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Veröffentlicht am 01.12.2024

nicht ganz so gut wie Band 1

Wenn die Sonne glüht
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Es ist Frühling in Hamburg, 1978, und Klio hat gerade ihre erste Stelle in einem Fernsehsender bekommen und ihre Chefin wird niemand geringeres sein als Anni Winter, Klios Idol.
Doch als sie ihre Stelle ...

Es ist Frühling in Hamburg, 1978, und Klio hat gerade ihre erste Stelle in einem Fernsehsender bekommen und ihre Chefin wird niemand geringeres sein als Anni Winter, Klios Idol.
Doch als sie ihre Stelle antritt und Anni gegenübersteht ist diese so ganz anders als Klio sich das gedacht hat, Anni kalt und arrogant. Doch Klio gibt sich Mühe um in ihrem Job und von Anni ernst genommen zu werden und bald blickt die junge Assistentin hinter die Fassade. Aber Klios Familiensage besagt auch eine verbotene Liebe, sind Klio und Anni damit gemeint?

Das Buch war thematisch gesehen Neuland für mich, denn in die 1970 Jahre verschlägt es mich selten.
Klio ist eine für die Zeit moderne und aufgeschlossene junge Frau und ich mochte sie gerne. Auch, dass sich eben nicht an die Grenzen hält die einem damals aufgezwungen wurden.
Irgendwie habe ich auch nach dem über 400 Seiten Buch kein wirkliches Bild über Anni bekommen. Sie wird Anfangs als kalt beschrieben, dann als Engel, aber wer sie abseits der Fassade ist konnte ich nicht wirklich greifen.
Ebenso die Beziehung der beiden. Klio schien Anni von Anfang an zu vergöttern, obwohl sie eiskalt zu sein schien. Aber wie auch Klio konnte ich nicht richtig greifen wieso genau die beiden jetzt ein Paar wurden.
Natürlich handelt das Buch viel über die Zeit in der es spielt. So fand ich waren die Art wie die Personen reden, handeln und denken so detailliert, dass ich wirklich ein Gefühl für die damalige Zeit bekam. Manchmal wird es düster, traurig, oder an manchen Szenen wollte ich mich einfach über die Menschen von damals aufregen.
Durch Klios Job beim Fernsehsender bekam man eine Idee davon wie es war in der Zeit in einem Fernsehsender zu arbeiten, was mir auch gefallen hat, aber an manchen Stellen fand ich, dass es ich zu oft wiederholt hat. Teilweise wollte ich die Stellen einfach überfliegen.
Ich fand das Buch nicht schlecht, aber für die Seitenzahl hatte ich mir mehr Geschichte, mehr Gefühle gewünscht. Zudem kam die Geschichte mit dem Fluch, die immer wieder eingestreut wurde, aber ich nicht das Gefühl hatte dass es viel mit der Geschichte zu tun hatte. Dann kommt noch dazu, dass Band 3 nicht mehr scheinen wird. Ich wollte mir Band 2 nicht dadurch vermiesen lassen, aber da es für den Fluch keine Auflösung geben wird und wir die jüngste Schwester nicht mehr kennen lernen werden hat das auch ein bisschen dazu beigetragen, dass ich manche Handlungen nicht so ganz genießen konnte.
Dennoch war das Buch gut, wenn auch nicht so toll wie Band 1, ich hatte mir ein bisschen mehr Gefühl zwischen den Protagonistinnen gewünscht.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Viel Hygge um nichts

Das kleine Café in Kopenhagen
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Um das dänische Gefühl, den Trend Hygge, besser verstehen zu können, reist Kate von England nach Kopenhagen. Zusammen mit ein paar anderen Journalisten soll sie dort Ideen sammeln und verstehen was genau ...

Um das dänische Gefühl, den Trend Hygge, besser verstehen zu können, reist Kate von England nach Kopenhagen. Zusammen mit ein paar anderen Journalisten soll sie dort Ideen sammeln und verstehen was genau Hygge ist. Kate hofft dadurch endlich die ersehnte Beförderung zu bekommen und gibt sich alle Mühe erfahren zu wirken. Doch schon auf dem Flughafen stellt sie fest, dass es einfacher wäre einen Sack Flöhe zu hüten. Und dann taucht als letzter Journalist der attraktive Ben auf, mit dem sie vorher am Telefon das Vergnügen hatte und der mit PR-Leuten und Hygge überhaupt nichts anfangen kann. Schon bald fliegen die Fetzen.

Diesmal hat es mich nach Kopenhagen verschlagen und ich hab endlich den ersten Band der Reihe gelesen.
Kate war anfangs ziemlich sauer wegen ihrer Beförderung, was aber eher dazu geführt hat, dass ich Josh nicht ausstehen konnte und Kate verstehen konnte. Auch dass es stressig für sie wird fand ich nachvollziehbar.
Von der Gruppe fand ich Avril nicht sehr sympatisch, trotzdem hatte ich von ihr ein Bild, während alle anderen eher verschwommen bei mir blieben.
Am nettesten fand ich die Cafebesitzerin Eva, die ein kleiner Sonnenschein war und so haben mir sie Szenen bei ihr immer gut gefallen.
Von Dänemark oder Kopenhagen habe ich nicht wirklich ein besseres Bild als vorher. Es wurde zwar die Gastfreundschaft erwähnt, Hygge war gegen Anfang ein großes Thema und auch einige Schauplätze fand ich durchaus gut beschrieben. Allerdings hat es sich während der Reise ein bisschen wie ein Reisebericht gelesen, anstatt eines Romans. Bei mir ist die Landschaft irgendwie überhaupt nicht angekommen und ich weiß nicht ob es an mir oder dem Buch lag.
Dem Verlauf der Geschichte konnte ich gut folgen, beim Epilog hätte ich mir eine Notiz gewünscht, wann das ganze spielt.
Ich fand das Buch war nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste aus der Reihe.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

wurde immer besser

Words unspoken
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Bash ist Lektor in einem kleinen Verlag namens Badger Books und er möchte unbedingt Jethro für sich gewinnen und ein Buch über dessen Graffitis herausbringen. Nur weiß niemand wer sich hinter dem Pseudonym ...

Bash ist Lektor in einem kleinen Verlag namens Badger Books und er möchte unbedingt Jethro für sich gewinnen und ein Buch über dessen Graffitis herausbringen. Nur weiß niemand wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, aber es gelingt im Kontakt zu der Künsteragentin Camille Kontakt aufzunehmen und sich mit ihr zu treffen. Sofort fühlt er sich zu der jungen Frau hingezogen, doch Job und Privates zu vermischen kommt nicht infrage. Doch als er Jethros Buch für seinen Verlag gewinnt kommt er Camille immer näher.

Ich war sehr gespannt und auch etwas unsicher wie mir Words unspoken gefallen wird, da die letzte Dilogie der Autorin mich nicht zu hundert Prozent begeistern konnte.
Als ich das Buch begonnen habe und das tolle Zitat im Inneren gelesen habe und dann das erste Kapitel aus Jethros Sicht, hatte ich gleich ein gutes Gefühl.
Bash mochte ich schnell. Er ist immer darauf bedacht, dass es anderen gut geht und nimmt sich selbst zurück, da er nicht anecken will. Das auch unfreiwillig, da er aufgrund seiner Herkunft keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen will. Ich fand toll wie das Thema eingearbeitet war.
Auch Camilie hat durch Entscheidungen, die sie getroffen hat ihr Päckchen zu tragen und kann nicht so recht damit abschließen. Auch das Thema fand ich gut beschrieben, vor allem im Verbindung mit ihrer Schwester hat es noch eine besondere Tiefe mit hinein gebracht.
Mir haben die Kapitel au Jethros Sicher sehr gut gefallen. Immer wollte ich wissen wer sich dahinter verbirgt und habe fast jeden im Buch einmal verdächtigt. Die Auflösung wird natürlich nicht verraten, nur dass der Moment in dem ich es wirklich verstand grandios gewählt war und ich dachte „Moment mal“ und nochmal zurückgeblättert habe. Daumen hoch dafür.
Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen. Ich konnte mir alles gut vorstellen und wurde in die Geschichte gerissen. Mir nerven oft die vielen englischen Ausdrücke, warum muss man „Trust issues“ schreiben, warum nicht das Deutsche Wort benutzen? Oder auch dass eine Zahl mindestens vier mal da stand, dass man auch ja verstand um was es ging, fand ich unnötig. Ebenso wie ein paar Wiederholungen. Auch, dass eine Unterhaltung über Sex sich über ein paar Seiten zog, und was da gesagt wurde ( dass man sterben kann wenn man sieben Monate kein Sex hatte), fand ich eher zum Kopfschütteln. Eine Szene zwischen Jethro und einer anderen Person fand ich etwas fragwürdig, wer genau es war kann ich aus spoilergründen nicht nennen.
Am besten fand ich wirklich die Szenen rund ums Sprayen, die Agentur und Camille und Bash Jobs. Auch die letzten hundert Seiten fand ich so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Düsterer als erwartet

Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz
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Die Nachfahren der Märchenwelt leben heute ganz normal und sind doch kleine Berühmtheiten, da sie so wenige sind. Als Rain White, dessen Vorfahre Schneewittchen war, 18 wird, verlangt die Tradition, dass ...

Die Nachfahren der Märchenwelt leben heute ganz normal und sind doch kleine Berühmtheiten, da sie so wenige sind. Als Rain White, dessen Vorfahre Schneewittchen war, 18 wird, verlangt die Tradition, dass sie den schlafenden Prinzen küsst. Rain wehrt sich dagegen und ist gar nicht zufrieden damit, doch ihr bleibt keine Wahl. So steigt sie an ihrem Geburtstag in den Tower of London und tut was von ihr verlangt wird. Doch ihr Kuss löst einen uralten Fluch aus und nichts ist mehr so wie es war. Um die Märchenfamilien zu retten muss sie sich sieben Prüfungen stellen und darf dabei nicht ihr Herz vergessen.

Ever and After war vor einem Jahr ein spontaner Cover- und ja auch Buchschnittkauf, umso gespannter war ich was mich in dem Buch erwartet.
Der Anfang war etwas lang für meinen Geschmack, auch wenn ich gut voran kam, fand ich dass es da ein paar Seiten weniger auch getan hätten.
Rain, ihr Cousin Avery und Cole, der nicht weiss wer er ist fand ich ein tolles Gespann und ich mochte alle drei gerne. Rain ist gerade erst 18, doch sie ist ziemlich tough, mutig und vielleicht auch ein bisschen stur.
Cole ist ein Mysterium, er weiß nicht wer er ist, wie er heißt, oder woher er kommt. So habe ich die ganze Zeit gerätselt was die Antworten auf diese Fragen sein könnten und hatte eine Idee. Und die Idee war so falsch, dass mich das Ende umso schockierter zurück ließ.
Mir gefiel die Idee rund um die Nachfahren der Märchenfiguren wirklich gut. Und auch wenn ich die Zitate an den Anfängen des Kapitel toll fand, hab ich sie nach ein paar Kapitel übersprungen, weil es mich immer aus der Geschichte gerissen hat.
Großer Pluspunkt war der Schreibstil der Autorin. Von Anfang an bin ich nicht nur gut in die Geschichte hineingekommen sondern bin fast durch die Kapitel geflogen. Es gab lustige Stellen, tolle Setting und coole Protagonisten. Nur hat mich ein bisschen die Wiederholung von „ein Muskel zuckte“ gestört, das öfter erwähnt wurde oder an ein paar Stellen wo „ein einzelner Schweißtropfen hinabrinnt“.
Für ein Jugendbuch fand ich das Buch stellenweise schon etwas krass und es gab Szenen die ich so nicht erwartet hätte. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich bin auf Band 2 gespannt.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

kann den hype nicht verstehen

Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht
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Tierarzt Drake O‘Grady ist in Redwood aufgewachsen. Dieser kleine Ort an der Küste von Oregon ist sein Zuhause, hier hat er die schönsten, aber auch die schlimmsten Erfahrungen seines Lebens gemacht. Zoe ...

Tierarzt Drake O‘Grady ist in Redwood aufgewachsen. Dieser kleine Ort an der Küste von Oregon ist sein Zuhause, hier hat er die schönsten, aber auch die schlimmsten Erfahrungen seines Lebens gemacht. Zoe Hornsby stand ihm dabei immer zur Seite. Sie ist die wichtigste Person in seinem Leben, auch wenn sie ihn öfter zur Weißglut bringt, als er zählen kann. Sie raubt ihm einfach den Verstand. Sodass er etwas vollkommen Verrücktes tut. Wie Zoe zu küssen.

Die Redwood Reihe kennt wohl jeder. Ich habe die Reihe vor Jahren begonnen und hab zwischen den Bänden Jahre verstreichen lassen, hab die Reihe abgebrochen und wieder begonnen. Als ich Band 3 günstig bekam, wollte ich die Reihe damit beenden.
Ich konnte mir nur noch wenig erinnern, aber ein paar Personen habe ich wieder erkannt.
Anfangs hatte ich so meine Probleme mit Drake. Einer seiner ersten Äußerungen bezog sich auf das fehlen von Zoes Unterwäsche, dazu hat er wiederholt Probleme mit ihrer bunten Haarfarbe gehabt.
Zoe kümmert sich aufopfernd um ihre Mutter und bringt ihre Unversehrtheit in Gefahr. Einerseits konnte ich sie natürlich verstehen, dass sie sich um ihre Mom, die alles für sie getan hat kümmert, dass sie ihr Versprechen einhalten will. Andererseits dachte ich auch, dass es für Zoe besser wäre sie hätte Hilfe.
Von beiden hatte ich zwar in etwa ein Bild, aber als Paar ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Auch an den erotischen Szenen wurde nicht gespart. Zwar war es insgesamt nicht zu viel, sie waren nur schlecht verteilt.
Gestört haben mich ein paar Personen die anscheinend weder das Wort Nein noch je etwas von Privatsphäre gehört haben. Genauso wie eine Person bei einem Baseballspiel die sich abwertend über die Frauen im Spiel geäußert hat.
Den Schreibstil fand ich okay, aber es hat mich nicht so zum Lesen animiert wie ich es gerne gehabt hätte. Ebenso wie die Geschichte, so dass ich den Hype von damals nicht nachvollziehen kann.

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