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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2025

Liebe geht durch den Magen

Marzipan und Winterküsse
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Linda arbeitet mit Hingabe als Souschefin in einem gehobenen Lübecker Spitzenrestaurant, als sie sich mit dem neuen herrischen Küchenchef Hagen überwirft. Kurzentschlossen kündigt sie ihren Job, der junge ...

Linda arbeitet mit Hingabe als Souschefin in einem gehobenen Lübecker Spitzenrestaurant, als sie sich mit dem neuen herrischen Küchenchef Hagen überwirft. Kurzentschlossen kündigt sie ihren Job, der junge Feinkosthändler Henning unterstützt sie bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Geht da vielleicht noch mehr - auch zwischen den Beiden?

Die Autorin entführt uns mit diesem Roman in das winterliche Lübeck, Marzipanduft inklusive! Wie ich es von Frieda Lamberti in ihren Romanen gewöhnt bin, lassen sich die Zeilen leichtgängig und locker lesen, man fühlt sich mittendrin im Geschehen, in dem auch Lindas alleinerziehende Nachbarin Cora und ihre beiden süßen Jungs eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Insgesamt habe ich wieder einen tollen unterhaltsamen Roman voller Romantik, aber auch einigen Verwicklungen, geniessen dürfen, bei dem man gerne mal an den Kochkünsten Lindas als Gast teilhaben möchte!

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Erinnerungen

Sonnenaufgang Nr. 5
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Die alternde ehemalige Filmdiva Stella Dor hat sich in einen kleinen Pavillion ans Meer zurückgezogen, wo sie - umgeben von vielen Zetteln mit kleinen Erinnerungen - ihrer Vergangenheit nachhängt. Nun ...

Die alternde ehemalige Filmdiva Stella Dor hat sich in einen kleinen Pavillion ans Meer zurückgezogen, wo sie - umgeben von vielen Zetteln mit kleinen Erinnerungen - ihrer Vergangenheit nachhängt. Nun soll ausgerechnet der 19jährige Jonas der Biograph ihres bewegten Lebens werden und aus den Zetteln eine Geschichte formen...
Nachdem ich den "Buchspazierer" förmlich verschlungen habe, hat uns Carsten Henn hier wiederum mit seiner wunderbaren leichtgängigen und feinsinnigen Sprache eine zu Herzen gehende manchmal traurige, aber durchaus auch humorvolle Erzählung präsentiert. Es geht um Erinnerungen, unterschiedliche Wahrnehmungen der Vergangenheit, um Einsamkeit, aber auch Zusammenhalt. Gerade auch die so passend eingefügten Nebenfiguren beleben die Geschichte nochmals zusätzlich. Im Laufe des Romans löst sich auch der am Ende so passend gewählte Titel des Buchs, welches zwar nicht ganz das Niveau seines Vorgängers erreicht, aber auf jeden Fall sehr gerne von mir gelesen wurde.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Selbst ist die Frau

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
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Sophie ist eine erfolgreiche Londoner Restaurantkritikerin, als sie bei der Restauranteröffnung einer bekannten Influencerin deren Lokal mit ihrer Kritik total zerreißt. Im Streit behauptet Sophie, sie ...

Sophie ist eine erfolgreiche Londoner Restaurantkritikerin, als sie bei der Restauranteröffnung einer bekannten Influencerin deren Lokal mit ihrer Kritik total zerreißt. Im Streit behauptet Sophie, sie selbst könne aus jeder kleinen Kneipe binnen kurzer Zeit ein Sternerestaurant machen. Als ihr Vorgesetzer ihr eine berufliche Auszeit verordnet, setzt Sophie ihre Ansage kurzentschlossen in die Tat um, mietet ein heruntergewirtschaftetes kleines Lokal in einem Dorf in Cornwall an und zieht mit pubertierender Tochter und ihrer Mutter in den Süden Englands. Dort erwarten sie nicht nur misstrauische Dorfbewohner, sondern auch der gutaussehende Koch Lennox...
Diese unterhaltsame und flotte Erzählung habe ich fast in einem Zug gelesen. Es ist eine Geschichte mit Witz und Gefühl, in der natürlich das Kochen im Vordergrund steht, aber auch der Zusammenhalt einer eingeschworenen Dofrgemeinschaft sowie die witzigen recht unkonventionellen Ideen einer alten Dame dem Leser ein grosses Vergnügen bereiten. Dabei lernt man sehr unterschiedliche und toll ausgearbeitete Charaktere kennen, die alle ihre eigene Berechtigung haben und dem Roman so seinen eigenen Pfiff geben.
Gerne erfahre ich im zweiten Band dieser Reihe, wie sich Sophie mit ihrem Restaurant etabliert.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Drei Frauen und das interessante Leben der Bienen

Wilder Honig
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Hannah wohnt schon zeitlebens auf dem elterlichen Landgut in Wales, wo sie auch bis zum Ende ihren Mann John gepflegt hat. Als dieser nun gestorben ist, zieht ihre jüngere Schwester Sadie vorübergehend ...

Hannah wohnt schon zeitlebens auf dem elterlichen Landgut in Wales, wo sie auch bis zum Ende ihren Mann John gepflegt hat. Als dieser nun gestorben ist, zieht ihre jüngere Schwester Sadie vorübergehend zu ihr, um Hannah beizustehen. John war Schriftsteller und hat sich hobbymäßig um seine Bienstöcke gekümmert. In seinem Nachlass findet Hannah nun elf an sie adressierte Briefe, die John ihr hinterlassen hat und die eine große Überraschung bergen.

Das Buch kommt mit einer sehr ruhigen, aber klaren Erzählweise daher, die bestens zum Inhalt passt. Die Charaktere sind eher nüchtern und distanziert, in der Familie wurde nicht sehr viel miteinander gesprochen, was sich auch im späteren Leben der beiden Schwestern noch zeigt. Wer hier aufgrund des Klappentextes einen reinen Wohlfühlroman oder gar eine übliche Liebesgesschichte erwartet, der irrt. Die Autorin präsentiert uns einen Roman, in dem eigentlich gar nicht so sehr viel passiert, der aber dennoch doch so viel aussagt. Das zwischen den Zeilen Versteckte, diverse Metaphern, eine wunderbare Beschreibung von Landschaft, Natur und dem häulichen Obstgarten mit leisen umschreibenden Worten sind hier die große schriftstellerische Leistung, die für mich das Buch trotz der teilweile aufkommenden Langatmigkeit sehr aufwerten.

Daher vergebe ich wohlgemeinte 4 Sterne für diesen Roman.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Liebe, die Jahre überdauert

Zwei Leben: Das Versprechen
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Nachdem Juna durch ein burn-out beruflich lahmgelegt ist, engagiert sie sich ehrenamtlich als Alltagsbegleiterin. Hier trifft sie den über 90jährigen etwas verschroben wirkenden Vincent, der sich ihr nach ...

Nachdem Juna durch ein burn-out beruflich lahmgelegt ist, engagiert sie sich ehrenamtlich als Alltagsbegleiterin. Hier trifft sie den über 90jährigen etwas verschroben wirkenden Vincent, der sich ihr nach anfänglichen Schwierikeiten öffnet. Juna hört die Geschichte eines alten Mannes, der als Diamantschleifer in Antwerpen seiner großen Liebe begegnet ist und diese zeitlebens nicht vergessen konnte.

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt: In der Gegenwartsebene mit dem alten Vincent und Juna, in der Vergangenheit lernen wir die junge Jüdin Esther im zweiten Weltkieg kennen, die Schlimmes erleben musste, aber auch auf Menschen traf, die nur die junge Frau in ihr sahen und ihr helfen wollten.

Dies ist das zweite Buch der Autorin unter dem Obertitel "Zwei Leben", die Figuren beider Geschichten haben aber tatsächllich nichts miteinander zu tun, beide Romane können daher unabhängig voneinander gelesen werden.

Wiederum gelingt es Astrid Korten, den Leser mit einem spannenden Plot und einer Reise in die Vergangenheit des 2. Weltkriegs zu faszinieren. Unmenschliches aber auch Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft liegen hier nah beieinander und haben mich so tief in die Erzählung hineingezogen, dass ich den Roman fast in einem Rutsch gelesen habe. Tastächlich diente hier die eigene Familiengeschichte der Autorin als Vorlage, eine großartige Leistung, dies in der Geschichte so authentisch herüberzubringen!

Ich mag den fesselnden Schreibstil der Autorin sehr, so dass ich auch dies Buch wieder uneingeschränkt empfehlen kann!

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