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Venice

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Veröffentlicht am 10.06.2025

indigene Familiensaga

Beeren pflücken
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Im Sommer 1962 kommt eine Familie der Mi‘kmaq in Maine an um auf den Feldern Blaubeeren zu pflücken. Einige Tage später verschwindet die 4-jährige Ruthie spurlos. Die Familie zerbricht an dem Verlust des ...

Im Sommer 1962 kommt eine Familie der Mi‘kmaq in Maine an um auf den Feldern Blaubeeren zu pflücken. Einige Tage später verschwindet die 4-jährige Ruthie spurlos. Die Familie zerbricht an dem Verlust des Mädchens und später auch an dem Tod des ältesten Bruders nach einer Auseinandersetzung.

In dieser Zeit wächst das Mädchen, Norma, wohlbehütet bei einer einfachen Familie auf. Sie hat oftmals Träume und fragt sich, warum ihre Hautfarbe so anders ist wie die ihrer Eltern. Lange ist sie mit den Antworten, etwa einem südländischen Großvater zufrieden. Wenn eine Lüge solange erzählt wird, wird sie zur Wahrheit.

Erzählt wird diese Familiensaga aus Sicht des jüngsten Sohnes der Mi‘kmaq Familie, Joe, der nach Jahren der Abwesenheit sterbenskrank zur Familie zurück kehrt und aus Sicht von Norma die sich langsam gegen die übermäßige Behütung ihrer Familie wehrt. Schnell wird klar, wer Norma wirklich ist was der Erzählung jedoch nicht schadet. Man hofft auf ein Happy End.

Der Schreibstil ist ruhig, die Personen und Gegebenheiten der 1960er Jahre an der amerikanischen Ostküste mit den Benachteiligungen der indigenen Bevölkerung werden gut beschrieben. Man ist gleich mitten im Geschehen und fast traurig wenn das Buch fertig ist.

Ein eindrucksvolles Debüt der kanadischen Schriftstellerin Amanda Peters die selbst vonMi‘kmaq stammt. Ich hoffe auf weitere Bücher von ihr.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Altersweise

Flusslinien
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Die 102 jährige Margrit lebt in einer Hamburger Senioren Residenz. Jeden Tag läßt sie sich von dem jungen Fahrer Artur zu den Römischen Gärten am Elbufer fahren und sinniert dort über ihr langes erfülltes ...

Die 102 jährige Margrit lebt in einer Hamburger Senioren Residenz. Jeden Tag läßt sie sich von dem jungen Fahrer Artur zu den Römischen Gärten am Elbufer fahren und sinniert dort über ihr langes erfülltes Leben als Stimmbildnerin und ihre verstreute Familie.
In weiteren Abschnitten geht es um den Fahrer Artur der Sprachen für Phantasie Filme erfindet und das Verschwinden seines Zwillingsbruders Theo nie verwunden hat. Außerdem gibt es da Luzie, die 18 jährige Enkelin von Margrit die nach einem traumatischen Erlebnis in Australien bei ihrem Vater zurück nach Hamburg zur Mutter geht und oft bei Margrit weilt.
Luzie hat gerade die Schule abgebrochen und möchte Tätowiererin werden. Margrit bietet ihr an, an ihr zu üben. Da die Ewigkeit die so ein Tattoo auf dem Körper bleibt bei ihr eher überschaubar ist.

Die Themen des Buches sind breit gefächert und irgendwie von jedem nur ein bisschen. Breiten Raum nimmt das Altern und Erinnern ein, aber auch Verlust und Trauma Bewältigung. Der Schreibstil ist ruhig, über manche Teile des Buches fast zu ruhig. Die Personen werden gut beschrieben und das zunächst etwas merkwürdige Detail des Tätowierens gewinnt zum Ende hin an Bedeutung.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

emationale Achterbahnfahrt

Wie Risse in der Erde
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Das ländliche Dorset 1959, die 17jährigen Beth verliebt sich hals über Kopf in den wohlhabenden Nachbarsjungen Gabriel. Nach dem Sommer zerbricht die Liebe. Später heiratet Beth Frank, einen Farmer und ...

Das ländliche Dorset 1959, die 17jährigen Beth verliebt sich hals über Kopf in den wohlhabenden Nachbarsjungen Gabriel. Nach dem Sommer zerbricht die Liebe. Später heiratet Beth Frank, einen Farmer und die Jahre vergehen mit der täglichen Farmarbeit. Die beiden freuen sich über ihren aufgeweckten Jungen bis ein Unglück geschieht. Die Trauer droht die Ehe zu zerstören da taucht ausgerechnet Gabriel mit seinem Jungen wieder auf. Beth ist zerrissen in der Trauer um ihren Sohn und der Freude in Leon einen Ersatz gefunden zu haben und die Möglichkeit die damalige Liebe wieder aufleben zu lassen. Bis es zu einem tödlichen Unfall kommt.

Das Buch ist in 3 Erzählstränge gegliedert die auseinander zu halten am Anfang nicht leicht war. Was es mit dem Gerichtsprozeß auf sich hat wird erst ganz am Ende aufgelöst. Die Personen und Handlungsweisen werden eindrucksvoll geschildert. Der Schreibstil ist sehr lebendig, Längen gibt es nicht, man ist die ganze Zeit mitten im Geschehen und erlebt die Vergangenheit auf dem Land und das Farmleben.

Dafür das die Autorin 4 Jahre an diesem epischen Werk geschrieben hat, ist man viel zu schnell fertig und möchte doch immer weiterlesen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Die letzte Kolonie der Menschheit

Lyneham
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Mit 12 Jahren erlebt Henry Meadows wie die Menschheit stirbt. Gemeinsam mit seinen Geschwistern und dem Vater ist er in einem Raumschiff auf dem Weg zum Planeten Perm, einem Mond in einem fernen Sonnensystem. ...

Mit 12 Jahren erlebt Henry Meadows wie die Menschheit stirbt. Gemeinsam mit seinen Geschwistern und dem Vater ist er in einem Raumschiff auf dem Weg zum Planeten Perm, einem Mond in einem fernen Sonnensystem. Dort werden sie von der Mutter erwartet die als Wissenschaftlerin in einem anderen Raumschiff geflogen ist.Dort angekommen stellen sie fest, die Mutter war vor langer Zeit schon dort und ist jetzt auf der Suche nach der bestmöglichen Lebensform. Denn der Aufenthalt auf Perm ist giftig und ohne Sauerstöff tödlich. Ohnehin ist die Ankunft nicht so wie sie sich vorgestellt haben. Das Raumschiff stürzt ab und viel zu viele Überlebende drängen sich um die begrenzten Sauersttoff Vorräte.
Eingestreut sind die Erlebnisse der Mutter die sehr wissenschaftlich an die Bedrohung der Menscheit auf die Flora und Fauna des Planeten betrachtet.

Die Geschichte ist teilweise ein richtig spannender Sci-Fi Roman mit einer unfertigen fernen Galaxie und teilweise ein mit wissenschaftlichen Begriffen gespickten Sachbuch. Während es am Anfang noch spannend ist, flacht die Schilderung gegen Ende doch ab. Der Schreibstil ist recht sperrig und konnte mich nicht so recht überzeugen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Klassentreffen

Haus Waldesruh
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Vier ehemalige Klassenkameraden treffen sich nach 15 Jahren in einem abgelegenen Forsthaus das angeblich dem Onkel eines Kameraden gehört. Es werden Regeln aufgestellt schonungslos die Wahrheit zu sagen ...

Vier ehemalige Klassenkameraden treffen sich nach 15 Jahren in einem abgelegenen Forsthaus das angeblich dem Onkel eines Kameraden gehört. Es werden Regeln aufgestellt schonungslos die Wahrheit zu sagen und ein Geheimnis zu offenbahren. Werden sich alle daran halten?
Zunächst ist die Wiedersehensfreude groß, auch der zufällig dazugekommene Gast den Lea unterwegs aufgegabelt hat, fügt sich ein. Es wird angestoßen auf einen verstorbenen Schulfreund und erste Geheimnisse offenbart.

Anna beschleicht das Gefühl, dass bei diesem Treffen zu viele Zufälle aufeinander treffen und sie versucht Lea auf ihre Seite zu ziehen. Als später ein Unbekannter das Haus betritt kippt die Stimmung und die grausame Wahrheit kommt ans Licht.

Es ist ein eher ruhiger Roman der sich komplett in der abgeschlossenen Umgebung des Forsthauses abspielt. Der Schreibstil ist ruhig, fast ein wenig zu ruhig, denn Spannung kommt keine auf. Die Personen werden gut beschrieben, jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Aus der Grundidee hätte man etwas mehr herausholen können.

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