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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Schöne Cozy Fantasy mit Luft nach oben

The House Witch 1
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Der königliche Hof in Daxaria erwartet einen neuen Koch. Als Finlay Ashowan dann endlich ankommt zeigt er sofort einen sehr beunruhigenden Hang zu Streitigkeiten. Das bekommt nicht nur der Kutscher der ...

Der königliche Hof in Daxaria erwartet einen neuen Koch. Als Finlay Ashowan dann endlich ankommt zeigt er sofort einen sehr beunruhigenden Hang zu Streitigkeiten. Das bekommt nicht nur der Kutscher der ihn am Schloss absetzt zu spüren sondern wenig später auch die Hausdame, das Küchenpersonal, die in der Küche herumlungernden Ritter und sogar die schöne Adlige Lady Annika Jenoure. Aber kochen kann er, der Neue, auch wenn er während der Zubereitung der Speisen nur höchst widerwillig Menschen in seiner Küche duldet. Warum das so ist wird dem Leser nach und nach enthüllt. Fin ist eine Hexe, genauer gesagt eine Küchenhexe, und möchte aufgrund vielfältiger schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit nicht das das bekannt wird. Doch nach und nach fasst er Vertrauen zu einigen Menschen und gewinnt die Achtung des Monarchen sowie einige Freunde. Es könnte fast idyllisch sein am Hofe von Daxaria würde nicht der Schatten des drohenden Krieges mit dem Nachbarland Troivack über allem liegen …
Der erste Teil der Trilogie kann mit einem tollen Schreibstil und atmosphärischen Beschreibungen punkten. Besonders das Essen wird so gut beschrieben das ich als Leser direkt Hunger bekommen habe. Die Figurenbeschreibung war für mich dagegen etwas eindimensional und schwach. Generell ist es in dem Buch so, das die Frauenfiguren stärker sind als die Männer und auch besser geschrieben. Schön fand ich, das die Figuren sich weiterentwickeln und bei manchen ein nachdenken über ihre Rollen stattfindet, so zum Beispiel bei den drei Rittern die Fin als Küchenhelfer zugeteilt werden. Diese drei machen für mich die deutlichste Entwicklung durch und es findet ein umdenken statt. Das hat mir gut gefallen.
Aber auch Finlay selbst entwickelt sich weiter. Nach und nach erfährt man als Leser mehr von seiner Geschichte und er selbst, der sich nur für eine schwache Hexe hält, erfährt mehr über seine geheimnisvollen Kräfte.
Die Autorin lässt sich viel Zeit mit dem Worldbuilding und damit die Leser in die Figuren, Personenkonstellationen, politischen Gegebenheiten, das Magiesystem einzuführen und erklärt auch sehr genau was es mit Hexen und Magiern auf sich hat und warum diese sich nicht wirklich grün sind).
Etwas negativ fand ich die Saufgelage und die vielen Witze über das angeblich Schwulsein mancher Personen. Das wurde mir irgendwann etwas viel.
Alles in allem ein sehr ruhiges und gemütliches Buch das noch Luft nach oben hat und das ich Fans von Cozy Fantasy gerne empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannende Ghostbuster Story mit viel Gefühl

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet hat die Nase voll. In den florierenden Familienbetrieb ihrer Mutter und Großmutter wollte sie nie einsteigen denn sie sieht den Sinn ihres Lebens nicht darin Verstorbene im Auftrag von ...

Melody Bittersweet hat die Nase voll. In den florierenden Familienbetrieb ihrer Mutter und Großmutter wollte sie nie einsteigen denn sie sieht den Sinn ihres Lebens nicht darin Verstorbene im Auftrag von Hinterbliebenen nach verschwundenen Dingen zu befragen. Also beschließt sie, nach etlichen beruflichen Reinfällen zusammen mit ihrer besten Freundin Marina ihre eigene Agentur zu gründen und Geister zu vertreiben. Zu den beiden gesellen sich dann noch Artie Elliot als Geisterjäger Azubi (der seine Stelle dem Geist seines Vaters verdankt), das Organisationstalent Glenda Jackson (Teilzeitsekretärin und die Effizienz in Person) und der einohrige Mops Lestat. Den ersten Job den Melody ergattert muss sie sich allerdings mit ihrem Exfreund Leo, einem Star der Frühstücksfernsehens und ebenfalls professionellen Geistervertreibers, teilen. Es erwarten sie: eine hochherrschaftliche Villa, drei Geisterbrüder die nicht ins Jenseits eingehen können und deshalb in ebendieser Villa spuken und der habgierige Nachkomme der die Villa unbedingt so schnell wie möglich verscherbeln möchte. Kein leichte Aufgabe für Melody und ihr Team …

Mit ihrem leichten und spritzigen Schreibstil konnte mich Josie Silver direkt begeistern. Schon alleine die Namen fand ich toll gewählt, ob nun Melody Bittersweet, Fletcher Gunn oder Leo Dark, alle zeugen von dem herrlichen Humor der Autorin. Dazu kommen noch die schwungvollen Dialoge bei denen ich oft ziemlich grinsen musste.

Die detaillierten Beschreibungen haben mich direkt in die Handlung gezogen. Ich konnte mir den Ort Chapelwick direkt bildlich vorstellen ebenso wie das alte Herrenhaus Scarborough House oder das Heim der Bittersweets. Ebenso begeistert hat mich die lebendige Figurenbeschreibung. Jede der Personen, sogar die gruseligen Zwillingsschwestern und Leo Dark Fangirls, ist toll beschrieben und wirkt auf mich äußerst lebendig. Richtig schön wird auch die Familiendynamik beschrieben. Man merkt genau wie sehr Melody, ihre Mutter Silvana und ihre Großmutter Paradise „Dicey“ einander zugewandt sind – auch wenn sie sich manchmal ziemlich auf die Nerven gehen, Silvana gerne Melodys Leben bestimmen möchte und Dicey getreu ihrem Motto „Irgendwo ist es immer fünf Uhr“ auch schon mal Champagner zum Frühstück trinkt was von ihrer Tochter heftig missbilligt wird.

Auch den Kriminalfall den Melody zusammen mit ihrer Freundin Marina und dem Auszubildenden Artie (der übrigens keine Angst vor Geistern hat) lösen muss um das Herrenhaus zu „entspuken“ fand ich gut konstruiert. Es war spannend zu lesen wie sich die Fäden allmählich entwirrt haben bis der ganze Fall klar vor den Ghostbustern (und mir als Leser) lag.

Was ich auch sehr gelungen fand ist der Umgang der Autorin mit den in der Geschichte vorkommenden Geistern. Es wird nie klamaukhaft sondern sie geht dieses Thema mit Respekt und Gefühl an. Die Gespenster werden nie als bloße Witzfiguren charakterisiert auch wenn sie manchmal Stereotypen entsprechen.

Das einzige was für mich nicht so recht in die Geschichte gepasst hat war die sich entwickelnde Dreiecks Liebesgeschichte und die spicy Szenen. Melody schmachtet auf der einen Seite ihren Ex Leo an und auf der anderen Seite kann sie sich der Anziehung die der Reporter Fletcher auf sie ausübt nicht entziehen. Das war für mich dann doch manchmal etwas zu viel des Guten. Aber das ist ja Ansichtssache.

Humorvoll, spannend und mit viel Gefühl geschrieben konnte mich der erste Teil der „Girls and Ghosts“ Reihe begeistern und ich freue mich schon darauf zu erfahren wie es mit Melody und ihren Freunden weitergeht.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Schönes und übersichtliches Kochbuch für Feta Liebhaber

Feta
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Nach einem kurzen Vorwort über Feta folgt eine Einführung in die Grundausstattung der Küche der Autorin. Das heißt, sie zählt die Dinge auf die man beim Nachkochen ihrer Rezepte am häufigsten benötigt. ...

Nach einem kurzen Vorwort über Feta folgt eine Einführung in die Grundausstattung der Küche der Autorin. Das heißt, sie zählt die Dinge auf die man beim Nachkochen ihrer Rezepte am häufigsten benötigt. Das das vorangestellt wurde fand ich gut weil man gleich zu Beginn eine schöne Übersicht bekommt. Die meisten Zutaten bekommt man hier problemlos im Supermarkt. Auf allzu Exotisches wird verzichtet so dass beim Besorgen kein Frust aufkommt und man die Lust verliert die Rezepte auszuprobieren. Danach stellt sie drei ganz einfache Rezepte mit Feta vor, darunter den Klassiker der griechischen Küche, den griechischen Salat. Mein Favorit ist allerdings der Feta mit Olivenöl den es bei uns, seit ich das Rezept entdeckt habe oft zusammen mit Oliven zu einem schönen Glas Weißwein gibt.
Dann folgt der eigentliche Rezeptteil. Dieser ist unterteilt in Express (unter 20 Minuten), Schnell (unter 40 Minuten), In aller Ruhe (unter 60 Minuten), Braucht etwas Zeit (über 60 Minuten) und Mit Muße (ebenfalls über 60 Minuten aber mit langer Vorbereitungszeit).
Diese Einteilung hatte ich vorher so noch in keinem Kochbuch gesehen und fand sie sehr gut. So kann man planen welches Gericht am besten zur Vorbereitungszeit die man hat passt und es folgen keine bösen Überraschungen kurz vor oder gar während des Kochens.
Gefehlt hat mir bei manchen Rezepten nur ob die Speisen als Beilage oder als Hauptgericht serviert werden können.
Im Rezept selbst ist sehr übersichtlich angegeben für wie viele Personen es ist, wie lange man für die Vorbereitung braucht (und gegebenenfalls wie lange die Einweichzeit ist), wie lange die Garzeit (wenn vorhanden) ist und wann das Rezept Saison hat. Die Zubereitungsanweisungen sind klar und einfach formuliert, es wird hier kein ganzer Roman mit unendlich vielen Fachtermini verfasst so dass man sich gut orientieren kann.
Manchmal wird dem Rezept ein kleiner Text über das Gericht vorangestellt mit einer Geschichte zu dem Gericht oder mit einem Vorschlag wann oder zu welcher Gelegenheit man das Essen servieren kann. Diese Texte sind schön geschrieben und verleihen dem Buch eine persönliche Note.
Wo es nötig ist (zum Beispiel bei den Filoteig Pastetchen) gibt es eine Schritt-für-Schritt Anleitung mit Fotos. Das habe ich als sehr hilfreich empfunden.
Das Tüpfelchen auf dem I sind die sehr ansprechenden Fotos. Beim bloßen anschauen bekommt man als Leser schon Lust das Rezept nachzukochen und das Wasser läuft einem im Mund zusammen.
Am Ende des Buchs stehen noch das alphabetische Verzeichnis der Rezepte und ein Verzeichnis nach Zutaten was ich auch sehr gut und übersichtlich fand.

Das Zusammenspiel von Fotos und Text, das leichte Nachkochen der Gerichte, der bewusste Verzicht auf 1001 Zutat die man danach nie wieder benötigt und die klaren Angaben und Anweisungen in den Rezepten machen das Kochbuch zu etwas ganz besonderem das ich jedem Fan der griechischen Küche wärmstens empfehlen kann.
Meine Favoriten waren übrigens der oben genannte Feta in Olivenöl, die Harissa Ofenkartoffeln mit Joghurtsauce und die Austernpilzpfanne auf Souflaki Art. Und obwohl meine Familie sehr gerne Fleisch isst hat es bei den von uns nachgekochten Rezepten keinem gefehlt.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Toller zweiter Teil der Reihe

Kein Kuchen für Vampire
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Die Geschichte von Robin und Zylas geht in die zweite Runde. Die unfreiwillige Kontraktorin und ihr widerspenstiger Dämon setzen zusammen mit Robins Cousine Amalia die Suche nach Onkel Jack und dem Familiengrimoire ...

Die Geschichte von Robin und Zylas geht in die zweite Runde. Die unfreiwillige Kontraktorin und ihr widerspenstiger Dämon setzen zusammen mit Robins Cousine Amalia die Suche nach Onkel Jack und dem Familiengrimoire fort. Zusätzlich müssen sie sich mit ein paar lästigen – und leider auch ziemlich starken – Vampiren herumärgern. Blöd ist auch das bei einem Einsatz gegen ebendiese Vampire Robins Geheimnis herauskommt. Es gibt also viel zu tun für das ungleiche Duo... Auch der zweite Band hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich liebe einfach das Zusammenspiel der Beiden. Es ist schön zu lesen dass Menschenmädchen und Dämon immer mehr ihre Zuneigung füreinander entdecken und nicht so recht wissen wie sie jetzt damit umgehen sollen. Ich hatte beim Lesen oft ein großes Schmunzeln im Gesicht... Robin bekommt immer mehr Einblicke in das Wesen des Dämons und lernt ihn besser kennen und verstehen. Im Gegenzug dazu scheint sich auch Zylas Gedanken über das was Robin sagt und tut zu machen und ihr Verhalten nicht mehr nur mit „menschlicher Dummheit“ abzutun. Man merkt das Beide eine Entwicklung durchmachen und das hat mir sehr gut gefallen. Spannende Verfolgungsjagden, spritzige Dialoge und humorvolle Szenen. Dazu ein Spannungsbogen der, wie von der Autorin gewohnt, von Anfang bis Ende sehr hoch ist. Das Buch ist ein echter Pageturner. Von mir gibt es eine große Empfehlung für alle Fantasy Fans. Das Buch kann unabhängig von der Hauptreihe „Guild Codex: Spellbound“ gelesen werden. Mehr Spaß hat man allerdings wenn man diese auch kennt. „Kein Kuchen für Vampire“ spielt nach dem 5. Band „Alchemie und ein Amaretto“. Ich bin schon sehr gespannt wie es mit Robin und Zylas weitergeht und freue mich schon sehr auf Band 3.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Rasanter fünfter Teil der Reihe

Alchemie und ein Amaretto
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Es wird weihnachtlich bei Tori und den drei Magiern. Zusammen mit ihrer Freundin Sin deren Schwester an der Sinclair Akademie studiert besuchen sie Aarons Eltern. Diese sind sehr reich und berühmt, bewohnen ...

Es wird weihnachtlich bei Tori und den drei Magiern. Zusammen mit ihrer Freundin Sin deren Schwester an der Sinclair Akademie studiert besuchen sie Aarons Eltern. Diese sind sehr reich und berühmt, bewohnen eine Burg und leiten die angesehene Sinclair Akademie. Doch an der Akademie gehen seltsame Dinge vor. Mutierte Wölfe greifen Schüler an. Und schließlich wird auch Sin verwundet und droht sich in eine Wer-Fee zu verwandeln... In einem dramatischen Finale müssen die Freunde alles geben um zu verhindern das die Verwandlung stattfindet. Doch gleichzeitig werden die Burg und die Akademie angegriffen und ein geheimnisvoller Gegner hält im Hintergrund scheinbar alle Trümpfe in der Hand. In gewohnt lockerem und humorvollem Schreibstil erzählt Annette Marie die Geschichte. Wir erfahren mehr über Aaron und auch über Ezra und lernen eine andere, leider ziemlich arrogante Seite von Aaron kennen. Tori wird von den drei Magiern nicht mehr beschützt sondern als gleichberechtigte Mitkämpferin akzeptiert. Freundschaft ist wieder ein sehr großes und wichtiges Thema. Auch Tori hat gelernt zu akzeptieren das sie Freunde hat und das sie für diese alles tun würde. Diese Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Schön fand ich auch das Tori, und damit auch wir, mehr über Druiden erfahren. So erschließt sich dem Leser die magische Welt von Buch zu Buch etwas mehr. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin schon gespannt wie es mit Tori und den drei Magiern weitergeht und ob es Tori gelingen wird hinter das Geheimnis eines gewissen Amuletts zu kommen... Große Leseempfehlung für alle Fantasy Fans.

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