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Veröffentlicht am 27.09.2025

Bananen in der Eifel

Detektei Anton: Ausgerechnet Bananen
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Die 13-jährige Rahel ist alles andere als begeistert, als ihre Familie ins verschlafene Eifeldorf Brehl zieht. Langeweile scheint hier vorprogrammiert – bis plötzlich Einbrecher und Drogenhändler auftauchen. ...

Die 13-jährige Rahel ist alles andere als begeistert, als ihre Familie ins verschlafene Eifeldorf Brehl zieht. Langeweile scheint hier vorprogrammiert – bis plötzlich Einbrecher und Drogenhändler auftauchen. Endlich passiert etwas, und Rahel stürzt sich voller Eifer ins Abenteuer. Sie ist fest entschlossen, den Verbrechen auf den Grund zu gehen, die bald sogar ihre Schule betreffen. Doch je tiefer sie gräbt, desto gefährlicher wird es. Ihr Bruder Silas kann sie nicht länger beschützen, denn auch er selbst gerät in höchste Gefahr. Zum Glück gibt es Onkel Anton, der trotz seiner Einschränkungen mit wachem Blick und zusammen mit Hund Caruso den Überblick behält und wichtige Hinweise liefert.


Ich habe eigentlich ein Jugendbuch erwartet, aber die Geschichte richtet sich eher an Leseanfänger. Viele Szenen wirken sehr ausgedehnt – so wird etwa ein kompletter Gottesdienst ausführlich beschrieben. Für mich hat das die Spannung deutlich gebremst und das Lesen nicht immer zum Genuss gemacht. Positiv fand ich jedoch, dass Rahel mit ihren Gedanken und Einschätzungen häufig meine Sicht teilt. Besonders gelungen ist die Figur des Onkel Anton: Er zeigt eindrücklich, dass Menschen mit Einschränkungen klug, liebenswert und voller Überraschungen sein können, wenn man ihnen die Chance gibt. Das ist eine wertvolle Botschaft, die Kindern vermittelt, Vorurteile zu hinterfragen und offen auf andere zuzugehen. Der eigentliche Kriminalfall tritt dagegen etwas in den Hintergrund, da viele Situationen sehr breit erzählt werden. Für erfahrene Leserinnen und Leser mag das langatmig wirken, doch gerade Einsteiger können in diesen Schilderungen Freude finden, weil sie sich leichter in den Ablauf hineinversetzen können. Insgesamt eine nette Geschichte mit wichtigen Ansätzen, die aber noch mehr Spannung vertragen hätte.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Määääh

Landluft, Mord und Eifelglück: Der tote Schäfer
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Sommer in der Eifel – eigentlich wollte Tilla nur ihre entlaufene Katze Miau Tse-tung wiederfinden. Doch statt Samtpfoten trifft sie im Dorf Elzbach auf eine herrenlose Schafherde, die für Chaos sorgt. ...

Sommer in der Eifel – eigentlich wollte Tilla nur ihre entlaufene Katze Miau Tse-tung wiederfinden. Doch statt Samtpfoten trifft sie im Dorf Elzbach auf eine herrenlose Schafherde, die für Chaos sorgt. Der Schäfer fehlt, und die Tiere haben ohne Aufsicht ihren eigenen Kopf. Als Tillas Freund Hölzi den Mann schließlich in einer Höhle entdeckt, ist klar: Er wurde ermordet.
Kurz darauf erschüttert ein weiterer Todesfall das Dorf: Rosel, eine lebensfrohe Seniorin, stirbt unerwartet – kurz nachdem sie in Tillas mobilem Krämerladen Interesse an einer Pistole gezeigt hat. Die Polizei sieht keinen Anlass für Ermittlungen, doch Tilla ist überzeugt: Rosels Tod war kein Zufall. Während die Beamten die Akte schließen, beginnt sie selbst zu ermitteln.
Zwischen Sommeridylle, Dorfklatsch und Schafen entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel. Tilla stößt auf Ungereimtheiten, vertraut ihrem Gespür mehr als den offiziellen Einschätzungen und gerät immer tiefer in ein Geflecht aus Geheimnissen und alten Wunden. Nebenbei sucht sie weiter nach ihrer Katze und schlägt sich mit ihrem eigenwilligen Hund herum.


Der Reihenauftakt hat mich sofort gepackt. Die Mischung aus Cosy-Crime, Eifel-Setting und liebevoll gezeichneten Figuren erinnert zwar an Reihen wie Mord mit Aussicht, wirkt aber frisch und originell. Besonders Rosels Tod hat mich bewegt – sie hatte ein erfülltes Leben, konnte aber keinen friedlichen Lebensabend genießen. Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen, sodass man lange im Dunkeln tappt, bevor der Aha-Moment kommt. Die Figuren sind sympathisch und haben viel Potenzial für weitere Bände. Den Hund hätte ich persönlich nicht gebraucht – Tilla hat mit ihrer Katze schon genug Charakterstärke an der Seite. Aber vielleicht fügt sich das noch ein. Alles in allem ein spannender, unterhaltsamer Auftakt, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Ferienjob

Death at Morning House
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Marlowe hat ein Händchen dafür, ins Chaos zu geraten – doch diesmal schießt sie über das Ziel hinaus. Als eine Kerze bei ihr explodiert und sie damit unabsichtlich das Haus der Nachbarn in Brand setzt, ...

Marlowe hat ein Händchen dafür, ins Chaos zu geraten – doch diesmal schießt sie über das Ziel hinaus. Als eine Kerze bei ihr explodiert und sie damit unabsichtlich das Haus der Nachbarn in Brand setzt, ist der Skandal perfekt. Von da an gilt sie in ihrer kleinen Stadt als tollpatschige Außenseiterin, über die alle tuscheln. Um Abstand zu gewinnen und vielleicht auch ein Stück Normalität zurückzuerlangen, nimmt sie einen Ferienjob an. Dieser führt sie auf eine abgelegene Insel, auf der sie zusammen mit einer Gruppe anderer Teenager Besucher durch eine alte Villa führen soll.
Die Villa ist nicht irgendein Haus, sondern ein halb verfallenes Anwesen, das schon von außen Geschichten atmet. Zwischen knarrenden Dielen, bröckelnden Mauern und verwunschenen Räumen soll Marlowe den Touristen die Vergangenheit näherbringen. Doch die Idylle der Insel trügt. Schon bald wird klar, dass die düstere Geschichte des Hauses weit mehr als ein nettes Aushängeschild für Führungen ist.
In den Dreißigerjahren lebte hier ein Arzt mit seinen Adoptivkindern. Was anfangs wie eine große Familie wirkte, endete in einer Tragödie: Eines Tages verließen alle gemeinsam das Anwesen – und niemand von ihnen kehrte je zurück. Dieses geheimnisvolle Verschwinden lastet noch immer wie ein Schatten über dem Ort. Je mehr Marlowe und ihre Mitstreiter über die Vergangenheit erfahren, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute. Unerklärliche Vorkommnisse häufen sich, Verdächtigungen entstehen, und schnell wird klar: Die Gefahren, die von der Insel ausgehen, sind keineswegs vergangen.


Das Setting hat mir ausgesprochen gut gefallen – die Kombination aus alter Villa, abgeschiedener Insel und düsterer Familiengeschichte erzeugt eine dichte, atmosphärische Spannung. Besonders die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, fand ich packend. Die damaligen Charaktere sind vielschichtig und haben mich von Anfang an gefesselt. Auch die Verbindung zwischen den beiden Zeitebenen ist geschickt konstruiert und sorgt dafür, dass man neugierig weiterliest. Die Figuren aus der Gegenwart wirkten zwar sympathisch, doch etwas weniger greifbar und charismatisch als die historischen Figuren. Trotzdem hat mich die Geschichte durchgehend in ihren Bann gezogen. Ich hoffe sehr, dass es noch weitere Werke der Autorin geben wird, denn ihr Schreibstil und die Art, Atmosphäre aufzubauen, haben mich überzeugt.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Rätsel über Rätsel

Mr Griswolds Bücherjagd - Das Spiel beginnt
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Für Emily bedeutet der Umzug nach San Francisco Abschied von vertrauten Orten und Freunden. Doch ein Lichtblick begeistert sie: Ihr großes Idol, Garrison Griswold, lebt hier – der bekannte Verleger und ...

Für Emily bedeutet der Umzug nach San Francisco Abschied von vertrauten Orten und Freunden. Doch ein Lichtblick begeistert sie: Ihr großes Idol, Garrison Griswold, lebt hier – der bekannte Verleger und Gründer von Mr. Griswolds Bücherjagd. Das beliebte Spiel verbindet Buchliebe mit Rätseln und Schatzsuchen. Spieler verstecken Bücher, die andere mithilfe cleverer Hinweise finden müssen. Für Emily, die Abenteuer und Bücher liebt, scheint es ein Traum, nun so nah an der Quelle zu sein.
Doch der Traum zerplatzt schnell: Kaum in der Stadt, erfährt sie, dass Griswold Opfer eines Angriffs wurde und im Koma liegt – genau an dem Tag, an dem sein neues, spektakuläres Spiel starten sollte. Niemand weiß, worum es dabei ging. Für Emily ist klar: Hinter dem Vorfall steckt mehr, als es scheint.
Gemeinsam mit ihrem neuen Freund James entdeckt sie ein unscheinbares Buch, das Griswold gehört haben muss. Bald wird klar: Es enthält Hinweise auf sein geheimes Projekt – und womöglich auch auf das Motiv für den Angriff. Die Kinder beschließen, das Rätsel zu lösen. Doch sie sind nicht allein: Eine unbekannte Person ist ebenfalls hinter dem Buch her und schreckt vor nichts zurück.

Die Grundidee fand ich spannend, doch der Geschichte fehlte für mich der nötige Schwung. Besonders die vielen Rätsel, die eigentlich den Reiz ausmachen sollten, waren so gestaltet, dass man als Leser kaum miträtseln konnte. Statt aktiv einzutauchen, blieb man Zuschauer, während die Figuren eine Lösung nach der anderen präsentierten. Das nahm mir viel von der erhofften Spannung. Zwar war das Finale actionreich und temporeich, doch auch hier blieb das Gefühl, dass man mehr aus der Story hätte machen können. Ich musste mich immer wieder selbst motivieren, weiterzulesen, da mich die Handlung nicht dauerhaft fesseln konnte.

Veröffentlicht am 27.09.2025

Dämonenkatze

Spookily Yours
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Willow ist eine Hexe – und das ist im malerischen Pleasant Grove keineswegs ungewöhnlich. Überall trifft man auf magiebegabte Menschen, die ihr Leben zwischen Zaubertränken, Ritualen und Alltag verbringen. ...

Willow ist eine Hexe – und das ist im malerischen Pleasant Grove keineswegs ungewöhnlich. Überall trifft man auf magiebegabte Menschen, die ihr Leben zwischen Zaubertränken, Ritualen und Alltag verbringen. Für Willow bedeutet das einerseits Geborgenheit, andererseits Stillstand. Sie liebt ihre Arbeit im Café ihrer Schwester, wo sie Kuchen serviert, Zauberkaffee aufbrüht und den Klatsch aufschnappt. Doch in ihr wächst das Gefühl, dass dieses ruhige Leben nicht alles sein kann. Sie sehnt sich nach mehr – nach Abenteuern, Geheimnissen und vielleicht auch nach einer tieferen Bedeutung.
Als eines Abends ein schwarzer Kater auftaucht, verändert sich alles. Zu ihrer Überraschung spricht er mit ihr. Er heißt Damien, ist ein verfluchter Dämon und bittet sie um Hilfe. Für Willow ist klar: Das ist ihre Chance. Mit Kräutern, Mondlicht und den richtigen Formeln gelingt es ihr, Damien zu erlösen. In menschlicher Gestalt überrascht er sie: düstere Aura, gefährliche Vergangenheit – und leider auch ziemlich attraktiv.
Doch kann sie ihm trauen? Wer hat ihn verflucht, und warum? Welche Geheimnisse verbirgt er? Und wird Willow stark genug sein, ihm zu helfen – und ihrem Herzen zu widerstehen?

Das Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Der Stil ist flüssig, atmosphärisch und lädt zum Abtauchen ein. Dennoch ist die Handlung vorhersehbar und nicht allzu tiefgründig. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zu schnell – kaum begegnen sie sich, sind sie praktisch schon verliebt. Auch die „große Reise“ wirkte wie ein Pflichtpunkt, der eher nüchtern abgehandelt wurde. Besonders störte, dass sie sich ständig mit „meine Hexe“ und „mein Dämon“ anreden – das wirkte bald ermüdend. Vieles hätte man straffen können, um Raum für echte Spannung und Charaktertiefe zu schaffen.
Trotzdem: Der Schreibstil überzeugt und lässt einen über manche Schwäche hinwegsehen. Eine solide Geschichte mit Potenzial, aber ohne echte Originalität.