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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2019

Hat mich enttäuscht

Kenia Valley
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Dieses Buch entführt uns nach Kenia Mitte der 1920er Jahre. Man baut eine Eisenbahn quer durch das Land. Der 15-jährige Theo Miller kommt mit Schwester Maud und den Eltern aus dem rauen Schottland nach ...

Dieses Buch entführt uns nach Kenia Mitte der 1920er Jahre. Man baut eine Eisenbahn quer durch das Land. Der 15-jährige Theo Miller kommt mit Schwester Maud und den Eltern aus dem rauen Schottland nach Mombasa.
Theo ist von der britischen Kolonialgesellschaft fasziniert und lernt das laszive Leben kennen. Besonders Freddie, ein junger, mit einer reichen Frau verheirateter Dandy und seine amerikanische Freundin Silvie haben es dem staunenden Jugendlichen angetan. Recht bald ist er Mitglied des dekadenten Grüppchens, das „Sex and Drugs“ konsumiert, als gäbe es kein morgen.

Als Theo Jahre später, nach einem Studienaufenthalt in Schottland, wieder nach Afrika zurückkehrt, hat sich einiges verändert. Freddie und Silvie sind nun mit jeweils anderen Partnern verheiratet, die Lebensweise hat sich kaum geändert. Nach wie vor bestimmen das Clubleben, Sex, Alkohol und die britische Überheblichkeit den Afrikanern gegenüber ihr Leben.

Die einzige, die aus der Art schlägt und versucht, die Afrikaner zu verstehen, ist Maud. Sie errichtet eine Rinderfarm und scheitert. Für ihr Engagement für die Tierwelt und die Afrikaner wird sie den höchsten Preis zahlen.

Meine Meinung:

Mir war schon klar, dass dieser Roman vor allem die britische Sicht des afrikanischen Kontinents wiedergeben wird. Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Afrika gewünscht. Die britische Überheblichkeit ihre Bediensteten einfach „Toto“ zu nennen und sie auszubeuten, ist schwer erträglich.

Für Freddie & Silvie ist der minderjährige Theo nur ein weiters Spielzeug. Sie nutzen seine Neugier und Unbedarftheit für ihre abartigen, dekadenten Spielchen. Freundschaft ist das nicht zu nennen, eher schon Missbrauch. Die Haltung von Theos Eltern ist mir unverständlich.

Die meisten Protagonisten finde ich unsympathisch. Diese gelangweilte Oberschicht, die sich für die Krönung von Gottes Schöpfung hält, ist mir zutiefst zuwider. Trotz der Beschreibung diverser Eskapaden bleiben die Figuren blass und eindimensional.

Es scheint, als wäre Maud, neben Vater Miller, die einzige normale Person in dieser Geschichte. Sie nimmt sich der Sorgen der Kenianer an, versucht ihre Position dazu zu benutzen, um die Lage der Einheimischen zu verbessern. Dass sie damit kläglich scheitern und mit ihrem Leben bezahlen wird, ist voraussehbar.

Ich hätte mir mehr „Kenia“ aus Sicht der afrikanischen Bevölkerung gewünscht. Wir erfahren hier einiges, quasi aus zweiter Hand, über die Umwege durch Maud. Auch die (welt)politischen Gegebenheiten sind mir zu undeutlich. Die beginnende Auflehnung der Afrikaner gegen die Briten, der aufkommende Faschismus sowie die Bedrohung durch Hitler-Deutschland am Vorabend des Zweiten Weltkrieges (das Buch endet 1937) fließt viel zu wenig ein. Alles wird überschattet durch diese dekadente Gruppe rund um Freddie.

Mehrmals war ich versucht das Buch wegzulegen. Die Geschichte hat mir nicht wirklich gefallen. Stellenweise war ich richtig angewidert, ob der überheblichen Dekadenz, die die Weißen hier an den Tag gelegt haben. Der Schreibstil hat mich auch nicht überzeugt. Einige Stellen hätten durchaus gekürzt werden können, denn den Protagonisten beim Trinken zu zusehen, ist entbehrlich. Phasenweise finde ich das Buch langatmig.

Fazit:

Leider hat mich dieses Buch nicht gepackt, sondern nur in meiner Überzeugung, die Briten haben sich in Afrika überheblich verhalten, bestätigt. Hier kann ich nur 2 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 03.07.2019

Eine Hommage an eine starke Frau

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg
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Mit diesem Porträt setzt die Autorin einer Frau ein Denkmal, die als Ehefrau eines Widerstandskämpfers gegen Hitler immer in dessen Schatten gestanden ist: Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, ihrer Mutter.

Nina ...

Mit diesem Porträt setzt die Autorin einer Frau ein Denkmal, die als Ehefrau eines Widerstandskämpfers gegen Hitler immer in dessen Schatten gestanden ist: Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, ihrer Mutter.

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg (1913-2006), geborene Lerchenfeld, ist in einer Zeit aufgewachsen, in der „Contenance“ und Disziplin alles war. Als sie Claus Schenk Graf von Stauffenberg kennen- und lieben lernt, setzt sie 1933 die Ehe mit dem jungen Offizier durch. Eine Liebesheirat in Adelskreisen? Zu dieser Zeit eine echte Seltenheit. Sie teilt ihren Mann nicht nur mit seinem Beruf sondern auch mit dem Dichter und Philosophen Stefan George bis zu dessen Tod 1933.

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg ist Mutter von vier Kindern und mit dem fünften schwanger, als der Umsturzversuch ihres Mannes und seiner Verschwörer am 20. Juli 1944 misslingt. Claus von Stauffenberg wird noch in der Nacht hingerichtet, sein Bruder Berthold wenig später. Die Familien werden in Sippenhaft genommen, Nina in verschiedene Gefängnisse bzw. KZ, die Kinder ins Kinderheim. In der Haft kommt im Jänner 1945 Konstanze, die Autorin, zur Welt.

Wie schafft es eine Frau mit dieser Geschichte zu überleben? Zum einem erhält sie, bis zu deren Tod, Hilfe und Unterstützung von ihrer Schwägerin Melitta von Stauffenberg, die als Flugzeugkonstrukteurin und Testpilotin, trotz der angeheirateten Verwandtschaft und der eigenen jüdischen Herkunft, für die Nazis unverzichtbar ist. Zum anderen halten der christliche Glaube und eben jene Contenance, die es fast nur in den adeligen Familien gibt, die junge Witwe aufrecht.

Obwohl Himmler versprochen hat, die „Sippe Stauffenberg auszurotten“, gelingt ihm dies nicht. Im Gegenteil, zu Nina von Stauffenberg 80. Geburtstag finden sich mehr als 40 Familienmitglieder ein.

Konstanze von Schulthess räumt auch mit dem lange gepflegten Bild, der ahnungslosen Ehefrau auf. Sie hält ihrem Mann den Rücken frei. Aus Sicherheitsgründen ist Nina von Stauffenberg nicht in die Details des Widerstandes eingebunden. Trotzdem weiß einiges, vernichtet Unterlagen und gibt auch unter den schlimmen Haftbedingungen nicht mehr preis, als der Gestapo ohnehin schon bekannt ist.

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg überlebt ihren Mann um 62 Jahre und wird, wie die anderen Witwen der Verschwörer, niemals wieder heiraten. Sie alle halten ihren Männern die Treue.

Meine Meinung:

Konstanze von Schulthess hat ihren Vater niemals kennengelernt, kennt nur Erzählungen, Zeitungsberichte und Fotos. Ihre Mutter hat in den 1960er Jahre auf Drängen der Kinder eine Familienchronik verfasst, die, neben zahlreichen Gesprächen, Grundlage dieses Buches ist. Die Quellenlage ist nicht ganz einfach, weil Claus Schenk Graf von Stauffenberg als „gescheiterter Attentäter“ in die Geschichte eingegangen ist. Die Meinungen ob Held oder nicht, gehen auch 75 Jahre später noch auseinander. Viel Material ist vernichtet worden, um die Eingeweihten zu schützen, was ja bekanntlich nicht gelungen ist. Im Gegenteil, man hat den Umsturzversuch als zusätzlichen Aufhänger benutzt, mit unliebsamen Mitmenschen abzurechnen.

Gut gefällt mir, dass hier der Umsturzversuch aus Sicht der Frauen geschildert wurde. In vielen Werken über Stauffenberg und seinen Helfern herrscht die militärische Sicht vor. Sowohl bei der Vorbereitung als bei den Hinrichtungen danach. Über die Frauen und Familienangehörigen, die unter dem Terror der Nazis zu leiden hatten, ist wenig zu lesen. Daher halte ich dieses Porträt auch für ein wichtiges Stück Zeitgeschichte, auch wenn es Jahre später und von einer Betroffenen geschrieben worden ist.

Die Autorin nähert sich ihre Mutter, die in den Jahren nach dem Krieg, scheinbar stoisch dem Aufwachsen ihrer Kinder gewidmet hat, wobei sie auch hier eher streng und unnahbar wirkt. Mit Kraftanstrengung und unbeugsamen Willen renoviert sie ihren Familiensitz, sammelt die geraubten Möbel und Haushaltgegenstände wieder ein.

Neben zahlreichen Fotos, die den Krieg überstanden haben, finden sich Anekdoten in diesem Porträt. Schmunzeln musste ich über den „Watschenbaum“, denn der ist auch in meiner Familie ein geflügeltes Wort. Wenn Großmutter oder Mutter gemeint haben, dass meine Schwester oder ich am „Watschenbaum rütteln“, war es höchste Zeit aus deren Sichtfeld zu verschwinden bzw. einen Gang zurückzuschalten.

Natürlich bleiben einige Fragen offen, da die Autorin manches nicht gefragt hat (was sie bedauert) und manches einfach nicht erzählt wurde.

Fazit:

Konstanze von Schulthess hat eine Hommage an eine bemerkenswerte Frau geschrieben, die zufällig ihre Mutter war. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Wissenswertes über die Zirbe

Die Kraft der Zirbe
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Auf den ersten Blick wirkt das Buch gewöhnungsbedürftig.
Ein weißen Leineneinband mit einem Titel und Vorsatzseiten in neonorange? Puh, was erwartet den Leser hier?

Autor Maximilian Moser beschreibt in ...

Auf den ersten Blick wirkt das Buch gewöhnungsbedürftig.
Ein weißen Leineneinband mit einem Titel und Vorsatzseiten in neonorange? Puh, was erwartet den Leser hier?

Autor Maximilian Moser beschreibt in 7 Kapiteln alles Wissenswerte über die Zirbe.

Wie ich lernte, die Zirbe zu lieben
Eine kurze Geschichte der Königin der Alpen
Die wunderbare Welt der Zirbe
Geheimnisse des Zauberbaums
Die Wirkfaktoren der Zirbe
Zirbens Geschwister
Meine Wünsche an die Zukunft

Ergänzt werden diese sieben Kapitel durch ein Vorwort, einen Praxis-, Serviceteil sowie einem ausführlichen Glossar.

Auffallend ist, dass sich die Farben neonorange und neongrün durch das ganze Buch hindurch ziehen. Das Glossar ist zur Gänze auf orangem Papier geschrieben. Die Kapitelüberschriften sind in überdimensionalen Lettern gedruckt, was den Eindruck von „Marktschreierei“ bei mir hervorruft. Das wirkt sehr laut und schrill auf mich, was im starken Gegensatz zur majestätischen Zirbe steht.

Wunderschöne Fotos von Zirben ergänzen dieses informative Buch. Es hat sofort meine Lust nach einem Ausflug in die Zirbengegend (Steiermark, Kärnten) geweckt. So mit vollen Händen in einem Haufen Hobelspänen aus Zirbenholz wühlen, dabei den Duft einatmen und das haptische Erlebnis des Holzes spüren, das wäre schon etwas.

Fazit:

Ein tolles Buch, das uns den Baustoff (Zirben)Holz und seine Möglichkeiten wieder in Erinnerung ruft. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Eine gelungene Annäherung

Stauffenberg - mein Großvater war kein Attentäter
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Die Autorin und Historikerin Sophie von Bechtolsheim ist die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der gemeinsam mit einer Gruppe von beherzten Männern am 20. Juli 1944 dem Hitler-Regime ein ...

Die Autorin und Historikerin Sophie von Bechtolsheim ist die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der gemeinsam mit einer Gruppe von beherzten Männern am 20. Juli 1944 dem Hitler-Regime ein Ende bereiten wollte. Dafür waren er und seine Mitverschwörer bereit, zu sterben.

Die Autorin geht auf die Suche nach dem Großvater, den sie nie kennenlernen durfte. Sie führte lange Gespräche mit ihrer Großmutter Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, mit ihrem Vater Franz Ludwig und anderen Verwandten.
Als Jugendliche, sie ist 1968 geboren, haben die Fahndungsfotos, mit denen nach den Terroristen der RAF gesucht wurde, die Frage aufgeworfen, ob ihr Großvater in die selbe Kategorie einzuordnen wäre.
Was ist der Unterschied zwischen Tyrannenmord und Terrorismus? Ist die Beseitigung eines Diktators legitim?

Die Verschwörer des 20. Juli 1944 haben ein Scheitern und ihren Tod bewusst in Kauf genommen, um für Deutschland und seine Menschen eine Änderung herbeizuführen. Denn, das Ende des Nazi-Regimes und des Krieges wäre nur ohne Hitler und seine Entourage möglich gewesen.

„Das Furchtbarste ist zu wissen, dass es nicht gelingen kann und dass man es dennoch für unser Land und unsere Kinder tun muss.“ (Berthold Stauffenberg, Claus’ Bruder).

Behutsam nähert sich die Historikerin ihrem Großvater. Zu ihrem Leidwesen gibt es wenige authentische schriftliche Quellen. Denn diese mussten in den Stunden nach dem misslungenen Umsturz, um eventuelle Mitwisser nicht zu gefährden, vernichtet werden.

Diversen Gedenkveranstaltungen sowie Filmen, die das Leben ihres Großvaters darstellen, steht sie mitunter reserviert gegenüber. Dennoch spricht Sophie von Bechtolsheim auf Einladung in Schulen oder Kasernen über ihren Großvater.

"Er folgte seinem Gewissen. Was immer man von ihm denken mag, er hat es nicht verdient, am Ende, wie schon 1944, als "der Attentäter" verurteilt zu werden."


Fazit:

Eine liebevolle Annäherung an einen Großvater, den die Autorin nur aus den Geschichtsbüchern kennt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Der bislang persönlichste Fall für Wolfgang Hoffmann

Hoffmanns Erwachen
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Im dritten Band dieser Krimi-Reihe halten Autor und Leben besondere Herausforderungen für den Ermittler des Wiener Drogenreferates bereit.

Auf der einen Seite bescheren verunreinigte Drogen der Polizei ...

Im dritten Band dieser Krimi-Reihe halten Autor und Leben besondere Herausforderungen für den Ermittler des Wiener Drogenreferates bereit.

Auf der einen Seite bescheren verunreinigte Drogen der Polizei jede Menge Arbeit, da es mehrere Tote gibt. Auf der anderen Seite wird bei dem passionierten Raucher Wolfgang Hoffmann, kurz bevor er nach längerer Zeit wieder eine Beziehung mit einer Frau eingehen kann, Lungenkrebs diagnostiziert.

Doch der Reihe nach: Helmut Seifried, ein Eventveranstalter im Haupt- und Drogengroßhändler im Nebenberuf (oder ist es doch umgekehrt?) Überschüttet, ohne es zu wissen, die Szene mit Waschmittel gestreckten Drogen.

Um weitere Tote zu verhindern, bedient sich Wolfgang Hoffmann eines alten Gegners, um die Wiener Drogenszene vor der verschmutzten Ware zu warnen.
Wird es Hoffmann gelingen, die Machenschaften von Seifried und seinen Kumpanen aufzudecken? Denn, Seifried ist nicht nur in Drogengeschäfte verwickelt, sondern unterhält Klubs, in denen Neonazis ihren abscheulichen Neigungen auf Kosten von jungen, meist afrikanischen Prostituierten frönen.

Meine Meinung:

Mir gefällt diese Reihe vor allem deshalb, weil sie das Wien fernab von Manner-Schnitten, Stephansdom und Sisi-Kitsch zeigt. Kaum eine Szene spielt in der Innenstadt, sondern in den ehemaligen Arbeiterbezirken. Das Kommissariat ist in Ottakring angesiedelt und Hoffmann wohnt in der Brigittenau, dem 20. Wiener Gemeindebezirk, gleich neben dem Augarten, jener barocken Gartenanlage, die neben der berühmten Porzellanmanufaktur auch Heimat der Wiener Sängerknaben ist. Das war’s aber schon mit herrschaftlichen Ansprüchen. Die meisten Bewohner dieser Gegend sind alte Menschen und/oder Zuwanderer, die in den 1970er Jahren nach Wien gekommen sind.
Dieser Band ist der bislang persönlichste mit Wolfgang Hoffmann. Er zeigt den verletzlichen Mann, der es mit der Krankheit aufnimmt. Als Mann von klaren Worten, dem das Herumeiern auf die Nerven geht, verlangt Hoffmann auch von seinen Ärzten, Klartext zu reden. Da der Ausgang von Chemo und Operation nicht klar sind, bricht er das zart aufkeimende Pflänzchen einer Beziehung zu Kollegin Sigrid Körner gleich einmal wieder ab. Immer wieder reflektiert er seine gescheiterte Ehe und stellt fest, dass Ermittler und Ehefrau nicht gut zusammenpassen. Doch im Stillen sehnt er sich nach einer Gefährtin und der Gedanke an Kinder spukt immer wieder in seinem Kopf herum. Vor allem, wenn er Kollegen wie Assmann oder Windisch neben sich sieht, die über ein Familienleben verfügen.

Günter Neuwirths Schreibstil ist locker und flüssig. Die Querelen in der Dienststelle sind nicht so überzeichnet wie in manch anderen Krimis. Klar, will der Staatsanwalt hieb- und stichfeste Beweise, bevor er einen Durchsuchungsbefehl bzw. Haftbefehl ausstellt. Das ist sein Job und er ist den Gesetzen verpflichtet. Und dass man nicht jeden Kollegen gleich gut mögen muss, ist zutiefst menschlich. Hoffmann selbst ist über sein Team hinaus, geachtet und auch beliebt.

Fazit:

Der bislang persönlichste der Krimis rund um den Wiener Drogenermittler Wolfgang Hoffmann. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne.