahn ist normalerweise so gar nicht mein Genre, doch Cover und Beschreibung hatten mein Interesse geweckt.

Alle Protagonisten, natürlich besonders Anna in der Hauptrolle, fand ich auch recht interessant und spannend angelegt. Allerdings verlieren sie sich zum Teil in der klischeereichen Geschichte, die im eigentlichen Sinn aus einer Aneinanderreihung von unzähligen skurrilen Szenen besteht. Darin sind zwar Anna und ihr Pfarrer die wichtigsten Personen, doch ihre Geschichte tritt immer wieder in den Hintergrund. Am Ende des Buches kennt man zwar viele Menschen und deren Lebensgeschichten vor Ort, sowie auch Annas Bedeutung für die Betreffenden, doch als große Befriedigung habe ich das nicht empfunden.

Für mich hatten diese heimeligen Kleinstadtgeschichten aus dem bayrischen Blumfeld, ein vertrautes Bild aus vergangenen Zeiten. Im Buch teils recht kurios, voller Klischees und doppelt übertrieben dargestellt, sind manche Szenarien bis weit in die Vergangenheit inszeniert. Es wirkt oft provokant mit einer eigenwilligen Note von Humor versehen, der heutzutage irritiert.



Mein Fazit:

Das Buch habe ich als unterhaltsam empfunden, allerdings die Entwicklung von Anna hätte sich für meinen Geschmack etwas emanzipierter entwickeln können. Letztlich gibt es immer nur Andeutungen, Annas Zukunft bleibt am Ende der Fantasie überlassen.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Hochspannend und abwechslungsreich bis zum Schluss

Beth is dead
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Am Neujahrsmorgen wird Beth, eine der aus dem gerade recht populären Roman ihres Vaters bekannten March-Schwestern tot aufgefunden. Beth ist schon zuvor im Buch ihres Vaters zu Tode gekommen und nun hat ...

Am Neujahrsmorgen wird Beth, eine der aus dem gerade recht populären Roman ihres Vaters bekannten March-Schwestern tot aufgefunden. Beth ist schon zuvor im Buch ihres Vaters zu Tode gekommen und nun hat sich diese Fiktion letztendlich bewahrheitet. Die Polizei geht von einem Mord aus und plötzlich gibt es eine große Anzahl an Verdächtigen, auch ihre verbliebenen Schwestern gehören dazu!

Dem Roman mit dem Titel „Beth is dead“ verfasst von Autorin Katie Bernet, liegt die amerikanische Romanfassung „Little Women“ von 1868 zugrunde. Bernet versetzt die vier Schwestern allerdings in unsere Zeit und konstruiert eine spektakuläre Mordgeschichte um Beth March. Gelesen habe ich diesen Kriminalroman leider, ohne das historische Pendant zu kennen, finde aber die Idee dahinter absolut faszinierend.
Die Autorin benutzt die historischen Charaktere und versieht ihre Handlung mit spannungsvollen Wendungen und Verdächtigungen bis zum Schluss.
Es war sehr unterhaltsam den Erlebnissen der Schwestern auf den Grund zu gehen und sich in ihre Rolle zu versetzen. Auch wenn es sich hier eigentlich um ein Jugendbuch handelt, fand ich die ganze Handlung durchaus interessant und fesselnd.
Das auffallend pinke Cover und die ganze Aufmachung des Buches mit passendem Lesezeichen im Umschlag ist sehr gut gelungen und hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt.

Mein Fazit:
Ein sehr spannungsreicher Krimi, mit vielen überraschenden Wendungen. Auch die dahinter liegende Idee finde ich äußerst gelungen! Leseempfehlung auch für junggebliebene ältere Leser;).

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Spannungsvolles tödliches Intermezzo von der Skipiste

Am Hang des Todes
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Zurückgekommen von seiner Weltreise muss Commissario Gauner in einen spektakulären Mordfall im Grödner Tal ermitteln. Beim Weltcuprennen auf der bekannten Saslong wird das lokale Nachwuchstalent während ...

Zurückgekommen von seiner Weltreise muss Commissario Gauner in einen spektakulären Mordfall im Grödner Tal ermitteln. Beim Weltcuprennen auf der bekannten Saslong wird das lokale Nachwuchstalent während seines Abfahrtslaufs erschossen. Zufällig sind gerade seine Assistenten Inspettore Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner vor Ort am Urlauben und werden somit Zeugen des Mordes. Vom Druck der Medien verfolgt beginnen sogleich die Ermittlungen.

Auch der Kriminalfall „Am Hang des Todes“, die 11. Episode mit dem Südtiroler Ermittlungsteam um Commissario Grauer hat mich wieder komplett abgeholt. Es ist immer wieder erstaunlich wie viele schöne Ecken es in Südtirol gibt und gerade das Grödnertal kenne ich sehr gut, bin selbst schon diese Piste hinuntergesaust. Daher hat mich der Mordfall und die Ermittlungen drum herum, dieses Mal besonders gut unterhalten. Auch wenn ich wie Grauner dem Skizirkus schon längst fernbleibe, gedanklich war ich gerne wieder vor Ort.
Wie in jedem Kriminalroman von Lenz Koppelstätter ist die Geschichte raffiniert gestrickt. Der Leser wird auch mit privaten Gefühlen der Ermittler konfrontiert, das macht sie menschlich und nahbar. Es geht auch immer an besondere Orte und Gegenden unterlegt mit speziellen Lokalkolorit, was ich absolut unterhaltsam finde. Es wäre wirklich schade, wenn Gauner jetzt in den Ruhestand geschickt wird;)!

Mein Fazit:
Das ist eine meiner absoluten Lieblingskrimiserien, allein schon wegen der Location Südtirol, für uns Münchner ist das ja sozusagen unsere zweite Heimat;)

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Erfrischend amüsanter Roman von der Küste

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Als plötzlich die Polizei in ihre Villa am Starnberger See eindringt und ihren Mann in Gewahrsam nimmt, steht Society Lady Isabel Duval plötzlich vor dem Nichts! Zusammen mit ihren beiden erwachsenen Kindern, ...

Als plötzlich die Polizei in ihre Villa am Starnberger See eindringt und ihren Mann in Gewahrsam nimmt, steht Society Lady Isabel Duval plötzlich vor dem Nichts! Zusammen mit ihren beiden erwachsenen Kindern, dem Jung-Anwalt Lukas und Clara einer verwöhnten Möchtegern-Influencerin flieht Isabel vor Presse und Schande, quer durch die Republik, zurück in ihr altes friesisches Heimatdorf Deerhusen. Ihre Schwester Stine ist alles andere als begeistert, das sich nach so langer Zeit die feine Isabel samt ihrer Brut in ihrer kleinen Pension breit machen. Vor allem fehlt es an Geld, denn die Zugfahrt hat das letzte Bargeld der Gestrandeten gekostet und auch Stine hat keine müde Mark übrig. Da heißt es nun kreativ sein!

Zwei Autorinnen stecken hier hinter dem lustigen Pseudonym Bente van der Meer. Die Beiden haben sich für ihren amüsanten Wohlfühlroman „Willkommen in Deerhusen – Scheitern mit Seeblick“ eine richtig abenteuerliche Geschichte ausgedacht.
Der kriminelle Ehemann von Isabel, ließen mich gleich entfernt an diverse andere prominente Betrügereien denken, sprich Benko oder Wirecard und deren dreistes Auftreten in der Finanzwelt.
Nach extravaganten Schwelgen in Luxus endete auch für unsere Betroffenen hier der Reichtum abrupt! Aus ihrer Villa vertrieben, heißt es plötzlich zurück zu den Wurzeln, die Lady Isabel alias Tomke zum Glück noch besitzt, besser als nichts! Wie sich ihre Rückkehr ins ehemalige Elternhaus gestaltet fand ich wirklich zum Schreinen komisch dargestellt. Es gibt reichlich abstruse Szenen, das ist einfach herrlich unterhaltsam. Alle Protagonisten werden hervorragend charakterisiert und sie dürfen ihre Gefühle demonstrativ äußern, in jedem Kapitel kommt die Sicht eines anderen Familienmitglieds zum Ausdruck. Dieser Umstand ist hier ein gekonnt eingesetztes Stilmittel und bringt die Geschichte auf das nächste Level. So wird geschickt Spannung aufgebaut, denn neben dem Bankrott und dem Abtauchen der drei Duvals geht es auch noch um eine alte Rechnung, die Stine mit ihrer Schwester auszutragen hat. Es ist also einiges los im beschaulichen Deerhusen, da kommt keine Langeweile auf.
Das bezaubernde Cover erregte auch sofort meine Aufmerksamkeit, so cool gemacht, ich kann mich gar nicht genug daran satt sehen, denn es ist so erfrischend anders.

Mein Fazit:
Absolut gelungene Unterhaltung, der Roman hat mich komplett abgeholt. 
Sehr humorvoll und kurzweilig geschrieben, die perfekte Urlaubslektüre oder ab damit auf aufs Sofa.

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