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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Der Vampir aus dem 18. Jahrhundert

Keine Zeit für Vampire
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Nachdem in den USA ihr Leben aus den Fugen geraten ist, reist Iolanthe zu einer Verwandten nach Österreich, um Abstand zu gewinnen. Eines Nachmittags zieht es sie mit ihrer Kamera in den Wald – dort möchte ...

Nachdem in den USA ihr Leben aus den Fugen geraten ist, reist Iolanthe zu einer Verwandten nach Österreich, um Abstand zu gewinnen. Eines Nachmittags zieht es sie mit ihrer Kamera in den Wald – dort möchte sie einige Naturaufnahmen machen. Doch plötzlich entdeckt sie eine seltsam wirbelnde Erscheinung. Als sie näher tritt, verliert sie das Bewusstsein – und erwacht im 18. Jahrhundert.

Verwirrt und völlig orientierungslos wird sie von Nikola aufgefunden, einem geheimnisvollen Adligen, der sie auf seine abgelegene Burg bringt. Für Iolanthe fühlt sich alles wie ein schlechter Film an. Die Bewohner der Burg halten sie für verrückt – oder schlimmer noch: für eine Hure. Erst nach und nach beginnt sie zu begreifen, dass sie sich tatsächlich in der Vergangenheit befindet – und dass Nikola die Wahrheit sagt. Auch seine Behauptung, er sei ein Vampir, ist kein Spiel.



Dieser Band gehört zu meinen absoluten Lieblingen der Reihe. Das mittelalterlich geprägte Setting bringt eine willkommene Abwechslung und sorgt für eine dichte Atmosphäre. Einige Szenen sind selbst nach über zwölf Jahren noch immer amüsant und unvergesslich. Die Geschichte ist hervorragend gealtert und hätte es definitiv verdient, als Neuausgabe wiederentdeckt zu werden. Eine Fortsetzung oder neue Bände in diesem Stil wären mehr als wünschenswert!

Veröffentlicht am 04.05.2025

Die tote Wahrsagerin

Das Mörderarchiv: Der Tod, der am Dienstag kommt
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„Jemand hat Olivia Gravesdown umgebracht.“ – Mit diesen Worten begegnet die Wahrsagerin Peony Lane der Krimiautorin Annie bei einem nebligen Morgenspaziergang in Castle Knoll. Die exzentrische Seherin ...

„Jemand hat Olivia Gravesdown umgebracht.“ – Mit diesen Worten begegnet die Wahrsagerin Peony Lane der Krimiautorin Annie bei einem nebligen Morgenspaziergang in Castle Knoll. Die exzentrische Seherin ist im verschlafenen Dorf berüchtigt für düstere Prophezeiungen, in denen der Tod oft eine Rolle spielt. Während manche Bewohner ihre Vorhersagen ernst nehmen, lächeln andere nur müde über Aussagen wie: „Der Tod kommt an einem Dienstag.“
Doch kurz darauf wird Peony selbst tot aufgefunden – ausgerechnet in Annies Gewächshaus. In ihrem Rücken steckt ein antiker Dolch, der voller Fingerabdrücke der jungen Schriftstellerin ist. Schnell steht Annie unter Verdacht. Wer hat der Wahrsagerin ihr tödliches Schicksal besiegelt – und warum soll Annie den Mord begangen haben?
Auf der Suche nach Antworten wendet sich Annie dem „Mörderarchiv“ ihrer verstorbenen Tante zu – einer geheimen Sammlung mit Informationen über jeden einzelnen Dorfbewohner. Mit jeder geöffneten Schublade kommen mehr dunkle Geheimnisse ans Licht. Doch je näher Annie der Wahrheit kommt, desto größer wird die Gefahr, selbst zum nächsten Opfer zu werden.

Der zweite Band der Reihe bringt wieder charmanten Cozy-Crime-Flair, doch die lange Pause seit Band 1 erschwert den Einstieg – viele Namen sind nur noch vage in Erinnerung. Die vielen Spuren machen das Miträtseln spannend, doch das Ende wirkt überhastet und wenig eindrucksvoll. Es bleibt der Eindruck, dass man den Mörder bald wieder vergessen haben wird.

Veröffentlicht am 04.05.2025

In Einzelbänden gelesen 3 rezis

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 2 - Spiel im Schatten (Bände 4-6)
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Ein feierliches Dinner im Hause Holt steht bevor – ein wichtiger Abend für Danielle, die sich von ihrer besten Seite zeigen muss. Der Bürgermeister ist ebenfalls geladen, denn Danis Vater möchte bedeutende ...

Ein feierliches Dinner im Hause Holt steht bevor – ein wichtiger Abend für Danielle, die sich von ihrer besten Seite zeigen muss. Der Bürgermeister ist ebenfalls geladen, denn Danis Vater möchte bedeutende Geschäftsbeziehungen festigen. Doch aus dem eleganten Abend wird ein Albtraum: Plötzlich stürmen Bewaffnete das Anwesen und nehmen Danielle und ihre Mutter als Geiseln. In Gefangenschaft, unter Lebensgefahr, rückt das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter unerwartet in den Fokus – eine Aussprache, die längst überfällig war, bringt verdrängte Wahrheiten ans Licht.
Währenddessen verfolgen Mason, Olivia und Randy unbeirrt ihre Spur im Mordfall Marietta King. Sie ahnen nicht, in welcher Gefahr sich ihre Freundin befindet, und konzentrieren sich weiter auf das mysteriöse Kind, das angeblich in Barrington Cove lebt und eine entscheidende Verbindung zur Toten haben könnte.
Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen – doch nicht jeder ist bereit, die Wahrheit ans Licht kommen zu lassen ...
4/5 Hasenohren
Die Handlung war spannend und emotional, auch wenn ich das Setting mit dem Schiff eher als ruhig empfand – ein kleiner Dämpfer in einem ansonsten nervenaufreibenden Band. Besonders gelungen fand ich die Entwicklung der Figur Shannon, bei der man merkt, dass ihre Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen ist. Danielles Großmutter sticht ebenfalls positiv hervor – eine starke, ungewöhnliche Figur mit Charme und Ecken. Die Mischung aus Familiengeheimnissen, Entführung und Mordfall bleibt fesselnd – auch wenn ich mir zwischendurch etwas mehr Tempo gewünscht hätte.


Nach den erschütternden Enthüllungen im vorherigen Band sind sich Mason, Olivia, Randy und Danielle sicher: Nur wenn sie den Fall Marietta King vollständig lösen, können sie ihr eigenes Leben retten. Ein Hinweis von Olivias Kontakt bei der Barrington Cove Gazette führt sie zu einem stillgelegten Waisenhaus im Nachbarort – ein Ort voller Schatten und vergessener Schicksale. Könnte Marietta dort ihr Kind zur Welt gebracht haben? Die Spur ist vage, doch der Verdacht erhärtet sich, und die Ermittlungen der vier Freunde führen sie tiefer denn je in die Vergangenheit.
Parallel dazu werfen Rückblicke ins Jahr 1984 ein neues Licht auf die dramatischen Stunden vor Mariettas Tod. Es geschehen Dinge, die nicht nur den Mord, sondern auch das Verhalten der damaligen Ermittler in einem anderen Licht erscheinen lassen. Auf dem Polizeirevier von Barrington Cove werden alte Akten verschlossen, Zeugen eingeschüchtert – und gefährliche Mächte tun alles, um ihre Geheimnisse zu bewahren. Die Wahrheit scheint zum Greifen nah, doch sie ist auch gefährlicher denn je.
5/5 Hasenohren
Der Band war unglaublich spannend und intensiv – vielleicht sogar etwas zu viel auf einmal. Die vielen Perspektivwechsel und parallelen Zeitebenen machen das Lesen zwar aufregend, fordern aber auch volle Konzentration. Manchmal hätte weniger Action dem Lesefluss gutgetan. Trotzdem war die Auflösung rund um Mariettas Baby ein echter Gänsehautmoment. Vor allem, weil wir der betreffenden Person bereits begegnet sind – das war ein genialer erzählerischer Kniff. Die Geschichte schreitet mit großen Schritten voran, und man merkt: Das Finale rückt näher.



Der Gründungstag von Barrington Cove steht bevor, und an der High School wird ein großes Fest gefeiert. Neben den Schülern und Lehrkräften sind auch viele Eltern, der Bürgermeister und Priscilla van Straten anwesend – ein gesellschaftliches Großereignis für den ganzen Ort. Selbst Chris Archer und Lucian wurden eingeladen, um die Veranstaltung fotografisch zu dokumentieren. Alles scheint perfekt vorbereitet, doch die festliche Stimmung wird jäh unterbrochen, als sich ein verwirrter Mann zu Wort meldet. Seine Behauptung: Die ausgestellte Gründungsurkunde der Stadt sei gefälscht.
Was zunächst wie das wirre Gerede eines Einzelnen klingt, zieht bald schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Noch während die Gäste rätseln, ob an der Geschichte etwas dran sein könnte, überschlagen sich die Ereignisse. Unerwartete Enthüllungen, versteckte Wahrheiten und ein dramatischer Zwischenfall stellen nicht nur das Fest, sondern das gesamte Vertrauen in Barrington Cove infrage. Die Lage eskaliert – und plötzlich schwebt jeder in der Schule in Gefahr.
5/5 Hasenohren
Dieser Band war wieder äußerst spannend, wenn auch etwas überladen. Die vielen Enthüllungen, Geheimnisse und Wendungen hätten sich besser auf zwei Bände verteilen lassen, um den Leser:innen mehr Raum zum Verarbeiten zu geben. Trotzdem war die Handlung fesselnd, und das tragische Ende kam vollkommen überraschend. Gerade als man dachte, es könne kaum noch dramatischer werden, zieht die Geschichte erneut alle Register. Der Spannungsbogen war intensiv, und man konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Trotz des rasanten Tempos bleibt es eines der stärkeren Kapitel der Reihe.

Veröffentlicht am 04.05.2025

Getrennt gelesen Bitte bei Rezis beachten

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1 - Die vergessenen Akten (Bände 1-3)
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Als Mason fälschlich beschuldigt wird, drogensüchtig zu sein und mit Drogen zu handeln, gerät sein Leben aus den Fugen. Eine turbulente Kette von Ereignissen bringt vier völlig unterschiedliche Jugendliche ...

Als Mason fälschlich beschuldigt wird, drogensüchtig zu sein und mit Drogen zu handeln, gerät sein Leben aus den Fugen. Eine turbulente Kette von Ereignissen bringt vier völlig unterschiedliche Jugendliche zusammen: Mason, der sportliche Junge, dessen Gesundheit ihm eine Profikarriere verbaut hat; Olivia, ein kluges Mädchen aus einem der ärmsten Viertel der Stadt; Danielle, die Tochter eines einflussreichen Anwalts; und Randy, ein technikbegeisterter Waisenjunge, der bei seiner fleißigen Tante lebt.
Gemeinsam versuchen sie, Masons Unschuld zu beweisen – und stoßen dabei auf ein dunkles Geheimnis: Vor dreißig Jahren wurde die Schülerin Marietta King ermordet. Schnell erkennen sie, dass ihre eigenen Eltern in den ungeklärten Fall verwickelt sind. Ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und alten Wunden breitet sich vor ihnen aus. Ihre Ermittlungen führen sie in die Vergangenheit – und decken Stück für Stück auf, was wirklich geschah.
Die zentrale Frage, die alles überschattet: Wer hat Marietta King getötet?
5/5 Hasenohren
Die Serie startet spannend und bietet eine dichte Atmosphäre. Leserinnen und Leser lernen nach und nach die vier Hauptfiguren kennen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und gerade deshalb so gut zusammen funktionieren.
Mit kurzen Bänden und insgesamt 24 schmalen Bänden ist das Buch ideal für alle, die wenig Zeit haben, aber trotzdem etwas Intensives und Mitreißendes lesen wollen. Eine fesselnde Mischung aus Jugenddrama, Krimi und Mystery, die süchtig macht.



Mason, Olivia, Randy und Danielle setzen ihre Ermittlungen im mysteriösen Mordfall um Marietta King fort. Ihre Spurensuche führt sie tief in die Vergangenheit – und bringt ein lange verborgenes Geheimnis ans Licht, das alles, was sie bisher zu wissen glaubten, infrage stellt. Wer war Marietta wirklich, und was verheimlichen ihre Eltern?
Parallel verfolgt Olivia ein ganz eigenes Ziel: Sie möchte an einem Fotowettbewerb teilnehmen, der jungen Künstlerinnen eine große Bühne bietet. Doch kurz vor der Ausstellung wird alles zerstört – Vandalen haben ihr Werk und das anderer Teilnehmer verwüstet. Der Verdacht fällt auf viele, doch niemand scheint etwas gesehen zu haben. Wird es dem Team gelingen, den Täter rechtzeitig zu entlarven und Olivias Traum zu retten?
4/5 Hasenohren
Die Geschichte bleibt spannend, die Mischung aus Kriminalfall, Freundschaft und persönlichem Drama funktioniert erneut gut. Besonders die Nebenhandlung rund um Olivias Leidenschaft für Fotografie bringt frischen Wind in die Serie. Kritisch sehe ich allerdings die plötzlich eingeführte Liebesgeschichte – kaum gesehen, schon verliebt und ein Paar. Das wirkte auf mich zu abrupt und wenig glaubwürdig. Dennoch ist der Band insgesamt gelungen, unterhaltsam und macht Lust auf mehr.





Randy tüftelt an einer geheimen App, mit der er seinen Freunden eine sichere und unauffällige Kommunikation ermöglichen will. Doch plötzlich läuft etwas schief: Es scheint, als habe jemand seine Idee kopiert – oder schlimmer noch, als wäre der mysteriöse Graf ihren Ermittlungen näher, als sie dachten. Wer spielt ein falsches Spiel im Hintergrund?
Währenddessen geben Mason, Olivia, Randy und Danielle ihre Suche nach der Wahrheit über Marietta King nicht auf. Ein neuer Hinweis führt sie zu einer schockierenden Spur: Marietta war offenbar schwanger – was ist mit dem Baby geschehen, von dem die Zirkusleute andeutungsweise gesprochen haben? Stück für Stück setzen die vier das Puzzle zusammen, doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto gefährlicher wird es.
5/5 Hasenohren
Der Band überzeugt mit Spannung, technischen Spielereien und einer weiteren spannenden Wendung in der Marietta-King-Saga. Besonders interessant fand ich die Idee der geheimen App – so etwas hätte ich selbst gern! Außerdem schön: Masons Vater spielt endlich eine aktivere Rolle. Seine sympathische und ruhige Art macht ihn zu einem der Figuren, die man gerne häufiger lesen würde. Ein rundum gelungener Teil der Serie, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 13.04.2025

Göttlich

Fates & Furies 3. Unleashed
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Helens Kampf in der Welt der Götter wird immer dramatischer, denn der drohende zweite Trojanische Krieg wirft seine Schatten voraus. Die vier Scion-Häuser stehen sich unversöhn-lich gegenüber, und der ...

Helens Kampf in der Welt der Götter wird immer dramatischer, denn der drohende zweite Trojanische Krieg wirft seine Schatten voraus. Die vier Scion-Häuser stehen sich unversöhn-lich gegenüber, und der Frieden scheint endgültig zerbrochen. Nur Helen, Lucas und Orion können verhindern, dass die unsterblichen Götter die sterbliche Welt unterwerfen. Um das Blatt zu wenden, müssen sie neue Allianzen schmieden und sich in ein Netz aus uralten Feindschaften, göttlicher Macht und menschlicher Unsicherheit begeben.
Während Helens Kräfte stetig wachsen, wächst auch das Misstrauen in ihrem Umfeld. Selbst ihre engsten Freunde beginnen, an ihr zu zweifeln. Zwischen göttlichen Pflichten und gefährlichen Intrigen steht Helen vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Kann sie die Menschheit retten, ohne sich selbst zu verlieren? Und was wird aus ihren Gefühlen für Lucas – einer Liebe, die eigentlich nicht sein darf?

Es ist nun leider endgültig bewiesen: Die Geschichte bleibt einfach nicht im Gedächtnis. Immer wieder tauchen Figuren auf, bei denen ich mich frage: Wer war das nochmal? Habe ich da was verwechselt? Es war oft verwirrend, als würden Namen und Ereignisse verschwimmen. Ich hatte gehofft, dass Band 3 damals einfach nur gefehlt hatte, aber jetzt weiß ich – es lag wohl eher an der Umsetzung. Trotzdem habe ich es durchgezogen, denn in der Vergangenheit hatte ich diesen Teil nie beendet. Und vielleicht lohnt es sich ja jetzt, wo nach über zehn Jahren tatsächlich noch ein vierter Band erschienen ist. Ich hoffe jedenfalls, dass er mehr Eindruck hinterlässt.