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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Wem kannst du trauen

Du musst mich vergessen
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Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. ...

Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. Bei einem Praktikum in Schweden erfährt sie, dass Johan, der Mann mit dem sie nur einen Tag verheiratet war, aus dem Gefängnis frei gekommen ist. Noch heute muss sie an die traumatischen Ereignisse in Thailand denken, nach der Trauung am Strand wird ihr gerade angetrauter Ehemann von einem bewaffneten Einsatzkommando verhaftet und in ein Gefängnis gebracht. Obwohl ihre Mutter gute Kontakte hat, gelingt es ihr nicht viel über die Umstände zu erfahren und Johan kann keine Aussagen machen. Und jetzt soll es Johan gelungen sein, aus der thailändischen Haft zurück nach Schweden gekommen zu sein ohne sich bei ihr zu melden?

Die Rückblicke in die Vergangenheit bringen immer mehr Licht ins Dunkle und in den anderen Kapiteln erfährt man mehr über ihr heutiges Leben in England. Doch diese eine Nacht kann sie nicht vergessen. Es ist eine sehr berührende Geschichte die sich in einem fulminanten Schlußakt da offenbahrt. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Der Schreibstil ist einfühlsam und lebendig. Anfangs gibt es ein paar Längen wenn immer wieder das gleiche Thema angesprochen wird, zum Ende hin wird dieser ruhige Roman jedoch recht spannend.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Gegen das Vergessen

Unter dem Strand
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Die gescheiterte Autorin Cay hält sich jetzt als Journalistin mit Artikeln für das Süseler Tageblatt mühsam über Wasser. Jetzt reist sie in die Lübecker Bucht wo sich der 80 Jahrestag des Untergangs der ...

Die gescheiterte Autorin Cay hält sich jetzt als Journalistin mit Artikeln für das Süseler Tageblatt mühsam über Wasser. Jetzt reist sie in die Lübecker Bucht wo sich der 80 Jahrestag des Untergangs der Cap Arcona jährt. Als sie dort auf eine Leiche stößt die dort nicht schon seit 80 Jahren liegt, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.
In einem 2. Erzählstrang geht es um den Juden Leon der 1945 im KZ Neuengamme ist und kurz vor Kriegsende auf ein Schiff kommt.

Die Person Cay ist schwer zu greifen, einerseits wirkt sie schwach durch private Schicksalsschläge auf der anderen Seite auch stark mit ihren Handlungen. Die Erlebnisse von Leon im KZ sind stellenweise sehr grausam. In diesem Buch wird die Gegenwart mit den Erlebnissen der Vergangenheit verwebt.

Das Buch hat jedoch viele Längen und die Autorin verliert sich oft in zu viele Nebensächlichkeiten. Der Schreibstil macht es nicht leicht dieses Buch zu greifen und ich habe mir sehr schwer getan.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Lebensabend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung ...

Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung sind die wechselnden Besuche des Pflegedienstes und seines Sohnes Hans. Bo ist auf die Hilfe angewiesen da ihm vieles schwer fällt und dann möchte sein Sohn im den geliebten Hund wegnehmen da Bo nicht mehr in der Lage ist lange Spaziergänge mit ihm zu unternehmen. Dabei braucht BoSixten nur findet er keine Worte mehr es Hans begreiflich zu machen.

In seinen einsamen Stunden in seinem Haus in dem Sommer wie Winters der Kamin brennt, denkt Bo an sein Leben zurück und seine Liebe zu den Hunden, die einzige Gemeinsamkeit mit seinem eigenen Vater, dem Alten der in Rückblicken ruppig und eigenbrötlerisch beschrieben wird. Wie vieles wollte Bo mit seinem Sohn besser machen, doch ausgerechnet Hans enttäuscht ihn in dem er ihm den Hund wegnimmt. Als dann auch noch Bos einziger Freund, der allein lebende Ture stirbt verliert er seinen ganzen Halt.

Ein sehr emotionaler Roman über das Älterwerden. Noch kann ich nicht nachvollziehen wie es ist, selbst einfache Dinge nicht mehr selbst ausführen zu können. Das Ende hat mich tief berührt. Der Schreibstil ist teilweise sehr melancholisch.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Wer lügt hier

Liars all around me
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In einer Highschool einer Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste treffen Avery, Tochter der Bürgermeisterin und 1er Schülerin auf den Bad Boy der Schule, Ryle der keine Anstalten unternimmt seinen schlechten ...

In einer Highschool einer Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste treffen Avery, Tochter der Bürgermeisterin und 1er Schülerin auf den Bad Boy der Schule, Ryle der keine Anstalten unternimmt seinen schlechten Ruf einzudämmen. Avery möchte eine Waffe, die Ryle ihr besorgen soll. Wenige Tage später wird ihre Erzrivalin, eine beliebte Schülerin und ebenfalls 1er Kandidatin tot in der Nähe des Leuchttums aufgefunden. Die Trauer ist groß, obwohl ein Selbstmord nicht ausgeschlossen werden kann, wird Ryle hellhörig und stellt Avery zur Rede. Gemeinsam mit Averys ältester Freundin arrangieren sie sich und versuchen gemeinsam den Mörder zu finden.

Die unterschiedlichen Hintergründe der Jugendlichen kommen dabei gut rüber, auf der einen Seite die priveligierte Schülerin Avery deren Eltern hohe Erwartungen an sie haben, sie jedoch nicht als Kind, dass sie auch mit ihren 17 Jahren noch ist, in den Arm zu nehmen. Trost findet sie in ihrer alten Nanny die die Jahre als Haushälterin bei ihnen geblieben ist. Auf der anderen Seite Ryle, der mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder in einer engen Hütte lebt und froh ist jeden Job anzunehmen um etwas Geld zu verdienen.

Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich schnell lesen. Die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen den Jugendlichen ist jedoch teilweise etwas langatmig. Bis zum Ende bleibt offen, wer Sheila auf dem Gewissen hat. Fest steht, eine Menge Leute hatten allen Grund Sheila zu hassen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Kann man lesen, muss man aber nicht

REM
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Thriller von Fitzek habe ich schon etliche gelesen und die haben mich fast durchweg überzeugt. Horror gehörte bislang nicht zu meinem Lieblings Genre und ich werde wohl auch weiterhin die Finger davon ...

Thriller von Fitzek habe ich schon etliche gelesen und die haben mich fast durchweg überzeugt. Horror gehörte bislang nicht zu meinem Lieblings Genre und ich werde wohl auch weiterhin die Finger davon lassen.

Die Grundidee des Buches, was ist wenn Träume aufgezeichnet werden und insbesondere die Figuren aus Albträumen plötzlich realt werden, finde ich spannend und der Anfang war vielversprechend, eben typisch Fitzek aber spätestens mit der Ankunft in dem verlassenen Hotel fängt der Horror an und das Buch kippt bis zum Ende hin in einen wirren Mix aus Horror und Sci-Fi Elementen. Auch die Personen wirken unausgereift und die Handlung wird sehr wirr.

Der Schreibstil ist gut, kurze Kapitel mit Cliffhängern die einem dazu verleiten noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Am Ende war ich dann aber dann doch froh, diesen Albtraum hinter mir zu lassen.

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