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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2018

Mord hat immer Saison

Mordseekrabben
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Bis unser wackerer POM Thies Detlefsen seinen wohlverdienten Sommerurlaub antreten kann, hat er noch einiges mit Schnellfahrern und Falschparkern in Fredenbüll zu tun. Ein silberner Alfa mit einem Kennzeichen ...

Bis unser wackerer POM Thies Detlefsen seinen wohlverdienten Sommerurlaub antreten kann, hat er noch einiges mit Schnellfahrern und Falschparkern in Fredenbüll zu tun. Ein silberner Alfa mit einem Kennzeichen aus Palermo, sticht ihm da besonders in Auge.
Gemahlin Heike und die Zwillinge sind bereits nach Amrum vorausgefahren. Doch dann kommt er endlich bei der trauten Familie an, um, ja um auch hier zu ermitteln, obwohl er hier örtlich gar nicht zuständig ist. Haben doch Heike und die Kinder eine Leiche in der Ferienwohnung gefunden, die dann auch gleich wieder mal weg ist.
Natürlich gibt es noch mehr Tote und Thies ruft KHK Nicole Stappenbeck, sehr zum Missfallen von Heike, zu Hilfe.

Wie wir es von Krischan Koch gewöhnt sind, wird nichts todernst genommen. Die Zwillinge helfen bei den Ermittlungen und ballern mit der Erbsenpistole herum.
Nach und nach finden sich die meisten Fredenbüller in Amrum ein und verbreiten eine ähnliche Atmosphäre in „de Hidde Kist“.

Doch nicht nur Slapstick vermittelt Krischan Koch, nein, er versucht auch unterschwellig den Lesern Umweltschutzgedanken zu nahezubringen. Fremdenverkehr und Partymeile um jeden Preis? Nein, danke - zumindest nicht in Fredenbüll.

Ich habe wieder herzlich über die schrägen Vögel von Fredenbüll lachen müssen wie Schimmelreiter, Alt-Hippie Bounty und Antje, die neue Rezepte ausprobier

Veröffentlicht am 22.03.2018

Auftakt einer tollen Krimi-Reihe

Rote Grütze mit Schuss
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Fredenbüll, Nordfriesland, ist ein kleines Dorf, dem man schon die Post wegen zu geringer Frequenz zugesperrt hat.

Auch die Polizeistation ist mangels Verbrechen akut gefährdet. Da kommt doch dem allseits ...

Fredenbüll, Nordfriesland, ist ein kleines Dorf, dem man schon die Post wegen zu geringer Frequenz zugesperrt hat.

Auch die Polizeistation ist mangels Verbrechen akut gefährdet. Da kommt doch dem allseits beliebten Polizeiobermeister Thies Detlefsen das Verschwinden von Swaantje sehr entgegen. Sofort wittert er eine Entführung und als dann noch Biobauer Brodersen ermordet wird, kommt fast schon Freude auf.
Mit Nicole Stappenbeck, der Unterstützung aus Kiel, ist anfangs niemand wirklich glücklich, aber das legt sich. Bis auf Thies‘ Gemahlin Heike – die begegnet Nicole argwöhnisch.


Krischan Koch beschreibt Fredenbüll uns seine Bewohner herrlich komisch. Doch hat der Leser nie das Gefühl, dass sich der Autor über die Leute lustig macht. Die Dorfbewohner sind liebevoll charakterisiert. Frisiersalon Alexandra, die „Hidde Kist“ mit der besten roten Grütze weit und breit – alles Institutionen, die mit schrägen Vögeln bestückt sind

Ein gelungener Auftakt einer Krimi-Serie, die den norddeutschen Humor ein wenig auf der Schaufel hat. Herrlich als Urlaubslektüre am Nordesse-Strand. Ob das Buch dort gelesen werden darf?

Veröffentlicht am 22.03.2018

Eine mörderische Klassenfahrt

Backfischalarm
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Der nunmehr vierte Krimi rund um Thies, Nicole, Bounty und Schimmelreiter hat nichts von seinem schrägen Humor verloren. Im Gegenteil, der Autor nimmt sich aller möglichen aktueller Themen an und bereitet ...

Der nunmehr vierte Krimi rund um Thies, Nicole, Bounty und Schimmelreiter hat nichts von seinem schrägen Humor verloren. Im Gegenteil, der Autor nimmt sich aller möglichen aktueller Themen an und bereitet diese mit der ihm eigenen Dynamik auf. Das sind z. B. die Helikopter-Mutter, die ihre Tochter bei der Klassenfahrt begleitet, geschobene Fußballspiele und Mobbing unter Jugendlichen usw..

Die Handlung ist diesmal von Fredenbüll auf Amrun verlegt und so lernen wir Leser auch diesen Landstrich kennen.

Thies Zwillingen, Telje und Tadje, wird diesmal eine wichtige Rolle eingeräumt. Dramaturgisch gut eingeflochten sind die diversen Smartphones, ohne die die Kids gar nicht lebensfähig wären, und die einen Großteil des Ärgers verursachen.

Herrlich der kleine Finn, der Sohn der Stappenbeck, den die allein erziehende Mutter und KHK von Flensburg K 2 mangels Babysitter mit zu den Ermittlungen mitbringt. Die Fredenbüller Truppe übernimmt das Baby-Sitten und so lernt Finn die wichtigen Dinge des Lebens kennen: Krabbenbrötchen statt Brei, AC/DC statt Kinderliedern.

Aus dem „Off“ meldet sich Thies‘ Ehefrau Heike mit ihrer Eifersucht auf Nicole Stappenbeck.

Krischan Koch versteht es wie keiner anderer, die regionalen Besonderheiten der Inseln darzustellen. Die Charaktere sind herrlich schräg und in jedem Band kommt die eine oder andere witzige Figur dazu.Herzerfrischend auch wieder der Titel "Backfischalarm". Der Begriff "Backfisch" kann ja mehrfach gedeutet werden, einerseits als kulinarische Spezialität (mit oder ohne Gluten) oder andererseits Girls im schwierigem Alter.


Fazit:

Selten habe ich mich so amüsiert. Ich hoffe, auf weitere Folgen mit der eingeschworenen Truppe. Leichten Herzens und mit einem Lachen im Gesicht gebe ich wieder 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.03.2018

Fredenbüll - Hotspot des Verbrechens

Pannfisch für den Paten
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Der fiktive Flecken Fredenbüll ist wieder einmal Hotspot des Verbrechens.
Was hat das idyllische Dorf an sich, dass sich diesmal Gegner und Befürworter von Windkraftanlagen ein Stelldichein geben? Treibt ...

Der fiktive Flecken Fredenbüll ist wieder einmal Hotspot des Verbrechens.
Was hat das idyllische Dorf an sich, dass sich diesmal Gegner und Befürworter von Windkraftanlagen ein Stelldichein geben? Treibt der Chef der schnell gegründeten Bürgerinitiative „Sei (k)ein Frosch“ ein doppeltes Spiel?

Welche Rolle spielen die Gäste im Ferienhaus des HNO-Arztes? Und warum treiben sich auffällig unauffällige schwarz gekleidete Männer mit Knopf im Ohr und silberfarbenen Autos mit einem Kennzeichen aus Wiesbaden dort herum?

Fragen über Fragen, die unserem wackeren Dorfpolizisten Thies Detlefsen einiges Kopferzerbrechen bescheren.

Meine Meinung:

Auch in seinem sechsten Krimi rund um Thies und die liebenswürdig schrägen Bewohner von Fredenbüll bleibt kaum ein Auge trocken. Mit viel Wortwitz und Situationskomik werden die Leser in die aktuellen Mordfälle hineingezogen.
Oder was soll man von einem Scharfschützen der Mafia halten, der auf Grund einer altersbedingten Sehschwäche, alles Mögliche erschießt, nur nicht das Zielobjekt.
Diesmal haben Oma Ahlbeck und Kurschatten Kurt eine größere Rolle in der Geschichte. Uber Kurts Putzfimmel, mit dem er Oma Ahlbeck zur Verzweiflung treibt habe ich ebenso herzlich lachen müssen, wie über den charismatischen Neuzugang Tony, der den Speisezettel der „Hidde Kist“ um einige köstliche italienische Gerichte erweitert. Denn, immer nur Putenschaschlik ist auf die Dauer langweilig. Doch nicht nur die Imbissbude ist von Tony angetan. Nein, auch die gesamte Damenwelt von Fredenbüll, Thies‘ Gemahlin Heike inklusive, liegt dem smarten Paten zu Füßen, sehr zum Missfallen seiner eigenen Ehefrau Sharon.

Sehr gefreut habe ich mich wieder über die Rezepte im Anschluss an den Krimi.

Fazit:

Wieder ein gelungener Krimispaß, der Umweltschützer, Massentierhalter, Beamte und Mafiosi aufs Korn nimmt. Gerne gebe ich 5 Sterne und hoffe auf einen neuen Fall.



Veröffentlicht am 21.03.2018

Tagebuch des Grauens ...

„Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914–1918“
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„Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918“/Franz Arneitz

Autor Franz Arneitz berichtet schnörkellos, ohne jeden Pathos von den grauslichen Ereignissen im Ersten Weltkrieg.
Mit einundzwanzig ...

„Meine Erlebnisse in dem furchtbaren Weltkriege 1914-1918“/Franz Arneitz

Autor Franz Arneitz berichtet schnörkellos, ohne jeden Pathos von den grauslichen Ereignissen im Ersten Weltkrieg.
Mit einundzwanzig Jahren wird er im August 1914 eingezogen. Während der Großteil der Männer euphorisch ist, sieht er dem Krieg mit gemischten Gefühlen entgegen.

Er sollte Recht behalten. Das was er die nächsten vier Jahre erleben wird, ist an Grausamkeit und Sinnlosigkeit schwer zu überbieten.
Schon während der Anreise zum Kriegsschauplatz notiert er minutiös seine Eindrücke von Land und Leuten. Er schreibt auf, wie unfähig die Offiziere sind, und wie barbarisch sie sich dem einfachen Soldaten gegenüber verhalten.
Manches muss er heimlich und codiert notieren.
Erschütternd sind die Berichte von den diversen Fronteinsätzen. Franz Arneitz sieht Freunde und Kameraden einen sinnlosen Tod sterben.
So oft er es kann, hilft er. Doch einem tödlich verwundeten Freund den verlangten „Gnadenschuss“ zu gewähren, verbietet ihm seine christliche Erziehung.

In seiner einfachen, eindringlichen Sprache versucht Franz Arneitz die Geschehnisse, an denen er unfreiwillig Teil hatte, zu verarbeiten. Das Tagebuch ist für ihn Therapie.
Die meisten überlebenden Kriegsteilnehmer kamen zerstört an Geist und Körper wieder. Viele konnten die Ereignisse nicht verkraften und wurden von der Gesellschaft als Simulanten verdächtigt. Heute würde man den Bedauernswerten eine „posttraumatische Belastungsstörung“ attestieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Damals ließ man die Männer allein.

Mit diesem Zeitdokument versucht der Autor mit dem Glorienschein des Krieges aufzuräumen. So schildert er die Mühsal, Entbehrungen und Strafen denen die einfachen Soldaten ausgesetzt, während die Offiziere sich in der Etappe volllaufen lassen.

Was dieses Buch so faszinierend macht, sind die kleinen, so nebenbei eingestreuten Beobachtungen abseits des Grauens wie z.B. S.72
„in der Früh treten wir den Marsch auf die Plöcken an. Hier führt eine schöne Reichsstraße hinauf, die schon die Römer benutzt haben.“

Ich finde, dieses Buch muss man einfach gelesen haben.