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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2025

Flucht

Noah und der verlassene Leuchtturm
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Noah fand es eigentlich nie besonders aufregend, dass sein Vater bei der Kriminalpolizei arbeitet. Doch plötzlich wird der Alltag der Familie von dunklen Schatten überschattet: Unheimliche Gestalten tauchen ...

Noah fand es eigentlich nie besonders aufregend, dass sein Vater bei der Kriminalpolizei arbeitet. Doch plötzlich wird der Alltag der Familie von dunklen Schatten überschattet: Unheimliche Gestalten tauchen auf, sie werden verfolgt, das Telefon klingelt mit anonymen Anrufen – und schließlich erreicht sie sogar ein Drohbrief. Aus Sorge um Noahs Sicherheit entscheidet sein Vater kurzerhand, ihn übers Wochenende an die Nordsee zu schicken. Dort soll er zur Ruhe kommen und Abstand gewinnen, während sein Vater versucht, der Gefahr auf den Grund zu gehen.
An der Nordsee angekommen, will Noah zusammen mit seinen Freunden Hannes und Ella die Zeit genießen und das Bedrohliche hinter sich lassen. Strand, Meer und frische Luft sollen für Ablenkung sorgen. Doch die dunklen Gestalten aus Berlin haben ihre Spur längst aufgenommen. Schon bald merken die drei Freunde, dass sie alles andere als sicher sind. Die Bedrohung ist näher, als sie dachten – und als sie das ganze Ausmaß der Gefahr erkennen, ist es bereits zu spät für eine einfache Flucht ...



Die Grundidee der Geschichte war wirklich spannend und hat mich neugierig gemacht. Der Mix aus Bedrohung, Flucht und dem Versuch, das Geheimnis zu lösen, hatte viel Potenzial. Allerdings wurde dieses durch einige zu ausführlich beschriebene Szenen – wie etwa die Wattwanderung – ein wenig ausgebremst. Ich hätte mir gerade zu Beginn mehr detektivischen Spürsinn und ein stärkeres Gefühl von Abenteuer gewünscht. Stattdessen verlief die Handlung stellenweise etwas ruhiger, als ich es mir erhofft hatte. Trotzdem ein solides Buch, das Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Rajs Rache

Stadt der bösen Tiere, Band 4 - Die Rache
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Die Suche nach dem gefährlichen weißen Tiger Raj führt Lizard und seinen Freund Taiyo ins pulsierende Herz von Mumbai – und mitten hinein ins Zentrum der Macht. Raj hat ein dunkles Netz gesponnen, das ...

Die Suche nach dem gefährlichen weißen Tiger Raj führt Lizard und seinen Freund Taiyo ins pulsierende Herz von Mumbai – und mitten hinein ins Zentrum der Macht. Raj hat ein dunkles Netz gesponnen, das nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen großes Unheil bedeutet. Entschlossen, dem skrupellosen Tiger endlich das Handwerk zu legen, machen sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise quer durch Indien. Doch der Weg ist voller Gefahren und unerwarteter Begegnungen. Immer wieder treffen sie auf neue Tiere – darunter ein geheimnisvoller Geier –, bei denen sie nie wissen: Sind sie auf ihrer Seite oder führen sie Lizard und Taiyo in eine Falle?
Die Spannung steigt, als sich das Netz um Raj langsam zuzieht. Doch der Weg dorthin ist steinig, und manches Hindernis bringt die Freunde an ihre Grenzen. Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt, während sie der entscheidenden Konfrontation immer näherkommen.


Das Buch liest sich wie ein Staffelfinale, und vieles deutet darauf hin, dass es eine Fortsetzung geben wird – vielleicht im „Tal der bösen Tiere“? Der Gedanke macht neugierig. Was mich beim Lesen jedoch gestört hat, war, dass die weiblichen menschlichen Charaktere wieder einmal als eher nervig dargestellt wurden. Ich frage mich, warum das in dieser Reihe so oft der Fall ist. Außerdem zog sich die Reise diesmal ein wenig in die Länge, was das Lesevergnügen leider etwas getrübt hat. Das Ende kam dann ziemlich abrupt, sodass ich mir unsicher bin, ob es tatsächlich als Abschluss der Staffel gedacht ist oder ob die Geschichte bald weitergeht.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Callahan Castle

Royal Me - The Masquerade
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Willkommen in einer Welt, in der die Monarchie noch immer das Leben der Menschen bestimmt. In einer schicksalhaften Nacht werden die Thronerben verschiedener Königshäuser Hals über Kopf ins schottische ...

Willkommen in einer Welt, in der die Monarchie noch immer das Leben der Menschen bestimmt. In einer schicksalhaften Nacht werden die Thronerben verschiedener Königshäuser Hals über Kopf ins schottische Callahan Castle gebracht. Die Gründe bleiben zunächst im Verborgenen, doch eines ist sicher: Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war. Die jungen Prinzen und Prinzessinnen müssen ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und sich an einen neuen Alltag gewöhnen – abgeschirmt von der Außenwelt, gefangen hinter den dicken Mauern des uralten Schlosses.
Doch wo Titel, Herkunft und Pflichten eigentlich alles bestimmen, beginnen ihre Herzen, ihre eigenen Wege zu gehen. Freundschaft, Eifersucht, Sehnsucht und verbotene Gefühle erwachen – Gefühle, die sich nicht an Regeln halten wollen. Als ein glanzvoller Maskenball angekündigt wird, scheint für einen Moment alles möglich. Versteckt hinter Masken, mutiger als je zuvor, zeigen die jungen Royals, was sie wirklich fühlen, ohne an die Folgen zu denken. Doch jede Entscheidung, jeder Blick kann weitreichende Konsequenzen haben ...


Das Buch bietet viele verschiedene Perspektiven, was einerseits spannend ist, andererseits aber auch dazu führt, dass man anfangs Mühe hat, die Figuren auseinanderzuhalten. Erst nach und nach gelingt es, einen Überblick zu bekommen und die einzelnen Charaktere besser einzuordnen. In diesem Band steht vor allem das Kennenlernen der Figuren und ihrer Beziehungen im Mittelpunkt. Die Handlung nimmt erst gegen Ende richtig Fahrt auf und überrascht mit einer Wendung, die Lust auf Band 2 macht.

Veröffentlicht am 27.06.2025

Beziehungen

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Lola ist erleichtert und voller Freude, als ihre Mitbewohnerin und Freundin Vivian endlich jemanden kennenlernt, der sie aufblühen lässt: den charmanten und wortgewandten Pascal. Vivian, die bisher eher ...

Lola ist erleichtert und voller Freude, als ihre Mitbewohnerin und Freundin Vivian endlich jemanden kennenlernt, der sie aufblühen lässt: den charmanten und wortgewandten Pascal. Vivian, die bisher eher als schüchtern und zurückgezogen galt, scheint sich an seiner Seite zu verändern. Endlich hat sie Anschluss gefunden, denkt Lola. Doch die anfängliche Begeisterung weicht schon bald wachsender Sorge. Nach einigen Wochen mit Pascal benimmt sich Vivian immer merkwürdiger. Sie wird unzuverlässig, sagt Verabredungen ab und verstrickt sich immer häufiger in widersprüchliche Aussagen und Lügen. Lola spürt, dass etwas nicht stimmt – doch sie kommt nicht an Vivian heran. Der Bruch folgt, als die beiden sich heftig streiten. Am nächsten Morgen ist Vivian verschwunden. Keine Nachricht, kein Hinweis, wohin sie gegangen ist. Es ist, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.
Lola ist verzweifelt. Sie sucht Rat bei Vivians Halbbruder Elias, der ihre Sorge teilt. Auch er glaubt, dass hinter Vivians Verschwinden mehr steckt. Da die Polizei zunächst keinen Hand-lungsbedarf sieht, beschließen Lola und Elias, selbst aktiv zu werden. Gemeinsam beginnen sie, Vivian zu suchen und Hinweise zu sammeln. Je tiefer sie graben, desto stärker wird ihr Verdacht, dass Pascal nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Während der nervenaufreibenden Suche kommen sich Lola und Elias langsam näher. Doch sie ahnen nicht, welche gefährlichen Entscheidungen Vivian längst getroffen hat und wie weit sie bereits gegangen ist – getrieben von dem Wunsch, geliebt zu werden.

Das Buch ist fesselnd geschrieben und hat mich bis zum Schluss mitgerissen. Oft habe ich mich gefragt, wie bestimmte Dinge zusammenhängen, und die Auflösung am Ende war schlüssig. Einige meiner Vermutungen bestätigten sich, aber es blieb bis zuletzt spannend. Ohne zu spoilern: Besonders Lolas einseitige Sichtweise und ihre hilflose Art fand ich teil-weise anstrengend, da ihr Verhalten manchmal nicht ganz zur Situation passte. Interessant war für mich, dass ich durch die Geschichte zum ersten Mal von der sogenannten Loverboy-Methode erfahren habe.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein Zettel, ein Name – und vielleicht die große Liebe?

Als ich dich traf
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Daphne Bell lebt nach einem ganz besonderen Prinzip: Seit dem Ende ihrer Schulzeit erhält sie bei jeder neuen Bekanntschaft mit einem Mann einen mysteriösen Zettel – darauf stehen sein Name und eine Zahl. ...

Daphne Bell lebt nach einem ganz besonderen Prinzip: Seit dem Ende ihrer Schulzeit erhält sie bei jeder neuen Bekanntschaft mit einem Mann einen mysteriösen Zettel – darauf stehen sein Name und eine Zahl. Diese Zahl gibt an, wie lange ihre Beziehung dauern wird. Drei Tage mit Martin in Paris. Fünf Wochen mit Noah in San Francisco. Drei Monate mit Hugo, ihrem Ex-Freund, der mittlerweile ihr bester Freund ist. Diese Zettel bestimmen seit Jahren Daphnes Liebesleben – und zugleich wartet sie sehnsüchtig auf den einen Zettel, der kein Ablaufdatum trägt.
Dann, an einem Abend in ihrem Lieblingsrestaurant in Los Angeles, trifft sie bei einem Blind Date auf Jake. Auf dem Zettel steht nur sein Name – keine Zahl, kein Hinweis auf ein Ende. Ist er der Eine? Daphne lässt sich auf Jake ein und verliebt sich langsam in ihn. Doch während ihre Gefühle wachsen, wächst auch ihre Unsicherheit. Denn Daphne trägt ein Geheimnis mit sich, das – ihrer Meinung nach – alles zerstören könnte. Die Frage ist nur: Ist das Geheimnis wirklich so schlimm, wie sie denkt?



Die Grundidee fand ich sehr spannend – eine Art magischer Liebeskompass, der einem sagt, wie lange eine Beziehung hält. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Geschichte zieht sich über weite Strecken, und das große Geheimnis, um das so viel Aufhebens gemacht wird, ist letztlich enttäuschend und nicht besonders schockierend. Es wirkte eher, als ob die Hauptfigur das Problem selbst unnötig dramatisiert. Auch der Schreibstil war für mich verwirrend – ich habe oft den Faden verloren, da manche Gedanken oder Rückblicke nicht klar voneinander getrennt waren. Erst im letzten Viertel kam endlich Spannung auf, und ich war dann doch neugierig, wie es ausgeht. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugt – die Idee hatte Potenzial, das leider nicht ausgeschöpft wurde.