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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Vorurteile können blind machen…

Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach Dockland
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Melanie arbeitet seit Jahren auf dem Eurocon-Terminal im Hamburger Hafen. Vor kurzem hat sie einen neuen Kollegen bekommen, der sich unmöglich aufführte. Heute ist es zu einem Fehler gekommen, den er ihr ...

Melanie arbeitet seit Jahren auf dem Eurocon-Terminal im Hamburger Hafen. Vor kurzem hat sie einen neuen Kollegen bekommen, der sich unmöglich aufführte. Heute ist es zu einem Fehler gekommen, den er ihr in die Schuhe schieben wollte - aber sie arbeitet zwanghaft perfektionistisch und ist sich sicher, dass es nicht ihre Schuld war. Jetzt hat sie Feierabend und betrat die Fähre Richtung Dockland. Aber sie kam nicht auf Finkenwerder an…

Es war mein erstes Buch dieser Reihe und mein erstes Buch dieser Autoren. Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Dass ich dir Vorgängerbände nicht kannte, hatte keine Einfluss auf das Buch.

Der Fall wurde schnell als Suizid abgestempelt und als dann bei der Autopsie herauskam, dass es doch Mord war, stand der Ehemann schnell als Täter oder zumindest als Verantwortlicher fest. Nebenbei gab es noch weitere Handlungsstränge: Ungereimtheiten im Hafenbetrieb, Schmuggel und Nachwirkungen eines Polizeieinsatzes.

Ich hatte Sympathien und Antipathien. Tom und Charlotte von den Ermittlern konnte ich gut leiden, Jonna dagegen überhaupt nicht. Auch Fred, den Ehemann der Toten, mochte ich und mein Lieblingscharakter war eindeutig Schrotti.

Was bei den Ermittlungen ans Licht kam, war erschreckend. Der Fall entwickelte sich interessant und es gab unglaubliche Wendungen. Das Ende war überraschend, aber alles wurde aufgeklärt und es blieben keine fallrelevanten Fragen offen. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Unverhofft kommt oft

Weihnachten in Applemore
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Polly Fraser hat in ihrer Heimatstadt Applemore einen Hofladen. Ihr bester Freund Harry Robertson hat dort ein Hotel, das er modernisieren möchte sobald die Urlaubssaison vorbei ist. In dem kleinen Dorf ...

Polly Fraser hat in ihrer Heimatstadt Applemore einen Hofladen. Ihr bester Freund Harry Robertson hat dort ein Hotel, das er modernisieren möchte sobald die Urlaubssaison vorbei ist. In dem kleinen Dorf in den schottischen Highlands kennt und respektiert man sich. Aber man mag keine Veränderung, weshalb Harrys Hotelumbau nicht gern gesehen wird. Seit einiger Zeit ist Polly niedergeschlagen: sie hat sich in Harry verliebt, aber er sieht in ihr nur eine Freundin, mit der er sich gut versteht und über alles reden kann. Aber als er erfuhr, dass Polly ein Date hatte, passte ihm das gar nicht…

Der Schreibstil ist angenehm, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe mich sofort wohl gefühlt. Polly war mir gleich sympathisch, ebenso wie die anderen Dorfbewohner. Auch Harry habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihm wachsen die Sorgen um das Hotel über den Kopf und dass es langsam auf Weihnachten zuging, passte dem Grinch auch nicht.

Und dann wurde durch eine kurzfristige Buchung sein Zeitplan für die Renovierung durchkreuzt. Seine Mitarbeiterin hat einer Influencerin zugesagt. Das passt Harry gar nicht, auch wenn er sich über die Werbung freute. Und Ivy hatte Sonderwünsche, für die er kaum Geduld aufbrachte. Er tat mir leid, vor allem, als sie auch noch das Hotel für ihre Hochzeit an Weihnachten haben möchte - mitten in der Umbauphase.

Es ist das 4. Buch aus dieser Reihe, aber mein erstes. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, weil mir die Vorgängerbände fehlen. Ein tolles Wohlfühlbuch, dass mich oft schmunzeln lies und manchmal auch den Kopf schütteln - aber alles war plausibel. Die Entwicklung der Charaktere war sehr schön mitzuerleben. Vor allem Ivy hat mich überrascht. Das Ende kam sehr plötzlich und abrupt, das fand ich nicht so gut - aber leider ist das ja inzwischen so üblich. Ich habe es mit einem Lächeln aus der Hand gelegt und gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Die Blutprinzessin.

Sündiges Blut (Thriller)
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Jana Bein und Oliver Marquart wurden zum Tiergehege Hasseldieksdamm gerufen: eine junge Frau wurde mit schwersten Verbrennungen gefunden und ist in der Notaufnahme an ihren Verletzungen verstorben.

Es ...

Jana Bein und Oliver Marquart wurden zum Tiergehege Hasseldieksdamm gerufen: eine junge Frau wurde mit schwersten Verbrennungen gefunden und ist in der Notaufnahme an ihren Verletzungen verstorben.

Es war schön, wieder bei den Kommissaren Bein und Marquart zu Besuch zu sein. Gunnar Schwarz steht für spannenden und fesselnden Lesegenuss und ich fiebere seinen Büchern immer entgegen! Auch dieses Mal war ich von der ersten Seite an begeistert und konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Der Fall entpuppte sich als heikel. Es fanden sich mysteriöse Hinweise an der Leiche, die evtl. auf ein Ritual hindeuten, vllt. religiös. Aber alles sehr rätselhaft. Dann tauchte ein Buch mit einem Hinweis auf, das vermutlich der Täter selbst eingeworfen hatte.

Dann tauchte eine weiteres Opfer am botanischen Garten der Uni auf - wieder verbrannt und trotz Hilfe nicht mehr zu retten. Jana und Oliver hatten es dann auch noch mit einem Sensationstouristen zu tun - so etwas gehört eindeutig härter bestraft!

Ein Entführungsopfer konnte sich befreien und fliehen - aber war sie auch ein Opfer des Serientäters? Es gab durch ihre Aussage zumindest eine Verbindung zwischen den Opfern. Und dann ist die Frau aus dem Krankenhaus verschwunden…

Das Ende war spektakulär, wie von dem Autor nicht anders zu erwarten. Alles wurde aufgeklärt und es kam zu einem guten Abschluss! Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Weihnachten ist die Zeit der Wunder!

The Holiday Brothers
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Das Buch beinhaltet 3 Geschichten, bei denen Weihnachten vor der Tür steht: eine besinnliche Zeit, die in Wirklichkeit Stress und Hektik bedeuten und mit Ruhe und Frieden überhaupt nichts zu tun hat… ...

Das Buch beinhaltet 3 Geschichten, bei denen Weihnachten vor der Tür steht: eine besinnliche Zeit, die in Wirklichkeit Stress und Hektik bedeuten und mit Ruhe und Frieden überhaupt nichts zu tun hat…

Natalie musste ihren Urlaub abbrechen, da ihre Chefin einen dringenden Auftrag reinbekommen hat: ein Kunde braucht eine Nanny für seine 7-jährige Tochter. Als sie eintraf, folgte der Schock: es war ihre heimliche Jugendliebe - und er erkannte sie nicht. Seine Tochter war auch nicht der Engel, den sie erwartet hat, aber sie wollte dem Satansbraten nicht die Genugtuung geben, sie wieder loszuwerden…

Stella trat eine neue Arbeitsstelle an. Dort würde sie auf Heath treffen, für den sie seit 15 Jahren schwärmt. Sie sind zusammen aufgewachsen, er ist der beste Fremd ihres Bruders. Aber egal was sie bisher gemacht hat, er sah nie mehr in ihr als den Kumpel…

Eva ist schwanger. Eigentlich wollte sie sich nur mit Tobias aussprechen und das unschöne Beziehungsende entschärfen. Sie hatten sich so gut verstanden wie früher und sind dann doch noch "ein letztes Mal" im Bett gelandet. Und jetzt? Er lebt in Ruhe auf dem Land und sie braucht das hektische Leben in der Großstadt. Und sie ist eigentlich gar nicht bereit für ein Baby…

Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Die erste Story hat mich sofort gefesselt und sowohl Natalie, als auch Maddox, waren mir gleich sympathisch. Violet war zwar eine Hexe, aber in Wahrheit hat sie dadurch nur ihre Unsicherheit überspielt. Es ist nicht einfach, von der eigenen Mutter vernachlässigt zu werden und von einer Nanny zur anderen abgeschoben zu werden. Ihr Machtkampf mit Natalie verlief anders, als bei den unzähligen Nannys zuvor - denn Natalie wollte nicht klein beigeben und nahm die Herausforderungen der kleinen Rebellin an. Die Geschichte hat mir sehr gefallen und ich habe sie mit einem Lächeln aus der Hand gelegt!

Auch die zweite Story hat mich sofort gepackt! Stella und Heath - 2 alte Freunde, zwischen denen die Funken sprühen. Beide hätten gerne mehr - aber Heath hat Stellas Bruder versprochen, dass sie tabu bleibt. Und jetzt arbeiten sie täglich zusammen. Eine harte Geduldsprobe! Aber am Ende wurde alles gut! Auch diese Geschichte hat mir gefallen, aber sie kam nicht an die erste heran…

Nummer 3 begann schon mit Tränen. Eva tat mir leid, obwohl ich sie im zweiten Band am liebsten gelyncht hätte. Jetzt habe ich sie besser kennen gelernt. Hinter der harten Schale steckt ein weicher Kern. Tobias war mir bisher schon sehr sympathisch, das hat sich auch in dieser Geschichte nicht geändert. 2 Menschen, die sich lieben, aber in ihrer Lebensweise so unterschiedlich sind. Eva fühlt sich auf dem Land eingeengt und Tobias kann in der Großstadt nicht atmen. Es sah nach der größten Katastrophe aus, aber dann haben sie doch einen Weg gefunden. Ich habe das Buch nach vielen Tränen doch noch glücklich aus der Hand gelegt.

Insgesamt wunderschöne Geschichten fürs Herz, bei denen man immer wieder lachen muss. 3 Brüder und jeder hat am Ende gewonnen. Ich kann es wärmstens empfehlen! Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Bayrische Urigkeit gut umgesetzt.

Bodenfrost
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Auf dem Gelände eines aufgelassenen Bauernhofs findet ein Kindertag der Polizei statt. Er soll Kindern im schulfähigen Alter die Arbeit der Polizei näherbringen. Mit einer Drohne konnte man aus der Vogelperspektive ...

Auf dem Gelände eines aufgelassenen Bauernhofs findet ein Kindertag der Polizei statt. Er soll Kindern im schulfähigen Alter die Arbeit der Polizei näherbringen. Mit einer Drohne konnte man aus der Vogelperspektive die verschiedenen Stationen sehen. Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner erklärte den Kindern, wie Brandstifter vorgehen und dann machte er sich auf den Weg, um einen Polizeieinsatz wegen einer Schlägerei nachzustellen. Ein junges Mädchen fand einen Mann, der nicht zu den Schaufensterpuppen gehörte, die die Szene nachstellten. Sie befanden sich an einem Tatort: der junge Mann war tot, nachdem er am Morgen als vermisst gemeldet wurde….

Es ist mein erstes Buch dieses Autors und ich habe mich sofort gut zurechtgefunden. Dass ich die vorigen Teile nicht kenne, hatte keine Auswirkungen. Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Kreuthner war mir sofort sympathisch, auch wenn er etwas plump und einfältig rüberkam. Auch Wallner und der Rest der Truppe war mir sympathisch, mit Ausnahme des Polizeichefs. Vor allem Manfred, Wallners Opa, hat es mir angetan. Ich musste immer wieder schmunzeln.

Der Tote sah sich selber als Vorzeigemensch und war sehr narzisstisch. Der Mord brachte einiges ans Licht.

Die Ermittlungsarbeit von Kreuthner ist grenzwertig, aber sie hat Erfolg. Am Ende wurde alles aufgelöst und es blieben keine Fragen offen. Eine unglaubliche Wendung mit einem glücklichen Ende. Ich gebe diesem sehr guten Buch gerne sehr gute 4 Sterne!

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