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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2020

Vielseitig und liebevoll gestaltet

Der Kleine Yogi Herzbotschaften
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Leider kannte ich den Bestseller „Der kleine Yogi – Glücksbotschaften“ bisher noch nicht. Quasi durch Zufall bin ich nun über dieses wunderbare Set mit den Herzbotschaften gestolpert und muss sagen, dass ...

Leider kannte ich den Bestseller „Der kleine Yogi – Glücksbotschaften“ bisher noch nicht. Quasi durch Zufall bin ich nun über dieses wunderbare Set mit den Herzbotschaften gestolpert und muss sagen, dass ich begeistert bin. Schon der erste Blick hat mich dahinschmelzen lassen. Normalerweise bin ich kein Coverkäufer, aber hier war es schon um mich geschehen. Gleichzeitig hat der Inhalt mich ebenfalls überzeugt.

Die Karten sind wunderschön und liebevoll gezeichnet und gestaltet. Man merkt, wie viel Liebe und Mühe sich die Autorin und Zeichnerin Barbara Liera Schauer gegeben hat. Dass es für sie ein Herzensprojekt ist. Der kleine Yogi ist zu Recht eine Kultfigur geworden, finde ich. Ich habe mich ebenfalls sofort verliebt und werde aus dieser Reihe einige Weihnachtsgeschenke besorgen. Mein eigenes Set werde ich in Ehren halten und freue mich jetzt schon, dass es mich ab jetzt immer begleitet. Alleine wenn ich die netten Zeichnungen ansehe, muss ich schon lächeln und egal was war, es geht mir sofort besser.

Schön finde ich auch die Kombination von Theorie und Praxis, die das kleine dazugehörige Büchlein bietet. Man kann Übungen machen, sowohl geistiger Art als auch im Bereich Sport. Man kann aber auch einfach nur den jeweiligen Spruch auf der Karte lesen und sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Oder mit anderen darüber sprechen, diskutieren und gemeinsam üben.

Toll, welch eine Bandbreite dieses kleine Set bietet! So machen Achtsamkeit, Yoga und Mediation wirklich Spaß! Perfekt für jeden, der sich gerne um das Wichtigste im Leben, nämlich Liebe, Freundschaft, Toleranz und Wertschätzung, kümmern möchte – egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene. Der kleine Yogi bereichert jeden.

Veröffentlicht am 10.09.2020

Geschichte in Perfektion

Eine Liebe zwischen den Fronten
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Schon seit Jahren lese ich kaum mehr etwas anderes als Krimis oder Thriller. Gleichzeitig kenne ich aber auch die Werke die Autorin Maria W. Peter schon seit Jahren und genieße sie immer wieder. Sobald ...

Schon seit Jahren lese ich kaum mehr etwas anderes als Krimis oder Thriller. Gleichzeitig kenne ich aber auch die Werke die Autorin Maria W. Peter schon seit Jahren und genieße sie immer wieder. Sobald ein neues Buch von ihr veröffentlicht wird, lege ich jeden Krimi zur Seite und freue mich darauf, in ihre Welten abtauchen zu können.

Besonders gut gefällt mir, dass sie immer ganz hervorragend und gründlich recherchiert und die Historie genauestens beleuchtet. Das ist wirklich ein Qualitätsmerkmal ihrer Bücher und begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Die Mühen ihrer Arbeit sind jedes Mal wieder ein Glanzwerk und wer im Nachwort und im Anhang blättert und liest, weiß, wie viel Arbeit dahinter stecken muss. Da verwundert es nicht, dass es bisweilen mehrere Jahre dauert, bis so ein Werk dann wirklich vollendet ist und gedruckt werden kann.

Aber neben dieser akribischen Kleinarbeit beherrscht die Autorin auch das Schreiben und das aufs Feinste. Sie weiß, wie man mit Worten Bilder erschafft, wie man Szenerien und Figuren lebendig werden lässt, wie Flair entsteht. Teilweise schon fast poetisch schreibt Maria W. Peter und so ist es kein Wunder, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Liegt anfangs ein dicker Wälzer vor dem Leser, so ist er schneller als ihm lieb ist, am Ende angelangt.

Dieses Buch hat mich besonders berührt, weil es zeigt, wie schrecklich Krieg ist und immer sein wird und dass am Ende alle leiden, egal wer gewinnt oder verliert. Die einfachen Menschen verlieren alles, oft auch ihre Lieben, erfahren ungeahntes Leid und schlimme Not. Wer dieses Buch liest, müsste meinen, die Menschen würden daraus lernen. Maria W. Peter schildert authentisch und manchmal an der Grenze des Erträglichen, was damals passiert sein könnte. Als Leser muss man da echt oft schlucken und fragt sich, warum es nie aufhört und immer wieder Kriege begonnen werden.

Ein toller Roman, der eine wichtige Zeit in der deutschen und französischen Geschichte beleuchtet. Rundum lesenswert, auch weil man neben den wirklich ergreifenden Geschichten viele Wissenswertes quasi wie nebenbei erfährt. Auch versteht man dann, warum zwischen beiden Ländern immer wieder Spannungen bestanden. Geschichtsunterricht muss nicht trocken sein!

Veröffentlicht am 10.09.2020

Klein, aber fein

HEGEL to go
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich von Hegel wenig weiß und auch diese Reihe „... to go“ bisher nicht kannte. Leider kenne ich viele von den „Großen Deutschen“ kaum und daher dachte ich, dass ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich von Hegel wenig weiß und auch diese Reihe „... to go“ bisher nicht kannte. Leider kenne ich viele von den „Großen Deutschen“ kaum und daher dachte ich, dass ich hier ein bisschen was nachholen kann. Das Buch hat mir auf den ersten Blick total gut gefallen. Schon das Cover ist modern und zugleich passend zum alten Philosophen – eine gelungene Kombination von alt und neu. Das Buch ist eher ein Büchlein von der Größe und dem Format her, der Inhalt ist umso beeindruckender. Da das Buch so klein ist, kann man es tatsächlich gut einstecken und unterwegs lesen. Das mag ich sehr.

Zitate, Sprüche und Gedichte sind nach Themen sortiert und es macht Spaß, sich schmökernd durch das Buch zu arbeiten. Da die Inhalte thematisch sortiert sind, kann man das Buch auch wunderbar nutzen, wenn man mal ein Zitat zu einem bestimmten Thema sucht. Aber auch so blättert man beim Lesen mal vor, dann wieder zurück, liest seitenweise ganz, dann mal wieder nur ein paar Zeilen – aber immer mit Begeisterung. Erstaunlich fand ich auch, wie aktuell Hegels Gedanken sind, obwohl er vor fast 200 Jahren gestorben ist.

Ein gelungenes Büchlein, das zeigt, dass klein richtig groß sein kann! Ich freue mich, mehr Bücher und besondere Menschen aus dieser Reihe zu entdecken.

Veröffentlicht am 10.09.2020

Begeisternd, beeindruckend, berührend

Die Küste der Freiheit
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Nachdem ich erst vor kurzem „Die Festung am Rhein“ von Maria W. Peter voller Begeisterung gelesen hatte, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Und ich bin wieder beeindruckt. Das Buch ist sehr umfangreich, ...

Nachdem ich erst vor kurzem „Die Festung am Rhein“ von Maria W. Peter voller Begeisterung gelesen hatte, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Und ich bin wieder beeindruckt. Das Buch ist sehr umfangreich, hat aber keine Längen und hätte meiner Meinung nach auch keine Zeile kürzer sein dürfen! Es hat richtig Spaß gemacht und das Lesen war eine Freude. „Die Küste der Freiheit“ hat mich auf eine ganz besondere Zeitreise ins frühe Amerika mitgenommen.

Begeistert hat mich die Atmosphäre, die dieses Buch entstehen lässt. Durch die vielen detailreichen und bunten Schilderungen der Autorin entsteht vor dem inneren Auge des Lesers eine unbekannte und gleichzeitig spannende, aufregenden Zeit. Die Geschichte um Anna und Lorenz, die Welten trennen und die Liebe eint, hat mich sehr berührt und mitgerissen. Mehrfach habe ich gelacht und hatte auch die eine oder andere Träne im Auge. Maria W. Peter versteht es einfach, den Leser mitzunehmen und tief in das Geschehen eintauchen zu lassen.

Schon der Anfang, als Anna und Lorenz sich kennen lernen, ist dramatisch und eindringlich. Anna setzt alles auf eine Karte, um das Leben des fremden Soldaten zu retten und prompt kommt auch die Quittung für diese eigentlich gute Tat... Sie hat harte Zeiten vor sich und verliert bei alledem doch nie ihre Menschlichkeit und ihren Glauben. Auch Lorenz ist ein guter Mensch, der immer das Richtige tun möchte. Ich mochte beide sehr, habe sie im Laufe des Buches immer mehr in mein Herz geschlossen. Am Ende habe ich mir gewünscht, dass es irgendwann einmal eine Fortsetzung um dieses schöne Paar gibt.

Die Figuren im Buch werden authentisch dargestellt und sind bis ins Kleinste ausgearbeitet – egal, ob sympathisch oder nicht. Man lebt und leidet mit, freut sich und ist traurig mit den Personen. So erlangt die Geschichte eine große Tiefe, die sehr berührt. Maria W. Peter hat etwa vier Jahre lang an diesem Roman gearbeitet und das merkt man auch. Liebevoll und detailreich werden Natur, Personen und Geschehnisse geschildert und formuliert. Auch die geschichtlichen Hintergründe des Geschehens – zuerst in Deutschland, das damals sehr zerrissen war, und dann in den ersten Kolonien in Amerika – werden extrem gut dargestellt. Die gute Recherche sorgt für Authentizität in der Historie und damit auch im Roman. Selten habe ich ein Buch gelesen, das mich so begeistert und berührt hat. Ein großes Thema ist der Krieg zwischen den Königstreuen und denjenigen, die sich wünschen, dass Amerika ein eigenes Land wird. Die Grauen der Kämpfe, die Schmerzen der Verwundeten und Sterbenden, das Leid der Angehörigen, die Not der Flüchtenden, die Armut und der Hunger werden immer wieder deutlich. Genau wie die Schrecken der Sklaverei, wenn Menschen wegen Nichtigkeiten fast zu Tode gepeitscht werden, grausam gequält werden oder auf den Felder arbeiten müssen, bis sie umfallen. Nie übertrieben, aber immer eindringlich beschreiben solche Szenen das damalige Leben. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder Hoffnung, wenn sich die Sklaven zum Beispiel gegenseitig beistehen oder Anna helfen, wenn Emmett und seine Schwägerin Gutes tun oder Anna mitten im Krieg einem Baby gesund auf die Welt hilft. Das macht Mut, denn so lange es noch Menschlichkeit gibt, gibt es noch eine Zukunft.

Eine wunderbare Geschichte vor einem geschichtlich sehr gut recherchierten Hintergrund, die einfach begeistert, beeindruckt und berührt. Ich bin immer noch ganz verzaubert und finde, diesen Roman sollte man gelesen haben. Ein Highlight für alle Liebhaber von guten historischen Romanen.

Veröffentlicht am 10.09.2020

Einmal Duffy, immer Duffy!

Alter Hund, neue Tricks
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Bereits die Vorgängerbücher habe ich voller Begeisterung gelesen. Damals das erste Buch eher aus Zufall, weil es Teil einer Leserunde war, habe ich die Nachfolger dann immer schon erwartet. Ich mag die ...

Bereits die Vorgängerbücher habe ich voller Begeisterung gelesen. Damals das erste Buch eher aus Zufall, weil es Teil einer Leserunde war, habe ich die Nachfolger dann immer schon erwartet. Ich mag die kantige Figur des nun ehemaligen Detective Inspectors Sean Duffy sehr. Er kämpft quasi immer auf verlorenem Posten, da er mitten im Religionskonflikt zwischen Protestanten und Katholiken in den 80er Jahren in Belfast arbeitet. Beiden Seiten haben so ihre Probleme mit ihm und er mit ihnen.

Nun sind die 90er Jahre angebrochen und die Zeiten haben sich geändert. Duffy lebt nicht mehr in Belfast, ist aber tageweise da... und schon hat er wieder einen neuen Fall am Hals. Zuerst nur ein Autodiebstahl mit tödlichem Ausgang, wird aus dem Fall plötzlich ein gefährlicher und Duffy als Ermittler gerät in Schwierigkeiten...

Besonders gut gefällt mir, dass hier die jüngere Vergangenheit Thema ist. Viele historische Romane oder Krimis beschäftigen sich mit längst vergangenen Zeiten, aber die jüngere Vergangenheit steht leider nicht so oft im Mittelpunkt. Gerade das finde ich aber spannend, denn zum Teil sind die Auswirkungen ja auch heute noch spürbar. In Kombination mit diesem wirklich interessanten und hochspannenden Fall ist dem Autor hier wieder ein richtig tolles Werk gelungen. Er beschreibt die Situationen treffend und die Figuren sind komplex – es macht Spaß, sich in die Szenerie hineinzudenken und mitzufiebern. Das Ende hat mir gut gefallen, rund und passend zur Geschichte, die überzeugt und auch für den anspruchsvollen Leser so einiges bietet.