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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.05.2025

Mal etwas anderes

Geht so
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Marisa ist Creative Director in einer Werbeagentur sie und ihr Team verkaufen den Leuten Dinge von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie brauchen. Das tägliche Einerlei aus Meetings und Abgabeterminen ...

Marisa ist Creative Director in einer Werbeagentur sie und ihr Team verkaufen den Leuten Dinge von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie brauchen. Das tägliche Einerlei aus Meetings und Abgabeterminen haben sie abstumpfen lassen bis hin zu einer Depression. Gefühlt dauert der Arbeitstag Jahre. Dem Hamsterrad des Arbeitslebens versucht sie mit You Tube Videos und Beruhigungsmitteln zu entfliehen. Kein Wunder, dass die Aufsicht auf ein Teamevent sie nervös macht. Was wenn die anderen merken, dass sie nicht mit der Masse schwimmt.
Beim Auftakt Paintball Spiel hofft sie möglichst schnell getroffen zu werden um den weiteren Verlauf von der Bank zu verfolgen. Vielleicht war die Mitnahme von Drogen keine gute Idee wie der weitere Abend zeigt.

Mit einigem Wortwitz wird in diesem Buch teilweise treffen, teilweise übertrieben die heutige Arbeitswelt beschrieben. In Ich-Form teilt Marisa aus, gegen die immer gleichen Meetings, Kollegen, Vorgesetzte und die heutige Social-Media süchtige Gesellschaft.
Das Ende fand ich etwas übertrieben, fast unglaubwürdig und hätte so drastisch nicht ausfallen müssen.

Eine Abwechslung ist dieser Roman der in Madrid spielt auf alle Fälle von den ansonsten überwiegenden Handlungsorten. Der Schreibstil ist bissig, ironisch die Protagonisten gut ausgearbeitet. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Zwei Außenseiter unter sich

Klapper
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Die Schulferien verbringt Thomas, genannt Klapper da seine Gelenke laute Geräusche von sich geben, am liebsten im abgedunkelten Raum am Computer. Als er blaß wieder in die Schule geht um auf seinem einsamen ...

Die Schulferien verbringt Thomas, genannt Klapper da seine Gelenke laute Geräusche von sich geben, am liebsten im abgedunkelten Raum am Computer. Als er blaß wieder in die Schule geht um auf seinem einsamen Platz am Rande sitzt, kommt plötzlich eine neue Schülerin in die Klasse die zielgerichtet auf den Nebenplatz geht. Klapper, der wenig Erfahrung mit Small-Talk unter Jugendlichen hat, ist erstaunt und doch bewundert er die Neue, die Bär genannt werden möchte für den Mut.

Als Klapper bei einer Gruppenaktivität von 2 Mitschülern bedrängt wird, greift Bär mutig und unerschrocken ein. Langsam entwickelt sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden, die mit einem Computerspiel ein gemeinsames Hobby haben. Einen tut die beiden die psychische Erkrankung der Mütter, die bei Klapper dazu führt dass die Mutter häufig in Kliniken ist und Bär die Mutterrolle bei ihren jüngeren Geschwistern übernehmen läßt.

Eine gute Geschichte aus der Welt von Außenseitern denen es schwer fällt aus sich heraus zu kommen um ihren Platz zu behaupten. Das Thema der Nerds und Computerspiel Süchtigen wird behandelt aber auch die prekäre Familiensituation. Der Schreibstil ist einprägsam, ruhig und für Jugendliche geeignet. Teils lustige Situationen wechseln sich mit dem ernsten Hintergrund ab. Das Cover mit dem Zitronenhimmel passt zu dem Getränk der 90er Jahre, Zitronenkrümel Eistee.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Der Fuchst geht um

Unter Grund
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Die Lehramts Referendarin Franka besucht mit ihrer Klasse den NSU Prozess gegen Beate Zschäpe, nach einer unbedachten Äußerung eines Schülers flieht sie in der Verhandlungspause aus dem Gerichtssaal. Spontan ...

Die Lehramts Referendarin Franka besucht mit ihrer Klasse den NSU Prozess gegen Beate Zschäpe, nach einer unbedachten Äußerung eines Schülers flieht sie in der Verhandlungspause aus dem Gerichtssaal. Spontan beschließt sie aus der gemeinsamen WG mit Hannah einer Reporterin auszuziehen, zurück in ihre fränkische Heimat um sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen.

In Rückblicken erfährt man wie Franka nach dem Tod ihres Vaters und dem komplizierten Verhältnis zu ihrer Mutter von Freunden in die Rechte Szene gezogen wird. Endlich findet sie Anerkennung und Freunde. Sie läuft nur mit, ist nie mitten drin und doch Teil der Rechten Szene. Inmitten idyllischer Beschreibungen eines fränkischen Dorfes mit Himmelsweihern und Spiegelkarpen tun sich hier Abgründe auf.

Es ist nicht immer leicht den Zeitsprüngen in dem Buch zu folgen der Schreibstil ist autentisch, eher nüchtern beschreibend wie leicht es ist einer verstörten Jugendlichen einen neuen Hafen zu bieten.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Ein Hund namens Pommes

Die Kinder von Birkby. Hier kommen die Tierretter! (Band 1)
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Emilia, ihr kleiner Bruder Benno und Jette leben in einem kleinen Dorf am Rande des Meeres. Auf dem Weg zum Bäcker um Sonntagsbrötchen für die Familien zu holen finden sie am Kiosk einen angebundenen kleinen ...

Emilia, ihr kleiner Bruder Benno und Jette leben in einem kleinen Dorf am Rande des Meeres. Auf dem Weg zum Bäcker um Sonntagsbrötchen für die Familien zu holen finden sie am Kiosk einen angebundenen kleinen Hund. Als sich kein Besitzer findet, nehmen die Kinder den Hund mit der kurz darauf eine Tierklinik ins Chaos stürzt und überhaupt für viel Aufregung sorgt.

Eine heitere Geschichte um Freundschaft und Abenteuer denn sowohl der Hund als auch Benno verschwinden spurlos als der demente Besitzer des Hundes im Nachbardorf gefunden wird. Irgendwie erinnert einem das Buch an die Abenteuer von Bullerbü was ich als Stadtkind immer geliebt habe.

Das Buch ist altersgerecht als Vorlesebuch geeignet aber auch für Grundschulkinder zum Selbstlesen. Die Illustrationen sind zauberhaft und wirken nicht überladen. Eine heitere Geschichte für jung und alt.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Überraschend anders

Die Schanze
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Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Freund in Hamburg zieht Ellen wieder in ihr Heimatdorf in den Bergen im Süden. Als Ärztin übernimmt sie dort die Praxis eines alten Hausarztes und ihre Schwester ...

Nach der schmerzhaften Trennung von ihrem Freund in Hamburg zieht Ellen wieder in ihr Heimatdorf in den Bergen im Süden. Als Ärztin übernimmt sie dort die Praxis eines alten Hausarztes und ihre Schwester wohnt ebenfalls in dem Ort. Allerdings verbindet sie mit der alten Heimat auch schmerzhafte Erinnerungen an ihre Jugend.
Was genau damals vorgefallen ist, erfährt man zunächst bruchstückhaft nach dem Fund einer Leiche an der Skischanze. Dort hängt ein Mann mit einem Seil um den Hals. Ellen erkennt ihn und wecken alte Alpträume in ihr. Ein Selbstmord war es nicht, also kennt jemand Ellen und ihre Vergangenheit. Erkennt die Polizei einen Zusammenhang? Wenig später geschieht ein weiterer Mord und ein Bekannter, der ihr helfen wollte wird bei einem Unfall schwer verletzt. Nur langsam erinnert sie sich an weitere Details der schrecklichen Nacht in der Vergangenheit. Wer war der geheimnisvolle Dritte Mann?
Es dauert etwas bis dieses Buch Fahrt aufnimmt und man mitgerissen wird. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen werden gut eingeführt, wirken zum Teil aber etwas hölzern. Ein spannendes Buch mit einem dramatischen Ende. Ich bin gespannt auf weitere Bücher von Lars Menz.

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