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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2019

unterschiedliche Lebensweisen

Die Dame hinter dem Vorhang
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Jane Banister hat ihre Kindheit und Jugendzeit auf dem Landsitz der Sitwells verbracht auf dem ihr Großvater als Gärtner arbeitete. Als junge Frau im Jahr 1927 wird sie von den Sitwells zu deren Tochter ...

Jane Banister hat ihre Kindheit und Jugendzeit auf dem Landsitz der Sitwells verbracht auf dem ihr Großvater als Gärtner arbeitete. Als junge Frau im Jahr 1927 wird sie von den Sitwells zu deren Tochter Edith nach London geschickt um dort als Dienerin für die als exzentrisch geltende Dichterin zu arbeiten. Edith führt einen unkonventionellen Lebensstil, sie gibt Empfänge, sie hat einen großen Bekanntenkreis der bis ins Königshaus hineinreicht. Für Jane ist es eine komplett andere Welt auf die sie stößt. Die sehr ungleichen Frauen freunden sich mit der Zeit an und Jane lernt die Schattenseiten des Ruhmes kennen.
Interessant ist nicht nur die Beschreibung der unterschiedlichen Lebensweisen sondern auch, dass es die Autorin Edith Sitwells wirklich gab. Dadurch wirkt es sehr authentisch.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Streben nach Anerkennung und Gleichberechtigung

Die Charité: Aufbruch und Entscheidung
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Der zweite Teil über die Charite in Berlin beginnt im Jahr 1903. Rahel Hirsch hat das Medizinstudium als eine der ersten Ärztinnen überhaupt abgeschlossen und will sich unter den Männern in der Klinik ...

Der zweite Teil über die Charite in Berlin beginnt im Jahr 1903. Rahel Hirsch hat das Medizinstudium als eine der ersten Ärztinnen überhaupt abgeschlossen und will sich unter den Männern in der Klinik behauptet. Sie wird nicht als gleichwertig angesehen, Männer haben immer und überall das Sagen. Auch der jungen Barbara, die in der Wäscherei der Charite arbeitet, leidet an den Übergriffen der Männer. Sie will sich wehren und schließt sich der neu gegründeten Frauenbewegung an. Endlich Gleichberechtigung, endlich Wahlrecht, darauf hofft sie.
Wir erleben hier einen packend geschriebenen Geschichtsroman über die Kaiserzeit in Berlin, über den Kampf zweier Frauen um Anerkennung, über die Entwicklung der Medizin. Der Schreibstil zieht einen sofort in die Handlung hinein.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Streben nach Glück

Der größte Spaß, den wir je hatten
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Vierzig Jahre sind Marylin und David Sorenson inzwischen verheiratet und, wie es für ihre vier Töchter scheint, so glücklich, wie sie nie werden können. Wendy ist früh Witwe geworden und hat den Halt im ...

Vierzig Jahre sind Marylin und David Sorenson inzwischen verheiratet und, wie es für ihre vier Töchter scheint, so glücklich, wie sie nie werden können. Wendy ist früh Witwe geworden und hat den Halt im Leben verloren, sie tröstet sich mit Alkohol und jungen Männern. Violet, eine erfolgreiche Prozessanwältin, hat vor 15 Jahren ihren Sohn Jonah zur Adoption freigegeben und nun steht er vor der Tür während Liza, eine der jüngsten Professorinnen der USA, ungewollt schwanger ist und nicht weiß, ob sie das Kind bekommen möchte. Auch die Jüngste der Schwestern, Grace, hat ihre Probleme.
Allen eint das Streben nach Glück und die Sorge, nie so zu werden wie ihre Eltern. Die Schreibweise, wie auch dieser Glückswunsch sind typisch amerikanisch, schließlich steht das Streben nach Glück sogar in deren Verfassung. Für mich ist das reichlich überzogen.

Veröffentlicht am 15.11.2019

deutsche Sprache, schwere Sprache

Alles außer fern
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Ksenia Konrad hat in Russland Germanistik studiert und meint, deutsch zu können. Als sie von Moskau in eine kleine Stadt in Tirol umsiedelt, merkt sie schnell, auf welche Schwierigkeiten der deutschen, ...

Ksenia Konrad hat in Russland Germanistik studiert und meint, deutsch zu können. Als sie von Moskau in eine kleine Stadt in Tirol umsiedelt, merkt sie schnell, auf welche Schwierigkeiten der deutschen, beziehungsweise der österreichischen, Sprache sie stößt. Um den Geflüchteten eine bessere Perspektive zu geben unterrichtet sie diese, denn die Sprache des jeweiligen Landes ist der Schlüssel um sich wohl zu fühlen und akzeptiert zu werden.
Einige Anekdoten, die Stilblüten und Stolperfallen der Sprache und die Jugenderinnerung Ksenia Konrad haben humorvolle Seiten. Die Grammatikanmerkungen hingegen sind Belehrungen, die auch für ein Sachbuch nicht glücklich gewählt sind. Dafür nehme ich lieber den Duden zur Hand.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Kampf gegen Unterdrückung

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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In Brigant steht eine Hochzeit bevor. Die Prinzessin Catherine soll einen ihr unbekannten Mann heiraten, das haben ihr Vater und ihr Bruder bestimmt. Frauen haben generell nichts zu sagen. Catherine hingegen ...

In Brigant steht eine Hochzeit bevor. Die Prinzessin Catherine soll einen ihr unbekannten Mann heiraten, das haben ihr Vater und ihr Bruder bestimmt. Frauen haben generell nichts zu sagen. Catherine hingegen liebt ihren Leibgardisten Ambrose und er sie auch. Nach dem Untergang seines Volkes denkt der Diener March an Rache während die 13-jährige Tash auf der Jagd nach dem Dämonenrauch ist. Der Kaufmannssohn Edyon lebt als Tagedieb. Als Krieg droht gehen diese fünf Protagonisten Verbindungen untereinander ein.
Der Schreibstil ist leicht lesbar und interessant. Der Kampf gegen Unterdrückung nimmt einen großen Raum ein, die Abschweifung in die Welt der Dämonen ist mir jedoch zu viel.