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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2019

Spatz von Paris

Madame Piaf und das Lied der Liebe
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Edith Piaf, der Spatz von Paris, hatte eine schwere Kindheit und Jugend. Durch ihren Gesang wurde sie berühmt und beliebt aber einfach war ihr Leben nie. Sehr anschaulich wird die Zeit nach der deutschen ...

Edith Piaf, der Spatz von Paris, hatte eine schwere Kindheit und Jugend. Durch ihren Gesang wurde sie berühmt und beliebt aber einfach war ihr Leben nie. Sehr anschaulich wird die Zeit nach der deutschen Besatzung beschrieben, in der sie der Kollaboration beschuldigt wird und ihre Unschuld beweisen muss, ihre Anfänge als Sängerin und das Kennen- und Liebenlernen Yves Montands.
Es ist keine Biografie, kein Sachbuch über das Leben Edith Piafs, es wird in Form eines Liebesromans ein Ausschnitt ihres Lebens erzählt. Der Roman ist leicht lesbar und man kann in die Zeit und das Leben von Madame Piaf wunderbar hineintauchen.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Zusammenhalt

Der Wal und das Ende der Welt
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Im Fischerdorf St. Piran an Cornwalls Küste geht es mit seinen 307 Bewohnern sehr beschaulich zu. In dieser Gemeinschaft kennt man sich, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen. Die Ruhe wird gestört ...

Im Fischerdorf St. Piran an Cornwalls Küste geht es mit seinen 307 Bewohnern sehr beschaulich zu. In dieser Gemeinschaft kennt man sich, die Stärken und Schwächen jedes einzelnen. Die Ruhe wird gestört als der Strandgutsammler Kenneth einen Finnwal sichtet und kurz danach die junge Charity am Strand einen nackten Mann findet. Dieser Mann, Joe Haak, wird zum ehemaligen Arzt des Dorfes gebracht und dort auch beherbergt. Als es Joe wieder etwas besser geht, sucht er am Strand nach seinen Sachen und sieht den inzwischen gestrandeten Wal. Eine Rettungsaktion wird ins Leben gerufen.
Sehr liebevoll werden die Menschen des Dorfes dargestellt. Der Zusammenhalt und die Hilfeleistung, die nun auf den Wal gerichtet ist.

Veröffentlicht am 06.08.2019

kennen wir uns?

Immer noch wir
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Carolina ist mit ihren beiden Freundinnen in der Diskothek auf einer Ü30 Party als sie dort einen Mann bemerkt, der sie beobachtet. Irgendwie kommt er ihr bekannt vor, kann ihn aber nirgendwo einordnen. ...

Carolina ist mit ihren beiden Freundinnen in der Diskothek auf einer Ü30 Party als sie dort einen Mann bemerkt, der sie beobachtet. Irgendwie kommt er ihr bekannt vor, kann ihn aber nirgendwo einordnen. Er spricht sie an, weil auch er das Gefühl hat, sie zu kennen. Ihre Namen verraten beide nicht und das Gespräch nimmt ein abruptes Ende. Vier Wochen später treffen die Beiden wieder aufeinander und das Rätselraten geht weiter. Woher nur kennen wir uns? Als Kinder waren sie Freunde, haben ihre Hände bemalt und aneinander gehalten um eine neue Farbe zu kreieren, eine Art moderne Blutsbrüderschaft. Wird aus der damaligen Freundschaft Liebe oder passierte in den 25 Jahren ihrer Trennung zu viel?
Interessant geschrieben, auch wenn das Herumgeeiere um die Namensnennung etwas unrealistisch herüber kam. Für Freunde herzerwärmender Liebesgeschichte genau das Richtige.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Anonymität und falsche Identität

Kaschmirgefühl
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Als Mitarbeiterin einer Sexhotline nimmt Marie unter dem Namen Yvonne ihre Gesprächsteilnehmer in Empfang. Ihre einschmeichelnden Stimme kommt auch bei Gottlieb sehr gut an. Als Krankenpfleger im Hospiz ...

Als Mitarbeiterin einer Sexhotline nimmt Marie unter dem Namen Yvonne ihre Gesprächsteilnehmer in Empfang. Ihre einschmeichelnden Stimme kommt auch bei Gottlieb sehr gut an. Als Krankenpfleger im Hospiz kümmert er sich auch noch um seine alte Mutter. Er ist schon lange Single und sehnt sich nach weiblicher Nähe. Zuerst ist er sehr unsicher, die richtigen Worte zu finden, dann wird aus dem Sexgespräch immer mehr ein Gespräch über Gottliebs Alltagssorgen. Die Anonymität und die falsche Identität beiderseits helfen dabei, sich die Wahrheit zu sagen.
Die seltsame Liebesgeschichte besteht aus Dialogen, aus Telefongesprächen, die besonders im Hörbuch gut zu Geltung kommen. Die Stimmen und Tonlagen passen hervorragend zum Text.

Veröffentlicht am 06.08.2019

informativ und fesselnd

Die große Heuchelei
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Jürgen Todenhöfer hat Erfahrungen im Bereich Politik und Medien. Diese setzt er sehr gekonnt in diesem Sachbuch ein. Mit seinem 23-jährigem Sohn Frederic reist er in Krisengebiete, wie 2017 nach Mossul. ...

Jürgen Todenhöfer hat Erfahrungen im Bereich Politik und Medien. Diese setzt er sehr gekonnt in diesem Sachbuch ein. Mit seinem 23-jährigem Sohn Frederic reist er in Krisengebiete, wie 2017 nach Mossul. Mit der irakischen Antiterroreinheit geht es an die Front, mit Toten am Wegesrand. Der IS ist allgegenwärtig, die Sanktionen des Westens haben bei der Zivilbevölkerung erschreckende Auswirkungen. Jürgen Todenhöfer sieht in der Auslandspolitik der westlichen Länder die wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund, die Menschenrechte werden nur vorgegaukelt.
Eigene Erfahrungen, viele Hintergrundinformationen und Berichte über das Leben der Menschen werden in diesem informativen wie spannendem Sachbuch gleichermaßen zum Thema gemacht. Das Hörbuch ist ruhig und fesselnd gelesen.