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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein Weihnachtswunder

Eisweihnacht
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Die Geschichte spielt zur Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Frankfurt. Dort trifft in de reisigen Vorweihnachtszeit die KAufmannstochter Elise auf den kleinen Waisen Josua, der halberfroren auf der ...

Die Geschichte spielt zur Mitte des 19. Jahrhunderts in und um Frankfurt. Dort trifft in de reisigen Vorweihnachtszeit die KAufmannstochter Elise auf den kleinen Waisen Josua, der halberfroren auf der Strasse liegt. Kurzentschossen nimmt sie ihn mit nach Hause und versorgt ihn. Gleichzeitig muss Elise, gehbehindert und und auch nicht gerade mit Schönheit gesegnet, über den Heiratsantrag eines wesentlich älteren verwitweten Mannes mit vielen kleinen Kindern nachdenken, Vater und Tante von Elise haben diese Beziehung gerade frisch arrangiert.

Vom Inhalt un der Botschaft her liest sich diese, nur etwas über 100 Seiten umfassende kleine Geschichte, gerade in der Vorweihnachtszeit sehr schön. Allerdings fand ich den Schreibstil etwas sperrig, wohl angepasst an die Zeit, in der die Handlung spielt. So war ich froh, dass es sich hier nicht um einen dicken Wälzer handelt.

Lobenswert sind die wunderbaren Illustrationen, die ebenfalls gut in die Zeit passen und sehr viel Liebenswürdigkeit ausstrahlen.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Frauen für Olympia

Aufgeben können die anderen
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Wir befinden uns im Frankreich des angehenden 20. Jahrhunderts. Die junge Alice ist eine begeisterte Schwimmerin, merkt, dass der Sport ihren Körper fordert und ihr gut tut. Leider sind zu der Zeit für ...

Wir befinden uns im Frankreich des angehenden 20. Jahrhunderts. Die junge Alice ist eine begeisterte Schwimmerin, merkt, dass der Sport ihren Körper fordert und ihr gut tut. Leider sind zu der Zeit für die Damenwelt nur gewisse Sportarten gesellschaftlich akzeptiert, starke Anstrengungen oder gar Wettkämpfe unter Frauen verpönt, scheinbar wider die weibliche Natur. Alice beginnt, sich für den Frauensport einzusetzen, ihr Traum ist, die Olympischen Spiele in sämtlichen Sportarten auch für die Frauen zu öffnen.
Die Thematik dieses Romans fand ich sehr interessant. Es geht überwiegend um die historische Entwicklung des Frauensports, die Gründung von Frauenorganisationen, geschickt verpackt in die persönliche Lebens-und Liebesgeschichte von Alice. Die Geschichte hat einen historisch belegten Hintergrund, wurde für mich sehr gut recherchiert und hat mich gut unterhalten. Obwohl ich sehr sportinteressiert bin, haben mich doch so einige Fakten hier sehr überrascht, diese habe ich gerne erfahren. In der zweiten Hälfte hatte der Roman einige wenige Längen für mich, insgesamt ist es jedoch eine gelungene Mischung aus realer Historie und unterhaltsamer Familiengeschichte.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Toxische Beziehungen

Die Insel meiner Schwester
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Die beiden Halbschwestern Nia und Mirjam lernen sich in diesem in Schweden spielenden Roman erst mit vierzehn Jahren kennen, es entwickeln sich aber sofort starke Bande und sie werden zu besten Freundinnen. ...

Die beiden Halbschwestern Nia und Mirjam lernen sich in diesem in Schweden spielenden Roman erst mit vierzehn Jahren kennen, es entwickeln sich aber sofort starke Bande und sie werden zu besten Freundinnen. Später verliert sich der Kontakt aber immer mehr und öfters, auch weil Mirjam ihren zu Gewalttaten neigenden Schwager nicht mag. Unerwartet wird Mirjam von Nia zu deren vierzigstem Geburtstag auf eine Schäreninsel eingeladen, auf der sie oft die Sommer ihrer Kindheit verbracht haben. Ebenso unerwartet tauchen dort sowohl alte Freunde als auch Nias Eheman auf, die Geschehnisse schaukeln sich allmählich hoch...
Die Geschichte würde ich als eine Mischung aus Familiengeschichte und Psychodrama bezeichnen, bei der man zu Beginn noch nicht genau weiss worauf sie hinausläuft. Die Autorin versteht es sehr gut, den Spannungsbogen immer weiter zu steigern, dabei sind für mich neben den Charakteren auch die Beschreibungen von Umgebung und eines aufziehenden Unwetters sehr gut gelungen. Der Plot löst sich in einem furiosen Finale auf, das für mich am Ende dann doch etwas zu viel von Action-Krimi hatte, die der Roman in dieser Intensität für mich nicht nötig gehabt hätte.
Alles in allem aber eine interessante und lesensenwerte Story, die ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Eine Reise zu sich selbst

Drei Tage im Schnee
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Es ist Winterzeit, Hannah braucht eine kurze Auszeit von ihrem hektischen Berufsalltag und mietet sich für ein paar Tage eine kleine Hütte an einem einsam gelegenen See. Dort trifft sie auf ein Mädchen ...

Es ist Winterzeit, Hannah braucht eine kurze Auszeit von ihrem hektischen Berufsalltag und mietet sich für ein paar Tage eine kleine Hütte an einem einsam gelegenen See. Dort trifft sie auf ein Mädchen namens Sophie, die ihr beibringt, wie man auch Freude an den kleinen Dingen des Lebens und der Natur finden kann. Die beiden haben viel Freude im Umgang miteinander und Sophie beginnt allmählich, in sich zu gehen und ihren bisherigen Alltagsverlauf zu reflektieren.

Die Geschichte hat mich gerade jetzt zur Winterzeit und bei leichtem Schneefall draussen vor der Tür begeistern können. Ein kleines Mädchen muss der gestressten berufstätigen Erwachsenen den Spiegel vorhalten, was wirklich wichtig ist im Leben und das es auch noch etwas Anderes abseits von Handy und E-mails gibt. Eine wunderbare Erzählung wie eine warme Umarmung im Alltag, die einen auch als Leser wieder richtig erden kann!

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Dramatische Silvesterfeier

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum
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Wir schreiben den Silvesterabend 2018 in einem kleinen schwedischen Ort. Während sich die Eltern auf den Weg zur Feier bei Freunden machen, bereitet die 17jährige Tochter zusammen mit ihrer besten Freundin ...

Wir schreiben den Silvesterabend 2018 in einem kleinen schwedischen Ort. Während sich die Eltern auf den Weg zur Feier bei Freunden machen, bereitet die 17jährige Tochter zusammen mit ihrer besten Freundin daheim eine Party vor, zu der weitere junge Leute eingeladen sind. Keiner ahnt, wie die Silvesternacht noch enden wird, schließlich wird einer der jungen Leute am Ende der Nacht vermisst werden...

Diese spannende Geschichte ist für mich eine Mischung aus Thriller, Psychodrama und Familiengeschichte. In angenehm kurzen Kapiteln erfahren wir in der Ich-Form abwechselnd aus der Sicht dreier Erwachsener, was sich hier wohl abgespielt haben mag. Dabei gibt es auch einige wenige Rückblenden in die Vergangenheit. Lange bleibt offen, was in dieser Nacht überhaupt geschehen ist, bis sich die Fäden, insbesondere auch die Verstrickungen zwischen den Personen, immer weiter entwirren. Sehr spannend gemacht, da ich nie genau wusste, wessen Aussage ich hier vertrauen konnte, mit der Auflösung hatte ich am Ende nicht gerechnet.

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