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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2019

Reise in die Vergangenheit

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski
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An einer Bushaltestelle lernen sich Ewa Kalinowski und der um einige Jahre jüngere Lukas Winkler kennen, sie freunden sich an. Als Ewa die Diagnose Krebs erhält und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben ...

An einer Bushaltestelle lernen sich Ewa Kalinowski und der um einige Jahre jüngere Lukas Winkler kennen, sie freunden sich an. Als Ewa die Diagnose Krebs erhält und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, verfällt sie nicht in Depressionen, ganz im Gegenteil, sie will noch was erleben. Sie verkauft ihre Wohnung und kauft ein Wohnmobil, mit dem sie mit Lukas durch Europa fahren möchte. Besonders Polen hat es ihr angetan, ihr altes Leben dort, das Essen und die Kindheit. Dieses möchte sie Lukas näher bringen. Sie nimmt ihn mit auf eine Reise auch in die Vergangenheit, immer mit sehr viel Humor gewürzt.
Humor und der bevorstehende Tod sind Thema dieses Romans und sie sind keine Gegensätze, sie ergänzen sich.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Geschichtenerzähler

Der Untergang der Könige
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In einer Gefängniszelle treffen die Drachendame Klaue und Kihrin aufeinander und sie erzählen sich Geschichten. Sehr fantasievoll sind sie auf jeden Fall, ob sie wahr sind, ist eine andere Frage. Kihrins ...

In einer Gefängniszelle treffen die Drachendame Klaue und Kihrin aufeinander und sie erzählen sich Geschichten. Sehr fantasievoll sind sie auf jeden Fall, ob sie wahr sind, ist eine andere Frage. Kihrins Leben begann im Armenviertel in Quur, sein Vater war ein vagabundierende Harfespieler, der mit seinem Spiel und den Abenteuergeschichten, die er erzählte, Geld fürs Überleben zusammen bekam. Bei einem der Auftritte, so erzählt Kihrin, traf er auf einen Prinzen, der ihn für seinen verschollenen Sohn hielt und ihn zu sich in den Palast mitnahm.
Es klingt wie die moderne Fassung von 1001 Nacht, in der sich die beiden Gefängnisinsassen gegenseitig aus ihrem Leben erzählen. Die wahren Absichten wie der Wahrheitsgehalt bleiben im Unklaren.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Wirtschaftswunderjahre

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Bei den Schwestern vom Kudamm geht es um Florentine, Rike und Silvie Thalheim, denen das Kaufhaus am Kudamm gehört. In diesem zweiten Band, der im Jahre 1952 spielt, steht das Leben von Silvie im Mittelpunkt, ...

Bei den Schwestern vom Kudamm geht es um Florentine, Rike und Silvie Thalheim, denen das Kaufhaus am Kudamm gehört. In diesem zweiten Band, der im Jahre 1952 spielt, steht das Leben von Silvie im Mittelpunkt, ihre fröhliche Art, ihre Begeisterung für das Tanzen und Feiern und ihr Wunsch, als Rundfunkredakteurin für den RIAS zu arbeiten. Die geschäftlichen Angelegenheiten für das Kaufhaus regelt Rike ganz hervorragend, es läuft blendend, auch dankt der Wirtschaftswunderjahre, dem Kaufrausch der Deutschen und der neuen Modekollektion aus Italien. Als Silvies Zwillingsbruder Oskar traumatisiert aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, soll er als einziger Mann die Geschäfte leiten.
Das Leben Anfang der 50er Jahre in Berlin wird sehr gut nachvollziehbar erzählt. Das schwere Leben der Frauen und deren Wünsche nach Leichtigkeit wie auch die Annahme, nur ein Mann kann ein Geschäft leiten.

Veröffentlicht am 15.11.2019

der Schein trügt

Meine wunderbare Frau
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Aus der Sicht eines Ehemannes wird das Leben einer normalen Durchschnittsfamilie geschildert. Er lebt mit seiner Frau Millicent, einer wunderbaren Frau, und den beiden schulpflichtigen Kindern in einer ...

Aus der Sicht eines Ehemannes wird das Leben einer normalen Durchschnittsfamilie geschildert. Er lebt mit seiner Frau Millicent, einer wunderbaren Frau, und den beiden schulpflichtigen Kindern in einer schönen Vorortsiedlung. Beide haben gutbezahlte Jobs, es geht ihnen gut und sie erzählen sich alles. Doch mit den Jahren wird der Alltag langweilig, ihre Ehe benötigt einen neuen Schwung. Unter dem Deckname Tobias und mit dem Wissen von Millicent spricht er junge Frauen an Bars an und überprüft, ob sie tauglich sind. Sie suchen Frauen, die man nicht so schnell vermisst, bestenfalls überhaupt nicht - und sie haben perfides mit ihnen vor.
Man wird nicht im unklaren gelassen über das mörderische Spiel des Ehepaares und andererseits wird der ganz normale Alltag geschildert von einer Familie, bei der die Nachbar sagen, sie sind doch ganz nette normale Leute. Der Schein trügt.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Tod und Neuanfang

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse
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Die noch recht junge Schwedin Charlotte vergräbt sich in ihre Arbeit seitdem ihr Mann verstorben ist. Die Arbeit ist das Einzige, dass sie am Leben hält bis sie von ihrer Tante Sara, die sie nie kennengelernt ...

Die noch recht junge Schwedin Charlotte vergräbt sich in ihre Arbeit seitdem ihr Mann verstorben ist. Die Arbeit ist das Einzige, dass sie am Leben hält bis sie von ihrer Tante Sara, die sie nie kennengelernt hat, eine kleine Buchhandlung an der Themse erbt. Um die Buchhandlung zu verkaufen hat sie vor Ort zu sein. So macht sie sich auf nach London und trifft dort auf ganz besondere Menschen, die ihr gleich an Herz wachsen und sie benötigen das Gehalt aus der Buchhandlung. Auch der Kater Tennyson und der Schriftsteller William beeinflussen Charlotte zum Bleiben. So versucht sie einen Neuanfang. Sie stellt sich ebenso die Frage, warum sie ihre Tante, die Schwester ihrer Mutter nie kennengelernt hat. Gab es ein Geheimnis in ihrer Familie.
Der Roman um Tod und Neuanfang ist sehr warmherzig geschrieben ohne ins kitschige abzudriften. Das Cover ist zudem ein Hingucker.