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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2017

Verloren

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
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Das Buch beginnt schon sehr ungewöhnlich mit einer im Zug gefundenen Keksdose mit menschlicher Asche. Gefunden von Anthony Peardews der die Dose in seine Sammlung verlorener Gegenstände aufnimmt. In seinem ...

Das Buch beginnt schon sehr ungewöhnlich mit einer im Zug gefundenen Keksdose mit menschlicher Asche. Gefunden von Anthony Peardews der die Dose in seine Sammlung verlorener Gegenstände aufnimmt. In seinem Haus 'Padua' hortet und katalogisiert Peardew Gegenstände die er gefunden hat. Angefangen hat alles als er ein Medaillon seiner Verlobten verloren hat. Rund um die teilweise alltäglichen oder auch skurilen Gegenstände schreibt er Kurzgeschichten.

Laura, die gerade eine gescheiterte Beziehung hinter sich hat, liest im Wartezimmers ihres Arztes von dem sich ein Rezept für Tabletten erhofft, die Stellungsanzeige und fühlt sich sofort zu dem älteren Anthony und seinem Haus hingezogen. Sie kümmert sich um den Hauhalt mit Ausnahme seines Arbeitszimmers.
Nach seinem Tod erbt sie das Haus und die vielen Gegenstände mit der Auflage diese ihrem rechtmäßigen Besitzer wieder zuzuführen. Mit Hilfe des Mädchens Sunshine aus der Nachbarschaft und Freddy dem Gärtner macht sie sich an diese Herkulesaufgabe.

Im zweiten Erzählstrang 1974 lernt man Eunice und den Schriftsteller Bomber sowie seiner Schwester Portia kennen. Was das mit Peardew zu tun hat erfährt man erst spät.

Das Buch ist eine liebevollen Aneinanderreihung von Liebe, Tod und Freundschaft. Obwohl Schreibstil ist recht flüssig ist und durch den englischen schwarzen Humor teilweise recht amüsant ist, war es auf Dauer doch recht fad und hat mich leider nicht so mitgerissen.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Nichts ist so wie es scheint

Der Brief
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Ein Tag im Mai, Marie Kluge erhält einen Brief der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Der Brief kommt von einer alten Schulfreundin zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch die Adresse und ...

Ein Tag im Mai, Marie Kluge erhält einen Brief der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Der Brief kommt von einer alten Schulfreundin zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch die Adresse und der Inhalt sind höchst merkwürdig. Lebt Marie Kluge in Paris mit einem Künstler zusammen, leidet an einem Aneurysma im Gehirn oder ist sie mit einer Frau zusammen in Hamburg ?
Die Schulfreundin beteuert diesen Brief nie geschrieben zu haben. Bis sie eines Tages selbst einen Brief bekommt der das Leben von Christine ebenfalls auf den Kopf stellt.

Was ist Wirklichkeit ? Darum dreht sich der Debüt Roman von Carolin Hagebölling. Der Schreibstil in Ich-Form aus Sicht von Marie Kluge ist sehr intensiv und lebendig. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und wartet immer darauf auf den nächsten Seiten eine Erklärung zu finden.

Auch am Ende bleibt die Frage bestehen denn nichts ist so wie es scheint. Ein interessantes Buch und durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Ein Pfarrer ermittelt

Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)
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Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz gerufen. Der Polizist Walter Keunert droht sich von einer Rheinbrücke zu stürzen. Bauer kann ihn abhalten in dem er selbst springt, Keunert hinterher ...

Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz gerufen. Der Polizist Walter Keunert droht sich von einer Rheinbrücke zu stürzen. Bauer kann ihn abhalten in dem er selbst springt, Keunert hinterher um ihn zu retten.
Am nächsten Morgen ist Keunert trotzdem tot. Er ist von einem Parkhausdach gesprungen. Doch Bauer glaubt nicht so recht an Selbstmord und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit. Unterstützung erhält er von Hauptlkommissarin Verena Dohr die sich dadurch den Zorn ihres Vorgesetzten erregt.
Die Ermittlungen führen ins Rotlichtviertel wo in einem Bordell vor einigen Wochen ein junges Mädchen vom Balkon gestürzt ist.

Die Hartnäckigkeit des ungleichen Ermittler Paares zahlt sich am Ende aus auch wenn es offen bleibt ob Keunert vom Dach gesprungen ist oder gestoßen wurde.

Dazwischen gibt es etliche Nebenschauplätze, die Tochter des evangelischen Pfarrers ist mit anderen Aktivisten bei einer Großdemo in Frankreich und droht dort selbst in Gefahr zu geraten. Der 17 jährige Sohn von Keunert läuft mit einer Waffe in der Tasche und voller Wut im Bauch durch die Stadt.
Bauer ist in einer schwierigen Situation, soll er sich um seine Tochter kümmern oder um den verschwundenen Tilo.

Sein Glaube kann ihm da nicht helfen. Am Ende gerät er selbst in Lebensgefahr.

Der Schreibstil ist eher kurz und knapp, keine langen Ausschweifungen. Durch die vielen Nebenschauplätzen verliert sich allerdings etwas die Spannung. Die Person von Bauer wird recht gut beschrieben. Einerseits holt er seine Kraft aus dem Glauben, passende Bibelverse finden sich im Buch, auf der anderen Seite eckt er überall an.

Ich bin gespannt wie die Reihe weitergeht. Eine kurze Leseprobe aus dem nächsten Teil ist am Ende und macht neugierig

Veröffentlicht am 27.05.2017

Familienbande

Wünsche, die uns tragen
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Der kleine Sohn von Beth und Michael ist schwer krank und benötigt eine Spenderniere. Keiner der Eltern kommt als Spender in Frage. Leider weiß Beth nichts über ihre Familie, ihre Mutter hat dieses Wissen ...

Der kleine Sohn von Beth und Michael ist schwer krank und benötigt eine Spenderniere. Keiner der Eltern kommt als Spender in Frage. Leider weiß Beth nichts über ihre Familie, ihre Mutter hat dieses Wissen mit ins Grab genommen. Als Beth die Wohnung ausräumt findet sie einen Brief und einen Zeitungsartikel. Vor 40 Jahren ist in Blackpool ein Kleinbus verunglückt, 3 Tote und mehrere Schwerverletzte.

In Rückblicken wird die Geschichte von damals erzählt von den Personen die in diesem Bus saßen. Erst am Ende erfährt man wie alles zusammenpasst und erlebt ein rührendes Happy End.

Der Rückblick in die Vergangenheit nimmt einen großen Platz ein und erschien mit teilweise langatmig da man noch nicht ahnt wie die Personen später zusammengehören.

Der Schreibstil ist eher ruhig, die verschiedenen Persönlichkeiten werden gut ausgearbeitet. Ich bin etwas zwiegespalten mit diesem Buch. Das Ende wirkt dann etwas schnell und knapp geschrieben.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Psycho aber kein Thrill

Wenn das Eis bricht
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Kurz vor Weihnachten wird der Polizist Peter zu einem Tatort gerufen der recht schaurig ist. Eine kopflose Leiche wird in dem Haus des umstrittenen Warenhausbesitzers Jesper Orre gefunden. Der Kopf der ...

Kurz vor Weihnachten wird der Polizist Peter zu einem Tatort gerufen der recht schaurig ist. Eine kopflose Leiche wird in dem Haus des umstrittenen Warenhausbesitzers Jesper Orre gefunden. Der Kopf der Frau ist drapiert wie eine Warnung. Die Polizei ist ratlos und wird es auch das ganze Buch hindurch sein. Jesper Orre ist und bleibt bis fast zum Schluss verschwunden.

Emma Boman eine junge Verkäuferin im Warenhaus von Jesper Orre hat sich unsterblich in ihren obersten Chef verliebt und steht kurz vor der Verlobung.
Die Polizei zieht Hanne zu Rate die in einem 10 Jahre zurückliegenden Fall als psychologische Beraterin mitgewirkt hat. Doch Hanne hat heute eigene Probleme, sie ist an Demenz erkrankt und droht ins eigene Vergessen abzurutschen.

Das Buch ist aus Sicht dieser 3 Personen geschrieben. Der Schreibstil ist teilweise sehr ausführlich bis langatmig. Die Persönlichkeiten und Handicaps der einzelnen Personen werden psychologisch sehr gut dargestellt, den Thrill habe ich in dem Buch leider vergeblich gesucht auch wenn es zum Ende hin etwas spannender wird.