Schönes und übersichtliches Kochbuch für Feta Liebhaber
FetaNach einem kurzen Vorwort über Feta folgt eine Einführung in die Grundausstattung der Küche der Autorin. Das heißt, sie zählt die Dinge auf die man beim Nachkochen ihrer Rezepte am häufigsten benötigt. ...
Nach einem kurzen Vorwort über Feta folgt eine Einführung in die Grundausstattung der Küche der Autorin. Das heißt, sie zählt die Dinge auf die man beim Nachkochen ihrer Rezepte am häufigsten benötigt. Das das vorangestellt wurde fand ich gut weil man gleich zu Beginn eine schöne Übersicht bekommt. Die meisten Zutaten bekommt man hier problemlos im Supermarkt. Auf allzu Exotisches wird verzichtet so dass beim Besorgen kein Frust aufkommt und man die Lust verliert die Rezepte auszuprobieren. Danach stellt sie drei ganz einfache Rezepte mit Feta vor, darunter den Klassiker der griechischen Küche, den griechischen Salat. Mein Favorit ist allerdings der Feta mit Olivenöl den es bei uns, seit ich das Rezept entdeckt habe oft zusammen mit Oliven zu einem schönen Glas Weißwein gibt.
Dann folgt der eigentliche Rezeptteil. Dieser ist unterteilt in Express (unter 20 Minuten), Schnell (unter 40 Minuten), In aller Ruhe (unter 60 Minuten), Braucht etwas Zeit (über 60 Minuten) und Mit Muße (ebenfalls über 60 Minuten aber mit langer Vorbereitungszeit).
Diese Einteilung hatte ich vorher so noch in keinem Kochbuch gesehen und fand sie sehr gut. So kann man planen welches Gericht am besten zur Vorbereitungszeit die man hat passt und es folgen keine bösen Überraschungen kurz vor oder gar während des Kochens.
Gefehlt hat mir bei manchen Rezepten nur ob die Speisen als Beilage oder als Hauptgericht serviert werden können.
Im Rezept selbst ist sehr übersichtlich angegeben für wie viele Personen es ist, wie lange man für die Vorbereitung braucht (und gegebenenfalls wie lange die Einweichzeit ist), wie lange die Garzeit (wenn vorhanden) ist und wann das Rezept Saison hat. Die Zubereitungsanweisungen sind klar und einfach formuliert, es wird hier kein ganzer Roman mit unendlich vielen Fachtermini verfasst so dass man sich gut orientieren kann.
Manchmal wird dem Rezept ein kleiner Text über das Gericht vorangestellt mit einer Geschichte zu dem Gericht oder mit einem Vorschlag wann oder zu welcher Gelegenheit man das Essen servieren kann. Diese Texte sind schön geschrieben und verleihen dem Buch eine persönliche Note.
Wo es nötig ist (zum Beispiel bei den Filoteig Pastetchen) gibt es eine Schritt-für-Schritt Anleitung mit Fotos. Das habe ich als sehr hilfreich empfunden.
Das Tüpfelchen auf dem I sind die sehr ansprechenden Fotos. Beim bloßen anschauen bekommt man als Leser schon Lust das Rezept nachzukochen und das Wasser läuft einem im Mund zusammen.
Am Ende des Buchs stehen noch das alphabetische Verzeichnis der Rezepte und ein Verzeichnis nach Zutaten was ich auch sehr gut und übersichtlich fand.
Das Zusammenspiel von Fotos und Text, das leichte Nachkochen der Gerichte, der bewusste Verzicht auf 1001 Zutat die man danach nie wieder benötigt und die klaren Angaben und Anweisungen in den Rezepten machen das Kochbuch zu etwas ganz besonderem das ich jedem Fan der griechischen Küche wärmstens empfehlen kann.
Meine Favoriten waren übrigens der oben genannte Feta in Olivenöl, die Harissa Ofenkartoffeln mit Joghurtsauce und die Austernpilzpfanne auf Souflaki Art. Und obwohl meine Familie sehr gerne Fleisch isst hat es bei den von uns nachgekochten Rezepten keinem gefehlt.