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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2020

4.000 Jahre Fantasy - ein Kompendium

Wonderlands
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Dieses Buch ist ein Querschnitt von Büchern, die ihre Leser durch fantastische Länder reisen lassen.

In fünf großen Kapiteln werden stellvertretend für Dutzende solcher Werke vorgestellt.

Alte Mythen ...

Dieses Buch ist ein Querschnitt von Büchern, die ihre Leser durch fantastische Länder reisen lassen.

In fünf großen Kapiteln werden stellvertretend für Dutzende solcher Werke vorgestellt.

Alte Mythen und Legende
Wissenschaft und Romantik
Das goldene Zeitalter der Fantasy
Neue Weltordnung
Das Computerzeitalter

Der Bogen spannt sich von „Edda“, den alten germanischen Heldensagen über Jules Verne zu „Harry Potter und „Tribute zu Panem“.

Nachdem es sich um einen Querschnitt durch das Genre „Fantasy“ handelt, sind die einzelnen Bücher nur auf wenigen Seiten dargestellt. Passend dazu findet der Leser Illustrationen und/oder Landkarten, die in der jeweiligen Geschichte eine Rolle spielen.

Die Autoren der Bücher werden wie deren Motivation eben genau dieses zu schreiben kurz vorgestellt.

„Wonderlands“ ist ein gut gelungenes Nachschlagewerk für Neueinsteiger in die Welt der Fantasy-Literatur. Die Idee ein Kompendium zu erstellen scheint aufgegangen zu sein, auch wenn langjährige Leser dieses Genres vielleicht enttäuscht sein mögen, weil doch nicht alle Bücher hier aufgezählt werden (können). Jedenfalls eignet sich dieses Buch hervorragend als Geschenk, denn es macht Appetit, vielleicht die eine oder andere Erzählung näher zu betrachten.

Fazit:

Ein übersichtliches Nachschlagewerk zum Thema „Fantasy-Literatur“, das sich sehr gut als Geschenk eignet. Von mir gibt es dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Eine sehr persönliche Biografie

Josephine Baker
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Mona Horncastle ist für ihre penibel recherchierten Frauen-Biografien bekannt. Nach Hedy Lamarr und Margarethe Schütte-Lihotzky beschäftigt sich die Autorin nun mit Josephine Baker, die mehr zu bieten ...

Mona Horncastle ist für ihre penibel recherchierten Frauen-Biografien bekannt. Nach Hedy Lamarr und Margarethe Schütte-Lihotzky beschäftigt sich die Autorin nun mit Josephine Baker, die mehr zu bieten hat, als den Tanz im Bananenröckchen, für den sie bekannt geworden ist. Die Autorin geht auf Spurensuche und findet eine vielschichtige Persönlichkeit.

Die Biografie gliedert sich in sechs große (Lebens)Abschnitte, die von einem „Intro“ sowie “Echo“ und Nachwort umrahmt wird. Zahlreiche Fotos, Zitate und Ausschnitte aus ihren Briefen ergänzen Josephines Lebensgeschichte:

Aufwachsen in St.Louis, Missouri
Paris
Erste Welttournee
Jubel und Protest
Im Widerstand
Alte Kämpfe, neue Träume

Nur wenige Menschen wissen, dass sich Josephine Baker im Widerstand gegen Nazi-Deutschland engagiert hat. Anders als Marlene Dietrich, die hauptsächlich als Truppenbetreuerin unterwegs war, hat sie Informationen und Nachrichten durch das besetzte Frankreich geschmuggelt. Dafür ist sie dann von Charles de Gaulle mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet worden.

Eine traurige Tatsche ist, dass sie in ihrer ursprünglichen Heimat Amerika lang nicht so erfolgreich war, wie in Frankreich. Für die Afroamerikaner war sie zu wenig schwarz, für das weiße Amerika zu wenig weiß.

Wenn sie, die von 1906-1975 gelebt hat, sagt „Farbige sind nicht genötigt, zu provozieren: Die Zwischenfälle ereignen sich von ganz allein.“, so hat sich bis heute, wenn man die Ereignisse in den USA täglich im Fernsehen sieht, nicht allzu viel geändert.

Fazit:

Das Buch ist in einer gediegenen Aufmachung im Verlag Molden erschienen und passt wunderbar in die Reihe der anderen beiden Frauenbiografien der Autorin. Dieses Buch verdient 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Versprüht weihnachtliches Flair

Englein, Mord und Christbaumkugel
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Alle Jahre wieder erfreut uns Manfred Baumann, Schöpfer des Kriminalbeamten Martin Merana mit einem weihnachtlichen Band rund um das Team aus Salzburg.

Diesmal sind drei Weihnachtskrimis verpackt und ...

Alle Jahre wieder erfreut uns Manfred Baumann, Schöpfer des Kriminalbeamten Martin Merana mit einem weihnachtlichen Band rund um das Team aus Salzburg.

Diesmal sind drei Weihnachtskrimis verpackt und warten darauf im Advent als Einstimmung auf Weihnachten gelesen zu werden.

Wie in allen Krimis der Reihe erfahren wir wieder Kleinigkeiten aus dem Privatleben der Ermittler. So dürfen wir mit Merana und seiner Großmutter Kristina über den Christkindlmarkt streifen oder für Hedwig, der behinderten Tochter von Carola ein Weihnachtsgeschenk kaufen. Dazwischen wird zwar gemordet, doch bleibt immer ein wenig Platz für die vorweihnachtliche Stimmung. Die prächtige Kulisse der Stadt Salzburg mit ihren Sehenswürdigkeiten darf natürlich auch nicht fehlen.

Gerne bewerte ich diese weihnachtlichen Krimis mit 5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.11.2020

Eine gelungene Fortsetzung

Isola Mortale
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Dieser zweite Krimi rund um den ehemaligen Polizeireporter Simon „Simone“ Strasser aus Deutschland, der hier im Piemont sesshaft geworden ist, hat mir wesentlich besser gefallen als der erste Band „Lago ...

Dieser zweite Krimi rund um den ehemaligen Polizeireporter Simon „Simone“ Strasser aus Deutschland, der hier im Piemont sesshaft geworden ist, hat mir wesentlich besser gefallen als der erste Band „Lago Mortale“.

Worum geht’s diesmal?

Weihnachten naht und nach einer stürmischen Nacht wird am Ufer des Lago d’Orta die Leiche von Leoni, einer auffallend hübschen Nonne gefunden. Wie es der Zufall (oder die Autorin) haben will, ist die Tote eine Deutsche und Max Huber, ein möglicher Tatverdächtiger ebenfalls. Daher soll Simon Strasser, nun mehr in Besitz eines Übersetzerzertifikats für Mareschiallo Carla Moretti, bei der Befragung dabei sein. Schnell wird klar, dass Huber etwas zu verbergen hat. Die Frage ist nur, was!

Während Moretti sich auf Huber als Täter einschießt, recherchiert Strasser und entdeckt einen möglichen Zusammenhang mit dem tödlichen Autounfall von Leonies Mutter vor acht Jahren.

Meine Meinung:

Diesmal tritt das Privatleben von Simon Strasser zugunsten der Krimihandlung ein wenig in den Hintergrund. Nach wie dürfen wir ihm und seiner Freundin Louisa beim Verspeisen regionaler Köstlichkeiten zusehen, doch diesmal ist das Lokalkolorit besser in die Handlung integriert. Einiges wird in Dialoge verpackt - das gefällt mir gleich viel besser. Schön, dass sich die Autorin hier selbst und ihre Charaktere weiterentwickelt hat.

Der Tod von Leonie und ihrer Mutter, die gemeinsam mit ihrem Liebhaber, getötete worden ist, wird schlüssig aufgeklärt. Die Handlung verzettelt sich diesmal nicht in überflüssigen Kleinigkeiten. Im Gegenteil, als Leser erfährt man interessante historische Details über den Reisanbau im Piemont. Leise sozialkritische Töne sind ebenfalls zu hören, wenn es sich die Reichen wieder einmal richten können.

Fazit:

Ich bin von diesem Krimi angenehm überrascht und kann mir vorstellen, die Reihe weiter zu verfolgen. Gerne gebe ich diesmal 4 Sterne.

Veröffentlicht am 31.10.2020

Hat mich nicht überzeugt

Winzerschuld
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Kurt-Otto Hattemer, Winzer und Hobbydetektiv, darf nun schon zum vierten Mal ermittelt.

Es ist wieder einmal der Freitag vor den Fassenacht und wie jedes Jahr herrscht der Ausnahmezustand im beschaulichen ...

Kurt-Otto Hattemer, Winzer und Hobbydetektiv, darf nun schon zum vierten Mal ermittelt.

Es ist wieder einmal der Freitag vor den Fassenacht und wie jedes Jahr herrscht der Ausnahmezustand im beschaulichen Winzerort. Es sind jene Tage, die Kurt-Otto so überhaupt nicht ausstehen kann, denn auch die sonst so gesundheitsbewusste Frau Gemahlin schlägt über die Stränge. Nicht nur das, sie verkleidet sich und auch Kurt-Otto regelmäßig, um an den diversen Fassenachtssitzung und Umzügen teilzunehmen.

Am Tag nach der großen, für ihn mehr feuchten als fröhlichen, Sitzung sucht Kurt-Otto nach seinem verloren gegangenen giftgrünen Kopfschmuck und findet im Müllcontainer eine weibliche Leiche. Hat die mit dem Verschwinden des Georg Winternheimer, seines Zeichens Großwinzer und Till der Fassenachtsitzung zu tun? Georg ist als Womanizer und Schreck aller Sitzungen bekannt, denn er übertreibt es mit dem Sarkasmus.

Meine Meinung:

Für mich ist dieser Fall der erste der bislang vierteiligen Reihe rund um Kurt-Otto Hattemer. Leider komme ich mit dieser Figur nicht so ganz klar. Möglicherweise fehlen mir die Vorgänger. Die Abneigung gegen diese Fassenachtbräuche kann ich sehr gut nachvollziehen, warum er den Detektiv zu spielt, erschließt sich mir nicht. Neugierde? Langeweile? Oder will er schlichtweg seiner dominanten Ehefrau entkommen, die ihn neben dem Faschingstreiben noch auf Diät setzt bzw. Zum „Winzer-Yoga“ mitschleppt?

Sehr einfühlsam ist die Lebensgeschichte der Eleonore eingeflochten, die 1944 in Hadamar ermordet worden ist und deren gewaltsamer Tod, in der Gegenwart eine Rolle spielt.
Interessant sind auch die Beschreibungen der Winzerarbeit. Hier merkt der Leser, dass der Autor vom Fach ist, während die eigentliche Krimi-Handlung sowie die polizeilichen Ermittlungen eher ein Schattendasein führen.


Fazit:

Mir sind die vielen Details rund um die Fassenacht, die am Mord unbeteiligten Dorfbewohner und Kurt-Ottos Eheleben ein wenig zu ausführlich geraten. Ich hätte mir mehr Krimi gewünscht. Leider kann ich hier nur 3 Sterne vergeben.