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Tschy

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2025

Der Club-Mörder

Der zweite Verdächtige
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Der bekannte Pflichtverteidiger Rocco Eberhardt wird gebeten einen Fall zu übernehmen. Es geht um den homosexuellen Junkie Jan Staiger, der beschuldigt wird, einen Bekannten in einem Berliner Szeneclub ...

Der bekannte Pflichtverteidiger Rocco Eberhardt wird gebeten einen Fall zu übernehmen. Es geht um den homosexuellen Junkie Jan Staiger, der beschuldigt wird, einen Bekannten in einem Berliner Szeneclub mit Liquid Ecstasy umgebracht zu haben. Er beteuert seine Unschuld und auch als es einen zweiten Mord gibt, glaubt Rocco ihm und probiert zusammen mit seinem Freund und Fall-Partner Tobi die Unschuld von Jan Staiger zu beweisen. Das ist natürlich nicht so einfach, denn auch die Staatsanwaltschaft ist gut vorbereitet.
Das Buch ist super spannend geschrieben und ich mag den Schreibstil und die Protagonisten sehr. Was mir auch gut gefällt ist, dass die Kapitel relativ kurz sind und durch die Zeit- und Ortsangabe weiß man es gleich einzuordnen. Es gibt wie immer bei Tsokos unerwartete spannende Wendungen und das Buch ist definitiv ein toller Justiz-Krimi.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Geschichten vom Kaiserdamm

Menschen am Kaiserdamm
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Oliver Ohmann nimmt uns mit auf den Kaiserdamm, eine der tollen Prachtstraßen in Berlin. Es geht auf Zeitreise und wir erfahren als Leser viel von der Familiengeschichte von Oliver Ohmann, der 30 Jahre ...

Oliver Ohmann nimmt uns mit auf den Kaiserdamm, eine der tollen Prachtstraßen in Berlin. Es geht auf Zeitreise und wir erfahren als Leser viel von der Familiengeschichte von Oliver Ohmann, der 30 Jahre am Kaiserdamm wohnte. Es werden sehr liebevoll ganz unterschiedliche, aber immer sehr interessante Geschichten erzählt von Berühmtheiten und auch weniger bekannten Berlinern. Der Kaiserdamm misst vom Sophie zum Theo nur 1680 Meter und ist von Hausfassade zu Hausfassade 50 Meter breit und doch hat er so herrlich viel zu erzählen. Ein Highlight, das mir in Erinnerung bleiben wird, ist die Beschreibung des ersten AVUS Rennens im September 1921 gleich um die Ecke. Toll waren auch die wenigen Bilder zum Beispiel von einem typischen alten Aufzug in einem Kaiserdamm-Haus. Durch das Buch erlebt man auch noch einmal ganz viel Berliner und Deutsche Geschichte und ich habe viel dazugelernt. Wer weiß schon, dass Dieter Hallervordens Kabarettbühne die Wühlmäuse im ehemaligen Kino der Britten untergekommen ist?

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Das Ex RAF Mitglied

Ich dachte, bis dahin bin ich tot
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Silke Meier Witt hat keine einfache Kindheit, sie hat im Jahr ihrer Einschulung ihre Mutter verloren und ist danach sehr oft mit ihrem Vater und ihren Geschwistern und wechselnden Stiefmüttern umgezogen. ...

Silke Meier Witt hat keine einfache Kindheit, sie hat im Jahr ihrer Einschulung ihre Mutter verloren und ist danach sehr oft mit ihrem Vater und ihren Geschwistern und wechselnden Stiefmüttern umgezogen. Nach dem Abbruch ihres Medizinstudiums, hat sich Silke Meier Witt 1972 der Roten Hilfe angeschlossen. Einer Organisation, die politische Gefangenen und ihre Familien unterstützt. Es folgte der erste Hungerstreik der RAF Gefangenen und bald drehten sich alle Gedanken von Frau Meier Witt um die Hilfe der Gefangenen. 1977 schloss sie sich endgültig der RAF und ihrem innersten Kreis an. Ungefähr zweieinhalb Jahre ist sie Mitglied der RAF und hat verschiedene Rollen und Botendienste zu tun. Auch bei der Entführung von Schleyer ist sie beteiligt, sie kundschaftet die Wege aus und besorgt Waffen.. Der Tod einer Frau bei einem Banküberfall in Zürich 1979 öffnet ihr die Augen und sie gibt ihre Waffe ab und verlässt die RAF. Zunächst fällt sie in ein tiefes Loch, da sie nichts zu tun hat. Sie wird dann von der Stasi in der DDR untergebracht, bekommt mehrere Male eine neue Identität und wechselnden Aufenthaltsorte und arbeitet im Krankenhaus. Nach der Wende wird sie, inzwischen Büroleitung in einem Pharmaunternehmen, im Juni 1990 festgenommen. Die kurze Zeit in der Haft wird beschrieben und auch wo sie jetzt lebt, nämlich im Kosovo.
Ich fand das Buch sehr interessant, weil es zeigt wie die Radikalisierung passiert ist. Ich kann mich noch daran erinnern, wie in meiner Kindheit überall die Fahndungsplakate der RAF hingen und wie oft in den Nachrichten von gefundenen Wohnungen der RAF berichtet wurde. Diese Wohnungen hat auch Silke Meier Witt angemietet. Auch wenn Frau Meier Witt nicht mehr alles weiß oder sagen möchte, ist der Einblick in diese Terrorgruppe, die Deutschland lange in Angst und Schrecken versetzt hat, durchaus interessant.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Das gefundene Kind

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Nachdem sein Vater sich entschlossen hat in ein Seniorenheim zu ziehen, wohnt und lebt sein Sohn Tommi in dessen Wohnwagen, immer liebevoll als die alte Dame bezeichnet. Neben dem Wohnwagen hat Tommi auch ...

Nachdem sein Vater sich entschlossen hat in ein Seniorenheim zu ziehen, wohnt und lebt sein Sohn Tommi in dessen Wohnwagen, immer liebevoll als die alte Dame bezeichnet. Neben dem Wohnwagen hat Tommi auch die ukrainische Putzhilfe Svetlana ‚geerbt‘. Svetlana ist jedoch weit mehr als nur eine Unterstützung im Haushalt, sie hält Tommi auf Trab und hat immer jede Menge Lebensweisheiten auf Lager. Eines Tages entdecken Svetlana und Tommi ein kleines, sehr verschüchtertes Mädchen was alleine am Waldrand ist. Sie helfen dem Mädchen und sind dann voll drin im Abenteuer. Tommi ist schließlich Schriftsteller von Kriminalromanen bzw. will er es werden und Svetlana ist einfach hilfsbereit und da die Polizei nicht so wirklich hilfreich ist, stellen die Beiden Nachforschungen an, wo das Mädchen herkommt und was passiert sein könnte. Der wilde Vater von Tommi, der im Seniorenstift gerade seinen dritten Frühling erlebt, hat dabei eine sehr lustige Rolle. Mir hat das Buch ganz gut gefallen, aber es zog sich doch für meinen Geschmack alles etwas zu lange hin. Mir gefallen die Kluftinger Romane oder auch die Unverbesserlichen aus Frankreich wesentlich besser.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Vermietung von A-Z

Der Vermietungsassistent
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Was an dem Buch toll ist, sind die ganzen Vorlagen, wie zum Beispiel zur Mieterselbstauskunft, Auskünften vom Vormieter etc. Auch zum Mietvertrag gibt es viele wertvolle Hinweise was zulässig ist und was ...

Was an dem Buch toll ist, sind die ganzen Vorlagen, wie zum Beispiel zur Mieterselbstauskunft, Auskünften vom Vormieter etc. Auch zum Mietvertrag gibt es viele wertvolle Hinweise was zulässig ist und was nicht, auch Begriffe wie Staffelmiete und Indexmiete werden kurz und verständlich erklärt. Wo nötig werden die relevanten Paragraphen angefügt. Es geht dann auch um das laufende Mietverhältnis und zum Beispiel Reparaturen, bauliche Maßnahmen und Betriebskosten und auch Abmahnungen. Zum Ende geht es um Mieterhöhungen und die Beendigung des Mietverhältnisses.
Mit hat es gut gefallen, wie verständlich diese manchmal eher trockene Materie erklärt worden ist. Eine unbedingte Kaufempfehlung für Vermieter.

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