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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2020

Ohne festen Wohnsitz

Adresse unbekannt - Nominiert zum Deutschen Jugendliteraturpreis
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Felix Mutter ist etwas chaotisch und hat oft einfach nur Pech. Auch mit der Wahrheit nimmt sie es oft nicht so genau. Sie schafft es nicht einen Job längere Zeit zu behalten. Nach verschiedenen Stationen ...

Felix Mutter ist etwas chaotisch und hat oft einfach nur Pech. Auch mit der Wahrheit nimmt sie es oft nicht so genau. Sie schafft es nicht einen Job längere Zeit zu behalten. Nach verschiedenen Stationen des Abstiegs wohnen die beiden jetzt in einem Bus. Was als vorübergehend gedacht, im Sommer noch ein Abenteuer ist, wird im Herbst und Winter hart. Dazu kommt das seine Mutter immer häufiger depressive Phasen hat und sich um nichts kümmern kann.

In der neuen Schule trifft er auf seinen alten Freund und ist bald Stammgast bei ihm zu Hause.. Da keiner erfahren soll wie Felix wohnt, kann er keine Freunde einladen und oft genug teilen seine Freunde ihr Essen mit dem ständig hungrigen Felix. Zum Glück hat er eine Idee wie er zu Geld kommen kann mit dem die Mutter endlich eine Wohnung für sie bezahlen kann. Er bewirbt sich auf eine Junior Ausgabe einer Quizsendung im kanadischen Fernsehen.

Das ernste Thema der Obdachlosigkeit das einem aus heiterem Himmel und unverschuldet treffen kann ist für ältere Kinder gut aufbereitet auch mit dem umfangreichen Anhang mit Anregungen für eine Diskussion. Der Schreibstil teilweise humorvoll und sehr lebendig lässt einem das Buch schnell lesen. Nicht nur für Kinder geeignet.

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Veröffentlicht am 29.08.2020

Lebenselexir Wasser

42 Grad
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42 Grad, ein Jahrhundertsommer in Deutschland und ganz Europa. Doch die Hitze hat auch ihre Schattenseiten wenn die Flüsse und Seen ausgetrocknet sind und die Wasserwerke der Städte das Trinkwasser rationieren ...

42 Grad, ein Jahrhundertsommer in Deutschland und ganz Europa. Doch die Hitze hat auch ihre Schattenseiten wenn die Flüsse und Seen ausgetrocknet sind und die Wasserwerke der Städte das Trinkwasser rationieren und Gift in den Wasserreservoirs gefunden wird.

Es kommt zu Wasserflüchtlingen und Wasser wird zum Luxusgut das durch Vorlage von Zuteilungsmarken verteilt wird. Auf den Straßen herrscht Anarchie, jeder ist sich selbst der nächste auf der Suche nach dem Lebenselexir Wasser.

Die dänische IT Spezialistin Elsa Forsberg hat ein erschreckendes Szenario entwickelt doch die EU schenkt ihr keinen Glauben. Einzig der Hydrologe Julius Denner teilt ihre Sorge. Die Waldbrände die durch die Trockenheit entstanden sind, geraten außer Kontrolle und der junge THW Helfer Florian ist mit seinem Team oft machtlos da ohne Wasser keine Brände gelöscht werden können.

Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt in unterschiedliche Erzählsträngen. Dazwischen Zeitungsartikel oder wissenschaftliche Artikel. Der Schreibstil ist recht einfach und nüchtern ohne große Emotionen. Gerade zu Beginn war das Buch sehr zäh, sehr wissenschaftlich. Zum Ende hin kommt ein wenig Spannung auf, wird aber leider auch etwas sehr abstrakt und weit hergeholt. . Teilweise wirkte das Buch wie ein Drehbuch von einzelnen Sequenzen die durch die Schauspieler mit Leben gefüllt werden sollen.

Das Thema ist erschreckend real, heiße Sommer hatten wir in den letzten Jahren schon und auch die Trockenheit ist ein größer werdendes Problem. Daraus hätte man bestimmt einen spannenderen Roman machen können im Stile der bekannten Dystopien.

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Veröffentlicht am 25.08.2020

keine leichte Lektüre

Die Topeka Schule
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Kansas, eine Stadt im Mittleren Westen der USA, Adam ist im Abschlussjahr auf der Topeka Schule. Er ist ein leidenschaftlicher Debattierer und will die Landesmeisterschaft gewinnen. Seine Eltern sind beide ...

Kansas, eine Stadt im Mittleren Westen der USA, Adam ist im Abschlussjahr auf der Topeka Schule. Er ist ein leidenschaftlicher Debattierer und will die Landesmeisterschaft gewinnen. Seine Eltern sind beide in einer psychiatrischen Einrichtung tätig in der Darren betreut wird.

Adam hat ein Herz für Außenseiter und freundet sich mit ihm an was zu einer Tragödie führt. Daneben kommen auch die Eltern von Adam zur Sprache und berichten von der Therapie in der Klinik.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Leider nicht immer chronologisch. Das Buch fordert jede Menge Geduld vom Leser denn der Schreibstil ist sehr sprachgewaltig und komplex.

Am Ende hat man jedoch ein stimmiges Bild und gewinnt einen kritischen Einblick in die amerikanische Kultur und die Kunst des Debattierens.

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Veröffentlicht am 01.08.2020

Hashtag-Killer

Der Fahrer
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Jens Kerner ist eher unfreiwillig auf seiner eigenen Geburtstagsparty die Becca für ihn organisiert hat. Als auch noch sein verhasster Bruder auftaucht ist es zu viel und er verschwindet in die Nacht. ...

Jens Kerner ist eher unfreiwillig auf seiner eigenen Geburtstagsparty die Becca für ihn organisiert hat. Als auch noch sein verhasster Bruder auftaucht ist es zu viel und er verschwindet in die Nacht. Im Stadtpark trifft er auf seine Kollegin die zu einem mysteriösen Fund gerufen wurde. Ein Auto steht mit offener Fahrertür am Straßenrand mit einem aufgemalten Hashtag und im Park wird eine junge Frau tot auf einer Bank auf, ihr Gesicht mit fluoreszierender Farbe bestrichen.

Innerhalb kurzer Zeit tauchen immer mehr Autos mit Hashtags auf und Frauen werden tot aufgefunden. Einzige Gemeinsamkeit, der neue Fahrdienst der Stadt ‚MyDriver‘. Jens Kerner und sein Team ermitteln fieberhaft zumal die Enfürten in einem auf Instagramm veröffentlichen Video die Botschaft senden ‚findemich innerhalb 24 Stunden, ein leuchtendes Zeichen für das Versagen der Polizei‘. Diese Aufforderung scheint sich direkt an Jens Kerner zu richten obwohl dieser mit jeglicher Form der sozialen Medien ein ambivalentes Verhältnis hat. Immer mehr Hinweise deuten auf das Umfeld von Jens Kerner der trotz Suspendierung mit seinen Kollegen weiter ermittelt.

Mein erster Krimi von Andreas Winkelmann seit längerem. Das es der dritte Teil einer Reihe ist war mir gar nicht bewusst. Ich denke auch ohne Vorkenntnisse der Personen hat man einen guten Einstieg erhalten und der hohe Spannungsbogen von Anfang bis Ende halten einem im Lesefluss. Nach unvorhersehbaren Wendungen kommt es zu einem gut erklärten Ende.

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Veröffentlicht am 22.07.2020

Fräulein Gold

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er Jahre. Für die damalige Zeit ist sie sehr gewitzt und taff. Das Schicksal der Frauen und der Geburten liegen ihr sehr am Herzen. Bei ihren Hausbesuchen trifft ...

Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er Jahre. Für die damalige Zeit ist sie sehr gewitzt und taff. Das Schicksal der Frauen und der Geburten liegen ihr sehr am Herzen. Bei ihren Hausbesuchen trifft sie sowohl auf arme Familien in den Hinterhöfen als auch auf reiche Frauen. So ist sie sehr erschüttert als sie bei einem Besuch erfährt das die Nachbarin der Schwangeren tot aus dem Landwehrkanal gefischt wurde.

Weil ihr das nicht aus dem Kopf geht stellt sie selbst Recherchen an und trifft auf den Kriminalkommissar Karl North der eigentlich eher unwillig ermitteln will.

Die Beschreibungen der Lebensumstände in Berlin der 20er Jahre ist sehr gelungen und die eingestreuten historischen Ereignisse machen das Buch lesenswert. Der Schreibstil ist recht einfach und man hat das Buch recht schnell gelesen

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