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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Wer knurrt denn da und warum?

Die 13 Beziehungswölfe
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Wie es Titel und Cover bereits versprechen, beruht das Herzstück des Buches auf einem besonderen Ansatz: Dreizehn Wolfs-Metaphern stehen sinnbildlich für unterschiedliche Konfliktarten, die das Therapeutenpaar ...

Wie es Titel und Cover bereits versprechen, beruht das Herzstück des Buches auf einem besonderen Ansatz: Dreizehn Wolfs-Metaphern stehen sinnbildlich für unterschiedliche Konfliktarten, die das Therapeutenpaar Laura und Tobias Goldfarb direkt in der freien Wildbahn beobachtet hat.

Durch die bildhafte Sprache und die ergänzenden Fallgeschichten konnte ich mir die Kernaussagen der einzelnen Kapitel wesentlich besser einprägen, als es bei anderen Sachbüchern oft der Fall ist. Dadurch fiel es mir auch leicht, mich in den Beispielen wiederzuerkennen. Ehe ich mich versah, stand ich dem einen oder anderen “Wolf“ im eigenen Beziehungswald gegenüber oder eine lebhafte Erinnerung an eine frühere Begegnung tauchte auf. In solchen Momenten bot mir das Literaturverzeichnis zudem eine wertvolle Basis, um gezielt weiterzurecherchieren. Besonders hilfreich fand ich die detailreichen Steckbriefe am jeweiligen Kapitelende, die das Gelernte erinnerungstauglich zusammenfassen. Zudem laden die originellen Übungen dazu ein, Partnerschaft, Glaubenssätze und Erfahrungswelten ganz neu zu erkunden.

Fazit: Meine Neugier auf die "Wölfe“ wurde mit einem echten Erkenntnisgewinn belohnt. Der Ratgeber liefert ein präzises Navigationssystem durch den eigenen "Beziehungswald“ und hilft dabei, festgefahrene Muster mit deutlich mehr Bewusstsein und einer Prise Humor zu entlarven.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Wer willst du werden, wenn dein Selbstbild auf Lügen basierte?

Nightweaver
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Die Geschichte über Aster und ihre Piratenfamilie, die dem Meer entrissen wird und ihre Freiheit gegen eine vermeintliche Sicherheit eintauscht, startet ziemlich rasant. Obwohl auf den ersten Seiten unglaublich ...

Die Geschichte über Aster und ihre Piratenfamilie, die dem Meer entrissen wird und ihre Freiheit gegen eine vermeintliche Sicherheit eintauscht, startet ziemlich rasant. Obwohl auf den ersten Seiten unglaublich viel passiert, vermittelt R. M. Gray die düster-originelle Weltordnung und ihre Wesen so geschickt nebenbei, dass ich mich ganz selbstverständlich zurechtfand.

Aster ist eine mutige Protagonistin, für die der Schutz ihrer Familie stets an erster Stelle steht. Sie verteidigt sie mit ihrem Leben und ihre harte Vergangenheit ließ sie zu einer Kämpferin werden, die kein Blutvergießen scheut. Dennoch befindet sie sich in einem emotionalen Ausnahmezustand, denn die Trauer um ihren Bruder Owen und die ständige Sorge darum, ob ihre Familie auf dem Anwesen der Bludgraves in Sicherheit ist, lassen sie kaum zur Ruhe kommen. Drohungen in Form von Attentaten zeigen ihr, dass sie stets kurz davorstehen könnte, einen weiteren geliebten Menschen zu verlieren. Zudem fragt sie sich, ob sie Will wirklich trauen und ihm ihr Herz anvertrauen kann.

Zwar weist das Buch zwischendurch kleinere Längen auf und die Geschichte hätte an manchen Stellen gestrafft werden können, aber insgesamt fängt der flüssige Schreibstil die vielen unheimlichen Szenen, besonders zum Schluss hin, enorm bildhaft ein. Aster wird durch Lügen und Geheimnisse getäuscht und als ahnungslose Leserin fühlte ich mit ihr mit, als sie sich selbst nicht mehr über die Vergangenheit definieren konnte und für ihre Zukunft eine neue Identität brauchte, um überhaupt weiterkämpfen zu können. Ich hielt beim Lesen öfter mal die Luft an, musste mich aktiv ans Weiteratmen erinnern und mit diesem vorläufigen Ende habe ich auch in keinster Weise gerechnet. Nur gut, dass Band 2 bereits im März erscheint und ich ihn direkt vorbestellen konnte...

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Eine Lesemeditation für alle, die die Pausentaste im Alltag suchen

Mathilde und Marie
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Torsten Woywod erschuf mit seinem detailreichen Schreibstil eine Geschichte, die einen eher unaufdringlichen, aber tiefen Sog entwickelt. Marie landet über einen schicksalhaften Umweg im Bücherdorf Redu ...

Torsten Woywod erschuf mit seinem detailreichen Schreibstil eine Geschichte, die einen eher unaufdringlichen, aber tiefen Sog entwickelt. Marie landet über einen schicksalhaften Umweg im Bücherdorf Redu und findet dort Stück für Stück zurück zu ihrer wahren Natur. Fernab von Hektik und den üblichen gesellschaftlichen Erwartungen lernt sie Menschen kennen, die zeigen, wie bereichernd Einfachheit, Gemeinschaft und die Konzentration auf das Wesentliche sein können.

Besonders gut gefielen mir diese vielen kleinen "Lektionen“ und die fast schon meditativen Naturszenen, die beim Lesen ein herrliches Kopfkino auslösen. Dadurch wirkt das Buch wunderbar kontemplativ.

Interessant war für mich die Dynamik der Figuren. Während viele Dorfbewohner direkt präsent sind, bleibt Mathilde - obwohl ihr Name im Titel steht - lange Zeit eine geheimnisvolle Beobachterin im Hintergrund. Ich gebe zu, anfangs war ich ungeduldig und habe sogar vorgeblättert, um zu sehen, wann sie endlich "richtig“ auftaucht. Aber genau das ist der Punkt, den das Buch vermittelt. Die Geschichte erzählt sich in ihrem ganz eigenen Tempo. Ich musste erst lernen, dass Ungeduld hier völlig fehl am Platz ist.

Wie im echten Leben sind es die leisen Töne, die uns innehalten und den Wert des Augenblicks erkennen lassen. Manchmal braucht es diesen bewussten Schritt zurück, um aus dem ständigen Konsum-Modus wieder ins echte Genießen zu kommen. Für mich war es genau das richtige Buch zur rechten Zeit. Eine warme Empfehlung für alle, die mal kurz die Welt anhalten wollen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Eine gelungene Zauberanleitung!

Zaubern im Gehirn
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Als absoluter Neuling beim Thema "Imaginationen“ wusste ich nicht, was mich bei dem Buch erwartet. Ehrlich gesagt fühlte ich mich auf den ersten Seiten noch etwas unbeholfen, jedoch halfen mir die ersten ...

Als absoluter Neuling beim Thema "Imaginationen“ wusste ich nicht, was mich bei dem Buch erwartet. Ehrlich gesagt fühlte ich mich auf den ersten Seiten noch etwas unbeholfen, jedoch halfen mir die ersten fünf Kapitel über diese Hürden hinweg. Mich beruhigte der Ratschlag, dass ich mich von meinen eigenen Erwartungen befreien darf und eigentlich keine Fehler machen kann. Zudem ist es ein gutes Gefühl, dass man hier (anders als bei Medikamenten) keine Nebenwirkungen erwarten oder grundsätzliche Kontraindikationen beachten muss.

Obwohl der Inhalt durchdacht strukturiert ist, empfand ich den Schreibstil phasenweise als etwas anstrengend. Doch das Weiterlesen lohnte sich definitiv, denn die angebotene Vielfalt an Imaginationsübungen ist enorm. Ich persönlich werde sicher einige Monate brauchen, bis ich alle Imaginationen kennengelernt habe. Zu Beginn habe ich mich nun erstmal an die Audioübungen gehalten. Mir fällt es leichter, einer Stimme zu folgen, als eine gelesene Anleitung im Nachhinein selbst in der Vorstellung umzusetzen.

Fazit: Inhaltlich absolut empfehlenswert! Insgesamt ist die Vielzahl an Imaginationen in diesem Werk beachtlich. Es scheint fast so, als würde jede erdenkliche Intention und jeder Lebensbereich abgedeckt, wodurch das Buch zu einem nützlichen Werkzeugkasten wird. Sowohl ErstanwenderInnen, erfahrene Meditierende als auch TherapeutInnen können hier aus einem riesigen Fundus schöpfen.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Ein kluger Wegweiser: Warum ganzheitliche Therapie der neue Standard sein sollte

Die spinnen, die Neuronen
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Nachdem Herr Dr. Frank Wassmuth als selbstständiger Arzt an Burnout erkrankte, entwickelte er ein ganzheitliches Konzept mit den Schwerpunkten Körper, Verhalten und Persönlichkeit, um wieder zur Belastbarkeit ...

Nachdem Herr Dr. Frank Wassmuth als selbstständiger Arzt an Burnout erkrankte, entwickelte er ein ganzheitliches Konzept mit den Schwerpunkten Körper, Verhalten und Persönlichkeit, um wieder zur Belastbarkeit zurückzufinden. In seinem Buch „Die spinnen, die Neuronen (...)“ beschreibt er diesen Ansatz, der sich inzwischen seit Jahrzehnten in seiner Praxis bewährt hat.

Mich begeistert an diesem Ratgeber, wie Dr. Wassmuth sein komplexes Wissen mit viel Zugewandtheit und Humor vermittelt – und dabei immer wieder eine gesunde Portion Selbstironie in Bezug auf seine eigenen Erfahrungen einfließen lässt. Zudem erklärt er den für den Therapieerfolg notwendigen ganzheitlichen Blick auf Körper und Geist so nachvollziehbar, dass man sich selbst als Laie*in direkt abgeholt fühlt. Vor allem die Informationen über Neurotransmitter, Gene, Ernährung und Nährstoffversorgung waren für mich spannend. Doch insgesamt konnte ich aus jedem der drei Schwerpunkte Hilfreiches für meine eigene Situation mitnehmen. Es wäre absolut wünschenswert, wenn dieser ganzheitliche Ansatz als gängiger Standard Einzug in die allgemeine Psychotherapie halten würde.

Fazit: Dieser Ratgeber ist kein trockenes Fachbuch, sondern durch Praxisbeispiele und Herr Dr. Wassmuths eigene Erfahrungen unglaublich nah am Leben. Ein kluger und witziger Wegweiser für jeden, der das Zusammenspiel von Körper und Psyche wirklich verstehen möchte.