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Veröffentlicht am 31.10.2025

Voller Buchliebe und Abenteuer!

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
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Haben wir Buchliebhaber*innen nicht schon immer mal davon geträumt in unsere liebsten Geschichten zu reisen? In der kleinen unscheinbaren Buchhandlung in London ist dies möglich! Die Libronauten haben ...

Haben wir Buchliebhaber*innen nicht schon immer mal davon geträumt in unsere liebsten Geschichten zu reisen? In der kleinen unscheinbaren Buchhandlung in London ist dies möglich! Die Libronauten haben eine besondere Stimme und können sich und andere in die Geschichten hineinlesen. Doch dabei gibt es eine wichtige Regel: Nicht vom Weg abkommen! Denn sonst könnte die gesamte Geschichte zusammenstürzen. Der junge Erwachsene Adam darf endlich, unter Aufsicht seines Mentors Gabriel, selbst Buchreisen durchführen. Doch einige Kund/innen halten sich nicht an die Regel und Adam steht inmitten eines Buches plötzlich vor einer silbernen Tür, die da nicht hingehört.

Die Bücher von Akram El-Bahay liebe ich wegen seiner kreativen Ideen. Alleine die Vorstellung in Bücher reisen zu können, ist unwiderstehlich. Aber der weitere Verlauf der Geschichte steht dem in nichts nach! Charaktere aus Büchern tauchen orientierungslos in London auf. Das verlassene Theater mit den riesigen Bäumen und Fantasywesen darin ist so beeindruckend. Hach, ich wünschte ich könnte dieses Bild in meinem Kopf auf eine Illustration bannen! In der Geschichte steckt so viel Buchliebe; in jeder Seite, in jedem kleinen Abenteuer, in jeder Buchreise, die Adam unternimmt. Es werden auch einige Klassiker, wie die Nibelungensage, Der Vampyr, Alice im Wunderland oder der Hobbit erwähnt.

Während man anfangs noch die zauberhafte Idee der Buchreisen genießt, kommt Adam unerklärlichen Ereignissen auf die Spur, wie z B die silberne Tür. Der Protagonist ist bei den Libronauten aufgewachsen, doch die Organisation ist sehr geheimnisvoll, was anfangs eine mysteriöse und aufregende Atmosphäre bildet. Es ist so spannend mit Adam über die Ereignisse nachzudenken und zu forschen. Es folgen viele Abenteuer in Büchern, aber auch in London. Mich hat die frühe Wendung überrascht, wodurch Adam immer weniger Zeit in der Buchhandlung Libronautic Inc verbringt. Die Geschichte um die Buchreisenden ist so fesselnd, dass ich sie innerhalb weniger Tage durchgelesen habe (lesen musste ;) ). Und das I-Tüpfelchen der Geschichte ist der Humor. Wenn ich nicht atemlos an den Seiten gehangen habe, dann hab ich geschmunzelt! Der Autor hat einige amüsante und leichte Momente eingefangen. Besonders die Dialoge zwischen Adam und dem Kobold Luthin fand ich grandios.


Fazit:
„Die Buchreisenden – Ein Weg aus Tinte und Magie“ ist ein Highlight! Buchliebe, eine geheimnisvolle Atmosphäre, spannende Abenteuer und Humor – was will man mehr? Ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil der Buchreisenden zu genießen und verschlingen!

Veröffentlicht am 31.10.2025

cozy fantasy mit viel Freundschaft

Die Wahrsagerin kleiner Schicksale
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Tao reist mit ihrem Wagen und Maulesel durch Eshtera, wo sie immer wieder Halt macht und kleine Schicksale vorhersagt. Dabei trifft sie auf den ehemaligen Söldner Mash und seinen Freund Silt, die auf der ...

Tao reist mit ihrem Wagen und Maulesel durch Eshtera, wo sie immer wieder Halt macht und kleine Schicksale vorhersagt. Dabei trifft sie auf den ehemaligen Söldner Mash und seinen Freund Silt, die auf der Suche nach Mashs Tochter sind, die eines Tages spurlos verschwand. Während die drei sich zusammenschließen, stoßen sie auf die leidenschaftliche Bäckerin Kina und einem ausgesetzten Kätzchen. Nun reisen alle gemeinsam durch die Lande, machen allerlei Bekanntschaften und verkaufen kleine Schicksale und leckere Backwaren.

Die Geschichte ist schön langsam erzählt, als würde man neben Tao auf dem Kutschbock sitzen und die Landschaft genießen können. Ich liebe gemütliche Geschichten, aber irgendwie hat mir etwas Packendes gefehlt, denn ich hatte anfangs gar keinen Eindruck, wohin die Geschichte will. Total mein Fehler, den rückblickend kann ich nur den Kopf schütteln, aber es hat mich verwirrt. Obwohl in dem Land Eshtera Konflikte schwelen und Tao oft schnell weiterreist um keine zu große Neugier zu wecken, ist die Atmosphäre wirklich angenehm. Ich habe es so genossen mit Tao und ihren Freunden in eine neue Stadt zu kommen und zu beobachten, ich meine lesen, wie sie ihr Zelt neu aufschlägt und den Markt erkundet. Auch die Dynamik und die unterschiedlichen Charaktere ihrer neu gefundenen Freunde haben mir beim Lesen viel Spaß bereitet. Die anschaulichen Beschreibungen der Autorin haben mir sehr gut gefallen. Neben den cozy Vibes gibt es aber auch noch spannende Aspekte der Geschichte. Mich hat von Anfang an neugierig gemacht, warum Tao ihre Heimat verlassen und wie ihre Vergangenheit ausgesehen hat. Und auch die Suche nach Mashs Tochter wird zunehmend fesselnder und drängender.

„Ich hoffe, du findest neues Glück, das das alte ersetzen kann.", S. 191


Fazit:
„Die Wahrsagerin kleiner Schicksale“ ist ein ruhiges und langsames Buch über Tao und ihre neu gewonnenen Freunde. Mit liebenswerten Charakteren, einer gemächlichen Reise durchs Land, lustige Dynamiken und zwei fesselnden Details hat die gemütliche Geschichte alles, was sie braucht.

Veröffentlicht am 31.10.2025

Urlaubslektüre mit Tiefe

Das Versprechen eines Sommertags
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Isabelles Eltern leben auf Mallorca und feiern diesen Sommer ihre goldene Hochzeit, weshalb die Protagonistin mit ihrem Mann und Kindern auf die Insel fliegt. Doch trotz des Urlaubsflair, ist Isabelles ...

Isabelles Eltern leben auf Mallorca und feiern diesen Sommer ihre goldene Hochzeit, weshalb die Protagonistin mit ihrem Mann und Kindern auf die Insel fliegt. Doch trotz des Urlaubsflair, ist Isabelles Stimmung getrübt. Denn ihre Ehe steht vor dem Aus, ihr pubertierender Sohn zieht sich von ihr zurück und dann ist da plötzlich noch Ben: Der beste Freund ihres Bruders, mit dem sie vor vielen Jahren einen unvergesslichen Sommer verlebt hat.

Ich muss zugeben, dass es mir der Anfang der Geschichte nicht leicht gemacht hat. Isabelle und ihr Mann Stefan verheimlichen vor allen, dass ihre Ehe kurz vor dem Aus steht, weshalb sie sich viele Gedanken darüber und auch Sorgen über die Zukunft macht. Dass Stefan das auf die leichte Schulter nimmt, macht es auch nicht einfacher. Und dann sind da noch die Erinnerungen an eine unbeschwerte Liebe mit Ben, die meinem Empfinden nach viel Nostalgie und etwas Melancholie wecken. Das hat mir beim Einstieg in die Geschichte etwas die Stimmung getrübt, aber direkt alle Probleme auf den Tisch gelegt.

Dem gegenüber steht die sommerliche Insel Mallorca. Isabelles Eltern besitzen eine Finca mit Pool und unglaublich schönem Ausblick. Viele sommerliche Aktivitäten, Badespaß, ein Besuch am Meer oder Bummel in der Stadt geben ein schönes Urlaubsflair.

"Es gibt verschiedene Versionen eines Happy Ends. Vielleicht ist ein Neuanfang ja meines",. S. 421

Elena Sonnberg (aka Adriana Popescu) hat eine tolle Mischung aus sommerlicher Leichtigkeit und tiefgreifenden Gefühlen geschaffen. Isabellas Emotionen sind anschaulich, absolut nachvollziehbar und sehr warmherzig geschildert. Auch die Entwicklung der Geschichte hat ein angenehmes Tempo, wird immer fröhlicher und fokussiert sich auf die unterschiedlichen Charaktere. Dadurch finden auch die Themen Selbstliebe, schöne Erinnerungen und die Kraft des Neuanfangs einen Platz. Beim Zuklappen des Buches am Ende hatte ich ein warmes Gefühl in der Brust und ein zufriedenes Lächeln im Gesicht. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt wunderschön mit vielen ausdrucksvollen Beschreibungen.


Fazit:
"Das Versprechen eines Sommertags“ ist eine schöne Sommerlektüre auf der Insel Mallorca mit tiefgründigen Themen. Abgerundet wird die Geschichte mit dem wunderschönen, ausdrucksvollen und warmherzigen Schreibstil der Autorin.

Veröffentlicht am 30.10.2025

Ruhige Kurzgeschichtensammlung

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Dieses Buch besteht aus sechs Kurzgeschichten, in denen von unterschiedlichen Menschen erzählt wird, die gerade etwas sehr stark beschäftigt, und dem Fuchsgeist, der die Confiserie betreibt. Die Personen ...

Dieses Buch besteht aus sechs Kurzgeschichten, in denen von unterschiedlichen Menschen erzählt wird, die gerade etwas sehr stark beschäftigt, und dem Fuchsgeist, der die Confiserie betreibt. Die Personen finden magischerweise in die Mondlichtgasse, wo sich der Laden mit allerhand leckeren japanischen Süßigkeiten befindet, die aber alle eine magische Komponente haben und somit diesen Menschen bei ihrer Angelegenheit hilft.

Ich bin kein Fan von Kurzgeschichten und doch muss ich sagen, dass mir hier alle zugesagt haben. Das hängt unter anderem mit dem tollen Schreibstill von Hiyoko Kurisu zusammen, da sie die Gefühle und Gedanken der Protagonist/innen sehr intensiv und klar beschreibt. Auf wenigen Seiten schafft sie es, die unterschiedlichen Charaktere gekonnt darzustellen und ihre Unsicherheiten nachvollziehbar zu schildern.

Der Süßigkeitenladen in der Mondlichtgasse wird sehr anschaulich beschrieben und ich bin nun gespannt auf all die japanischen Naschwaren. Im Glossar werden diese erläutert, sowie auch Kleidungsstücke und weitere Begriffe aus der japanischen Kultur, was dieses Buch sehr schön abrundet. Außerdem befindet sich an jedem Kapitelanfang eine hübsche Zeichnung von der entsprechenden Süßigkeit, was mir auch sehr gut gefällt.

Die Protagonist/innen in diesem Buch, meist sehr jung, sind anfangs z. B. unsicher oder hadern in einer zwischenmenschlichen Beziehung. Die Angelegenheiten sind mitten aus dem Leben gegriffen und sehr nachvollziehbar, ob man es nun selbst erlebt hat oder nicht. Die Erkenntnisse der einzelnen Geschichten werden ruhig und liebevoll entwickelt. Die Hintergrundgeschichte des Fuchsgeistes Kogetsu finde ich sehr berührend, wenn auch teilweise etwas unspektakulär. Aber das gesamte Buch ist in sich rund und eine beschauliche Geschichte.



Fazit:
„Der Laden in der Mondlichtgasse“ ist ein schöner und ruhiger Roman über Themen, die uns selbst oder im Miteinander beschäftigen. In Kurzgeschichten kommen die Protagonist/innen zu Wort und in den Genuss der magischen Süßigkeiten. Dieses kurze Buch ist perfekt für ruhige Lesestunden zum Entspannen und Innehalten.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Erfrischend anders

Hustle
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Leonie arbeitet eigentlich als Pflanzengenetikerin, doch als ihr Chef ihre Ergebnisse als seine ausgibt, verlässt sie das Unternehmen mit Kresse auf jeder erdenklichen Oberfläche seines Büros. Ihr neuer ...

Leonie arbeitet eigentlich als Pflanzengenetikerin, doch als ihr Chef ihre Ergebnisse als seine ausgibt, verlässt sie das Unternehmen mit Kresse auf jeder erdenklichen Oberfläche seines Büros. Ihr neuer Job führt sie quer durch Deutschland nach München. Aber dort ist das Zimmer klein, teuer und die Arbeit wenig glamourös. Doch dann trifft sie auf Geneviève und nutzt ihren Ideenreichtum für Racheaktionen als Nebenjob.

Der Schreibstil von Julia Bähr ist nüchtern, prägnant und die Gefühle der Protagonisten eher versteckt. Es wird die Gedankenwelt von Leonie nicht direkt beschrieben, eher wird etwas Bestimmtes erwähnt und der darauffolgende Satz enthält vielmehr eine Wertung von Leonie. Die Autorin schreibt auch locker, amüsant und gelegentlich ironisch. Ich musste an so vielen Stellen lachen! Zum Beispiel als Leonie die Angabe der Uhrzeit mit „viertel“ lernen sollte. Leonies Racheaktionen sind sehr raffiniert und ich hab stets amüsiert und etwas ängstlich verfolgt, wie sie diese ausführt. Die Geschichte ist insgesamt erfrischend anders, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Buch liest sich oft als Momentaufnahmen von Leonies Leben. Wir erfahren über einige Monate hinweg ihren Alltag: Wie sie ihre langweilige Arbeit verrichtet, neue Leute trifft, insbesondere Dates, ihre ausgeklügelten Racheaktionen plant und ausführt und sich mit den anderen drei Frauen trifft, die freundlich und unerschrocken sind. Dabei werden auch Themen wie Moral, Konsum, Freundschaft (Nam ist mein Lieblingscharakter) und Gesellschaftskritik angerissen. Die Geschichte nimmt zum Schluss hin einen Spannungsbogen auf, endet für mich aber trotzdem etwas unzufrieden. Bei einigen Handlungssträngen habe ich mich gefragt, warum diese eingebaut wurden oder wohin sie führen sollten (z. B. streitende Eltern, Diebstahl auf der Arbeit). Das Ende der Geschichte ist natürlicherweise nicht das Ende von Leonies Leben, aber die Grenze für meine ungeklärten Gedanken.


Fazit:
„Hustle“ ist wirklich außergewöhnlich und erfrischend anders. Der Schreibstil ist locker, amüsant und prägnant. Die Geschichte über Leonies Leben in München ist teilweise trist, aber durch ihren Nebenjob des Racheengels auch spannend und aufregend. Am Ende sind mir einige Handlungsstränge zu offen und man fragt sich immer noch amüsiert: Was hab ich hier gerade gelesen?

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