So ein Theater
»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«Dieses interessante Buch birgt zwei Theaterstücke in sich. Nummer eins ist der Monolog eines altgedienten Beamten, der über sich und sein Leben sinniert. Seine Gedanken kreisen aber hauptsächlich um seine ...
Dieses interessante Buch birgt zwei Theaterstücke in sich. Nummer eins ist der Monolog eines altgedienten Beamten, der über sich und sein Leben sinniert. Seine Gedanken kreisen aber hauptsächlich um seine Arbeit, die aus Verordnungen, Dienstanweisungen usw. besteht. Es gibt für alles eine Abkürzung, und die benutzt er auch fleißig. Ein ziemlich dröger Typ, der geborene Langweiler, der fast ausschließlich über seine Arbeit spricht. Da fühlt er sich sicher, denn er kennt sich bestens aus. Selbst mit Urlaub kann er eigentlich nichts anfangen. Er muss halt mal genommen werden. Und seine langjährige Ehefrau möchte auch mal verreisen.
Sehr lustig wurde es, als Hans Fredenbek das Auswahlverfahren für den mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst durchführen musste. Die Kandidaten waren der Knaller.
Im zweiten Stück geht es um ein Klassentreffen, bei dem sich ein ehemaliges Paar zunächst am Telefon nach zwanzig Jahren wieder hört. Die Dialoge sind sehr lebensnah und könnten wirklich so zu hören sein, wo auch immer.
Es geht um alte Wunden, schöne gemeinsame Erlebnisse, die Jahre dazwischen und letztendlich auch um die, eventuell vielleicht doch, gemeinsame Zukunft.
Nicht nur die mehr oder weniger unfreiwilligen Zuhörer sind gespannt.
Unterhaltsam, wenn auch teilweise nicht leicht zu lesen, zum Nachdenken und Schmunzeln sind diese beiden so verschieden Geschichten.