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Veröffentlicht am 07.02.2022

Lässt mich zwiegespalten zurück

Liebe beginnt, wo Pläne enden
2

Kristin entdeckt beim Brötchenholen, dass ihr Mann eine Geliebte hat. Um Abstand zu gewinnen und sich zu sortiern, nimmt sie kurzentschlossen an dem Projekt "Gelebte Geschichte" teil und zieht mit ihren ...

Kristin entdeckt beim Brötchenholen, dass ihr Mann eine Geliebte hat. Um Abstand zu gewinnen und sich zu sortiern, nimmt sie kurzentschlossen an dem Projekt "Gelebte Geschichte" teil und zieht mit ihren zwei Töchtern für die Sommerferien ins Freilichtmuseum. Sechs Wochen leben wie im 18. Jahrhundert - Einschränkungen und harte Arbeit inklusive. Dafür keinen Termindruck, keinen Stress, kein Handy. Kristin gewinnt eine ganz neue Perspektive auf ihr Leben. Zudem sorgen ihre Mitbewohner:innen im Museum für einen emotionalen Tapetenwechsel und machen den historischen Alltag viel bunter als erwartet. Kristin lernt skurrile, aber auch sehr Liebenswerte Menschen kennen und vor allem einen Mann, der ihr Herz höher schlagen lässt. Obwohl die Liebe nun wirklich nicht in Kristins Pläne passt...

Neben dem Cover, was ich echt sehr schön finde, hat mich der Schreibstil sehr beeindruckt. Die Geschichte ist unglaublich lebendig geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen!
Auch der Handlungsort im Freilichtmuseum und grundsätzlich dieses Projekt als Setting zu nutzen finde ich sehr gelungen und es ist definitiv mal etwas ganz anderes!
Es macht sehr viel Spaß die Erlebnisse dort mitzuerleben und man kann sehr oft schmunzeln.
Auch Tiefere Themen wir die Emanzipation der Frau oder Vorurteile in jeglicher Hinsicht werden sehe gut behandelt wie ich finde.
Auch dass sich die "Liebesgeschichte" nicht ganz in den Vordergrund drängt, hat mir gut gefallen.
Das Buch ist sehr humorvoll und das pasat auch. An manchen Stellen wird es mir persönlich aber etwas zu viel des Guten und es wird schon beinahe etwas albern und vulgär.
Mein größtes Problem war allerdings, dass ich zu der Protagonistin Kristin keinerlei Bindung aufbauen konnte. Ich konnte leider weder ihr Verhalten noch ihre Entscheidungungen gut nachvollziehen, obwohl mir das bei allen anderen Charakteren nicht so schwer gefallen ist.

Insgesamt finde ich es ein Buch mit tollen, für mich neuen Ansätzen, was mich aber im Endeffekt leider nicht ganz überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

gelungender Reihenauftakt!

Sternstunde
0

"Sternstunde" ist der erste Teil der Waldfriede-Saga von Corina Bomann. Wir begleiten Schwester Hanna ab 1919 auf ihrem beruflichen werdegang und bekommen die Entwicklung des Krankenhauses Waldfriede in ...

"Sternstunde" ist der erste Teil der Waldfriede-Saga von Corina Bomann. Wir begleiten Schwester Hanna ab 1919 auf ihrem beruflichen werdegang und bekommen die Entwicklung des Krankenhauses Waldfriede in Zehlendorf als "Mitarbeiter zu dieser Zeit" hautnah mit. Neben den privaten Geschichten von Hanna und ihrem Chef Dr. Conradi bekommt man einen guten Einblick in die Umstände der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und lernt die medizinischen Fähgkeiten dieser Zeit kennen.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Charaktere wirken sehr authentisch und es macht Spaß Hanna und Dr. Conradi auf ihrem nicht immer einfachen Weg zu begleiten. Hanna als eine starke und unabhängige Frau als Protagonistin fand ich sehr toll gewählt.

Zum Teil hätte ich mir ein bisschen mehr Drama und Intrigen gewünscht - die Ansätz dafür wären definitiv vorhanden gewesen. Es lief aber eigentlich am Ende beinahe alles immer ganz glatt, was man manchmal eventuell als langweilig aufgreifen könnte.

Der geschichtliche Kontext super dosiert, man wurde nicht überschüttet mit Informationen, konnte aber doch (zumindest ich) einiges lernen und sich vorallem gut zurückversetzt fühlen.

Das Ende hat mich definitiv neugierig und auch Lust auf Teil zwei gemacht!

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Veröffentlicht am 27.01.2022

düster und emotionsgeladen

Wintersong
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Ersteinmal muss ich sagen, dass ich das Cover wunderschön finde, auch wenn es meiner Meinung nach nicht zu 100% zur Geschichte passt.
Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr gerne. Unglaublich mitreißend ...

Ersteinmal muss ich sagen, dass ich das Cover wunderschön finde, auch wenn es meiner Meinung nach nicht zu 100% zur Geschichte passt.
Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr gerne. Unglaublich mitreißend und sehr genau werden Gefühlslagen und jegliche Situationen geschildert.
Auch den Inhalt finde ich unglaublich interessant. Der Erlkönig von Goethe hat mich doch immer fasziniert und ihn hier als einen der Protagonisten anzutreffen hat das Buch unglaublich interessant gemacht.
Er war es auch, den ich von den Charakteren am gelungensten fand. Durch seine Geheimnisse hat er die Spannung im Buch aufrechterhalten.
Auch Liesl ist eine besondere Persönlichkeit, mit der ich aber ab und an meine Schwierigkeiten hatte. Ihre Liebe zu ihren Geschwistern und der Musik rührt mich und ich habe auch sehr großes Verständnis und Mitleid für sie empfunden. Manche Entscheidungen von ihr konnte ich aber überhaupt nicht nachvollziehen.
Auch die gesamte Handlung in der Unterwelt war für mich nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen. Es war manchmal doch zu bizarr und verwirrend. Dennoch hat mich die Geschichte in den bann gezogen und ich bin froh "Wintersong" gelesen zu haben!

Empfehlen kann ich das Buch definitiv für jeden Fantasyliebhaber, der etwas mit Musik anfangen kann oder sich dafür interessiert, denn von ihr ist die Handlung geprägt.

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Veröffentlicht am 17.01.2022

toller Abschluss der Again-Reihe

Dream Again
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Wieder eine wunderschöne Geschichte, die sich Mona Kasten hat einfallen lassen.
Im fünften und somit letzten Teil der again-Reihe "dream again" geht es um Blake, den wir aus "hope again" schon kennen ...

Wieder eine wunderschöne Geschichte, die sich Mona Kasten hat einfallen lassen.
Im fünften und somit letzten Teil der again-Reihe "dream again" geht es um Blake, den wir aus "hope again" schon kennen und seine Ex-Freundin Jude, die es aufgrund von Job und Geldproblemen nach Woodshill zu ihrem Bruder verschlägt, der zusammen mit Blake in einer WG haust.
Probleme sind da natürlich vorauszusehen, vorallem weil die beiden scheinbar noch nicht übereinander hinweg zu sein scheinen.

Ich wurde wieder von Mona Kastens Schreibstil in den Bann gezogen. So gefühlvoll und unglaublich fesselnd, das man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Blake und Judes Geschichte ist sehr schön, unglaublich verletzlich und unglaublich emotionsgeladen.
Ich habe sie sehr gerne gelesen und bin unendlich traurig, dass die reihe nicht weiter geht.

Für mich war es nicht der beste Teil der Reihe, aber trotzdem wieder wunderschön! Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 15.01.2022

mal etwas ganz anderes

Zugvögel
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In diesem dytopischen Roman geht es um Franny, die ihr ganzes Leben am Meer verbracht hat und dies, sowie die Vögel immer als das wichtigste in ihrem Leben gesehen hat. Leider gibt es zu ihrer Zeit kaum ...

In diesem dytopischen Roman geht es um Franny, die ihr ganzes Leben am Meer verbracht hat und dies, sowie die Vögel immer als das wichtigste in ihrem Leben gesehen hat. Leider gibt es zu ihrer Zeit kaum mehr wild lebende Tiere und auch von den Vögeln sind nur noch ein paar wenige übrig. Sie beschließt den Küstenseeschwalben , die es noch gibt auf ihrem langen Weg in die Antarktis zu folgen. Auf einem Fischerboot mit einer nicht ganz überzeugten Crew macht sie sich auf den Weg.
Neben dieser Haupthandlung gibt es in Rückblicken noch weitere wichtige Punkte in ihrem Leben mitzuerleben. Franny hat kein einfaches Leben hinter sich, aber auch sie hat es ihren Mitmenschen nicht einfach gemacht.

Ich fand das Buch sehr spannend von Anfang bis Ende. Das Thema ist unglaublich intetessant und auch ziemlich wichtig, wie ich finde.
Die Charaktere fand ich eigentlich alle richtig toll gewählt. Manchmal hatte ich etwas Probleme mit der viel vorhandene Negativität und einer gewissen allgemeinen Resignation. Dies wiederum passte allerdings schon zur Handlung und den allgemeinen Zuständen dort.
Mit Franny als Hauptperson konnte ich mich selbst wenig indentifizieren, aber das liegt wohl an unseren stark unterschiedlichen Lebenseinstellungen.

Insgesamt ein gut gelungender Roman, mit dem ich (wohl aufgrund meiner positiven und lebensbejaenden Art) an machen Stellen ein bisschen anngeeckt bin, was aber rein subjektiv ist!

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