Kritisch und mausetot
Tod im Wald der Engelist der Journalist Hartmut Lanski nach der Vernissage der Malerin Anna, der er bei ihrer eigentlich sehr erfolgreichen Ausstellungseröffnung mit kritischen Fragen zugesetzt hat. Und ausgerechnet sie findet ...
ist der Journalist Hartmut Lanski nach der Vernissage der Malerin Anna, der er bei ihrer eigentlich sehr erfolgreichen Ausstellungseröffnung mit kritischen Fragen zugesetzt hat. Und ausgerechnet sie findet bei einem kleinen Entspannungspaziergang nach dem für sie aufwühlenden Event seine Leiche. Sein Tod hat ihn aber nicht davon abgehalten, vorher noch eine saftige Kritik zustande zu bringen und rechtzeitig zum Abdruck vorzulegen.
Grund genug für die gepeinigte Künstlerin, ihn um die Ecke zu bringen - findet jedenfalls die Neusser Ermittlungsleiterin Gabriele Richards und setzt sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Brenner auf Annas Fersen. So sehr, dass Anna nicht umhin kommt, selbst zu ermitteln.
Es gibt einige, für die Entwicklung relevante Erzählstränge, die leider nicht zu Ende ausgeführt werden, was ich sehr schade fand. Auch empfand ich die Rolle von Amateurermittlerin Anna teilweise zu groß - das reichte bis in unrealistische Dimensionen. Doch schreibt die Autorin Andrea Tillmanns mitreißend und anschaulich, auch der Humor kommt - wie es sich bei einem saftigen Lokalkrimi gehört - immer wieder zum Tragen. Eine nicht ganz runde, aber dennoch stimmige Geschichte also.
Kurzum: wer bis zum Ende gespannt sein möchte - und welcher Krimileser will das nicht -, atmosphärische Regionalkrimis mit sympathischen Protagonisten - in diesem Falle vom Niederrhein - mag und auch gegen tierische Ermittlungen nichts einzuwenden hat, der ist hier trotz der kleinen Abstriche goldrichtig aufgehoben und wird seine Freude an der Lektüre haben!