Es ist einfach nicht zu fassen
Wir sind nicht zu fassenwas so an der Ashville High passiert. Gut, an jeder Highschool in den Staaten wird mal ein bisschen Unfug verzapft, aber das, was der Chaos Club hier bereits seit Jahrzehnten veranstaltet, das geht auf ...
was so an der Ashville High passiert. Gut, an jeder Highschool in den Staaten wird mal ein bisschen Unfug verzapft, aber das, was der Chaos Club hier bereits seit Jahrzehnten veranstaltet, das geht auf keine Kuhhaut - nein, die Kühe befinden sich vielmehr eines Tages auf dem Dach der Schule: es ist eine ganze Herde, die da aufgeboten wird. Wie ist sie dadrauf gekommen?
Nun, bevor man sich darüber Gedanken macht, sollte man zunächst überlegen, wer denn eigentlich hinter dem Chaos Club steht. Zumindest für Max und seine vier Leidensgenossen ist dies eine ausgesprochen brennende Frage, finden sie sich doch eines Nachts auf dem Wasserturm wieder - eine Einladung des Chaos Clubs, die auf mehr - vielleicht sogar auf eine Aufnahme in diese illustre Vereinigung - hoffen ließ, stellte sich als Falle heraus.
Aber es hat auch sein Gutes: die Fünf - bislang eher Einzelgänger - bilden bald eine schlagkräftige Truppe, die dem Chaos Club entgegenhält. Natürlich im Geheimen wie auch der Chaos Club selbst in den 40 Jahren seines Wirkens noch nie entlarvt wurde. Und sind sie erfolgreich? Nun, man wird sehen - wer neugierig geworden ist, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.
Denn hinter diesem Buch steckt viel mehr als seichte amerikanische Jugendunterhaltung, nein, hier geht es um Selbstvertrauen, Vertrauen in andere, um Leistungen - gemeinsame als auch diejenigen, die man als Individuum bringt und vor allem - und dies sollte in viel mehr Jugendbüchern eine Rolle spielen - darum, einen, nämlich seinen Platz in der Welt zu finden.
Der Autor schreibt eindringlich und oft auch entlarvend, die Gestaltung der Charaktere entpuppt sich als seine ganz starke Seite. Nicht nur die Jugendlichen, auch die Lehrer sind wirklich sehr anschaulich gezeichnet, man hat einen jeden direkt vor Augen.
Teilweise erschienen mir die Handlungen und Gedanken nicht so ganz nachvollziehbar, ja, ich empfand sie gar als verwirrend und brauchte eine Weile, um wieder in die Geschichte hineinzufinden. Dennoch ist das Buch lesenswert, zumal sicher nicht jeder sich von den Ausführungen Kurt Dinans irritieren lässt. Eine ungewöhnliche und unterhaltsame Lektüre nicht nur für Jugendliche!