Eine gelungene Fortsetzung
Es muss nicht immer Grappa seinIn diesem 18. Fall, dessen Titel an Johannes Mario Simmels Werk „Es muss nicht immer Kaviar sein“ erinnert, muss sich Maria Grappa genau mit jenen salzigen Fischeiern, die so gar nicht mag, beschäftigen. ...
In diesem 18. Fall, dessen Titel an Johannes Mario Simmels Werk „Es muss nicht immer Kaviar sein“ erinnert, muss sich Maria Grappa genau mit jenen salzigen Fischeiern, die so gar nicht mag, beschäftigen. Warum? Die 78-jährige Ekaterina Schöderlapp wird mit einer Plastiktüte auf der das Logo einer bekannten Feinkosthandlung prangt, erstickt. Nicht nur die Mordmethode spricht dafür, dass es sich bei der Ermordeten nicht um eine harmlose Oma handelte, sondern auch die in deren Wohnung gestapelten 35 kg Kaviar in Dosen mit einem Wert von mehr als 30.000 Euro.
Während Grappa und die Polizei noch mit der Schöderlapp beschäftigt sind, gibt es am selben Tag einen weiteren Toten: Der bekannte Akt-Fotograf Hein Carstens wird mit einem zertrümmerten Schädel in einem Hotel aufgefunden. Der wiederum hat von Filmsternchen Kiki Moreno, die eben die 356. Folge der Soap "Gute Tage - Schlechte Tage" abgedreht hat, Nacktfotos angefertigt. Blöderweise ist Kiki die Geliebte des russischen Kaviarkönigs Boris Gogol.
Zwei Morde an einem Tag - so etwas hat Bierstadt noch nicht gesehen. Natürlich steckt Maria Grappa ihre neugierige Nase in beide Fälle und entdeckt einen nicht ungefährlichen Zusammenhang.
Meine Meinung:
Gabriella Wollenhaupt lässt ihre Leserschaft an den Dreharbeiten der täglichen Soap "Gute Tage - Schlechte Tage" teilhaben. Wir dürfen den Intrigen, Pleiten und Pannen sowie den Eifersüchteleien und Launen der Produzenten und Schauspielerinnen ebenso folgen wie dem abstrusen Ideen eines angeblichen Drehbuches. Herrlich, wie die Autorin die Serien aufs Korn nimmt!
Nebenbei muss Maria Grappa einen herben Verlust ihrer bisherigen Spürnasen-Karriere hinnehmen: KHK Brinkhoff geht in Pension und der Nachfolger Dr. Friedemann Kleist ist ein ganz anderes Kaliber, der nicht nur in seiner Abteilung als schräg wahrgenommen wird, sondern auch mit Maria Grappa wenig anzufangen weiß. Doch wie man die Journalistin und ihre Schöpferin kennt, wird sich Maria Grappa mit ihre großen Klappe den Friedemann schon herrichten. Ich denke, da kommen interessante Krimis mit amüsanten Szenen auf uns zu.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem 18. Fall für Maria Grappa 5 Sterne.