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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2025

Vivian

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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‚Loverboy‘- der Titel lässt bereits ahnen in welchem Richtung dieses Buch sich entwickelt. An Spannung nimmt dies dem Werk aber keinesfalls etwas. Ganz im Gegenteil: man fiebert mit und bleibt in ständiger ...

‚Loverboy‘- der Titel lässt bereits ahnen in welchem Richtung dieses Buch sich entwickelt. An Spannung nimmt dies dem Werk aber keinesfalls etwas. Ganz im Gegenteil: man fiebert mit und bleibt in ständiger Erwartung auf das erlösende Ergebnis.

‚Loverboy‘ ist mehr Thriller, wie Romance und verbindet doch diese recht unterschiedlichen Genres erstaunlich gut. Beides, das Verschwinden von Vivi, als auch die Suche nach ihr, die ihre Mitbewohnerin Lola mit Vivis Bruder zusammenbringt, werden sehr glaubhaft geschildert. Und dies hat mich ungemein fasziniert, aber in gewisser Weise und obwohl ich natürlich von solchen Machenschaften bereits gehört hatte, auch ganz schön erschreckt. Es wie hier, nochmals vor Augen geführt zu bekommen ist doch nochmal etwas ganz anderes. Es macht einem die Gefahr umso bewusster.
Und dann, gegen Ende, steigert sich die Spannung sogar noch einmal erneut und findet zu einem Schluss, mit dem ich so nicht gerechnet hatte. Einfach großartig! Und ich muss gestehen, es hätte nicht besser sein können.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Anfangs okay, zum Ende hin leider unglaubwürdig

Gestern waren wir unendlich
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Gaidas neues Buch ist eine süße, leichte Liebesgeschichte zweier queerer Jungs, die rasch eine etwas übernatürliche Wendung nimmt. Nach einer Familienfeier verunglücken beide bei einem Verkehrsunfall. ...

Gaidas neues Buch ist eine süße, leichte Liebesgeschichte zweier queerer Jungs, die rasch eine etwas übernatürliche Wendung nimmt. Nach einer Familienfeier verunglücken beide bei einem Verkehrsunfall. Und während Henry dabei stirbt, wacht Louis unversehrt am Morgen des selben Tages auf, dazu verdammt die letzten gemeinsamen Stunden wieder und wieder zu erleben. In einer Art Zeitschleife gefangen und voller Schmerz beginnt er daraufhin die Geschehnisse zu beeinflussen, in der Hoffnung dadurch Henry vor dem Tod zu bewahren.

Wie hatte ich mich auf dieses Buch gefreut. Es klang so toll, so einzigartig und nach einem Übermaß an Gefühlen. Stattdessen war die Handlung dann aber enttäuschend seicht. Zugang zu den Charakteren fand ich trotz der wechselnden Perspektiven und Rückblicke anfangs auch nur schwer und manche Reaktionen schienen fast schon widersprüchlich. Mit all dem hätte ich mich aber zu Gunsten der Handlung noch arrangieren können und auch die ein oder andere gefühlvolle Szene konnte mich durchaus berühren. Verloren hat mich das Buch dann aber durch sein, regelrecht an den Haaren herbeigezogenes, unglaubhaftes Ende, das mir viel zu sehr übers Ziel hinausschoss, dennoch.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Vorsicht! Ansteckungsgefahr!

Magic Agents – In Stockholm stehen die Trolle kopf!
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Vorsicht! Ansteckungsgefahr!
Vorsicht: Hier erhalten Kinder nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch ne gehörige Portion Reiselust und Mythenwissen.

Dieses Buch entführte uns nach Stockholm. Dabei begegneten ...

Vorsicht! Ansteckungsgefahr!
Vorsicht: Hier erhalten Kinder nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch ne gehörige Portion Reiselust und Mythenwissen.

Dieses Buch entführte uns nach Stockholm. Dabei begegneten wir Trollen, Tomte, Näken, Huldra, usw. und erhielten dabei einen wunderbaren Einblick in die dortige Mythenkultur.
Doch mit Elias Abenteuer begibt sich der Leser auch auf eine Städtetour zu Sehenswürdigkeiten, die man danach am liebsten selbst besichtigen würde.
Ganz nebenwirkungsfrei ist die Geschichte also nicht- und ein Schwedenurlaub vielleicht das einzige Heilmittel.
Elia Evanders Abenteuer sind wirklich großartig. Bereits seit Beginn dieser Reihe begeisterten uns die unheimlich kreativen und liebenswürdigen Charaktere, wie Glenda, die Witch in der Watch und der Muffel Selmor, die die Handlung nicht wenige Male mit ihrem Witz bereichern. Neu dabei ist nun Emil, ein Grünschnabel, der besonders zu Anfang doch für einige Unruhe sorgte.
Die Erzählweise hat ein gewisses Tempo, dass jedoch sehr gut zur Handlung passt und sie zügig vorantreibt. Viele kleinere Rätsel müssen gelöst werden um die Mission erfüllen zu können, was dem Buch den Charakter einer Schnitzeljagd gibt und die Spannung durchweg hält. Lesen und auch Vorzulesen lässt sich das Buch angenehm flüssig. Die Sprache wirkt mir nicht zu schwer und Informationstexte zwischen den Kapiteln lockern das Lesen auch zusätzlich Lesen. Illustrationen gibt es im Buch jedoch keine. Wir haben sie aber auch gar nicht vermisst. Die Handlung selbst ist schon so bildlich geschildert, dass das eigene Kopfkino sowieso schon für die besten Bilder sorgte.

Fazit: Ob jung oder alt- beide begeistert und infiziert vom Magic Agents Virus. Wir empfehlen dieses Buch unbedingt weiter.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Realistisch und sehr, sehr fesselnd

Die unsichtbare Hand
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Für dieses Buch habe ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen. Ich war gefangen zwischen den Seiten und die Story war so fesselnd, so realistisch, dass ich- obwohl ich wusste, dass die Namen nicht übereinstimmen-überprüft ...

Für dieses Buch habe ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen. Ich war gefangen zwischen den Seiten und die Story war so fesselnd, so realistisch, dass ich- obwohl ich wusste, dass die Namen nicht übereinstimmen-überprüft habe, wer dieses Buch geschrieben hat. Und ich war auch zwischendrin versucht zu googeln- hab ich aber dann doch nicht.
Kurzum: mich hat diese Story gepackt.
Es enthält zwar Ungereimtheiten im Verhalten des an des Mordes seiner Geschwister verdächtigten Vaters, doch diese werden unter anderem einer Krankheit zugeschrieben. Dennoch wird rasch klar, dass er trotz der Idee diese Zeit in einem Buch aufzuarbeiten, Informationen zurückzuhalten scheint und Olivia anfangs von Quellen fernzuhalten versucht. Doch genau dies macht es auch so spannend. Man erfährt nur langsam vom damaligen Geschehen und ist sich dessen dennoch bis zum Schluss nicht sicher. Aufgelöst wird das Rätsel zum Schluss jedoch logisch und ohne Ungereimtheiten. Ich hatte zwar immer wieder Vermutungen wer es gewesen sein könnte, die Zusammenhänge habe ich trotzdem nicht kommen sehen.
Die unsichtbare Hand war mein erstes Buch von Julie Clark, aber sicher nicht mein letztes.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Verliebt in Camp Rainbow

Camp Rainbow - Über mir der Himmel
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Camp Rainbow ist ein Ort der Zuflucht- weltoffen und tolerant, was mir unheimlich gut gefiel. Und dass Malin sich hier wohl fühlt, ist nur zu verständlich. Denn hier kann sie sie selbst sein, hier sind ...

Camp Rainbow ist ein Ort der Zuflucht- weltoffen und tolerant, was mir unheimlich gut gefiel. Und dass Malin sich hier wohl fühlt, ist nur zu verständlich. Denn hier kann sie sie selbst sein, hier sind weder ihre Sorgen noch ihre Orientierung oder ihr ADHS „falsch“. Hier trifft sie auf Gleichgesinnte und das tut einfach ungeheuer gut! Ich hab mich in diesem Buch und in Malins Geschichte so geborgen gefühlt, so gesehen- als Mensch, als Individuum. Und ich hab mir nicht wenige Male gedacht, dass ein solches Buch jungen Lesern immens helfen könnte um zu sich zu finden und zu sich zu stehen.
Aber worum geht es hier denn genau? Es sind Akzeptanz, Freundschaft und die Sehnsucht nach Liebe, die in dieser Geschichte eine große Rolle spielen. Malin wünscht sich sehnlichst ihren ersten Kuss. Am liebsten von ihrem langjährigen Crush. Aber dann kommt alles anders als sie es sich erhofft hatte. Eine Kussliste soll sie doch noch zum Ziel bringen, jedoch nicht ohne gehörig für Unruhe in Malins Leben zu sorgen.

Obwohl Camp Rainbow ganz klar etwas romantisiert dargestellt wird, fand ich die Handlung authentisch, gut nachvollziehbar und wendungsreich, aber auch voller tiefsinniger Gedanken, emphatisch und unheimlich schön. Lest es, lest es unbedingt! Ich bin sicher auch ihr werdet es lieben.

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