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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2025

Ich bin auf etwas Großes gestoßen

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Mein Nickname verrät es wahrscheinlich schon. Ich mag Geschichten aus der Vergangenheit. Wobei ich eigentlich die Zeit in der Pötzschs Henkerromane spielen normalerweise ausklammere. Daher war mir trotz ...

Mein Nickname verrät es wahrscheinlich schon. Ich mag Geschichten aus der Vergangenheit. Wobei ich eigentlich die Zeit in der Pötzschs Henkerromane spielen normalerweise ausklammere. Daher war mir trotz seiner Popularität nie wirklich bewusst, wie gut dieser Mann doch schreibt. Die Totengräber-Bücher spielen in Wien und sind zeitlich etwas anders einzuordnen und doch mich hat es jetzt gepackt!

Obwohl ich in diese Serie quer eingestiegen bin, kam ich wunderbar mit den Figuren zurecht. Und auch der Fall der verschwundenen Frauen war richtiggehend fesselnd, bunt und abwechslungsreich und gar nicht angestaubt. Die Zeit zeigt sich hier in schillernden, lebendigen Farben, sehr greifbar und bildlich. Ich bin auf jeden Fall derart begeistert, dass ich die anderen Bände jetzt baldmöglichst noch lesen möchte. Und selbst an eines der Henkerbücher hab ich mich zwischenzeitlich herangewagt. Und ich befürchte, ich habe eine neue Lesevorliebe für Pötzschs Bücher entwickelt.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Der Zahn wackelt

Ja, nein, vielleicht
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‚Ja, nein, vielleicht‘? Ich antworte leider mit ‚nein‘. Ich habe diesen Roman im Hörbuchformat aufgrund einer Empfehlung gehört. Und was soll ich sagen? Entweder das Format war schlecht gewählt oder die ...

‚Ja, nein, vielleicht‘? Ich antworte leider mit ‚nein‘. Ich habe diesen Roman im Hörbuchformat aufgrund einer Empfehlung gehört. Und was soll ich sagen? Entweder das Format war schlecht gewählt oder die Handlung kam grundsätzlich nicht bei mir an. Jedenfalls konnte ich keine Raffinessen in ihr ausmachen. Sie plätscherte nur dahin ohne mich groß zu fesseln. Ich hörte einfach zu, wie jemand anderes sein Leben lebt, das zwischen Zahnarzt, Schwesternbeziehungen und alten Bekanntschaften changiert. Für mich daraus mitgenommen habe ich aber nur wenig. Der Schreibstil und auch die Leserstimme fand ich trotzdem recht angenehm, nur wurde mir nicht klar, was mir das Buch sagen wollte.
Für mich war es ein Lückenfüller, interessant und trotzdem nichts sagend. Ach ja, vielleicht sollte ich mal wieder einen Zahnarzttermin vereinbaren.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Gut, aber etwas schwächer als die anderen Bände

Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz?
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‚Wer ist hier im Einsatz‘ ist bereits das dritte Band der Vorlesegeschichten-Reihe von ‚Wieso? Weshalb? Warum?‘ und für mich leider das bisher Schwächste.
Anders als bei den Vorgängerbänden wird es nun ...

‚Wer ist hier im Einsatz‘ ist bereits das dritte Band der Vorlesegeschichten-Reihe von ‚Wieso? Weshalb? Warum?‘ und für mich leider das bisher Schwächste.
Anders als bei den Vorgängerbänden wird es nun etwas spezieller und das macht sich auch etwas in den Erklärungen bemerkbar, die für Kleinen manchmal nicht mehr ganz so einfach nachzuvollziehen sind. Bei den Feuerwehrautos z.B. werden die Bezeichnungen genannt, aber nicht näher erklärt oder abgebildet. Trotzdem sind die Geschichten sehr schön und auch kindgerecht gestaltet. Viele drehen sich um verschiedene Einsatzbereiche von Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen, es werden aber auch Hornissen umgesiedelt und Frösche über die Straße gebracht. Jede dieser Geschichten ist in sich geschlossen und trotzdem wird durch wiederkehrende Personen eine Verbindung zu den anderen Kapiteln des Buchs hergestellt. Mir gefiel auch wie bunt und lebendig die Charaktere dargestellt wurden. Dadurch gibt es im Buch nicht nur Menschen verschiedener Herkunft sondern ganz individuelle Lebensmodelle. Für mich spiegelt genau das eine Offenheit wider, die wir Kindern auch in Büchern unbedingt vorleben sollten.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Das Reich braucht ein neues Königskind

Die Bestimmung der Mondsteinkinder
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Eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Und über den Mut zur Veränderung.
Der Einstieg in das Buch gelang mir mühelos. Die Autorin schreibt in einer klaren, bildhaften Sprache mit der es leicht ...

Eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt. Und über den Mut zur Veränderung.
Der Einstieg in das Buch gelang mir mühelos. Die Autorin schreibt in einer klaren, bildhaften Sprache mit der es leicht fällt sich der Geschichte hinzugeben. Besonders gut gefallen hat mir, wie detailliert und gleichzeitig leicht verständlich die Welt beschrieben wird – man hat beim Lesen das Gefühl, direkt mit Meelo und Ria auf Reise zu gehen.
Hilfreich war auch die liebevoll gestaltete Karte am Anfang und Ende des Buches. So konnten die Stationen der Reise gut nachverfolgt werden, Auch das Personenverzeichnis zu Beginn war praktisch, um den Überblick zu behalten – besonders, da die Figuren wirklich zahlreich und facettenreich sind.
Meelo war mir von Anfang an sympathisch – ein Junge mit Ängsten und Träumen, der anfangs noch zurückhalten, später dann schon mutiger seinen eigenen Weg sucht. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte, ebenso wie die von Ria, hat mich beeindruckt. Beide wachsen an ihren Aufgaben und beweisen, wie wichtig Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt sind. Nebenfiguren wie Alba, Bea, Sturm und Darian bringen enorm viel Vielfalt in die Handlung – jede Figur hat ihre eigene Stimme und trägt etwas zur Geschichte bei.
Die Welt wirkt etwas mittelalterlich, setzt sich aus mehreren Stämmen zusammen und wird von kindlichen Königen regiert. Die fantastischen Elemente wie Flügelpferde, geheimnisvolle Orte und die kindliche Königswahl wirkt sie aber auch sehr originell und fantasievoll. Besonders schön fand ich, dass trotz Spannung und Abenteuer nie zu düstere oder bedrückende Töne angeschlagen wurden – das Buch bleibt auch in schwierigen Momenten hoffnungsvoll und altersgerecht.
„Die Bestimmung der Mondsteinkinder“ ist ein rundum gelungenes Fantasyabenteuer, das nicht nur junge Leser*innen begeistern dürfte. Es ist in sich abgeschlossen, lässt aber trotzdem genug Raum zum Träumen und Weiterdenken. Für mich eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Die Lösung für den Lehrermangel?

Der Lehrerinnendrucker
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Als Fritz und Carls Lehrerin in Mutterschutz geht und die Klasse nur noch von Aushilfen betreut wird, kommen die Jungs auf die Idee mit Hilfe von Philipps genialer Maschine sich eine Lehrerin zu auszudrucken. ...

Als Fritz und Carls Lehrerin in Mutterschutz geht und die Klasse nur noch von Aushilfen betreut wird, kommen die Jungs auf die Idee mit Hilfe von Philipps genialer Maschine sich eine Lehrerin zu auszudrucken. Doch wie sollte diese sein? Rasch wird die Klasse gefragt und dann gehts ab zur Metro. Solch ein Biomasse-Drucker braucht ja schließlich adäquates ‚Filament‘!

Der Lehrerinnendrucker wartet mit einer sehr ungewöhnlichen Idee auf, die uns sehr gefiel. Diese beschäftigt sich nicht nur mit der allgegenwärtigen Situation an Schulen sondern auch mit dem Können technischer Methoden und auch ein Stückweit um Ethik, ohne aber dabei den kindlichen Fokus zu verlieren.

Am Anfang, das muss ich zugeben, hatte ich etwas Probleme mich mit dem Schreibstil anzufreunden und fand das Vorlesen etwas holprig. Doch das legte sich mit der Zeit und aller spätestens mit dem doch sehr überraschenden Twist hatte uns die Geschichte vollends gepackt. Wer mehr über die Geschichte und deren Hintergründe erfahren möchte, dem rate ich auch noch zum Nachwort des Autors. Es hat mich das Buch nochmals in einem ganz anderen Licht sehen lassen.

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