Ein sehr ernstes Thema - überaus emotional präsentiert
Fünf Tage, die uns bleibenMara leidet an Huntington - einer Krankheit, deren Verlauf den qualvollen Verlust von Kontrolle und Gedächtnis mit sich bringt, bevor es mit dem Patienten zu Ende geht. Also in etwa das furchtbarste, was ...
Mara leidet an Huntington - einer Krankheit, deren Verlauf den qualvollen Verlust von Kontrolle und Gedächtnis mit sich bringt, bevor es mit dem Patienten zu Ende geht. Also in etwa das furchtbarste, was man sich vorstellen kann!
Das möchte sie nicht in allen Etappen erleben und noch weniger möchte sie das ihrem Mann und ihrer Tochter, mit denen sie bisher ein sehr glückliches Leben teilte, zumuten - also hat sie vor, sich in einer bestimmten Phase des Krankheitsverlaufs ein Ende zu setzen. Noch fünf Tage sind ihr geblieben, um auf ihre eigene Art und Weise mit allem abzuschließen und sich zu verabschieden, letzte "Duftmarken" im Leben ihrer Lieben zu hinterlassen.
Ein brutales, ein hartes, ein ungewöhnliches Thema? Ja, sicher, aber durch die uramerikanische Erzählweise kommt es dann doch recht "weichgespült" rüber, was ich ziemlich schade finde, zumal ein weiterer Lebensweg mit dem ihrigen verknüpft wird, was aus meiner Sicht nicht sein musste. Dadurch verliert sich aus meiner Sicht der rote Faden, die Handlung ist nicht mehr auf den Punkt gebracht - Maras Schicksal und der mögliche eigene Umgang damit - ein überaus relevantes Thema - steht nicht mehr so uneingeschränkt im Mittelpunkt, wie dieser Erzählstrang, dieses so ernste Thema es eigentlich verdient hätte und verliert sich dadurch ein bisschen. Muss nicht sein aus meiner Sicht - ich zumindest habe den Roman daher nicht ganz so ernst genommen, wie er es meiner Ansicht nach verdient hätte. Ziemlich schade, finde ich!
Eigentlich ein Buch für Fans von Jojo Moyes, Rowan Coleman und auch Lisa Genova - wobei es diesen aus meiner Sicht nicht so recht das Wasser reichen kann.