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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2020

Hat mich nicht ganz überzeugt

Die Toten vom Gardasee
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Luca Spinelli ist Dokumentarfilmer und kenn den Gardasee und seine Menschen wie kein Zweiter. Außerdem hat er ein gutes Händchen für Jugendliche. Nachdem in wieder einmal zwei junge Männer spurlos verschwunden ...

Luca Spinelli ist Dokumentarfilmer und kenn den Gardasee und seine Menschen wie kein Zweiter. Außerdem hat er ein gutes Händchen für Jugendliche. Nachdem in wieder einmal zwei junge Männer spurlos verschwunden sind, ersucht die Polizei Luca um Mithilfe. Der „Teufel vom Gardasee“ soll wieder zugeschlagen haben - angeblich ein Riesenfisch, der Mensch frisst.
Gemeinsam mit Commissario Tomasio Giancarlo, mit dem ihm Jugenderinnerungen verbinden, versucht Spinelli dem Phantom auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist ziemlich unrealistisch. Man kann der italienischen Polizei vermutlich einiges vorwerfen, aber dass sie teilnahmslos zusieht, wie in den letzten 20 Jahren mehr als hundert junge Männer (!) im Gardasee verschwinden, klingt doch ziemlich unwahrscheinlich.

Die Auflösung ist wirkt auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Das Motiv des Täters ist mir nicht ganz klar geworden - Allmachtsfantasien?

Gut gelungen sind die realistischen Landschaftsbeschreibungen rund um den Gardasee. Auch das schöne Cover hilft, diesem Krimi 3 Punkte zu geben. Um es mit Shakespeare zu sagen: „Der Rest ist Schweigen!“

Veröffentlicht am 27.06.2020

Eine Aneinanderreihung von Klischees

Im Land des Roten Ahorns
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Im Land des roten Ahorns/Claire Bouvier/2 Sterne

Nach dem Tod ihres Vaters, dem Kartografen Anton Halstenbek, steht Jaqueline mehr oder weniger mittellos da. Das Haus in der Hamburger Mönckebergstraße ...

Im Land des roten Ahorns/Claire Bouvier/2 Sterne

Nach dem Tod ihres Vaters, dem Kartografen Anton Halstenbek, steht Jaqueline mehr oder weniger mittellos da. Das Haus in der Hamburger Mönckebergstraße und seine Fahrnisse müssen versteigert werden, um die Schulden zu decken.

Da kommen ihr die freundlichen Briefe von Alan Warwick, einem Freund des Vaters, der in Kanada lebt, gerade recht. Sie versetzt noch schnell eine Brosche und reist nach Kanada. Die Überraschung und Enttäuschung sind groß als sich der Mann als Mitgiftjäger entpuppt und nicht glaubt, dass Jaqueline mittellos ist. Er sperrt sie in sein baufälliges Herrenhaus ein, aus dem ihr dann die Flucht gelingt.

Mitten in der Wildnis wird sie dann vom Sägewerksbesitzer Connor gefunden, der sie auf eine gefährliche Reise auf die großen Seen bis nach Montreal mitnimmt. Dabei werden die beiden, die gemeinsam mit Connors Mannschaft Baumstämme flößen ständig von Warwick beobachtet. Natürlich kommt es zum Showdown und das ausgerechnet bei den Niagara-Fällen ...

Meine Meinung:

Ich wollte zwischen den vielen Krimis einmal etwas anderes lesen und habe mich auf einen (historischen) Roman gefreut, der in Kanada spielt.
Bekommen habe ich einen Liebesroman, der vor Klischees nur so strotzt.
Als erstes hat mich einmal gestört, dass eine Hamburger Bürgertochter ausgerechnet Jaqueline genannt wird. Wenn schon ein französicher Name, dann vielleicht Justine, Dorothée, Charlotte oder Amélie.
Doch die Unstimmigkeiten gehen weiter. Sie ist 22 Jahre alt und will nicht heiraten sondern unabhängig sein, taxiert aber die meisten Männer danach, ob sie sich vielleicht doch als Ehemann eignen. Die Beste ist ein wenig gar naiv. Ihre Kenntnis von Kanada bezieht sie aus der Lektüre von „Lederstrumpf“. Sie reist allein auf einem Dampfer nach Kanada. Immerhin kann sie sich eine eigen Kabine leisten und muss nicht im Zwischendeck reisen. Die Erwartungen sind hoch, hofft sie doch, dass Alan Warwick, der als FReund des Vaters bezeichnet wird unf feinsinige Briefe geschriben, sie unterstützt. Als was eigentlich? Es kommt, wie es kommen muss - der angeblich kultivierte Freund entpuppt sich als Rüpel, der nur auf Jaquelines Erbe aus ist und nicht kapiert, dass sie kein Geld hat. Um ihren Willen zu brechen, sperrt er sie in seinem baufälligen Haus ein. Sie entkommt, schnappt sich einen Gaul und obwohl sie noch nie auf einem Pferd gesessen ist, reitet sie wie Winnetou ohne Sattel durch die Wildnis. Wie unglaubwürdig ist denn das?

Der Retter in der Not ist natürlich hübsch und wohlhabend, leider bereits verlobt. Doch seine Noch-Nichtangetraute ist ein Ekelpaket, das als sie Kenntnis von der jungen Frau erhält, mit dem Heiratsschwindler gemeinsame Sache macht und die Ermordung von Connor und Jaqueline in Auftrag gibt.

Dazwischen gibt es noch Begegnungen mit zwei Bären und die rasante und gefährliche Fahrt auf den Flößen. Ungewöhnlich bis kaum glaubhaft, dass die Holzfäller Jaqueline einfach so als Chefin akzeptieren als Connor in den Fluss fällt.

Der Schreibstil ist leider auch nicht wirklich berauschend. Ein bisschen habe ich mich an die Westernhefte erinnert gefühlt, die mein Opa immer gelesen hat. Dazu passt auch, dass Jaqueline von Alan Warwick angeschossen wird.

Fazit:

Kann man lesen, muss man aber nicht. 2 Sterne.


Veröffentlicht am 24.06.2020

Eine unbedingte Leseempfehlung

Ich bleibe hier
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Dieser Roman behandelt gleich mehrere schwierige Kapitel in der neueren Geschichte Südtirols: Die Verdrängung der deutschen Sprache durch die Faschisten Mussolinis, die Option nach Nazi-Deutschland auszuwandern ...

Dieser Roman behandelt gleich mehrere schwierige Kapitel in der neueren Geschichte Südtirols: Die Verdrängung der deutschen Sprache durch die Faschisten Mussolinis, die Option nach Nazi-Deutschland auszuwandern sowie die Zwangsräumung mehrerer Orte zu Gunsten des riesigen Stausees, dem Reschensee. Vielen von uns Lesern ist das beeindruckende Foto des aus dem Reschensee ragenden Kirchtums von Alt-Graun ein Begriff.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der jungen Trina, die in der Zeit nach dem Großen Krieg, wie man den Ersten Weltkrieg damals nannte, Lehrerin in der kleinen Südtiroler Gemeinde Graun wird. Doch mit der Machtergreifung von Mussolini und seinen Faschisten, wird die deutsche Sprache verboten, die deutschen Namen und Bezeichnungen durch italienische ersetzt. Als immer mehr regimetreue Italiener aus allen Teilen Italiens im deutschsprachigen Südtirol angesiedelt werden, unterrichtet Trina in den sogenannten Katakombenschulen heimlich deutsch. Doch als ihre Freundin erwischt und deportiert wird, hält sie sich bedeckt.
Trina ist inzwischen mit Erich verheiratet, und Mutter eines Sohnes und einer Tochter Marcia.

Dann kommt das verlockend Angebot Nazi-Deutschlands, alle „Deutschen heim ins Reich zu holen“. Diese Option teilt das Dorf Graun in zwei Welten: die Dableiber und die Optanten, die in Deutschland das versprochene „Land, in dem Milch und Honig fließt, sehen.
Erich und Trina bleiben und werden wenig später zu Flüchtlingen, da Erich desertiert ist. Der Sohn ist ein begeisterter Anhänger Hitlers und Marcia, verschwindet ohne ein Wort des Abschieds mit ihrer Tante und dem Onkel nach Innsbruck.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehren einige der Optanten enttäuscht zurück. Nichts ist mehr so, wie zuvor. Die einzige Konstante ist die Bedrohung Grauns durch den Bau den Reschenstaudamms, der seit Jahrzehnten wie das Damolkesschwert über dem Tal schwebt.

Trina und einige ander Dorfbewohner leisten sowohl passiven als auch aktiven Widerstand gegen das Bauvorhaben. Doch alles vergebens. Der Staudamm wird im Namen des Fortschritts gebaut und die Orte Graun sowie Reschen den Fluten preisgegeben. Mahnendes Denkmal bleibt der Kirchturm von Graun, der aus dem Wasser ragt.

Meine Meinung:

Das Buch ist in drei große Kapitel geteilt.

„Die Jahre“
„Auf der Flucht“
„Das Wasser“

Durch die schnörkellose Sprache in der Autor Marco Balzano seine Trina erzählen lässt, ist der Leser mitten drinnen im Geschehen und kann die leidvolle Geschichte der Vinschgauer miterleben, die mehrmals alles verloren haben. Die Sprache, die Identität, ihr Einkommen und letzten Endes ihre Häuser und die Heimat. Manchmal hat mich schon die schiere Wut auf die Politik und Politiker gepackt, wie Menschen verachtend und rücksichtslos ihre Interessen durchgesetzt werden.

Inzwischen ist ja ein Miteinander eingekehrt. Es gibt deutsche und italienische Schulen, beide Sprachen sind als Amtssprachen zugelassen. Das ist ein großes Verdienst von Landeshauptmann Silvius Magnago (1914-2010), der nahezu 30 Jahre diesen Posten bekleidet hat und als Vater der Südtirol-Autonomie bezeichnet werden darf.

Fazit:

Ein berührendes und beeindruckendes Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 21.06.2020

Ein grandioser Ausflug in das Wien von 1873

Alles Geld der Welt
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Gerhard Loibelsberger entführt seine Leser in das Wien von 1873. Es ist die Zeit des Großbürgertums, der Wissenschaft und Spekulanten. Armut und Reichtum stehen sich unversöhnlich gegenüber.

Heinrich ...


Gerhard Loibelsberger entführt seine Leser in das Wien von 1873. Es ist die Zeit des Großbürgertums, der Wissenschaft und Spekulanten. Armut und Reichtum stehen sich unversöhnlich gegenüber.

Heinrich von Strauch hat von seinem Vater, dem jüdischen Geldverleihers Aaron Rosenstrauch ein riesiges Vermögen geerbt. Wirklich glücklich ist er nicht, denn um von den jüdischen Vorfahren abzulenken ist er mit einer arischen Erbin verheiratet worden. Man lebt zwar im selben Haus, aber in getrennten Etagen und geht sich, bis auf die allernotwendigsten Begegnungen großräumig aus dem Weg.

Natürlich ist auch Heinrich in allerlei Spekulationen und windige Geschäfte verstrickt, bis er dieser überdrüssig wird und das Geld einfach ausgibt. Er überlässt die Geschäfte mehr und mehr Ernst Xaver Huber, seinem nicht minder windigen und skrupellosen Geschäftspartner und widmet sich vor allem den leiblichen Genüssen - Wein, Weib und gutes Essen.

Die Ausrichtung der Weltausstellung ist DAS Ereignis des Jahres und kostet Unsummen an Geld. Auch Heinrich hat hier ungewöhnlich viel investiert.

Es kommt wie es kommen muss: Am 9. Mai 1873 kommt es zum großen Börsencrash und Heinrich von Strauch ist mitten drin.


Meine Meinung:

Dieser historische Roman ist kein Krimi im herkömmlichen Sinn. Dennoch handelt er von Verbrechen. Die Täter sind diesmal in feinem Zwirn und mit der Aktentasche unterwegs. Sie versprechen den Anlegern das Blaue vom Himmel herunter und bringen auch die kleinen Gewerbetreibenden dazu, in windige Unternehmen zu investieren.

Trotzdem dürfen wir dem Johann Maria Nechyba, dem Kult-Kiberer aus der gleichnamige Reihe, ganz kurz begegnen. Nechyba ist da noch ein Kind, dessen Neugierde den vermeintlichen Mörder einer alten Frau entlastet (S. 295).

Heinrich von Strauch erscheint als gesättigter, des Reichtums und des Lebens überdrüssiger Mensch. Doch statt mit dem vielen, wenn auch häufig ergaunerten Geld, etwas Gutes zu tun, wie es etwas die Rothschilds mit dem Bau von Krankenhäusern getan haben, lässt er seinen Geschäftspartner schalten und walten wie es ihm gefällt. So bemerkt er die Intrigen, die hinter seinem Rücken gesponnen werden, gar nicht. Irgendwie ist er eine tragische Gestalt, mit der man fast schon Mitleid haben könnte.

Doch wie viele Menschen hat er mit seinen Luftgeschäften ins Elend gestürzt? Und wie steht es mit seiner Rechtschaffenheit seinen Dienstboten gegenüber? Die Selbstverständlichkeit mit der er die weiblichen Dienstboten sexuell ausbeutet, ist aus heutiger Sicht schwer zu ertragen. Gut gelungen und präzise eingeflochten sind die Gedanken des beinahe wie einen Sklaven gehaltenen Kammerdieners. Auch dies spiegelt das Abhängigkeitsverhältnis zwischen den Ständen drastisch wieder.

Gerhard Loibelsberger ist es wieder ausgezeichnet gelungen die Diskrepanz zwischen arm und reich plastisch darzustellen. Er zeigt die morbide, durch und durch faule Gesellschaft des 19. Jahrhundert. Seine Geschichte ist von Zeitungsberichten untermauert und, wie wir es von Gerhard Loibelsberger gewöhnt sind, spazieren wichtige historische Persönlichkeiten durch das Geschehen - Beginnend mit Eduard von Bauernfeld bis Josephine von Wertheimsetin. Ein sehr nette, persönliche Geste ist, dass er Karl Loibelsberger, Setzer in einer Druckerei und sein Urgroßvater erwähnt. So etwas gefällt mir immer wieder.

Passend zur Epoche und zur Nechyba-Reihe ist für das Cover wieder ein Motiv von Gustav Klimt gewählt - diesmal der „Kuss“. Das beschert diesem historischen Roman einen hohen Wiedererkennungswert.

Wer sich mit den Spekulanten und deren unsauberen Geschäften weiter beschäftigen möchte, findet im Anschluss an das ausführliche Glossar, das die typischen Wiener Ausdrücke erklärt, soweit diese nicht durch Fußnoten erläutert sind, einige Tipps und links zum Nachlesen.

Vielleicht auch als Vorbeugungsmaßnahme zu sehen, denn die Geldgier schläft nicht und die Spekulanten treiben sich nach wie vor herum, um den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Geschichte wiederholt sich. Solche Zusammenbrüche der Börsen sind auch heute jederzeit möglich.

Fazit:

Ein grandioser Ausflug in Wien von 1873, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.

Veröffentlicht am 20.06.2020

Fesselnd bis zur letzten Seite

Ich bin dein Tod (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 9)
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KHK Konstantin „Tino“ Dühnfort ist nach seiner Elternzeit von der Mordkommission zur OFA, der Operativen Fallanalyse gewechselt. Bereits an seinem ersten Arbeitstag erhält er, gemeinsam mit seinen Kollegen, ...

KHK Konstantin „Tino“ Dühnfort ist nach seiner Elternzeit von der Mordkommission zur OFA, der Operativen Fallanalyse gewechselt. Bereits an seinem ersten Arbeitstag erhält er, gemeinsam mit seinen Kollegen, die alle aus unterschiedlichen Bereichen der Polizei kommen, den Auftrag nach Passau zu fahren, um sich den ungewöhnlichen Doppelmord an einem Ehepaar anzusehen. Das Ehepaar wurde mit einer Armbrust erschossen und Wertsachen fehlen. Während der Chef-Ermittler vor Ort das Team der OFA kategorisch ablehnt, weil es sich ja um einen missglückten Einbruch handelt, ist Tino dessen nicht so sicher. Es gibt keine Spuren und es deutet alles eher auf eine Hinrichtung hin, nur WARUM?

Dühnfort stellt eigenmächtig Nachforschungen an und stößt auf zwei weitere Mordfälle, bei denen ebenfalls keine Spuren aufzufinden sind, aber die Taten sind vorab angekündigt worden. In jedem Fall hat das potenzielle Opfer eine Karte mit den Worten „Ich bin dein Tod“ erhalten. Ist hier jemand auf Rachefeldzug? Wer und warum?

Meine Meinung:

In ihrem neunten Fall für KHK Dühnfort ist der Autorin wieder ein fesselnder Krimi gelungen.

Die berufliche Veränderung macht, obwohl freiwillig und von Dühnfort erwünscht, entpuppt sich als nicht ganz so friktionsfrei wie erwartet. Statt geregelter Dienstzeiten, damit er sich um die Familie kümmern kann, wird er schnurstracks in einen komplexen Fall hineingestoßen. Dazu kommt, dass Tino nicht unbedingt als Teamplayer bekannt ist und bislang gewöhnt war, den Ton anzugeben. Das Unterordnen fällt ihm denkbar schwer. Er muss im eigenen Team viel Überzeugungsarbeit leisten, um seine Sicht der Lage darzulegen. Da das Team der OFA ja nur beratende Funktion hat, muss er sich mit engstirnigen Ermittlern vor Ort abquälen, die von ihrer eigenen Sicht keinen Millimeter abgehen wollen.

Die Kollegen sind neu, unbekannt und manchmal wirken sie nicht sehr sympathisch. Besonders Manfred, mit dem Tino im Zweierteam arbeiten muss, scheint ein Ekel zu sein, bis er Tino sein Geheimnis offenbart.
Auch Tinos Ehefrau Gina hat ihren festen Platz in der Geschichte und die Sorge, wegen der neuen Eigentümer, die Wohnung, in der sich alle wohl fühlen, räumen zu müssen, wird vermutlich im nächsten Band eine zentrale Rolle spielen. Für so manchen Schmunzler sorgt Tochter Clara, die mit Trisomie 21 zur Welt gekommen ist. Auch das bietet jede Menge Stoff für weitere Krimis.

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet. Alle haben Ecken und Kanten, was sie sehr menschlich wirken lässt.

Fazit:

Ein Krimi, der bis zur letzten Seit spannend ist und durch sorgfältige Recherche besticht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und warte mit Ungeduld auf den nächsten Band.