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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2020

Hashtag-Killer

Der Fahrer
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Jens Kerner ist eher unfreiwillig auf seiner eigenen Geburtstagsparty die Becca für ihn organisiert hat. Als auch noch sein verhasster Bruder auftaucht ist es zu viel und er verschwindet in die Nacht. ...

Jens Kerner ist eher unfreiwillig auf seiner eigenen Geburtstagsparty die Becca für ihn organisiert hat. Als auch noch sein verhasster Bruder auftaucht ist es zu viel und er verschwindet in die Nacht. Im Stadtpark trifft er auf seine Kollegin die zu einem mysteriösen Fund gerufen wurde. Ein Auto steht mit offener Fahrertür am Straßenrand mit einem aufgemalten Hashtag und im Park wird eine junge Frau tot auf einer Bank auf, ihr Gesicht mit fluoreszierender Farbe bestrichen.

Innerhalb kurzer Zeit tauchen immer mehr Autos mit Hashtags auf und Frauen werden tot aufgefunden. Einzige Gemeinsamkeit, der neue Fahrdienst der Stadt ‚MyDriver‘. Jens Kerner und sein Team ermitteln fieberhaft zumal die Enfürten in einem auf Instagramm veröffentlichen Video die Botschaft senden ‚findemich innerhalb 24 Stunden, ein leuchtendes Zeichen für das Versagen der Polizei‘. Diese Aufforderung scheint sich direkt an Jens Kerner zu richten obwohl dieser mit jeglicher Form der sozialen Medien ein ambivalentes Verhältnis hat. Immer mehr Hinweise deuten auf das Umfeld von Jens Kerner der trotz Suspendierung mit seinen Kollegen weiter ermittelt.

Mein erster Krimi von Andreas Winkelmann seit längerem. Das es der dritte Teil einer Reihe ist war mir gar nicht bewusst. Ich denke auch ohne Vorkenntnisse der Personen hat man einen guten Einstieg erhalten und der hohe Spannungsbogen von Anfang bis Ende halten einem im Lesefluss. Nach unvorhersehbaren Wendungen kommt es zu einem gut erklärten Ende.

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Veröffentlicht am 22.07.2020

Fräulein Gold

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er Jahre. Für die damalige Zeit ist sie sehr gewitzt und taff. Das Schicksal der Frauen und der Geburten liegen ihr sehr am Herzen. Bei ihren Hausbesuchen trifft ...

Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er Jahre. Für die damalige Zeit ist sie sehr gewitzt und taff. Das Schicksal der Frauen und der Geburten liegen ihr sehr am Herzen. Bei ihren Hausbesuchen trifft sie sowohl auf arme Familien in den Hinterhöfen als auch auf reiche Frauen. So ist sie sehr erschüttert als sie bei einem Besuch erfährt das die Nachbarin der Schwangeren tot aus dem Landwehrkanal gefischt wurde.

Weil ihr das nicht aus dem Kopf geht stellt sie selbst Recherchen an und trifft auf den Kriminalkommissar Karl North der eigentlich eher unwillig ermitteln will.

Die Beschreibungen der Lebensumstände in Berlin der 20er Jahre ist sehr gelungen und die eingestreuten historischen Ereignisse machen das Buch lesenswert. Der Schreibstil ist recht einfach und man hat das Buch recht schnell gelesen

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Veröffentlicht am 18.07.2020

Die Fragen des Lebens

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich Von einer Begegnung, die alles veränderte
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Eine junge Frau, gehetzt im täglichen Spagat zwischen Karriere, zwei Kindern und dem Ehemann, braucht eine Auszeit. Sie besinnt sich an eine Lichtung im Wald die sie als Kind schon besucht hat. Dort trifft ...

Eine junge Frau, gehetzt im täglichen Spagat zwischen Karriere, zwei Kindern und dem Ehemann, braucht eine Auszeit. Sie besinnt sich an eine Lichtung im Wald die sie als Kind schon besucht hat. Dort trifft sie auf eine ältere Frau mit der sie bald ins Gespräch kommt. Diese erzählt ihr von den 4 Fragen des Lebens.

Die Frau lässt sich auf einen Versuch ein und stellt nach kurzer Zeit eine erste Veränderung fest bis sie am Ende mit der gesamten Familien ihr Leben komplett umgekrempelt hat. Diese Lebensfragen regen wirklich zum eigenen Nachdenken über den Sinn des Lebens an.

Der Schreibstil ist flüssig und dieses schmale Buch ist schnell zu lesen und hallt doch noch lange nach. Eine echte Bereicherung.

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Veröffentlicht am 11.07.2020

Schöne neue Welt

Paradise City
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Willkommen in der Zukunft Deutschlands. Die Küsten sind überschwemmt, schwere Pandemien überstanden. Berlin ist nur noch ein Ort für Touristen. Hauptstadt ist die Megacity Frankfurt zusammen mit dem gesamten ...

Willkommen in der Zukunft Deutschlands. Die Küsten sind überschwemmt, schwere Pandemien überstanden. Berlin ist nur noch ein Ort für Touristen. Hauptstadt ist die Megacity Frankfurt zusammen mit dem gesamten Rhein-Main Gebiet. Weite Teile des Landes sind entvölkert, die Natur erobert sich ihren Platz zurück.

Liina arbeitet als Journalistin bei einer der letzten unabhängigen Nachrichtenagentur. Sie ist in der Uckermark um über den Tod einer offensichtlich von einem Raubtier angefallenen Frau zu berichten. Doch sie kommt nicht weiter. Viele Spuren wurden verwischt.

Zurück in Frankfurt erfährt sie, dass ihr Chef vor eine einfahrende Bahn gestoßen wurde und schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Eine andere Kollegin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Gemeinsam mit ihren Kollegen macht Liina sich auf die Suche nach den Hintergründen.

Das Thema des Buches ist sehr interessant, dennoch schon oft beschrieben in Dystopie Romanen. Die Menschheit wird von digitalen Systemen jederzeit überwacht, nur wer fit und gesund ist passt in das System, andere werden in sogenannten Integrations Einrichtungen untergebracht.

Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, aber ein interessantes Buch. Der Schreibstil ist lebhaft, die Personen gut dargestellt. Während der Anfang sehr ausführlich ist, wirkt das Ende und die Aufklärung etwas zu kurz. Da ist noch Luft nach oben. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 05.07.2020

Erinnerungen an die Kindheit

Ozelot und Friesennerz
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Susanne Matthiessen geboren auf Sylt erzählt von ihrer Kindheit während des Wirtschaftswunders in den 70er Jahren auf der Insel der Reichen und Schönen. Die Eltern sind Pelzhändler, die Kinder werden überwiegend ...

Susanne Matthiessen geboren auf Sylt erzählt von ihrer Kindheit während des Wirtschaftswunders in den 70er Jahren auf der Insel der Reichen und Schönen. Die Eltern sind Pelzhändler, die Kinder werden überwiegend sich selbst überlassen 'mach uns bloß keinen Ärger'. Während der Hochsaison wird jede helfende Hand gebraucht. Die Familie rückt zusammen um Platz für die Feriengäste zu schaffen.

Auch die Eltern ihrer Freunde sind beschäftigt das Wirtschaftswunder am laufen zu halten, die Kinder verbringen ihre Zeit am Strand aber auch in Geschäft der Eltern auf der Friedrichstraße. Verpackt in 8 Kapitel werden die Erinnerungen an die 70er Jahre auf dieser schönen Insel wach.

Im Vor- und Nachwort wird gnadenlos mit der Gegenwart abgerechnet, einer Zeit wo die Insel zunehmend von Investoren bevölkert wird und die Insulaner von der Insel vertrieben werden da es keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt.

Gelesen habe ich dieses Buch während eines Kurzurlaubs auf Sylt wo ich selbst die Veränderungen erleben konnte und die neuen Bausünden sehen konnte.

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