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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2021

Witzig und interessant

Neuschweinstein
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Bei diesem Buch verspricht schon der Titel eine humorvolle, intelligente Unterhaltung. Und genau das bietet das Buch auch.
Christoph Rehage hat eines Tages die verrückte Idee, als Deutscher mit einer chinesischen ...

Bei diesem Buch verspricht schon der Titel eine humorvolle, intelligente Unterhaltung. Und genau das bietet das Buch auch.
Christoph Rehage hat eines Tages die verrückte Idee, als Deutscher mit einer chinesischen Reisegruppe die typische Europareise zu unternehmen und darüber ein Buch zu schreiben. Er spricht selbst chinesisch und reist nach China, um dort eine Gruppe zu finden, mit der er reisen kann.
Nach einem holprigen Start wird er schließlich Teil der bunt gemischten Gruppe.
Rehage hat eine brilliante Art zu schreiben und zu erzählen. Es ist, als würde man mit im Bus sitzen, der von einer Stadt zur anderen rast, als würde man mit am Tisch sitzen und müsste das "Gruppenessen" in sich hineinzwingen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es so authentisch erzählt und dabei immer mit einem Augenzwinkern auf scheinbar alltägliche Situationen blickt.
Besonders gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Situationen, in denen der Autor selbst Verwirrung sziftet, da er oft nicht für ein Mitglied der Reisegruppe, sondern deren Fahrer, Reiseleiter, Dolmetscher oder ähnliches gehalten wird. Diese Begebenheiten sind witzig, machen aber zugleich nachdenklich, weil sie zeigen, wie oft Menschen pauschal denken oder vorschnell urteilen.
Krass fand ich, wie die chinesischen Touristen teilweise einfach nur durchgeschleust werden oder billiges, schlechtes Essen vorgesetzt bekommen. Auch die Tatsache, dass manche von ihnen in China hohe Summen als Kaution hinterlegen müssen, damit sie nicht in Europa untertauchen, fand ich sehr befremdlich. Da merkt man mal wieder, wie gut wir es doch oft haben und gar nicht bemerken.
Ein sehr unterhaltsames Buch, das auch viel Interessantes und Wissenswertes über China, Land, Politik und Leute berichtet.

Veröffentlicht am 24.03.2021

Wie immer perfekt

Evolution. Die Stadt der Überlebenden
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Bis auf ein einziges Buch waren bisher alle Bücher, die ich von diesem Autor gelesen habe, einfach nur perfekt. Thomas Thiemeyer gelingt es einfach, so spannend zu schreiben, dass man immer nur noch weiterlesen ...

Bis auf ein einziges Buch waren bisher alle Bücher, die ich von diesem Autor gelesen habe, einfach nur perfekt. Thomas Thiemeyer gelingt es einfach, so spannend zu schreiben, dass man immer nur noch weiterlesen will und am Ende dann traurig ist, dass es schon vorbei ist. Ich musste einfach wissen, was passiert und wie es weitergeht und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil ist toll und unterhaltsam und einfach gut zu lesen. Ich freu mich schon jetzt auf die beiden folgenden Bände der Trilogie. Band 2 liegt zum Glück schon bereit.

Eine Schülergruppe will ein Austauschjahr in den USA machen und landet nach einem Gewitter in einer völlig fremden Umgebung. Keiner kann erahnen, was dies bedeuten soll und erst nach und nach wird klar, was geschehen ist.

Sehr gut gefallen hat mir die Welt, die Thomas Thiemeyer erdacht hat. Alles ist in sich logisch und schlüssig und gar nicht so abwegig, wenn man das mal durchdenkt. Die Jugendlichen müssen sich in dieser so fremden Welt durchschlagen und machen das ganz gut. Mir gefällt die Mischung der verschiedenen Charaktere, die so herrlich beschrieben sind, dass man die einzelnen Personen direkt vor Augen hat. Genau wie die Umgebung, durch die sie sich bewegen. Diese uns fremde, schildernde, aufregende und gefährliche Welt entstand durch die detailreichen Schilderungen regelrecht vor meinem inneren Auge.

Vor allem die beiden Hauptfiguren Lucie und Jem haben es mir angetan und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass alles ein gutes Ende für die beiden nimmt. Süß fand ich die aufkeimende Liebesbeziehung, die mich sehr berührt hat.

Veröffentlicht am 24.03.2021

Eine bezaubernde Geschichte

Tage wie Salz und Zucker
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Dieses Buch bietet allen seinen Lesern eine bezaubernde Geschichte, die einfach nur Spaß macht. Von der ersten Seite an hat mich dieses besondere und außergewöhnliche Buch begeistert. Die Autorin Shari ...

Dieses Buch bietet allen seinen Lesern eine bezaubernde Geschichte, die einfach nur Spaß macht. Von der ersten Seite an hat mich dieses besondere und außergewöhnliche Buch begeistert. Die Autorin Shari Shattuck versteht es, mit einer tollen Schreibweise eine herrliche Geschichte zu erzählen, die einfach gut tut. Man verliebt sich richtig in das Buch. Es geht um die beiden Frauen Ellen und Temerity, die unterschiedlicher nicht sein können – sie sind wie Feuer und Wasser oder eben wie Salz und Zucker. Zufällig laufen sie sich über den Weg und Ellen hilft Temerity, als üble Bursche ihren Handtasche stehlen wollen. Danach möchte die blinde Temerity die dicke, verunstaltete Ellen kennen lernen, die aber ihrerseits eigentlich keine Menschen mag, weil sie nie Gutes erfahren hat. Langsam begreift sie, dass es auch Menschen gibt, für die nur der Charakter eine Rolle spielt.

Es ist einfach wunderbar zu lesen, wie Ellen auftaut und sich in Temeritys Gegenwart zu einem ganz anderen Menschen entwickelt. Ein Buch, das mich wirklich begeistert und sehr berührt hat. Ich kann es nur jedem empfehlen.

Veröffentlicht am 24.03.2021

Ein absolutes Highlight

Der dunkle Kuss der Sterne
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Dieses Buch war ein absolutes Highlight für mich. Ich bin immer noch hin und weg und total begeistert. Es war mein erster Roman von der Autorin Nina Blazon und es wird sicherlich nicht mein letzter sein. ...

Dieses Buch war ein absolutes Highlight für mich. Ich bin immer noch hin und weg und total begeistert. Es war mein erster Roman von der Autorin Nina Blazon und es wird sicherlich nicht mein letzter sein. „Der dunkle Kuss der Sterne“ hat mich total mitgerissen.

Canda und Tian sollten eigentlich bald heiraten und das neue Herrscherpaar der Stadt Ghan werden, doch dann ist sie plötzlich total verändert und er ist verschwunden. Dabei waren sie doch immer ein Herz und eine Seele und wie magisch miteinander verbunden. Nachdem auch noch ihre Familie sie verrät, gelingt Canda die Flucht aus der Stadt und sie macht sich auf die Suche nach ihrem entführt geglaubten Verlobten Tian. An ihrer Seite ist Amad, der ein Sklave ist und auf sie aufpassen soll. Eine schreckliche Reise voller Gefahren und Entbehrungen beginnt. Canda lernt neue Wahrheiten kennen und entdeckt, dass ihr Leben nicht das war, was es schien.

Eine märchenhafte Erzählung, die ihresgleichen sucht. Voller Poesie und mit unglaublich tollen Gedankenbildern beschreibt die Nina Blazon die Welt von Ghan und darum herum. Die Figuren werden anschaulich und detailreich beschrieben, sodass man als Leser quasi mit dabei ist, direkt im Geschehen ist. Man lernt Canda mit allen ihren Facetten und Eigenheiten kennen und hofft mit ihr, Tian zu finden. Man hofft auf ein Happy End, das dann doch ganz anders ist.

Die Welt, in der Canda lebt, ist schlüssig beschrieben und entsteht ohne Probleme vor dem Auge des Lesers, da alles so stimmig und gekonnt beschrieben wird.

Ein absolut gelungener Fantasyroman, der für mich ein ganz besonderes Highlight war.

Veröffentlicht am 22.03.2021

Eigenwillige Ermittlerin

Zicke, zacke, tot
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Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass es sich bei Karin Schneider um eine sehr eigenwillige Person handelt. Sie ist eigentlich eine Privatperson, ermittelt aber nun schon in ihrem dritten Fall. ...

Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass es sich bei Karin Schneider um eine sehr eigenwillige Person handelt. Sie ist eigentlich eine Privatperson, ermittelt aber nun schon in ihrem dritten Fall. Dabei lässt sich sehr von sehr viel Gefühl und wenige Verstand leiten. Das war für mich etwas schwierig, weil ich ihre Handlungen oft nicht so ganz nachvollziehen konnte. Etwas mehr gesunden Menschenverstand hätte ich gerne gesehen. Vielleicht liegt es aber auchd aran, dass ich die beiden Vorgängerbücher nicht kenne und mir der Quereinstieg etwas schwer viel.

Insgesamt bietet der Krimi aus Niederbayern gute Unterhaltung und viel Lokalkolorit. Wer sich nicht an einer eigenwilligen, manchmal etwas verrückten Hautfigur stört, wird sich hier gut unterhalten fühlen.